A-plus-Content für die Produktkarte: was das ist und wie es geht


Artikel des gdefoto-Studios

A-plus-Content für die Produktkarte: was das ist und wie es geht

Ein Leitfaden für Händler: wie Sie einen verkaufsstarken Block unter den Fotos aufbauen, der Einwände ausräumt und die Conversion hebt.

Was A-plus-Content ist und wozu die Produktkarte ihn braucht

A-plus-Content, auch Rich Content oder erweiterte Beschreibung genannt, ist ein gestalteter Block unter den Hauptfotos des Produkts: ein Wechsel aus Bildern, Infografiken, Eigenschafts-Icons und kurzen Texten. Anders als die gewöhnliche Beschreibung, die der Kunde oft überblättert, wirkt A-plus-Content wie eine kleine Landingpage innerhalb der Produktkarte: Er zeigt das Produkt im Einsatz, räumt Einwände aus und beantwortet Fragen, bevor sie zum Kaufabbruch führen. Für den Händler ist das keine Deko, sondern ein Instrument, um die Kaufentscheidung zu steuern. Der Mensch auf einem Marktplatz entscheidet in Sekunden, während er durch ähnliche Produkte blättert. A-plus-Content hält die Aufmerksamkeit, erklärt, worin sich Ihr Produkt unterscheidet, und verwandelt Interesse in einen Klick auf In den Warenkorb. Wichtig ist der Unterschied zwischen drei Schichten der Karte: die Galerie der Hauptfotos entscheidet, ob jemand stehen bleibt, die Merkmale und die Textbeschreibung liefern Details für die bereits Interessierten, und der A-plus-Content lebt dazwischen und erzählt die Geschichte des Produkts in der Sprache der Bilder. In diesem Leitfaden zeigen wir, woraus guter A-plus-Content besteht, was Amazon.de und Otto verlangen, wie er messbar die Conversion hebt und welche Fehler den Effekt zunichtemachen. Egal ob Sie Ihr erstes Produkt starten oder bereits hunderte Artikel führen, es gibt einen anwendbaren Teil für beide Fälle.

Woraus A-plus-Content besteht: Blöcke und Struktur

Guter A-plus-Content entsteht nicht aus zufällig schönen Bildern, sondern nach der Logik eines Trichters: erst fesseln, dann überzeugen, dann den letzten Einwand ausräumen. Eine Basisstruktur aus fünf bis sieben Screens funktioniert für fast jede Kategorie, von Kleidung und Kosmetik bis Elektronik und Wohnaccessoires.

  • Cover-Screen. Das Hauptfoto plus ein Schlüsselvorteil in großer Schrift. Das ist der erste Frame beim Ausklappen der Beschreibung. Hier darf man nicht an Qualität sparen: ein unscharfes oder dunkles Cover entwertet den Rest.
  • Produkt im Einsatz. Ein Lifestyle-Bild: Kleidung am Menschen, Geschirr auf dem Tisch, ein Gerät in der Hand. Der Kunde überträgt das Produkt auf sich und stellt sich vor, wie es bei ihm aussieht.
  • Eigenschafts-Infografik. Icons mit Merkmalen: Material, Größe, Gewicht, Leistung, Lebensdaür. Trockene Zahlen werden zu visuellen Argumenten, die in Sekundenbruchteilen erfasst werden.
  • Details und Textur. Makroaufnahmen von Nähten, Textur, Anschlüssen, Verschlüssen. Nimmt die Angst, die Qualität könnte schlecht sein.
  • Vergleich oder Lieferumfang. Was in der Verpackung steckt, Größentabelle, Farbvarianten, worin sich das Modell von den Nachbarn der Serie unterscheidet.
  • Abschluss-Screen. Garantie, Verpackung, Pflege, Aufruf zum Warenkorb, das letzte Argument vor der Entscheidung.

Die Formel ist einfach: ein Screen gleich ein Gedanke. Wenn ein Bild fünf Vorteile transportiert, wird keiner erfasst. Besser sieben klare Screens als einer, der alles gleichzeitig sagt. Der Blick des Kunden soll auf jedem Screen genau eine Sache finden, an der er hängen bleibt.

Denken Sie an die drei Schichten der Karte. Die Galerie oben fängt den Blick, die Merkmalstabelle liefert Fakten, und der A-plus-Content dazwischen leistet, was weder Galerie noch Tabelle können: er erzählt die Geschichte des Produkts visuell. Der Kunde muss keinen Textabsatz lesen, aber der Blick bleibt von selbst an einer Infografik mit großer Zahl hängen oder an einem Frame, der das Produkt in der Hand zeigt. Genau diese Selbstverständlichkeit der Wahrnehmung macht den Block so wirksam.

Die Reihenfolge der Screens ist kein Zufall, sondern folgt der Frage, in welcher Reihenfolge ein Kunde Bedenken entwickelt. Zuerst will er wissen, ob das Produkt überhaupt zu ihm passt, deshalb kommt früh das Bild im Einsatz. Dann prüft er die harten Fakten, also die Infografik. Danach steigt die Sorge um die Qualität, weshalb Detail- und Texturaufnahmen folgen. Zum Schluss braucht er Sicherheit über Lieferumfang, Größe und Garantie. Wer die Screens in dieser psychologischen Reihenfolge anordnet, beantwortet die Fragen des Kunden fast in dem Moment, in dem sie entstehen, und genau das hält ihn bei der Stange, statt ihn zum Wettbewerber ziehen zu lassen.

Ein oft unterschätzter Baustein ist die Infografik der Eigenschaften. Viele Händler schreiben ihre Merkmale nur in die Textbeschreibung, wo sie im Fließtext untergehen. In der Infografik dagegen wird aus der Angabe 240 Gramm pro Quadratmeter ein sichtbares Symbol mit großer Zahl, das der Blick in einer Zehntelsekunde erfasst. Verwandeln Sie deshalb die wichtigsten Kennwerte in visuelle Argumente: ein Icon, eine Zahl, ein kurzes Wort. Der Kunde soll nicht lesen müssen, sondern verstehen, indem er hinschaut. Genau das ist der Unterschied zwischen einer Merkmalstabelle, die niemand liest, und einer Infografik, die den Nutzen sofort transportiert.

Ebenso wichtig ist es, aus jeder Eigenschaft einen Nutzen zu machen. Ein tiefes Fach ist ein Merkmal, ein tiefes Fach, in das ein großes Smartphone passt, ist ein Nutzen. Der Kunde interessiert sich selten für das Was, fast immer für das Was habe ich davon. Formulieren Sie deshalb jeden Screen aus der Perspektive des Käufers: nicht die Wattzahl an sich, sondern was sie ihm im Alltag bringt. Diese Übersetzung von Fakt in Vorteil ist der rote Faden, der guten A-plus-Content von einer bloss hübschen Bildstrecke unterscheidet.

Vorgaben von Amazon.de und Otto

Die Plattformen unterscheiden sich in Format und technischen Grenzen, deshalb kann man dasselbe Layout nicht ungeprüft für alle nutzen, es braucht Anpassung. Hier der Überblick plus die Regeln, die überall gelten.

Amazon.de (A-plus-Content). Wird im Baukasten aus fertigen Modulen zusammengesetzt: Bilder, Textblöcke, Vergleichstabellen, Bild-Text-Kombinationen. Sie stapeln die Seite aus Elementen. Bilder werden nach den Vorgaben zur Auflösung hochgeladen, es entsteht eine vertikale Abfolge von Blöcken, die der Kunde scrollt. Ein Teil der Aussage kann als lebendiger Text stehen statt in die Grafik eingebrannt zu werden, das erleichtert spätere Korrekturen: eine Formulierung zu ändern ist einfacher, als eine Infografik neu zu zeichnen. Die Vergleichstabelle eignet sich, um Modelle einer Linie gegenüberzustellen und Cross-Selling zu fördern.

Otto und weitere Plattformen. Die erweiterte Beschreibung wird oft über eine Serie von Infografik-Bildern in der Galerie und über eine strukturierte Merkmalsbeschreibung umgesetzt. Die Hauptlast trägt das Bild in der Galerie. Es gelten strenge Anforderungen an Qualität und Inhalt: keine fremden Logos, keine Kontaktdaten, keine Aufforderungen, die Plattform zu verlassen, keine Wasserzeichen fremder Dienste. Text auf Bildern muss auf dem Handy lesbar sein, denn die Mehrheit schaut vom Smartphone.

Regeln, die überall gelten:

  • Kein fremdes Branding, keine Kontakte, keine QR-Codes, keine Wasserzeichen. Das kann zur Ablehnung oder Sperre führen.
  • Text lesbar auf dem Handy: große Schrift, hoher Kontrast, wenig Worte pro Screen.
  • Einheitlicher Stil über alle Screens: gleiche Farben, gleiche Typografie, gleicher Hintergrund.
  • Bilder in der geforderten Auflösung, ohne Kompressionsartefakte.
  • Keine falschen Superlative oder befristeten Aktionen mit Datum, das veraltet und erzeugt Beanstandungen.

Passen Sie das Layout an jede Plattform an, statt eine Version blind überall zu laden. Ein Modul, das im Amazon-Baukasten sauber sitzt, kann in der Otto-Galerie abgeschnitten wirken. Prüfen Sie jeden Screen im realen Vorschaubild, nicht nur am großen Monitor.

Ein praktischer Vorteil des Amazon-Baukastens ist, dass sich Text und Bild trennen lassen. Alles, was sich häufig ändert, etwa eine Formulierung oder ein Detail, gehört nach Möglichkeit in den editierbaren Text und nicht fest in die Grafik. So bleiben Sie flexibel, ohne bei jeder kleinen Änderung eine Infografik neu erstellen zu müssen. Bei Plattformen, die stark auf Bilder in der Galerie setzen, sollten Sie die zentrale Botschaft dagegen so gestalten, dass sie auch als reines Bild verständlich ist, denn dort steht der Text oft im Bild selbst. Diese Unterscheidung im Voraus zu treffen, spart später viel Nacharbeit.

Beachten Sie ausserdem, dass beide großen Plattformen den A-plus-Content vor der Veröffentlichung prüfen. Bilder mit fremden Marken, Kontaktdaten oder Aufforderungen, den Marktplatz zu verlassen, werden abgelehnt, im schlimmsten Fall wird die ganze Karte beanstandet. Halten Sie sich deshalb strikt an neutrale, eigene Inhalte und verzichten Sie auf alles, was nach Weiterleitung nach draußen aussieht. Auch Preisangaben oder befristete Rabatte gehören nicht in fest eingebrannte Grafiken, weil sie schnell veralten und dann eine aufwendige Neubearbeitung erzwingen.

Ein pragmatischer Weg ist, eine wiederverwendbare Vorlage anzulegen: feste Größe, feste Schriftart, feste Randabstände, eine kleine Palette an Markenfarben. In diese Vorlage setzen Sie dann Produkt für Produkt die passenden Bilder und Texte ein. Das hält den Stil über das ganze Sortiment einheitlich, beschleunigt die Produktion erheblich und sorgt dafür, dass jede neue Karte automatisch die Vorgaben der Plattform erfüllt. Gerade wer viele Artikel führt, gewinnt durch eine solche Vorlage mehr als durch jedes einzelne aufwendige Design.

Wie A-plus-Content Conversion und Vertraün beeinflusst

Der Effekt von A-plus-Content wird nicht nach Gefühl gemessen, sondern über die Kennzahlen der Karte. Die wichtigsten sind die Conversion in den Warenkorb (CR) und die Kaufabschlussquote. Wer diese Werte nicht vor und nach der Überarbeitung misst, steuert nicht, sondern handelt blind.

Ein einfaches Rechenmodell macht das greifbar: Gab die Karte vor der Überarbeitung bei 1000 Aufrufen 30 Bestellungen, liegt die CR bei 3 Prozent. Nach dem Hinzufügen von qualitativem A-plus-Content steigt die CR im Marktdurchschnitt um einige Prozentpunkte, angenommen auf 4 Prozent. Bei denselben tausend Aufrufen sind das bereits 40 Bestellungen, also ein Plus von rund einem Drittel an Verkäufen ohne höheres Werbebudget. Die konkreten Zahlen sind je Kategorie verschieden, die Richtung ist stabil.

Ein wichtiger Gedanke für die Amortisation: A-plus-Content ist eine einmalige Investition, die über die gesamte Lebensdaür der Karte wirkt. Werbung verlangt ständige Zufuhr, ein einmal sauber gebauter Block dreht die Conversion monatelang ohne Zuzahlung. Deshalb bringt selbst ein bescheidener CR-Zuwachs auf Distanz einen unvergleichlich größeren Effekt, als ein einzelner Messwert vermuten lässt. Wer den Aufwand nur an der ersten Woche misst, unterschätzt den Ertrag systematisch.

Warum das funktioniert:

  • Einwände ausräumen. Jede beantwortete Frage ist eine Rücksendung weniger und ein Abbruch weniger. Eine Größentabelle senkt Rücksendungen bei Kleidung, Makrofotos der Textur senken die Klage, die Qualität passe nicht.
  • Vertraün aufbauen. Ein sauberes, einheitliches Layout liest sich als Signal, dass der Händler seriös ist. Chaotische Fotos mit unterschiedlichem Hintergrund bewirken das Gegenteil.
  • Aufmerksamkeit halten. Je länger jemand die Karte studiert, desto höher die Kaufchance, und desto besser rankt die Plattform das Produkt, weil sie Interesse als Relevanzsignal wertet.

Messen Sie diszipliniert: Wert vor der Änderung notieren, den Block einbauen, ein bis zwei Wochen indexieren lassen, dann CR und Kaufabschluss vergleichen. Nur so wissen Sie, ob der Aufwand sich lohnt, und können den erfolgreichen Ansatz auf das restliche Sortiment übertragen. Ein häufiger Fehler ist, mehrere Dinge gleichzeitig zu ändern, etwa Preis, Hauptfoto und A-plus-Content in einem Rutsch. Dann lässt sich hinterher nicht mehr sagen, welche Änderung gewirkt hat. Ändern Sie nach Möglichkeit eine Sache, warten Sie die Wirkung ab und ziehen Sie erst dann den nächsten Hebel.

Interessant ist auch der indirekte Effekt auf die Rücksendungen. Ein großer Teil der Rückgaben entsteht nicht, weil das Produkt schlecht ist, sondern weil der Kunde etwas anderes erwartet hat, als er erhielt. Eine klare Größentabelle, ein ehrliches Bild der Textur und ein Screen zum Lieferumfang beugen genau diesen Enttäuschungen vor. Jede Rücksendung, die so vermieden wird, spart nicht nur Logistikkosten, sondern schützt auch die Bewertung und den Rang der Karte. A-plus-Content wirkt damit auf zwei Seiten der Rechnung: er hebt die Verkäufe und senkt gleichzeitig die teuren Rückgaben.

Damit die Wirkung erhalten bleibt, lohnt sich ein gelegentlicher Blick auf die Kennzahlen über die Zeit. Ändern sich die Anforderungen der Plattform oder taucht ein neuer Wettbewerber mit stärkerer Karte auf, kann ein früher gut funktionierender Block an Wirkung verlieren. Ein kurzer Check alle paar Monate, ob die CR stabil bleibt, zeigt rechtzeitig, wann eine Auffrischung fällig ist. So bleibt der einmal gebaute A-plus-Content ein lebendiges Werkzeug und nicht nur eine einmal erledigte Aufgabe.

Den ersten A-plus-Content können Sie selbst bauen, ohne Studio und teure Software. Der Ablauf in fünf Schritten:

  • 1. Aufnahme. Produkt auf einfarbigem Hintergrund plus ein paar Lifestyle-Frames. Wichtig sind gleichmässiges Licht und Schärfe auf den Schlüsseldetails.
  • 2. Bildbearbeitung. Hintergrund säubern, Farbe und Helligkeit angleichen, Staub und Reflexe entfernen. Alle Frames auf einen einheitlichen Stil bringen.
  • 3. Szenario. Fünf bis sieben Hauptgedanken notieren, einen pro Screen. Nach der Logik fesseln, überzeugen, abschließen ordnen.
  • 4. Infografik. Icons und kurzen Text auf die vorbereiteten Fotos legen. Schrift groß, Kontrast hoch.
  • 5. Aufbau und Upload. An das Format der Plattform anpassen und über Baukasten oder Galerie hochladen.

Gute Ausgangsbilder gelingen auch mit dem Smartphone, wenn Sie weiches, gestreutes Licht nutzen (ein Fenster an einem hellen Tag oder eine günstige Lichtbox) und einen einfarbigen, sauberen Hintergrund wählen. Fotografieren Sie aus mehreren Winkeln und machen Sie Makros wichtiger Details, lieber ein paar Aufnahmen zu viel als zu wenig. Schreiben Sie zuerst den Text, dann die Bilder: der häufige Fehler ist, zuerst schön zu gestalten und den Sinn nebenbei zu erfinden. Legen Sie die fünf bis sieben Kernaussagen fest, und erst wenn sie stehen, suchen Sie das passende Bild dazu.

Was den Effekt am häufigsten zerstört:

  • Überladener Screen. Fünf Thesen auf einem Bild, nichts wird gelesen.
  • Kleiner Text. Auf dem Handy unlesbar, und dort wird überwiegend geschaut. Prüfen Sie jeden Screen am echten Telefon.
  • Wilder Mix aus Hintergründen und Stilen. Die Karte wirkt wie eine Sammlung zufälliger Fotos und untergräbt das Vertraün.
  • Verbotene Elemente. Fremde Logos, Kontakte, QR-Codes, Wasserzeichen, ein Grund für Sperre oder Ablehnung.
  • Versprechen ohne Beleg. Bester am Markt oder befristete Aktionen mit Datum veralten oder erzeugen Beanstandungen.
  • Schön, aber ohne Fakten. Ästhetik ohne Information verkauft nicht.
  • Konkurrenten eins zu eins kopieren. Fremde Struktur passt nicht zu Ihrem Produkt und löscht die Unterschiede, wegen derer man gerade Sie wählen soll.

Testen Sie vor dem Ausrollen auf die ganze Linie: Zeigen Sie die Screens zwei Personen, die das Produkt nicht kennen, und fragen Sie, was sie in fünf Sekunden verstanden haben. Verstehen sie den Hauptvorteil nicht, überarbeiten Sie, bevor Sie hochladen. Dieser kleine Test kostet Minuten und deckt genau die Schwächen auf, die man nach stundenlangem Basteln selbst nicht mehr sieht. Beginnen Sie mit einem einzigen Zugpferd-Produkt, messen Sie den Effekt und übertragen Sie erst dann die bewährte Struktur auf die nächsten Artikel nach Umsatzpriorität.

Nicht jede Kategorie profitiert gleich stark. Erklärungsbedürftige Produkte mit vielen Merkmalen, etwa Technik, Haushaltsgeräte oder Sportartikel, gewinnen am meisten, weil hier viele Fragen zu beantworten sind. Aber auch einfache Produkte wie Textilien oder Wohnaccessoires ziehen Nutzen aus einem stimmigen Block, weil er Wertigkeit signalisiert und die Marke greifbar macht. Überlegen Sie deshalb vor dem Aufbau, welche Fragen und Bedenken in Ihrer konkreten Kategorie typisch sind, und richten Sie die Screens genau darauf aus. Ein A-plus-Content, der die drei häufigsten Einwände Ihrer Zielgruppe sauber ausräumt, wirkt stärker als der schönste Block, der an den echten Fragen vorbeigeht.

Was ist der Unterschied zwischen A-plus-Content und normaler Beschreibung?

Die normale Beschreibung ist Fließtext, den viele überblättern. A-plus-Content ist ein gestalteter Block aus Bildern, Infografiken und kurzen Texten, der wie eine kleine Landingpage überzeugt und Einwände ausräumt.

Wie viele Screens sollte A-plus-Content haben?

Fünf bis sieben reichen für fast jede Kategorie. Wichtiger als die Zahl ist die Regel ein Screen, ein Gedanke, damit jeder Screen genau eine Botschaft klar transportiert.

Kann ich A-plus-Content selbst erstellen?

Ja, ohne Studio und teure Software. Sie brauchen saubere Fotos, ein klares Szenario und lesbare Infografik. Gute Ausgangsbilder gelingen auch mit dem Smartphone bei weichem Licht.

Was ist bei Amazon.de zu beachten?

A-plus-Content wird im Baukasten aus Modulen gebaut. Ein Teil der Aussage kann als editierbarer Text stehen, das erleichtert spätere Korrekturen. Halten Sie die Auflösungsvorgaben ein.

Welche Elemente sind verboten?

Fremde Logos, Kontaktdaten, QR-Codes, Wasserzeichen und Aufforderungen, die Plattform zu verlassen. Das kann zur Ablehnung oder Sperre der Karte führen.

Wie stark hebt A-plus-Content die Conversion?

Im Marktdurchschnitt um einige Prozentpunkte. Das klingt wenig, bedeutet aber oft ein Plus von rund einem Drittel an Bestellungen ohne höheres Werbebudget.

Muss ich den Effekt messen?

Ja. Notieren Sie die Conversion vor der Änderung, bauen Sie den Block ein, lassen Sie ein bis zwei Wochen indexieren und vergleichen Sie dann. Sonst steuern Sie blind.

Warum ist die Lesbarkeit auf dem Handy so wichtig?

Weil die Mehrheit vom Smartphone kauft. Kleiner Text und überladene Screens werden dort nicht gelesen. Prüfen Sie jeden Screen am echten Telefon, nicht nur am Monitor.

Text zuerst oder Bild zuerst?

Text zuerst. Legen Sie die fünf bis sieben Hauptgedanken fest und gestalten Sie erst danach. Andersherum entsteht schöne, aber inhaltsleere Grafik.

Kann ich das Layout einer Plattform einfach für eine andere kopieren?

Besser nicht. Format und Grenzen unterscheiden sich. Passen Sie das Layout an und prüfen Sie jeden Screen in der realen Vorschau der jeweiligen Plattform.

Sollte ich A-plus-Content für alle Produkte gleichzeitig bauen?

Nein. Starten Sie mit einem umsatzstarken Zugpferd, messen Sie den Effekt und rollen Sie die bewährte Struktur dann nach Umsatzpriorität aus. So riskieren Sie wenig und lernen schnell.

gdefoto

A-plus-Content ist keine einmalige Deko, sondern systematische Arbeit an Conversion und Vertraün. Beginnen Sie mit einem Zugpferd-Produkt: Bauen Sie fünf bis sieben Screens nach der Struktur oben, messen Sie die Conversion vor und nach der Änderung und skalieren Sie auf das restliche Sortiment. Wenn Sie es gleich professionell und ohne langes Basteln wollen, übernimmt das gdefoto-Studio den kompletten Zyklus schlüsselfertig: Sachaufnahme, Bildbearbeitung, Infografik und Kartentexte im einheitlichen Stil nach den Vorgaben von Amazon.de und Otto. Und um die Ausgangsbilder selbst vorzubereiten, nutzen Sie die kostenlosen Tools von gdefoto: Hintergrund entfernen, Bilder ohne Qualitätsverlust komprimieren und an die Limits der Plattform anpassen. So entsteht Schritt für Schritt eine Karte, die nicht nur schön aussieht, sondern messbar besser verkauft.

Der Erstellungsprozess für A-plus-Content Schritt für Schritt

A-plus-Content wird stark, wenn man ihn nach einem Prozess baut und das Design nicht aufs Geratewohl gestaltet. Eine Arbeitsfolge in sechs Schritten hilft, das Wesentliche nicht zu verlieren.

  1. Briefing und Analyse. Klären Sie, wem Sie verkaufen, welche Zweifel und Einwände der Käufer hat und worin Ihr Produkt besser ist. Sehen Sie die Karten der Konkurrenz an der Spitze der Kategorie an.
  2. Drehbuch. Schreiben Sie die Reihenfolge der Bildschirme vorab als Text: Der erste fängt und zeigt den Hauptvorteil, dann Merkmale, Nutzungsszenarien, Materialien, Ausräumen von Einwänden, Garantien.
  3. Fotos und Assets. Sammeln Sie die nötigen Bilder, Nahaufnahmen, Aufnahmen in der Anwendung, Infografik und Icons. Lieber mit Reserve als hinterher ein fehlendes Asset suchen.
  4. Design der Blöcke. Bauen Sie die Bildschirme in einem einheitlichen Stil: eine Palette, eine Schrift, eine Layout-Logik.
  5. Prüfung am Smartphone. Kontrollieren Sie den A-plus-Content am Smartphone, nicht am Computer.
  6. Veröffentlichung und Messung. Vergleichen Sie nach ein bis zwei Wochen die Conversion.

Dieser Prozess verwandelt A-plus-Content aus einer Sammlung schöner Bilder in ein Verkaufswerkzeug, in dem jeder Bildschirm eine Frage des Käufers beantwortet.

Häufige Fragen zum A-plus-Content

Ist A-plus-Content Pflicht

Nein, aber er hebt Conversion und Vertrauen deutlich, besonders in umkämpften Kategorien. Ein Produkt ohne ihn verliert gegen den Nachbarn, der seine Vorteile anschaulich zeigt und Einwände ausräumt.

Worin unterscheidet sich A-plus-Content von der Beschreibung

Die Beschreibung ist Text, A-plus-Content ist ein visueller Block aus verbundenen Bildschirmen mit Bildern, Infografik und kurzen Beschriftungen. Er wirkt dort, wo Text nicht gelesen wird.

Wie viele Bildschirme braucht A-plus-Content

Meist vier bis acht: Der erste fängt, die folgenden entwickeln Vorteile, Merkmale, Szenarien und Einwände. Wichtiger als die Menge sind Logik und Qualität.

Ist A-plus-Content für alle Plattformen gleich

Sinn und Stil sind gemeinsam, aber die Format- und Maßvorgaben unterscheiden sich, deshalb passt man die Bildschirme an jede an. Bequem ist ein Master-Satz, aus dem man die Versionen ableitet.

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