Bessere Selfies mit dem Handy: Licht, Winkel und leichte Bearbeitung


Licht, Winkel, sauberer Hintergrund und eine Prise Bearbeitung. Keine plastikartigen Filter.

Bessere Selfies mit dem Handy: Licht, Winkel und leichte Bearbeitung

Ein gutes Selfie hat nichts mit einem teuren Handy zu tun und schon gar nichts mit Masken, die das Gesicht in eine Puppe verwandeln. Es geht um ein paar einfache Gewohnheiten, die sich in jedem Raum leicht wiederholen lassen. Jemand mit dem teuersten Top-Smartphone kann ein flaues, flaches Foto machen, waehrend der Nachbar mit einem drei Jahre alten Einsteigergeraet, der sich ans Fenster stellt und die Kamera ein paar Zentimeter anhebt, ein lebendiges, angenehmes Bild bekommt. Der ganze Unterschied liegt darin, dass der eine auf die Technik vertraut und der andere versteht, wie Licht und Winkel funktionieren.

Im Folgenden gehen wir diese Gewohnheiten der Reihe nach durch, ohne Theorie um der Theorie willen. Jeden Tipp koennen Sie sofort ausprobieren, ohne aufzustehen: Ein Handy und das naechste Fenster genuegen. Das Ziel ist nicht, Ihnen Bildbearbeitung beizubringen, sondern dafuer zu sorgen, dass Ihr naechstes Foto fuer soziale Netzwerke, fuer das Profilbild im Messenger, fuer den Lebenslauf oder eine Dating-Seite schon beim ersten oder zweiten Versuch gelingt und Sie es nicht verstecken muessen. Lesen Sie Abschnitt fuer Abschnitt oder springen Sie gleich zur Checkliste am Ende, wenn die Zeit knapp ist.

Kurz gesagt: Du kannst ein Foto kostenlos online im Browser vergroessern: Bild hochladen, Faktor x2 oder x4 waehlen, und die KI skaliert es hoch und stellt Schaerfe und Details bei unscharfen oder kleinen Bildern wieder her, dann das Ergebnis herunterladen.

Warum manche Selfies gefallen und andere nicht

Oft scheint es am Gesicht oder an der Kamera zu liegen. Man schaut auf das gelungene Foto eines anderen, dann auf das eigene und beschliesst, einfach nicht fotogen zu sein. In Wirklichkeit entscheiden fast immer vier Dinge: Licht, Winkel, ein sauberes Bild und ein klein wenig sorgfaeltige Bearbeitung. Wenn diese Grundlagen stimmen, liefert sogar die Frontkamera eines guenstigen Smartphones ein Foto, das man gern als Profilbild nimmt. Und wenn sie hapern, retten weder Filter noch Masken etwas, die die Haut bis zur Plastikoptik glattbuegeln und sich schon im ersten Bild verraten.

Der Begriff Fotogenitaet ist stark ueberschaetzt. Profi-Models machen bei Shootings Dutzende und Hunderte von Aufnahmen, arbeiten mit Lichtquellen und Retuscheuren, und erst danach sehen wir das eine perfekte Ergebnis. Niemand wird mit der Faehigkeit geboren, sich so hinzustellen, dass die Kamera die beste Version des Gesichts zeigt. Das ist eine Faehigkeit, und sie laesst sich in einfache Schritte zerlegen, die zu Hause wiederholbar sind.

Die Grundidee dieses Artikels ist einfach: Natuerlichkeit ist wichtiger als Effekte. Wir werden Ihr Gesicht nicht umbauen, die Form der Nase nicht aendern und die Augen nicht ins Unnatuerliche aufblasen. Wir helfen der Kamera, Sie so zu zeigen, wie Sie sind, im besten Moment und bei gutem Licht. Das dauert ein paar Minuten, erfordert weder teure Technik noch kostenpflichtige Apps und funktioniert auf jedem Handy, vom alten Android bis zum neuen iPhone. Im Weiteren nehmen wir jede der vier Saeulen einzeln unter die Lupe, konkret und mit Beispielen.

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      Wie Sie gutes Licht fuer Selfies einfangen

      Licht ist das Fundament, auf dem alles andere ruht. Ist es weich und faellt von vorn aufs Gesicht, wirkt die Haut ebenmaessig, die Augen lebendig, und die Schatten betonen keine Muedigkeit. Hartes Licht von oben, eine Deckenlampe oder die Mittagssonne im Zenit, zeichnet dagegen Schatten unter den Augen, scharfe Schatten unter der Nase und betont jede Unebenheit der Haut. Deshalb sagen Fotografen, dass sie nicht das Motiv fotografieren, sondern das Licht: Es ist das Erste, und von ihm haengt bis zur Haelfte des Gesamteindrucks ab.

      Damit das nicht abstrakt bleibt, ist ein Unterschied wichtig. Licht kann weich oder hart sein. Weiches Licht kommt von einer grossen, gestreuten Quelle: bedeckter Himmel, eine weisse Wand, ein Fenster mit Gardine. Es umfliesst das Gesicht und glaettet die Schatten. Hartes Licht kommt von einer kleinen, hellen Quelle: eine nackte Gluehbirne, direkte Sonne, der Handyblitz. Es zeichnet kontrastreiche Schatten mit scharfen Raendern. Fuer das Gesicht gewinnt fast immer das weiche Licht, und die ganze Aufgabe besteht darin, es zu finden oder zu erzeugen.

      Wo Sie weiches Licht finden

      • Am Fenster bei Tag. Das ist ein kostenloses Studio. Stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster, das Licht von dort ersetzt jede Ringleuchte. Ein bewoelkter Tag ist sogar besser als ein sonniger: Die Wolken wirken wie ein riesiger Diffusor in Himmelsgroesse. Scheint die Sonne direkt ins Fenster und schneidet Schatten, haengen Sie einen Tuell oder ein weisses Laken davor, und das Licht wird weich.
      • Die goldene Stunde. Die Stunde nach Sonnenaufgang und die Stunde vor Sonnenuntergang liefern warmes, weiches Licht aus flachem Winkel, in dem fast jeder gut aussieht. Die Haut wird golden, die Schatten werden laenger und weicher. Nicht ohne Grund ist das die Lieblingszeit von Portraitfotografen.
      • Im Schatten draussen. Unter einem Vordach, einer Markise oder im Schatten eines Baumes an einem sonnigen Tag ist das Licht gleichmaessig, ohne harte Flecken. Offener Schatten neben einer hellen Wand, die das Gesicht mit reflektiertem Licht aufhellt, wirkt besonders schoen.
      • Neben einer weissen Flaeche. Eine helle Wand, ein Blatt Papier oder sogar ein weisses T-Shirt auf den Knien reflektieren Licht von unten und fuellen die Schatten unter den Augen. Das ist der kostenlose Ersatz fuer einen Reflektor aus dem Fotostudio.

      Was Sie vermeiden sollten

      • Eine Lichtquelle im Ruecken (Fenster oder Lampe hinter Ihnen) verwandelt das Gesicht in einen dunklen Fleck, und das Handy ueberbelichtet den Hintergrund, weil es das dunkle Gesicht aufzuhellen versucht. Drehen Sie sich mit dem Gesicht zum Licht, und das Problem verschwindet.
      • Deckenlicht von oben allein. Es faellt streng von oben und graebt Schatten in die Augenhoehlen. Gibt es nichts anderes, heben Sie Kinn und Handy leicht an, um die Schatten zu mildern, oder gehen Sie naeher an eine seitliche Tischlampe.
      • Mischlicht verschiedener Farbtoene, etwa eine warme gelbe Lampe plus ein kuehles, blaeuliches Fenster, ergibt ungleichmaessige Hauttoene: eine Gesichtshaelfte gelb, die andere blau. Schalten Sie die ueberfluessige Quelle aus und lassen Sie eine Farbe stehen.
      • Der direkte Handyblitz aus naechster Naehe. Er ist flach, hart und bleicht das Gesicht aus, dazu verursacht er rote Augen. Lieber irgendein Dauerlicht suchen, als mit dem Blitz zu schiessen.

      Ein einfacher Test in dreissig Sekunden: Wenden Sie das Gesicht verschiedenen Lichtquellen zu und schauen Sie auf den Bildschirm, waehrend Sie sich langsam um die eigene Achse drehen. Die Seite, auf der die Schatten weicher sind, es unter den Augen heller ist und in den Pupillen kleine Lichtpunkte erscheinen, ist Ihr Licht. Diese Lichtpunkte in den Augen, man nennt sie Glanzlichter, beleben ein Portrait, deshalb ist Licht, das sie erzeugt, fast immer gelungen. Das kostet nichts und loest schon die halbe Aufgabe, bevor Sie auf den Ausloeser druecken.

      Wenn kein Tageslicht da ist

      Manchmal muss man auch am Abend oder in einem Raum ohne Fenster fotografieren. Hier gelten dieselben Prinzipien, nur muss man die Quelle selbst organisieren. Die Grundregel bleibt: Das Licht soll gross, weich und von vorn kommen, nicht von oben und nicht von hinten.

      • Tischlampe durch Papier. Stellen Sie die Lampe etwas oberhalb der Augenhoehe vor sich und decken Sie sie mit einem Blatt weissem Papier oder Transparentpapier ab. Das harte Licht der Gluehbirne wird weich und gleichmaessig.
      • Helle Wand als Reflektor. Richten Sie eine Lampe oder den Laptopbildschirm auf eine weisse Wand vor sich und stellen Sie sich selbst in das davon reflektierte Licht. Es wird gestreut und angenehm.
      • Handy- oder Monitorbildschirm. Eine weisse Fuellung auf einem zweiten Bildschirm ist ein kleines, weiches Leuchtpaneel. Fuer eine Nahaufnahme des Gesichts reicht es, um aufzuhellen und Schatten zu entfernen.
      • Eine Quelle, nicht drei. Mehrere Lampen aus verschiedenen Richtungen erzeugen sich kreuzende Schatten und ein verwirrendes Bild. Eine weiche Hauptquelle von vorn ist fast immer besser als eine bunte Ausleuchtung aus allen Winkeln.

      Eine Ringleuchte taugt, falls vorhanden, ebenfalls, ist aber nicht zwingend: Ein Fenster bei Tag liefert ein mindestens ebenso gutes Ergebnis, oft sogar ein besseres, weil es groesser ist und sein Licht in der Farbe natuerlicher.

      Wie Sie den Winkel waehlen, der Ihnen steht

      Der Winkel unterscheidet ein zufaelliges Bild von einem, das man behalten und an Freunde weiterschicken moechte. Kleine Verschiebungen der Kamera veraendern die Proportionen des Gesichts merklich, deshalb lohnt es sich, eine Minute zu experimentieren, statt aus der erstbesten Position zu fotografieren. Dasselbe Gesicht kann je nach Winkel muede oder ausgeruht, schmal oder rund, offen oder verschlossen wirken. Das zu steuern ist einfacher, als man denkt.

      Grundregeln

      • Kamera etwas oberhalb der Augenhoehe. Ein leicht angehobenes Handy streckt das Gesicht optisch, oeffnet die Augen und nimmt das Doppelkinn. Optimal ist es, die Kamera etwa eine Handbreit ueber die Augenlinie zu heben und den Bildschirm leicht zu sich zu neigen. Von unten nach oben zu fotografieren ist fast fuer alle unguenstig: Die Nasenloecher oeffnen sich, der Kiefer wirkt schwerer, das Gesicht massiger.
      • Drehen Sie den Kopf in die Dreiviertelansicht. Frontal wirkt ein Gesicht flach und symmetrisch wie auf dem Passbild. Eine leichte Drehung, etwa um 15 bis 30 Grad, gibt Tiefe, macht die Zuege ausdrucksvoller und schlanker. Probieren Sie es aus, die meisten Menschen haben eine vorteilhaftere Gesichtsseite.
      • Strecken Sie den Hals nach vorn und leicht nach unten. Klingt seltsam, aber dieser Trick, scherzhaft Schildkroete genannt, nimmt die Falte unter dem Kinn und betont die Kieferlinie. Vor dem Spiegel sieht man es sofort: Schieben Sie die Stirn leicht nach vorn und senken Sie das Kinn. Anfangs fuehlt es sich albern an, aber im Bild ist das Ergebnis deutlich.
      • Entspannen Sie die Schultern und drehen Sie sie weg. Bis zu den Ohren hochgezogene, verkrampfte Schultern verkuerzen den Hals. Lassen Sie sie sinken, drehen Sie den Oberkoerper leicht von der Kamera weg und lassen Sie das Gesicht zu ihr hin, eine klassische Pose, die schlanker macht und Dynamik gibt.
      • Abstand. Halten Sie das Handy nicht zu nah heran: Die Weitwinkel-Frontkamera verzerrt nahe Objekte, Nase und Stirn wirken groesser, die Ohren wandern nach hinten. Halten Sie die Kamera auf Armlaenge oder nutzen Sie Selbstausloeser und Stativ, um weiter wegzugehen und das Bild danach zuzuschneiden.

      Mit der Hauptkamera fotografieren

      Noch ein starker Kniff: Fotografieren Sie mit der Hauptkamera des Handys, nicht mit der Frontkamera. Die Rueckkamera ist fast immer schaerfer, lichtstaerker und liefert mehr Details, weil die Hersteller die Frontkamera nachrangig behandeln. Stellen Sie das Handy auf ein Regal oder lehnen Sie es an einen Buecherstapel, aktivieren Sie den Selbstausloeser auf 3 oder 10 Sekunden und stellen Sie sich gegenueber. Das Bild wird merklich sauberer und schaerfer als aus der ausgestreckten Hand, und die Haende bleiben frei fuer eine natuerliche Haltung.

      In Serie fotografieren

      Und scheuen Sie sich nicht, 15 bis 20 Aufnahmen zu machen. Profis fotografieren ebenfalls in Serien und waehlen die eine beste aus, manchmal bleiben von Hunderten Bildern drei uebrig. Variieren Sie zwischen den Aufnahmen Kopfneigung, Laecheln, Schulterdrehung und Blickrichtung. Probieren Sie den Blick in die Kamera und leicht daran vorbei, ein Laecheln mit Zaehnen und ein leichtes Halblaecheln. Danach blaettern Sie in Ruhe durch und waehlen aus. Auch der Serienmodus (Halten des Ausloesers) hilft, lebendige, natuerliche Mimik einzufangen statt eines erstarrten Ausdrucks.

      Ein kleines Geheimnis fuer ein lebendiges Gesicht: Erstarren Sie nicht vor dem Bild. Atmen Sie kurz aus, bevor Sie ausloesen, denken Sie an etwas Angenehmes oder erinnern Sie sich an etwas Lustiges. Ein echtes Laecheln beginnt in den Augen, es kneift sie leicht zusammen, und genau das unterscheidet ein warmes Bild vom dienstlichen Grinsen fuers Passfoto.

      Wie Sie Ordnung ins Bild bringen

      Selbst perfektes Licht und ein guenstiger Winkel retten nichts, wenn hinter dem Ruecken Sachen herumliegen oder aus dem Kopf eine Stehlampe waechst. Der Hintergrund wirkt auf die Wahrnehmung ebenso stark wie das Gesicht: Das Auge des Betrachters bleibt an Unordnung haengen, und die Aufmerksamkeit wandert von Ihnen weg. Ein sauberes Bild wirkt wertiger, gesammelter und professioneller, dabei dauert das Aufraeumen weniger als eine Minute und kostet nichts.

      Was Sie vor der Aufnahme pruefen sollten

      • Raeumen Sie Ueberfluessiges hinter sich weg. Ein Waeschestaender, ein Berg Geschirr in der Spuele, ein offener Schrank, auf einen Stuhl geworfene Kleidung, all das zieht Aufmerksamkeit ab und entwertet das Foto. Oft genuegen ein paar Schritte zur Seite oder das Hinwenden zu einer ruhigeren Wand, damit der Hintergrund neutral wird.
      • Ein schlichter Hintergrund gewinnt. Eine glatte Wand, ein Vorhang, das Gruen einer Zimmerpflanze, ein verschwommener Innenraum. Je weniger Details hinter Ihnen, desto mehr Aufmerksamkeit bekommen Sie. Ein einfarbiger Hintergrund in einer zur Kleidung kontrastierenden Farbe wirkt besonders sauber.
      • Achten Sie auf Linien und Objekte hinter dem Kopf. Ein Klassiker ist es, wenn aus dem Kopf scheinbar ein Pfosten, eine Schrankkante, ein Ast oder der Rand eines Bilderrahmens herausragt. Treten Sie einen Schritt zur Seite, und das Objekt verschwindet hinter dem Kopf.
      • Schaffen Sie Tiefe. Treten Sie einen bis anderthalb Meter von der Wand weg, statt sich mit dem Ruecken daran zu druecken. Der Abstand zwischen Ihnen und dem Hintergrund erzeugt eine leichte Unschaerfe und Tiefe, besonders im Portraitmodus.
      • Wischen Sie das Objektiv sauber. Der Finger beruehrt die Kamera Dutzende Male am Tag, und der Fettfilm macht Fotos truebe, fahl und kontrastarm, wie unter einem Schleier. Wischen Sie die Linse vor der Aufnahme mit dem Saum eines weichen T-Shirts oder einem Brillenputztuch ab, das bringt sofort Schaerfe und Klarheit, und das kostenlos.

      Komposition in zwei Schritten

      • Aktivieren Sie das Raster in den Kameraeinstellungen (Drittelregel) und setzen Sie die Augen etwa auf die obere waagrechte Linie. Ein Gesicht streng mittig mit viel leerem Raum oben wirkt statisch und weniger lebendig, Augen im oberen Drittel sind dagegen eine seit Jahrhunderten bewaehrte Portraitkomposition.
      • Lassen Sie etwas Luft ueber dem Kopf, aber nicht das halbe Bild. Zu viel Raum oben drueckt Sie optisch nach unten und verkleinert Sie im Bild, zu wenig erzeugt ein Gefuehl von Enge.
      • Schneiden Sie das Bild nicht an Gelenken ab: nicht am Hals, an den Handgelenken oder Ellenbogen. Der Schnitt gelingt besser in der Mitte von Schulter oder Brust, dann wirkt die Komposition geschlossen.

      Farbe und Kleidung sind auch Teil des Hintergrunds

      Einfarbige Kleidung ohne grelle Aufschriften und schreiende Muster haelt die Aufmerksamkeit auf dem Gesicht. Eine Farbe, die mit dem Hintergrund harmoniert oder sanft kontrastiert, wirkt besser als ein knalliger Fleck inmitten eines ruhigen Bildes. Gibt es im Hintergrund viele warme Toene, hebt Sie kuehle Kleidung hervor, und umgekehrt.

      Brillen, Glanzlichter und Spiegelungen

      Eine Brille bringt eine eigene Schwierigkeit mit sich: In den Glaesern spiegeln sich oft das Fenster, eine Lampe oder das Handy selbst, und diese Reflexe verdecken die Augen. Um sie loszuwerden, senken Sie das Kinn ein wenig und neigen das Gestell, indem Sie das Gesicht so drehen, dass sich die Lichtquelle nicht mehr in den Glaesern spiegelt. Manchmal genuegt ein halber Schritt zur Seite. Bleibt der Reflex hartnaeckig, nehmen Sie die Brille fuer ein paar Aufnahmen ab und vergleichen, nicht selten wirkt das Portrait ohne sie lebendiger durch die offenen Augen.

      Auch glaenzende Oberflaechen in der Naehe halten Ueberraschungen bereit: ein Spiegel, ein Fernsehbildschirm, ein lackierter Schrank im Ruecken koennen den Blitz oder das Fenster als farbigen Fleck zurueckwerfen. Werfen Sie vor der Serie einen Blick auf die Vorschau und pruefen Sie, ob hinter der Schulter etwas aufleuchtet.

      Ein sauberes Bild ist ein kostenloser Qualitaetsschub. Dreissig Sekunden fuers Aufraeumen des Hintergrunds und die Pruefung, dass hinter dem Kopf nichts heraussteht, bringen mehr als eine Stunde Bearbeitung danach. Einen unsauberen Hintergrund repariert man mit Retusche nicht so leicht, wie man die Helligkeit korrigiert.


      gdefoto

      Diese Kniffe erfordern weder Geld noch neue Technik noch Talent. Stellen Sie sich ans Fenster, heben Sie die Kamera etwas ueber die Augen, drehen Sie den Kopf in die Dreiviertelansicht, raeumen Sie Ueberfluessiges hinter sich weg und machen Sie ein Dutzend Aufnahmen, wobei Sie Laecheln und Kopfneigung variieren. Eine davon wird Ihnen sicher gefallen, erprobt an Tausenden Menschen, die sich fuer unfotogen hielten. Eine leichte Bearbeitung im Handy-Editor rundet die Sache ab, und falls die Aufnahme klein oder unscharf geraten ist, laesst sie sich mit dem kostenlosen Werkzeug Foto vergroessern auf gdefoto behutsam vergroessern und nachschaerfen, direkt im Browser, ohne Programme zu installieren.

      Und wenn ein Foto wirklich wichtig ist, fuer ein Dokument, fuer den Lebenslauf, fuers Portfolio, fuer einen grossen Druck oder einfach, weil Sie ein perfektes Ergebnis moechten, koennen Sie es einer Retusche von Hand durch einen Profi anvertrauen. Ein Mensch glaettet die Haut unter Erhalt der Struktur, korrigiert Licht, Farbe und Hintergrund so, dass Sie Sie selbst bleiben, nur in bester Form, ohne den Effekt einer Plastikmaske. Maschinelle Filter arbeiten fuer alle gleich, ein echter Retuscheur sieht genau Ihr Gesicht und hebt das Beste daran hervor. Natuerlichkeit gewinnt immer, und ein gutes Selfie beginnt genau damit und endet mit dem sorgfaeltigen Detail, das die Hand eines Profis schafft.

      Licht und Winkel für ein gelungenes Selfie

      Ein gelungenes Selfie hängt vor allem von Licht und Winkel ab, nicht von der Kamera. Suchen Sie weiches Licht: Stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster ins gestreute Tageslicht, das das Gesicht gleichmäßig ausleuchtet und Schatten entfernt. Vermeiden Sie die Deckenlampe direkt über sich, die unschöne Schatten unter Augen und Nase wirft, und eine helle Lichtquelle im Rücken, wegen der das Gesicht in den Schatten fällt. Das beste Licht ist draußen zur goldenen Stunde am Morgen oder Abend, wenn es weich und warm ist.

      Beim Winkel schmeichelt eine Kamera knapp über Augenhöhe und eine leichte Drehung des Kopfes dem Gesicht meist mehr als ein Winkel von unten, der das Kinn betont. Halten Sie das Smartphone etwas entfernt statt ganz nah, das verringert die Verzerrung der Frontkamera. Für ein wichtiges Foto lohnt es, mit der Hauptkamera und dem Selbstauslöser oder durch jemanden zu fotografieren, denn sie ist schärfer und verzerrt weniger. Nehmen Sie eine Serie auf und wählen die beste Aufnahme. Mit weichem Licht, dem richtigen Winkel und einer Serie gelingt ein Selfie, das vorteilhaft und natürlich wirkt.

      Ein Selfie bearbeiten, ohne zu übertreiben

      Selbst ein gelungenes Selfie gewinnt oft durch eine leichte Bearbeitung, doch das Maß ist entscheidend. Sinnvoll ist, Licht und Helligkeit zu korrigieren, wenn die Aufnahme dunkel ist, die Farbe natürlich zu machen, damit die Haut nicht gelb oder grau wirkt, und zufällige vorübergehende Makel wie eine Spiegelung oder einen kleinen Fleck zu entfernen. Ein leichtes Betonen der Augen und ein Ausgleich des allgemeinen Tons machen das Foto frischer, ohne es zu verfälschen.

      Was man vermeiden sollte, sind aggressive Beauty-Filter, die das ganze Gesicht bis zum Plastik glätten, die Hautstruktur auslöschen und die Züge verändern. Solche Fotos verraten die Bearbeitung und wirken unecht. Natürlichkeit wird höher geschätzt als glatte Perfektion: Ein lebendiges Gesicht mit erhaltener Struktur nimmt mehr für sich ein als eine geglättete Maske. Ziel der Bearbeitung ist, Sie in Ihrer besten Fassung zu zeigen, nicht ein anderes Gesicht. Eine maßvolle, natürliche Bearbeitung von Licht, Farbe und kleinen Makeln verbessert das Selfie und hält es glaubwürdig, während schwere Filter das Gegenteil bewirken.

      Häufige Fragen zu besseren Selfies

      Wie finde ich gutes Licht für ein Selfie

      Stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster ins weiche Tageslicht, das das Gesicht gleichmäßig ausleuchtet. Vermeiden Sie die Deckenlampe von oben und eine helle Quelle im Rücken, wegen der das Gesicht in den Schatten fällt.

      Warum ist ein Selfie mit der Frontkamera schlechter

      Die Frontkamera ist meist schwächer und verzerrt die Gesichtsproportionen aus der Nähe stärker. Für eine wichtige Aufnahme fotografieren Sie mit der Hauptkamera per Selbstauslöser oder durch jemanden.

      Welcher Winkel ist vorteilhafter

      Eine Kamera knapp über Augenhöhe und eine leichte Kopfdrehung schmeicheln dem Gesicht meist mehr als ein Winkel von unten. Nehmen Sie eine Serie auf und wählen die beste Aufnahme.

      Wie stark bearbeite ich ein Selfie

      Es genügt, Licht und Farbe zu korrigieren und zufällige Kleinigkeiten zu entfernen. Starke Hautglättung und Veränderung der Züge machen das Gesicht unnatürlich, halten Sie die Retusche leicht.

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      Perfekt und ohne Aufwand?

      Schwieriger Fall, ein wichtiges Foto oder einfach keine Zeit? Unser Retuscheur bearbeitet Ihr Bild von Hand fuer Ihre Aufgabe.

      Haufige Fragen

      Ist das Vergrößern von Fotos kostenlos und brauche ich ein Konto?

      Ja, die 2-fache Vergrößerung ist kostenlos und ohne Anmeldung; ein Konto ist nur für Stapelverarbeitung und die 4-fache Vergrößerung mit Priorität nötig.

      Was passiert mit meinen hochgeladenen Fotos?

      Dein Bild wird auf dem Server verarbeitet und nach kurzer Zeit automatisch gelöscht, es wird nie veröffentlicht oder zum Trainieren von Modellen genutzt. Lade das Ergebnis einfach gleich herunter.

      Welche Formate und Dateigrößen werden unterstützt?

      Du kannst JPG, PNG und WebP hochladen, meist bis 20 MB. Das Tool ist für kleine oder unscharfe Bilder gedacht, daher verkleinere sehr große Dateien vorher.

      Hilft es bei unscharfen Fotos oder Screenshots?

      Ja, die KI rekonstruiert Details und stellt die Schärfe bei unscharfen Fotos und Screenshots wieder her, und das Ergebnis taugt für Druck oder Produktbilder. Sie erfindet aber nichts, was nie aufgenommen wurde, aus einem winzigen Bild wird also kein großes Poster.

      Funktioniert es auf dem Handy oder iPhone?

      Ja, das Tool läuft im Handy-Browser ganz ohne App: Wähle ein Foto aus der Galerie deines iPhone oder Android, warte auf die Verarbeitung und speichere die vergrößerte Datei direkt zurück in die Galerie.

      Siehe auch

      Kostenlose Online-Foto-Tools

      Bearbeiten Sie Ihr Foto direkt im Browser, ohne Installation und Anmeldung: