Aktionen in Photoshop: Automatisierung, Stapelverarbeitung und Droplets


Routinearbeit der Bildbearbeitung automatisieren: einmal eine Abfolge von Schritten aufzeichnen und danach hunderte Fotos mit einem einzigen Klick verarbeiten.

Aktionen in Photoshop: Automatisierung, Stapelverarbeitung und Droplets

Aktionen (Actions) in Photoshop: Aufzeichnen, Laden und Stapelverarbeitung fuer die Bildbearbeitung. Dieser Leitfaden funktioniert gleichermassen in Photoshop CC, 2023, 2024 und 2025, denn die Unterschiede im Aktionenbedienfeld zwischen diesen Versionen sind minimal.

Warum Aktionen die Bildbearbeitung verandern

Wer Produkte fuer Online-Shops fotografiert, kennt das Problem: die Nachbearbeitung frisst mehr Zeit als die Aufnahme selbst. Hundert Produktbilder, und fuer jedes davon muss der Ausschnitt ausgerichtet, die Schaerfe angehoben, alles auf eine einheitliche Groesse gebracht, in das passende Format ueberfuehrt und in den richtigen Ordner abgelegt werden. Das alles hundertmal von Hand zu erledigen ist der direkte Weg in Erschoepfung und Fehler. Rechnen Sie selbst: wenn die manuelle Bearbeitung eines einzigen Bildes nur 90 Sekunden dauert (oeffnen, skalieren, schaerfen, pruefen, speichern), dann verschlingt eine Charge von 200 Fotos rund fuenf Stunden reine Arbeit am Monitor. Eine sauber aufgezeichnete Aktion jagt dieselbe Charge in vier bis sechs Minuten Maschinenzeit durch, waehrend Sie in Ruhe einen Kaffee trinken. Die Ersparnis bemisst sich nicht in Minuten, sondern in ganzen Arbeitstagen pro Monat. Genau dieses Problem loesen Aktionen (Actions) in Photoshop. Eine Aktion ist eine aufgezeichnete Abfolge von Befehlen, die das Programm danach automatisch wiederholt. In diesem Leitfaden gehen wir alles durch, vom ersten Druck auf die Aufnahmetaste ueber die Stapelverarbeitung eines ganzen Ordners bis hin zur Erstellung eines Droplets, auf das Sie Dateien direkt aus dem Dateimanager ziehen koennen, samt bedingter Wenn-dann-Logik und einem fertigen Rezept fuer die Produktfotografie.

Automatisierung in Photoshop: Was Aktionen sind und wie sie funktionieren

Eine Aktion (Action) ist im Kern ein Makro innerhalb von Photoshop. Sie fuehren einmal eine Kette von Arbeitsschritten im Aufnahmemodus aus, das Programm merkt sich jeden einzelnen Schritt und spielt ihn danach in derselben Reihenfolge auf jeder beliebigen anderen Datei ab. Sie haben die Groesse geaendert, Tonwertkorrekturen angewendet, Schaerfe hinzugefuegt und als JPEG gespeichert, all das laesst sich in eine einzige Aktion verpacken und mit einem Klick oder per Tastenkombination starten. Eine Aktion ist damit kein bloss kosmetisches Komfortwerkzeug, sondern das Rueckgrat eines jeden ernsthaften Bearbeitungs-Workflows, bei dem es um Stueckzahlen geht.

Der eigentliche Wert: Massstab und Einheitlichkeit

Der groesste Nutzen von Aktionen in der Produktfotografie liegt in zwei Dingen: Massstab und Einheitlichkeit. Wenn Sie eine Charge von 200 Produktbildern fuer einen Online-Shop ausliefern, ist es entscheidend, dass alle Fotos absolut gleich verarbeitet werden: derselbe Kontrast, dieselbe Schaerfe, dieselbe Leinwandgroesse, derselbe Hintergrund. Ein Mensch ermuedet und faengt an, von Aufnahme zu Aufnahme in den Einstellungen zu schwanken. Bei den ersten zwanzig Bildern arbeiten Sie noch praezise, ab dem fuenfzigsten beginnt das Auge zu rutschen, und am Ende der Charge sehen die Bilder nicht mehr wie eine zusammengehoerige Serie aus. Die Aktion kennt keine Ermuedung. Sie wiederholt den Vorgang Byte fuer Byte, egal wie viele Dateien Sie ihr vorsetzen. Das spart Stunden und beseitigt den Wildwuchs, der einer einheitlichen Bildstrecke abtraeglich ist und der eine ganze Galerie unruhig und unprofessionell wirken laesst.

Aktion ist nicht gleich Preset

Aktionen sind nicht dasselbe wie Adjustment-Presets oder Camera-Raw-Presets, auch wenn die Begriffe oft durcheinandergeraten. Ein Preset speichert die Werte eines einzigen Werkzeugs, zum Beispiel der Gradationskurven oder einer Verlaufsumsetzung. Eine Aktion hingegen speichert eine Kette beliebiger Schritte: Dokument oeffnen, Groesse aendern, drei verschiedene Filter anwenden, eine Ebene hinzufuegen, reduzieren, speichern, schliessen. Eine Aktion kann andere Aktionen aufrufen, Dialoge oeffnen, Pausen setzen und sich nach Bedingungen verzweigen. Im Grunde handelt es sich um ein vollwertiges Bearbeitungsskript und nicht um ein einzelnes Preset. Man koennte sagen: ein Preset ist eine Zutat, eine Aktion ist das ganze Rezept samt Reihenfolge der Arbeitsschritte.

Wo Aktionen am meisten Zeit sparen

In der Produktfotografie zahlen sich Aktionen besonders bei wiederkehrenden technischen Aufgaben aus. Jeder dieser Vorgaenge dauert fuer sich genommen nur Sekunden, doch bei hundert Produktbildern summieren sich Sekunden zu Stunden, und genau hier entfaltet die Automatisierung ihre Wirkung.

  • Einheitliche Skalierung und Beschnitt auf das geforderte Format der Plattform.
  • Umwandlung aller Aufnahmen in den sRGB-Farbraum fuer eine konsistente Darstellung im Browser.
  • Hinzufuegen einer gleichmaessigen Unterlage oder eines dezenten Schlagschattens.
  • Konvertierung einer ganzen RAW-Charge in JPEG in einem Durchgang.
  • Umbenennung nach einer einheitlichen Maske mit fortlaufender Nummer.
  • Stapelweises Anlegen eines Infografik-Rahmens um die Aufnahme.
  • Gleichzeitige Ausgabe in mehrere Ordner: ein grosses Foto fuer die Website und eine leichte Vorschau fuer die Liste.

Wo Aktionen nutzlos sind

Ebenso wichtig ist es zu wissen, was eine Aktion nicht kann, denn falsche Erwartungen fuehren zu Frust. Punktuelles Entfernen von Defekten mit dem Stempel, das saubere Freistellen einer komplexen Produktkontur, das kuenstlerische Ausarbeiten von Schatten und Glanzlichtern, die Retusche feiner Texturen, all das, was eine Entscheidung mit dem Auge fuer die konkrete Aufnahme erfordert, bleibt Handarbeit. Eine Aktion zeichnet zwar den Befehl auf, jedoch nicht die feine Bewegung Ihrer Hand. Pinselstriche, Stempelarbeit und manuelle Lasso-Auswahlen werden nicht originalgetreu aufgezeichnet, das Programm haelt nur fest, dass ein Werkzeug benutzt wurde, nicht aber die exakte Spur. Deshalb ist eine durchdachte Verarbeitungskette immer hybrid: die individuelle Retusche entsteht von Hand, die fuer alle identische technische Aufbereitung uebernimmt die Aktion.

Der hybride Workflow in der Praxis

In der Praxis bedeutet das eine klare Arbeitsteilung, und genau diese Teilung trennt Anfaenger von Profis. Zuerst erledigen Sie die kreativen, bildspezifischen Aufgaben manuell: Hintergrund saeubern, Staub und Knicke entfernen, Glanzlichter abmildern, die Geometrie des Produkts begradigen und einen unguenstigen Hintergrund gegen ein sauberes Weiss tauschen. Erst danach fuehren Sie die ganze Charge mit einer einzigen Aktion auf den Standard der Plattform zusammen. So bleibt die Qualitaet hoch, waehrend die Geschwindigkeit dramatisch steigt. Im weiteren Verlauf dieses Leitfadens behandeln wir das Aktionenbedienfeld, das Aufzeichnen einer eigenen Aktion von Grund auf, das Laden fertiger ATN-Dateien, die Anwendung auf ein einzelnes Foto und per Tastenkombination, die Stapelverarbeitung eines Ordners ueber Batch, Droplets, bedingte Schritte mit Stopps, typische Anfaengerfehler und ein fertiges Rezept fuer die Aufbereitung von Produktbildern. Am Ende folgt ein ausfuehrlicher Block mit haeufigen Fragen.

Das Aktionenbedienfeld: Aufbau, Aufzeichnung und Bearbeitung

Das Aktionenbedienfeld oeffnen Sie ueber das Menue Fenster, Aktionen (Window, Actions) oder mit der Tastenkombination Alt+F9 (unter macOS Option+F9). In der englischen Version von Photoshop heissen Aktionen Actions, Saetze von Aktionen heissen Sets. Wenn Sie an eine bestimmte Sprachoberflaeche gewoehnt sind, behalten Sie das im Hinterkopf, denn die Begriffe lassen sich beim Lesen von Anleitungen aus dem Netz leicht verwechseln. Im Bedienfeld sehen Sie zunaechst einen Standardsatz (Default Actions) mit fertigen Beispielen der Entwickler. Das sind bereits funktionsfaehige Aktionen, etwa Rahmen, Schatten oder Vignette, mit denen Sie ruhig herumspielen koennen, um die Logik zu verstehen. Fuer die Produktfotografie werden Sie jedoch fast immer eigene Aktionen schreiben.

Zwei Ansichten: Liste und Schaltflaechen

Ueber das Bedienfeldmenue, das Symbol oben rechts, koennen Sie in den Schaltflaechenmodus (Button Mode) umschalten. Dann verwandelt sich jede Aktion in eine grosse, farbige Schaltflaeche, und der Start erfolgt mit einem Klick, ohne den Baum der einzelnen Schritte aufzuklappen. Das ist praktisch fuer die taegliche Arbeit, wenn der Satz bereits ausgereift ist. Im Schaltflaechenmodus lassen sich Schritte allerdings nicht bearbeiten, kehren Sie zum Aufzeichnen und Feinjustieren also in die normale Listenansicht zurueck.

Die Schaltflaechen am unteren Rand

  • Quadrat (Stopp): Aufzeichnung oder Wiedergabe anhalten.
  • Kreis (Aufnahme): mit dem Aufzeichnen von Schritten beginnen. Ein roter Kreis bedeutet, dass die Aufnahme laeuft.
  • Dreieck (Wiedergabe): die ausgewaehlte Aktion abspielen.
  • Ordner (Neuer Satz): einen Satz anlegen, in dem die Aktionen abgelegt werden.
  • Blatt (Neue Aktion): eine neue, leere Aktion erstellen.
  • Papierkorb: eine Aktion oder einen einzelnen Schritt loeschen.

Eine Aktion Schritt fuer Schritt aufzeichnen

Zeichnen wir eine einfache, aber praxisnahe Aktion auf: ein Foto auf 2000 Pixel an der langen Seite verkleinern, die Schaerfe anheben und als JPEG speichern. Arbeiten Sie an einer Kopie der Datei, um das Original nicht zu beschaedigen.

  • Oeffnen Sie ein beliebiges Testfoto eines Produkts.
  • Klicken Sie im Bedienfeld auf das Ordnersymbol und legen Sie einen Satz an, nennen Sie ihn etwa Online-Shop. Saetze verhindern, dass Sie in Dutzenden Aktionen den Ueberblick verlieren.
  • Klicken Sie auf das Symbol fuer eine neue Aktion, das Blatt. Geben Sie im Fenster den Namen Skalierung 2000 plus Schaerfe ein, weisen Sie nach Wunsch eine Tastenkombination zu, zum Beispiel F2, und eine Farbe zur besseren Uebersicht. Klicken Sie auf Aufzeichnen.
  • Der Kreis leuchtet rot, die Aufnahme laeuft. Fuehren Sie Bild, Bildgroesse aus, stellen Sie 2000 px an der langen Seite ein, Aufloesung 72 dpi, und klicken Sie auf OK.
  • Wenden Sie Filter, Scharfzeichnungsfilter, Unscharf maskieren (Unsharp Mask) an. Setzen Sie moderate Werte, etwa Staerke 80 Prozent, Radius 1,0, Schwellenwert 2. Klicken Sie auf OK.
  • Fuehren Sie Datei, Speichern unter aus, waehlen Sie JPEG, Qualitaet 10 bis 12 fuer hohe Qualitaet, und speichern Sie.
  • Klicken Sie auf das Quadrat Stopp. Die Aktion ist aufgezeichnet.

Oeffnen Sie nun ein anderes Foto, waehlen Sie die Aktion aus und klicken Sie auf Wiedergabe. Photoshop wiederholt alle Schritte in Sekundenbruchteilen. Haben Sie die Taste F2 zugewiesen, genuegt ein Druck darauf, und der ganze Vorgang laeuft ab.

Eine bereits aufgezeichnete Aktion bearbeiten

Sie muessen eine Aktion nicht von Grund auf neu schreiben, wenn Ihnen ein einzelner Schritt misslungen ist. Klappen Sie die Aktion mit dem Dreieck auf, und Sie sehen die Liste aller Schritte. Danach stehen Ihnen mehrere Kniffe zur Verfuegung:

  • Doppelklicken Sie auf einen Schritt mit Dialog, zum Beispiel Unscharf maskieren, und es oeffnet sich das Fenster mit den aufgezeichneten Werten. Aendern Sie sie und klicken Sie auf OK, die neuen Werte werden im Schritt gespeichert.
  • Ziehen Sie einen Schritt mit der Maus nach oben oder unten, um die Reihenfolge der Vorgaenge zu aendern.
  • Einen Schritt in der Mitte ergaenzen: waehlen Sie den Schritt aus, nach dem die Einfuegung erfolgen soll, klicken Sie auf Aufzeichnen, fuehren Sie die neue Aktion aus und klicken Sie auf Stopp. Sie wird direkt nach dem ausgewaehlten Schritt eingefuegt.
  • Entfernen Sie das Haekchen links neben einem Schritt, und er bleibt zwar Teil der Aktion, wird aber voruebergehend nicht ausgefuehrt. Das ist nuetzlich, um einen Schritt testweise zu deaktivieren, ohne ihn zu loeschen.

Wichtige Feinheiten beim Aufzeichnen

Eine Aktion zeichnet nicht nur die Befehle auf, sondern auch die konkreten Werte, die Sie eingegeben haben. War die Leinwand im Moment der Aufnahme im Querformat und Sie starten die Aktion spaeter auf einem Hochformat-Foto, kann das Ergebnis abweichen. Deshalb schreibt man fuer die Produktfotografie oft getrennte Aktionen fuer Quer- und Hochformat oder verwendet die Groesse an der langen Seite, die in beide Richtungen funktioniert. Zeichnen Sie Aktionen nach Moeglichkeit auf Smartobjekten und Ebenen auf, nicht auf einem reduzierten Hintergrund, wenn Sie die Umkehrbarkeit erhalten wollen. Wandeln Sie eine Ebene vor dem Schaerfen in ein Smartobjekt um, ueber Ebene, Smartobjekte, In Smartobjekt konvertieren, wird der Filter zum Smartfilter, den Sie spaeter abschalten oder neu einstellen koennen. Fuer die reine JPEG-Ausgabe im Stapel ist das nicht noetig, fuer Arbeitsdateien zwischendurch hilft es jedoch enorm.

Haeufige Fehler beim Aufzeichnen

  • Ein absoluter Pfad im Schritt Speichern unter. Photoshop merkt sich den konkreten Ordner. Bei einem Stapel ohne Override-Haekchen fliegen alle Dateien dorthin und ueberschreiben sich gegenseitig.
  • Pixel statt Prozent bei unterschiedlich grossen Aufnahmen. Liegen im Ordner Bilder verschiedener Ausgangsgroesse, liefert eine feste Pixelvorgabe an einer Seite ein vorhersehbares Ergebnis, eine prozentuale Leinwandgroesse dagegen nicht.
  • Der Schritt Auf Hintergrundebene reduzieren vor dem Speichern als JPEG fehlt. JPEG speichert keine Ebenen, und uebrig gebliebene Text- oder Korrekturebenen koennen Probleme bereiten. Fuegen Sie einen Reduzieren-Schritt vor dem Speichern ein.
  • Aufzeichnung mit dem falschen Farbprofil. Liegen die Originale in Adobe RGB, Sie haben die Konvertierung aber mit Blick auf sRGB aufgezeichnet, verschieben sich die Farben. Schreiben Sie immer ausdruecklich In Profil sRGB konvertieren in die Aktion.

Tastenkombinationen und Farbmarkierung

Einer Aktion laesst sich eine Funktionstaste von F2 bis F12 zuweisen, optional mit Umschalt oder Strg, was rund dreissig Kombinationen ergibt. In der Praxis reichen fuenf bis sieben fuer die haeufigsten Vorgaenge: Skalierung, Schaerfe, sRGB, Vorschau speichern, Wasserzeichen. Vergeben Sie ausserdem im Fenster Neue Aktion jeder Aktion eine Farbe. Im Schaltflaechenmodus werden die Aktionen dann zu farbigen Kacheln, und ein rotes Speichern verwechseln Sie mit nichts. Farbe und Tastenkombination verwandeln das Bedienfeld von einer Liste in ein Schaltpult, bei dem die Hand von selbst zur richtigen Taste greift.

Aktionen verwalten: ATN-Dateien laden, sichern und weitergeben

Fertige Aktionen werden in Form von Dateien mit der Endung ATN verbreitet. Dabei handelt es sich um einen gepackten Satz von Vorgaengen, den Sie in Ihr eigenes Bedienfeld laden und somit fremde Arbeit nutzen koennen. Fuer die Produktfotografie gibt es im Netz reichlich kostenlose und kostenpflichtige Saetze: Farbkorrektur, Filmsimulation, Druckvorbereitung, Skalierung auf bestimmte Plattformen. Eine einzelne ATN-Datei kann sowohl eine einzige Aktion als auch Dutzende davon enthalten, gebuendelt in einem Satz. Der grosse Vorteil: Sie muessen das Rad nicht neu erfinden, sondern koennen auf erprobte Verarbeitungsketten anderer aufsetzen und sie an Ihre Beduerfnisse anpassen.

Methode 1: Laden ueber das Bedienfeldmenue

  • Oeffnen Sie das Aktionenbedienfeld mit Alt+F9.
  • Klicken Sie auf das Menuesymbol oben rechts im Bedienfeld, drei Striche oder ein kleiner Pfeil.
  • Waehlen Sie Aktionen laden (Load Actions).
  • Geben Sie den Pfad zur heruntergeladenen ATN-Datei an und klicken Sie auf Laden.
  • Der Satz erscheint ganz unten in der Liste der Aktionen und ist sofort einsatzbereit.

Methode 2: Doppelklick auf die Datei

Ist Photoshop bereits gestartet, genuegt in den meisten Versionen ein Doppelklick auf die ATN-Datei im Dateimanager, und sie laedt sich von selbst ins Bedienfeld. Das ist die schnellste Variante fuer eine einmalige Installation und erspart den Weg ueber das Menue.

Methode 3: dauerhafte Installation im Photoshop-Ordner

Damit ein Satz bei jedem Start automatisch geladen wird und aus dem Preset-Menue verfuegbar ist, legen Sie die ATN-Datei in den Systemordner des Programms.

  • Windows: im Verzeichnis Presets, Actions der installierten Photoshop-Version.
  • macOS: im entsprechenden Presets, Actions-Ordner der Programminstallation.

Nach dem Kopieren starten Sie Photoshop neu. Der Satz erscheint im unteren Teil des Bedienfeldmenues und laesst sich mit einem Klick aktivieren. Unter Windows kann das Schreiben in geschuetzte Programmverzeichnisse Administratorrechte erfordern. Eine Alternative ohne Adminrechte ist der Benutzerordner unter AppData, in dem Photoshop seine eigenen Presets ablegt.

Woher Sie Aktionen beziehen und worauf Sie achten

Die Quellen sind vielfaeltig: Marktplaetze fuer digitale Assets, Autorenblogs von Bildbearbeitern, thematische Communities, kostenlose Pakete von Fotoschulen. Worauf Sie achten sollten:

  • Photoshop-Version. Eine in einer aktuellen Version aufgezeichnete Aktion kann sich auf einen Filter beziehen, den es in Ihrer aelteren Installation nicht gibt. Dann gibt der Schritt einen Fehler aus.
  • Sprache der Oberflaeche. Manchmal stolpern Aktionen, die in einer anderen Sprachversion aufgezeichnet wurden, ueber die Namen von Ebenen oder Kanaelen. Meist funktioniert alles, doch pruefen Sie es an einem Testbild.
  • Transparenz der Schritte. Ein guter Satz zeigt alle Schritte aufgeklappt an, sodass Sie sehen, was die Aktion genau tut, und Ueberfluessiges abschalten koennen.
  • Sicherheit. Laden Sie ausschliesslich ATN-Dateien herunter. Wenn Ihnen unter dem Deckmantel einer Aktion eine ausfuehrbare Datei oder ein Installer angeboten wird, ist das keine Aktion.

Was tun, wenn die geladene Aktion nicht erscheint

Manchmal scheint der Satz nach dem Laden nicht aufzutauchen. Pruefen Sie die folgende Checkliste, bevor Sie an einem Fehler verzweifeln:

  • Scrollen Sie die Liste der Aktionen bis ganz nach unten. Ein neuer Satz wird immer ganz unten im Bedienfeld eingefuegt.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie nicht im Schaltflaechenmodus sind. Dort sind Saetze zu Schaltflaechen zusammengefasst und der Baum ist nicht sichtbar.
  • Haben Sie ueber den Presets-Ordner installiert, starten Sie Photoshop vollstaendig neu, sonst erkennt es die neue Datei nicht.
  • Pruefen Sie, ob die Datei tatsaechlich eine ATN-Datei ist und nicht ein Archiv mit der Aktion darin. Ein Archiv muss zuerst entpackt werden.

Eigene Saetze sichern und weitergeben

Um Ihre Aktionen zu teilen oder auf einen anderen Rechner zu uebertragen, waehlen Sie im Bedienfeld den gesamten Satz aus, also den Ordner und nicht eine einzelne Aktion, und waehlen dann im Bedienfeldmenue Aktionen speichern (Save Actions). Photoshop speichert eine ATN-Datei, die Sie einer Kollegin schicken oder als Sicherung ablegen koennen. Beachten Sie: gespeichert wird stets nur der komplette Satz. Eine einzelne Aktion innerhalb eines Satzes laesst sich so nicht exportieren, ziehen Sie sie dafuer zuerst in einen eigenen Satzordner.

Aktionen sinnvoll organisieren

Ein Organisationstipp, der sich mit wachsender Erfahrung auszahlt: werfen Sie nicht alle Aktionen in einen einzigen Satz. Verteilen Sie sie sinnvoll nach Zweck, etwa Online-Shop, Soziale Netzwerke, Druck und Dienstprogramme. Halten Sie die Aktionen innerhalb eines Satzes in der Reihenfolge ihrer Ausfuehrung von oben nach unten. Wenn die Saetze zu einem Dutzend anwachsen, spart Ihnen diese Struktur viel Zeit beim Suchen, und bei der Weitergabe an Kollegen genuegt eine einzige thematische ATN-Datei statt des gesamten Zoos. Eine nuetzliche Angewohnheit ist es ausserdem, eine Sicherungskopie Ihrer Aktionen in der Cloud oder auf einem Stick bereitzuhalten. Eine Systemneuinstallation, ein Photoshop-Update mit Zuruecksetzen der Einstellungen oder ein Profilfehler koennen die Arbeit von Stunden loeschen, und ein Dutzend ausgereifter Szenarien von Hand wiederherzustellen ist aergerlich. Eine ATN-Datei wiegt nur wenige Kilobyte, die Sicherung kostet nichts.

Eine Aktion auf eine einzelne Datei anzuwenden ist nuetzlich. Eine Aktion mit einem einzigen Befehl auf einen Ordner mit 300 Dateien loszulassen, das ist der eigentliche Grund fuer den ganzen Aufwand. Dafuer sorgen die Stapelverarbeitung (Batch) und Droplets, die beide auf eine zuvor aufgezeichnete Aktion zugreifen.

Stapelverarbeitung (Batch) Schritt fuer Schritt

Angenommen, Sie haben einen Ordner raw mit aufgenommenen Produkten und moechten die Aktion fuer Skalierung und Schaerfe darueber laufen lassen, das Ergebnis aber in einen Ordner ready ablegen.

  • Fuehren Sie Datei, Automatisieren, Stapelverarbeitung (File, Automate, Batch) aus.
  • Waehlen Sie im Block Satz und Aktion Ihren Satz Online-Shop und die gewuenschte Aktion Skalierung 2000 plus Schaerfe.
  • Waehlen Sie im Block Quelle den Eintrag Ordner und geben Sie den Pfad zu raw an. Setzen Sie das Haekchen Alle Unterordner einschliessen, falls die Produkte in Unterordnern liegen.
  • Aktivieren Sie das Haekchen Dialoge fuer Dateioeffnungsoptionen unterdruecken, damit Photoshop nicht bei jeder Datei nach dem Farbprofil fragt.
  • Aktivieren Sie auch das Haekchen Warnmeldungen des Farbmanagements unterdruecken, sonst bleibt der Stapel bei der ersten Warnung stehen.
  • Waehlen Sie im Block Ziel den Eintrag Ordner und geben Sie ready an.
  • Das entscheidende Haekchen: Speichern-unter-Befehle der Aktion ignorieren (Override Action Save As Commands). Enthaelt Ihre Aktion einen Speicherschritt, muss dieses Haekchen gesetzt sein, damit die Dateien im gewaehlten Zielordner landen und nicht dort, wohin beim Aufzeichnen gespeichert wurde. Ohne dieses Haekchen wuerden alle 300 Dateien unter einem einzigen Namen ueberschrieben.
  • Stellen Sie die Dateibenennung ein. Sie koennen eine Maske vorgeben, etwa Dokumentname plus Endung, oder eine fortlaufende Nummer, ein Datum oder ein eigenes Praefix anhaengen. Beispiel: produkt-Unterstrich plus dreistellige Nummer.
  • Waehlen Sie im Block Fehler den Eintrag Fehler in Datei protokollieren und geben Sie den Pfad zu einer Protokolldatei an. Dann stoppt der Stapel nicht bei einer problematischen Aufnahme, sondern schreibt den Fehler ins Journal und macht weiter.
  • Klicken Sie auf OK und beobachten Sie, wie Photoshop jede Datei selbst oeffnet, bearbeitet und speichert.

Quellvarianten in der Stapelverarbeitung

Als Quelle kommt nicht nur ein Ordner auf der Festplatte in Frage, und es lohnt sich, die Alternativen zu kennen:

  • Ordner: die haeufigste Variante, verarbeitet alle Dateien des angegebenen Verzeichnisses.
  • Importieren: Verarbeitung direkt vom Scanner oder von einer angeschlossenen Kamera.
  • Geoeffnete Dateien: spielt die Aktion auf allen bereits in Photoshop geoeffneten Dokumenten ab. Praktisch fuer kleine Portionen.
  • Bridge: verarbeitet die in Adobe Bridge ausgewaehlten Dateien. Das rettet, wenn Sie aus einem grossen Ordner nur einen Teil von Hand auswaehlen wollen. In Bridge markiert, im Batch nur darueber gelaufen.

Die Feinheit beim Speichern

Die Logik des Override-Haekchens verwirrt anfangs fast jeden. Die Regel ist jedoch einfach: gibt es in der Aktion einen Schritt Speichern unter, aktivieren Sie Override und legen den Zielordner in der Stapelverarbeitung fest. Das Speicherformat stammt aus der Aktion, Pfad und Name aus dem Batch-Dialog. Gibt es in der Aktion keinen Speicherschritt, speichert die Stapelverarbeitung die Dateien selbst im gewaehlten Standardformat. Vor dem Durchlauf an 300 Dateien testen Sie immer an einem Ordner mit zwei oder drei Kopien, denn ein Stapel laesst sich nicht rueckgaengig machen.

Was ein Droplet ist und wozu es dient

Ein Droplet ist ein kleines Programm-Symbol auf dem Schreibtisch, das eine Aktion startet, sobald Sie Dateien oder einen Ordner darauf ziehen. Die Stapelverarbeitung verwandelt sich also in ein blosses Ziehen mit der Maus, ohne Photoshop von Hand zu oeffnen und ohne das Batch-Menue aufzurufen. Das ist besonders praktisch, wenn Sie ein und dasselbe Bearbeitungsszenario jeden Tag durchspielen, denn es senkt die Huerde fast auf null.

Ein Droplet erstellen, Schritt fuer Schritt

  • Fuehren Sie Datei, Automatisieren, Droplet erstellen (File, Automate, Create Droplet) aus.
  • Klicken Sie im Block Droplet speichern unter auf Auswaehlen und legen Sie fest, wohin das Symbol soll, zum Beispiel auf den Schreibtisch, und vergeben Sie einen Namen.
  • Waehlen Sie Satz und Aktion wie in der Stapelverarbeitung.
  • Stellen Sie dieselben Haekchen ein: Dialoge unterdruecken, Speichern unter ignorieren, Zielordner, Benennung, Fehlerbehandlung.
  • Klicken Sie auf OK. Auf dem Schreibtisch erscheint das Symbol des Droplets.

Um eine Charge Fotos zu verarbeiten, ziehen Sie nun einfach den Ordner oder die ausgewaehlten Dateien auf dieses Symbol. Photoshop startet, falls es nicht bereits laeuft, und jagt alles durch die Aktion. Ein Droplet laesst sich an Kollegen weitergeben, doch beachten Sie, dass dort dasselbe oder ein kompatibles Photoshop installiert sein muss, und falls die Aktion auf bestimmte Pfade oder Presets verweist, muessen diese ebenfalls vorhanden sein.

Plattformuebergreifende Eigenheit von Droplets

Ein unter Windows erstelltes Droplet hat die Endung einer ausfuehrbaren Datei und startet nicht auf einem Mac, und umgekehrt laeuft ein Mac-Droplet nicht unter Windows. Um ein Szenario zwischen den Plattformen zu uebertragen, ueberfuehrt man nicht das Droplet selbst, sondern die ATN-Datei mit der Aktion und erstellt das Droplet auf dem Zielsystem neu. Die Aktion selbst arbeitet auf beiden Plattformen gleich, nur die Starterhuelle laesst sich nicht uebertragen.

Alternative ohne Aktion: der Bildprozessor

Ist die Aufgabe ganz einfach, etwa einen Ordner in JPEG zu konvertieren und auf eine vorgegebene Groesse zu verkleinern, kommen Sie ganz ohne Aufzeichnung einer Aktion aus. Der Befehl Datei, Skripten, Bildprozessor (File, Scripts, Image Processor) erledigt Skalierung und Speicherung als JPEG, PSD oder TIFF im Stapel ueber ein einfaches Formular ganz ohne das Aktionenbedienfeld. Dort laesst sich zusaetzlich eine bereits aufgezeichnete Aktion per Haekchen einbinden und so mit der Konvertierung verbinden. Fuer die grundlegende Massenaufbereitung ist das der schnellste Weg.

Wie viele Dateien ein Stapel vertraegt

Ein technisches Limit fuer die Anzahl der Dateien gibt es nicht, alles haengt am Arbeitsspeicher und an der Festplatte. Jede geoeffnete Datei haelt Photoshop entpackt im Speicher, samt Protokoll der Arbeitsschritte. Bei einer Charge aus mehreren tausend schweren Aufnahmen empfiehlt es sich, ueberfluessige Programme zu schliessen, in die Aktion zwingend einen Schritt Schliessen nach dem Speichern einzubauen, sonst stapeln sich die Dokumente in offenen Registerkarten und der Speicher geht zur Neige, und die Anzahl der Protokollschritte fuer die Dauer des Durchlaufs zu verringern. Faellt der Stapel trotzdem auf halber Strecke aus, teilen Sie den Ordner in Teile von 200 bis 300 Dateien auf und verarbeiten ihn portionsweise. Das Fehlerprotokoll verraet Ihnen dann, bei welcher Aufnahme das Problem auftrat.

Worin unterscheidet sich eine Aktion von einem Droplet? Eine Aktion ist eine aufgezeichnete Abfolge von Schritten, die innerhalb von Photoshop lebt und per Wiedergabetaste oder Tastenkombination startet. Ein Droplet ist ein externes Symbol-Programm auf dem Schreibtisch, das dieselbe Aktion startet, sobald Sie Dateien oder einen Ordner darauf ziehen. Im Grunde ist ein Droplet eine Huelle um eine Aktion fuer den schnellen Start per Drag-and-drop. Unter Windows hat ein Droplet die Endung einer ausfuehrbaren Datei, unter Mac ist es ein eigenstaendiges Programm, und zwischen den Plattformen sind sie nicht uebertragbar. Man uebertraegt die ATN-Datei und erstellt das Droplet vor Ort neu. Warum werden bei der Stapelverarbeitung alle Dateien mit demselben Namen gespeichert? Das ist ein klassischer Fehler: im Batch-Dialog ist das Haekchen Speichern-unter-Befehle der Aktion ignorieren (Override Action Save As Commands) nicht gesetzt. Enthaelt Ihre Aktion einen Speicherschritt, speichert sie jedes Mal unter dem Namen und Pfad, die beim Erstellen der Aktion aufgezeichnet wurden, und ueberschreibt die Dateien. Setzen Sie dieses Haekchen und legen Sie Zielordner und Benennungsmaske im Batch-Dialog selbst fest. Kann man Hautretusche oder Stempelarbeit als Aktion aufzeichnen? Praezise Handarbeit mit Pinsel, Stempel oder Reparaturpinsel wiederholt eine Aktion nicht, denn sie merkt sich den Befehl, aber nicht die Bewegung Ihrer Hand. Aktionen sind gut fuer algorithmische Vorgaenge: Skalierung, Filter, Korrektur, Konvertierung, Speichern. Fuer die kreative Retusche, bei der ein konkreter Defekt an einer konkreten Stelle entfernt werden muss, eignet sich eine Aktion nicht, das ist stets Handarbeit. Lediglich die Vorbereitung laesst sich automatisieren, etwa eine leere Ebene anlegen oder das Werkzeug umschalten, und der Rest dem Menschen ueber einen Stopp ueberlassen. Wie weise ich einer Aktion eine Tastenkombination zu? Die Tastenkombination legen Sie beim Erstellen der Aktion im Fenster Neue Aktion fest oder spaeter: doppelklicken Sie auf den Namen der Aktion und waehlen in den Aktionsoptionen eine Funktionstaste von F2 bis F12 mit optionalem Umschalt und Strg. Danach startet die Aktion mit einem einzigen Druck auf einer geoeffneten Datei. Beachten Sie, dass ein Teil der F-Tasten bereits von Systemfunktionen von Photoshop belegt ist, bei einem Konflikt warnt das Programm. Warum gibt eine fremde Aktion bei irgendeinem Schritt einen Fehler aus? Meist liegt die Ursache im Versionsunterschied von Photoshop, die Aktion bezieht sich dann auf einen Filter oder eine Funktion, die es in Ihrer Installation nicht gibt, oder im Unterschied der Sprachoberflaeche mit abweichenden Namen von Ebenen, Kanaelen und Profilen. Loesung: oeffnen Sie die Aktion in der aufgeklappten Ansicht, finden Sie den problematischen Schritt, schalten Sie ihn ueber das Haekchen links ab oder zeichnen Sie ihn von Hand fuer Ihre Version neu auf. Liegt der Fehler bei Speichern unter, geht es fast immer um einen nicht verfuegbaren Pfad, der auf einem fremden Rechner aufgezeichnet wurde. Kann man Unterordner in einem Durchgang verarbeiten? Ja. Setzen Sie im Batch-Dialog im Block Quelle nach der Auswahl des Ordners das Haekchen Alle Unterordner einschliessen (Include All Subfolders). Dann durchlaeuft Photoshop alle Unterordner innerhalb des ausgewaehlten Ordners. Fuer ein Droplet wird dieselbe Option bei dessen Erstellung eingestellt. Wenn die Struktur der Verschachtelung wichtig ist, bedenken Sie: bei der Ausgabe in einen einzigen Zielordner faellt die Hierarchie der Unterordner zusammen, alle Dateien liegen dann nebeneinander. Was tun, wenn eine Aktion vertikale und horizontale Fotos gleichermassen falsch veraendert? Nutzen Sie bedingte Logik. Zeichnen Sie zwei Skalierungsaktionen auf, eine fuer Hoch- und eine fuer Querformat, erstellen Sie dann eine Hauptaktion und fuegen Sie eine Bedingung ein, ueber Insert Conditional: wenn die Ausrichtung Hochformat ist, eine starten, andernfalls die andere. Dann wird ein gemischter Ordner in einem einzigen Batch-Durchlauf korrekt verarbeitet. Ist Ihre Photoshop-Version alt und kennt keine Bedingungen, sortieren Sie vertikale und horizontale Aufnahmen in getrennte Ordner und verarbeiten sie in zwei separaten Stapeln. Wie baue ich eine Pause fuer manuelle Eingriffe in eine Aktion ein? Dafuer gibt es zwei Werkzeuge, die Anfaenger oft verwechseln. Ein Stopp (Insert Stop) zeigt eine Textmeldung an und haelt die Aktion vollstaendig an, bis Sie beliebige Handgriffe erledigt und selbst auf Fortfahren geklickt haben, ideal etwa fuer das manuelle Freistellen. Ein modaler Dialog hingegen, aktiviert ueber das zweite Kontrollkaestchen neben einem Schritt, haelt nur an einem bestimmten Werkzeugfenster wie Tonwertkorrektur, Gradationskurven oder Bildgroesse an, damit Sie die Werte fuer die jeweilige Aufnahme von Hand eingeben und mit OK bestaetigen. Ein Stopp eignet sich also fuer beliebige Handarbeit, ein modaler Dialog fuer die Feinjustierung der Parameter eines einzelnen Befehls. Beachten Sie, dass eine Aktion mit einem Stopp nicht vollautomatisch durch die Stapelverarbeitung laufen kann, da sie bei jeder Datei auf Ihren Klick wartet.

gdefoto

Fuer Profis wird die Automatisierung der Arbeit nicht nur zur Bequemlichkeit, sondern zur Notwendigkeit. Bei grossen Bearbeitungsmengen, ob kommerzielle Retusche, Gestaltung fuer soziale Netzwerke oder Aufbereitung von Inhalten fuer Online-Shops, sparen Aktionen kostbare Zeit und verringern zugleich die Fehlerwahrscheinlichkeit, da sie Vorgaenge mit absoluter Genauigkeit ausfuehren. Wichtig bleibt die ehrliche Arbeitsteilung: die Aktion uebernimmt die technische Routine, ersetzt aber nicht das Saeubern des Hintergrunds, das Entfernen von Staub, Knicken und Glanzlichtern oder das Begradigen der Geometrie des Produkts, all das ist Handretusche, die wir im Studio gdefoto gesondert erledigen. Vor der finalen Aktion koennen Sie Ihre Aufnahmen durch unsere kostenlosen Online-Werkzeuge zur Bildbearbeitung schicken: Hintergrund entfernen, ausrichten und das Bild vorbereiten, und erst danach die gesamte Charge mit einer einzigen Aktion auf den Standard der Plattform bringen. Pruefen Sie das Ergebnis stets vor dem Hochladen, indem Sie den Zielordner mit grossen Miniaturen durchsehen: gleiche Groesse und Proportion, keine Schaerfungsraender auf hellem Grund, kein Detailverlust in den Lichtern, ein gleichmaessig weisser Hintergrund ohne Graustich und eine korrekte Benennung. Je besser die Automatisierung eingerichtet ist, desto mehr Zeit bleibt fuer die Entwicklung Ihrer Faehigkeiten und die Umsetzung neuer Projekte.

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