Elektronik fotografieren fuer den Marktplatz: der komplette Leitfaden
Elektronik fotografieren fuer den Marktplatz: der komplette Leitfaden
Ein praktischer Leitfaden fuer klare, saubere und verkaufsstarke Elektronikfotos, die den Anforderungen von Marktplaetzen wie Amazon, eBay und Otto entsprechen.
Warum Elektronik besondere Anforderungen stellt
Elektronik zu fotografieren gehoert zu den schwierigsten Aufgaben der Produktfotografie, weil diese Produkte fast immer glaenzende, reflektierende und dunkle Oberflaechen haben. Ein schwarzes Smartphone, ein Laptop mit spiegelndem Display oder ein Geraet aus poliertem Metall spiegelt alles in seiner Umgebung wider, auch die Lampen, den Raum und den Fotografen selbst. Genau diese Spiegelungen machen ein Foto unruhig und unprofessionell, und sie sind der Grund, warum Elektronik eine andere Herangehensweise verlangt als etwa Kleidung oder Buecher.
Dazu kommt, dass Kaeufer bei Technik sehr genau hinsehen. Sie wollen die Anschluesse erkennen, die Verarbeitung beurteilen, den Zustand pruefen und die Groesse einschaetzen, bevor sie eine oft teure Kaufentscheidung treffen. Ein unscharfes, dunkles oder spiegelndes Foto weckt sofort Misstrauen, waehrend saubere, klare Bilder Vertrauen schaffen und den Wert des Geraets zeigen. Dieser Leitfaden geht alle entscheidenden Punkte der Reihe nach durch, von der Beleuchtung ueber die Reflexionen und Bildschirme bis zum weissen Hintergrund und der Bildbearbeitung, damit am Ende Fotos entstehen, die verkaufen.
Die richtige Beleuchtung fuer glaenzende Oberflaechen
Die Beleuchtung ist bei Elektronik der wichtigste Faktor, weil glaenzende Oberflaechen jede Lichtquelle als harten Reflex zurueckwerfen. Der Schluessel ist weiches, diffuses Licht statt direkter, punktueller Lampen. Ein direkter Strahler erzeugt auf einem Display oder einem Metallgehaeuse einen grellen weissen Fleck, waehrend grossflaechiges, diffuses Licht sanft ueber die Oberflaeche gleitet und sie gleichmaessig ausleuchtet. Erreicht wird das mit Softboxen, mit Licht, das durch eine Diffusorfolie faellt, oder mit einer Lichtzelt-Anordnung, die das Produkt von mehreren Seiten weich umschliesst.
Besonders bewaehrt hat sich bei reflektierenden Produkten die Technik, das Licht nicht direkt auf das Geraet, sondern gegen eine helle Flaeche zu richten, sodass es indirekt und breit zurueckfaellt. So verschwinden die harten Lichtpunkte und weichen einem gleichmaessigen, kontrollierten Schimmer, der die Oberflaeche edel wirken laesst. Wichtig ist ausserdem, moegliche Lichtquellen im Raum auszuschalten oder abzudecken, weil jede zusaetzliche Lampe eine neue Spiegelung erzeugt. Grundsaetzlich gilt: lieber wenig, aber gut kontrolliertes Licht als viel unkontrolliertes. Wer die Beleuchtung im Griff hat, hat den groessten Teil der Elektronikfotografie gemeistert.
Spiegelungen und Fingerabdruecke vermeiden
Spiegelungen sind der haeufigste Grund, warum Elektronikfotos unprofessionell aussehen, und ihre Kontrolle ist eine eigene Disziplin. Der erste Schritt ist, die Umgebung zu kontrollieren: Das Geraet spiegelt alles, was vor ihm liegt, also sollte der Bereich vor dem Produkt frei und neutral sein. Oft hilft es, das Geraet mit hellen Flaechen zu umgeben, die eine saubere, gleichmaessige Reflexion erzeugen, statt eines wilden Durcheinanders aus Lampen und Gegenstaenden. Wer die Spiegelung nicht ganz vermeiden kann, sorgt zumindest dafuer, dass sich etwas Neutrales und Ruhiges darin zeigt.
Der zweite, oft unterschaetzte Punkt sind Fingerabdruecke, Staub und Fussel. Auf glaenzenden schwarzen Oberflaechen und Displays ist jeder Fingerabdruck im Foto gnadenlos sichtbar und laesst das Produkt schmutzig und gebraucht wirken. Deshalb wird jedes Geraet vor der Aufnahme gruendlich mit einem Mikrofasertuch gereinigt, am besten mit Handschuhen angefasst und erst unmittelbar vor dem Ausloesen ein letztes Mal abgewischt. Diese Reinigung kostet nur Minuten, spart aber viel Zeit in der Nachbearbeitung und entscheidet oft ueber den professionellen Eindruck. Ein makellos sauberes Geraet unter kontrolliertem Licht ist bereits die halbe Miete.
Bildschirme und Displays richtig aufnehmen
Geraete mit Bildschirm stellen eine besondere Frage: Soll das Display eingeschaltet oder ausgeschaltet sein? Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Ein ausgeschalteter, schwarzer Bildschirm zeigt das Produkt neutral und ist am einfachsten sauber zu fotografieren, spiegelt aber leicht die Umgebung. Ein eingeschalteter Bildschirm wirkt lebendiger und zeigt das Geraet in Funktion, ist technisch aber anspruchsvoller, weil die Helligkeit des Displays und die des Gehaeuses ausgeglichen werden muessen.
Fotografiert man ein eingeschaltetes Display, entsteht oft das Problem, dass entweder der Bildschirm ueberstrahlt oder das Gehaeuse zu dunkel wird. Eine bewaehrte Loesung ist, zwei Aufnahmen vom Stativ zu machen, eine fuer das Gehaeuse und eine fuer den Bildschirminhalt, und beide in der Nachbearbeitung zusammenzufuegen. Alternativ setzt man den gewuenschten Bildschirminhalt sauber in der Bearbeitung ein, was viele professionelle Technikfotos so gleichmaessig aussehen laesst. Wichtig ist, dass der gezeigte Inhalt ehrlich zum Produkt passt und den Kaeufer nicht taeuscht. Wer Displays gezielt und sauber einsetzt, hebt die Fotos deutlich von Amateuraufnahmen ab.
Anschluesse, Details und Verarbeitung zeigen
Bei Elektronik entscheidet oft das Detail ueber den Kauf, deshalb reicht eine einzige Gesamtansicht nie aus. Kaeufer wollen die Anschluesse sehen, um Kompatibilitaet zu pruefen, die Tasten und Regler erkennen, die Verarbeitung der Kanten und Spalten beurteilen und bei gebrauchten Geraeten den Zustand einschaetzen. Eine Serie von Detailaufnahmen, die alle Seiten, die Anschlussleiste, die Bedienelemente und besondere Merkmale zeigt, beantwortet diese Fragen und reduziert Rueckfragen und Retouren spuerbar.
Fuer Detailaufnahmen ist Schaerfe entscheidend: Die relevanten Stellen muessen gestochen scharf sein, damit der Kaeufer Beschriftungen und Anschlusstypen tatsaechlich lesen kann. Dazu fotografiert man mit ausreichender Tiefenschaerfe und, bei sehr kleinen Details, notfalls mit mehreren zusammengefuegten Aufnahmen. Sinnvoll ist es, die Detailfotos in einer logischen Reihenfolge zu planen, sodass der Kaeufer das Geraet gedanklich einmal umrundet. Bei gebrauchter Ware gehoert dazu auch die ehrliche Darstellung von Gebrauchsspuren, denn ein transparentes Foto schafft Vertrauen und verhindert Streit nach dem Kauf. Vollstaendige, scharfe Detailfotos sind bei Technik kein Extra, sondern ein zentraler Verkaufsfaktor.
Massstab und Groesse verstaendlich machen
Eine der haeufigsten Ursachen fuer enttaeuschte Kaeufer und Retouren bei Elektronik ist eine falsche Vorstellung von der Groesse. Auf einem einzelnen Foto ohne Bezug laesst sich schwer einschaetzen, ob ein Geraet handlich oder wuchtig ist, und ein Kabel, ein Adapter oder ein Kopfhoerer sieht isoliert oft groesser oder kleiner aus als in Wirklichkeit. Deshalb gehoert zu jeder guten Elektronik-Bildstrecke eine Aufnahme, die die Groesse eindeutig vermittelt.
Am wirkungsvollsten ist der Vergleich mit einem vertrauten Gegenstand oder das Zeigen des Geraets in der Hand, weil der Kaeufer die Groesse dann sofort und intuitiv begreift. Ergaenzend helfen klare Massangaben, die direkt am Produkt eingezeichnet sind. Bei Produkten mit mehreren Varianten oder Groessen sorgt ein Vergleichsbild, das die Optionen nebeneinanderstellt, fuer die richtige Wahl. Den Massstab verstaendlich zu machen ist kein nettes Extra, sondern eine der praktischsten Massnahmen, um genau die Retouren zu vermeiden, die entstehen, wenn ein Geraet groesser oder kleiner ankommt als erwartet. Wer die Groesse klar zeigt, spart sich Aerger und Rueckversand.
Der weisse Hintergrund fuer das Hauptbild
Die meisten Marktplaetze verlangen fuer das Hauptbild, das in den Suchergebnissen erscheint, das Produkt freigestellt auf reinem weissen Hintergrund ohne Text und Beiwerk. Diese Regel sorgt fuer ein einheitliches Erscheinungsbild der Suchseiten und stellt das Produkt klar in den Mittelpunkt. Fuer Elektronik ist der saubere weisse Hintergrund besonders wichtig, weil er das Geraet ruhig und hochwertig wirken laesst und nichts von der Verarbeitung ablenkt.
Einen sauberen weissen Hintergrund erreicht man auf zwei Wegen: durch die Aufnahme vor einem hellen, gleichmaessig ausgeleuchteten Hintergrund oder durch sauberes Freistellen in der Nachbearbeitung. Gerade bei Elektronik mit ihren klaren Kanten funktioniert das Freistellen meist zuverlaessig, anspruchsvoll wird es nur bei durchsichtigen Teilen, Kabeln oder stark spiegelnden Kanten, die eine sorgfaeltige Handarbeit verlangen. Wichtig ist, dass das freigestellte Geraet natuerliche Kanten behaelt und nicht wie ausgeschnitten wirkt, und dass ein dezenter Schatten es am Boden verankert, damit es nicht schwerelos schwebt. Ein makelloses Hauptbild auf Weiss ist die Eintrittskarte in die Suchergebnisse.
Kabel, Zubehoer und Lieferumfang darstellen
Zu vielen Elektronikprodukten gehoert Zubehoer, und wie der Lieferumfang dargestellt wird, beeinflusst die Kaufentscheidung stark. Ein Kaeufer will genau wissen, was er bekommt: welche Kabel, welche Adapter, welches Netzteil, welche Halterungen im Paket enthalten sind. Ein aufgeraeumtes Uebersichtsbild, das alle Bestandteile des Lieferumfangs geordnet nebeneinander zeigt, beantwortet diese Frage auf einen Blick und beugt Enttaeuschungen und Retouren vor, weil nichts unklar bleibt.
Kabel sind dabei eine eigene Herausforderung, weil sie schnell unordentlich wirken. Statt sie wild hinzulegen, werden sie sauber aufgerollt oder in ruhigen Bogen arrangiert, sodass das Bild geordnet und professionell aussieht. Kleines Zubehoer wird so platziert, dass es klar erkennbar und logisch angeordnet ist. Bei der Anordnung hilft es, den Lieferumfang so zu zeigen, wie der Kaeufer ihn spaeter vorfindet, also vollstaendig und uebersichtlich. Ein durchdachtes Lieferumfang-Foto vermittelt Wertigkeit und Ehrlichkeit zugleich und ist oft das Bild, das den letzten Zweifel vor dem Kauf ausraeumt.
Der richtige Aufnahmewinkel
Der Blickwinkel entscheidet, ob ein Elektronikgeraet flach und langweilig oder plastisch und hochwertig wirkt. Eine reine Frontalansicht zeigt zwar die Vorderseite, laesst das Geraet aber oft zweidimensional erscheinen. Ein leicht schraeger Winkel, der neben der Vorderseite auch eine Seite und die Tiefe des Geraets zeigt, wirkt raeumlicher und vermittelt einen besseren Eindruck von Form und Verarbeitung. Dieser Dreiviertel-Blick ist bei den meisten Geraeten die staerkste Hauptansicht.
Neben der Hauptansicht braucht eine vollstaendige Bildstrecke jedoch mehrere Winkel, damit der Kaeufer das Produkt rundum versteht. Dazu gehoeren die Rueckseite mit den Anschluessen, die Seiten, die Oberseite und, wo relevant, die Unterseite. Wichtig ist, dass alle Aufnahmen konsistent belichtet und gleich ausgerichtet sind, damit die Bildstrecke wie ein zusammengehoeriges Set wirkt und nicht wie zufaellige Schnappschuesse. Bei der Wahl der Winkel gilt es, die Staerken des Produkts zu betonen und seine Form klar zu zeigen, ohne durch extreme Perspektiven die Proportionen zu verzerren. Durchdachte Winkel machen aus korrekten Fotos verkaufsstarke Bilder.
Die haeufigsten Fehler bei Elektronikfotos
Viele Elektronikfotos scheitern an denselben wiederkehrenden Fehlern, die sich leicht vermeiden lassen. An erster Stelle stehen unkontrollierte Spiegelungen, in denen sich Lampen, der Raum oder der Fotograf zeigen und das Bild unruhig machen. Direkt dahinter kommen Fingerabdruecke, Staub und Fussel auf glaenzenden Oberflaechen, die das Geraet schmutzig wirken lassen. Beide Fehler entstehen aus mangelnder Vorbereitung und lassen sich mit sauberer Reinigung und kontrolliertem Licht vollstaendig verhindern.
Weitere haeufige Fehler sind zu harte, direkte Beleuchtung mit grellen Lichtflecken, unscharfe Detailaufnahmen, auf denen Anschluesse und Beschriftungen nicht lesbar sind, und ein fehlender Groessenbezug, der zu falschen Erwartungen fuehrt. Auch ein unsauberer oder farbstichiger Hintergrund statt eines neutralen Weiss zieht das Hauptbild nach unten. Nicht zuletzt schadet uebertriebene Bildbearbeitung, die Farben verfaelscht oder Gebrauchsspuren wegretuschiert, weil sie zu Enttaeuschung und Retouren fuehrt. Wer diese Fehler kennt und vermeidet, hebt seine Fotos ohne teure Ausruestung deutlich ueber den Durchschnitt.
Grundausstattung fuer gute Elektronikfotos
Fuer ueberzeugende Elektronikfotos braucht es keine teure Profiausruestung, sondern die richtigen Grundlagen. Am wichtigsten ist eine Moeglichkeit, weiches Licht zu erzeugen: Das kann eine Softbox sein, ein Lichtzelt fuer kleinere Geraete oder auch Tageslicht am Fenster, das durch einen Diffusor gestreut wird. Entscheidend ist nicht die Zahl der Lampen, sondern dass das Licht gross und diffus auf das Produkt faellt, um harte Reflexe zu vermeiden. Ein Lichtzelt ist fuer die meisten kleineren Elektronikprodukte eine besonders praktische und guenstige Loesung.
Ebenso wichtig ist ein Stativ, denn es sorgt fuer scharfe Aufnahmen bei kleiner Blende und niedriger Empfindlichkeit und haelt den Bildausschnitt konstant, was beim Zusammenfuegen mehrerer Aufnahmen hilft. Dazu kommen ein neutraler, sauberer Hintergrund, ein Mikrofasertuch zur Reinigung und idealerweise Handschuhe, um keine neuen Fingerabdruecke zu hinterlassen. Auf einen teuren Kamerabody kommt es weniger an als auf diese Grundlagen: gutes Licht, ein stabiles Stativ und Sauberkeit bringen mehr als der neueste Sensor. Mit dieser einfachen Ausstattung lassen sich bereits professionelle Ergebnisse erzielen.
Konsistenz ueber den ganzen Katalog
Ein einzelnes gutes Foto ist wertvoll, aber bei einem Shop mit vielen Produkten entscheidet die Konsistenz ueber den professionellen Gesamteindruck. Wenn alle Elektronikprodukte mit demselben Hintergrund, derselben Lichtfuehrung, demselben Bildausschnitt und derselben Farbwirkung fotografiert sind, wirkt der Katalog wie aus einem Guss und vermittelt Serioesitaet. Ein Durcheinander aus unterschiedlich hellen, verschieden ausgerichteten und farblich abweichenden Bildern laesst dagegen selbst gute Produkte unprofessionell erscheinen.
Konsistenz erreicht man durch einen festen Aufbau, der bei jedem Produkt gleich bleibt: dieselbe Anordnung des Lichts, derselbe Abstand, dieselbe Kamerahoehe, derselbe Hintergrund. Wer diesen Aufbau einmal einrichtet und dokumentiert, kann viele Produkte schnell und gleichmaessig fotografieren. In der Nachbearbeitung sorgt eine einheitliche Farb- und Helligkeitskorrektur dafuer, dass alle Bilder zusammenpassen. Gerade auf der Kategorieseite eines Marktplatzes, wo die Produkte nebeneinander erscheinen, zahlt sich diese Einheitlichkeit unmittelbar aus. Konsistenz ist das, was einen Katalog wie eine echte Marke aussehen laesst.
Selbst fotografieren oder auslagern
Wer regelmaessig Elektronik verkauft, steht vor der Frage, ob er die Fotos selbst macht oder auslagert. Fuer wenige Produkte und mit etwas Uebung lassen sich mit der beschriebenen Grundausstattung gute Ergebnisse selbst erzielen. Sobald der Katalog jedoch waechst und viele Geraete regelmaessig fotografiert und gleichmaessig bearbeitet werden muessen, kostet das erheblich Zeit, und gerade die anspruchsvollen Punkte wie Reflexionskontrolle, sauberes Freistellen und das Ausbalancieren von Displays erfordern Erfahrung.
Das Auslagern an Spezialisten, die taeglich Produktfotos bearbeiten, sichert einen gleichbleibenden Standard ueber den gesamten Katalog und entlastet vom zeitraubenden Teil der Bildbearbeitung. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn die Bilder eine Marke oder einen groesseren Shop repraesentieren und ueber viele Artikel hinweg einheitlich sein muessen. Wir erstellen und bearbeiten solche Produktbilder seit Jahren, und die Konsistenz ueber hunderte Aufnahmen ist genau das, was ein professioneller Ablauf garantiert und eine improvisierte Loesung nicht. Die sinnvolle Entscheidung richtet sich nach Menge, Anspruch und der Frage, wie viel Zeit die Bildproduktion binden darf.
Verpackung und Originalkarton fotografieren
Bei Elektronik gehoert oft die Verpackung zum Verkaufsargument, besonders bei Neuware und Markenprodukten, wo der Originalkarton Echtheit und Vollstaendigkeit signalisiert. Ein sauberes Foto der geschlossenen Verpackung zeigt dem Kaeufer, dass er originalverpackte Ware erhaelt, und ist bei hochwertigen Geraeten ein wichtiges Vertrauenssignal. Die Verpackung wird dabei wie das Produkt selbst behandelt: sauber abgewischt, gleichmaessig ausgeleuchtet und gerade ausgerichtet, damit die Aufschriften und das Markenbild klar lesbar sind.
Neben der geschlossenen Verpackung ist ein Bild des geoeffneten Kartons mit allen enthaltenen Teilen sehr wirkungsvoll, weil es den Lieferumfang auf einen Blick belegt. Man ordnet das Geraet, die Kabel, die Anleitung und das Zubehoer so an, wie sie im Karton liegen oder in einer aufgeraeumten Uebersicht daneben, sodass nichts unklar bleibt. Bei gebrauchter Ware ohne Originalverpackung ersetzt eine ehrliche Uebersicht aller mitgelieferten Teile das Kartonbild. So oder so beantwortet die Darstellung der Verpackung die Frage, was genau geliefert wird, und beugt Enttaeuschungen und Rueckfragen vor.
Durchsichtige und stark spiegelnde Teile freistellen
Das Freistellen auf weissen Hintergrund gelingt bei Elektronik mit klaren Kanten meist zuverlaessig, doch bestimmte Teile stellen eine besondere Herausforderung dar. Durchsichtige Elemente wie Glasabdeckungen, klare Kunststoffteile oder Displays unter Glas lassen sich nicht einfach ausschneiden, weil der Hintergrund durch sie hindurchscheint. Ebenso schwierig sind stark spiegelnde Kanten aus poliertem Metall, die das Licht und die Umgebung als feine Reflexe zuruecksenden und beim Freistellen leicht ausgefranst oder unnatuerlich wirken.
Solche Teile verlangen sorgfaeltige Handarbeit statt automatischer Werkzeuge. Der Uebergang zwischen Produkt und Hintergrund wird von Hand nachgezogen, damit die Kante sauber und zugleich natuerlich bleibt und das Geraet nicht wie grob ausgeschnitten aussieht. Bei durchsichtigen Teilen achtet man darauf, dass die Transparenz erhalten bleibt und der neue weisse Hintergrund glaubwuerdig hindurchscheint. Diese Feinarbeit ist der Punkt, an dem sich professionelle Freisteller von schnellen, automatischen Ergebnissen unterscheiden, und gerade bei hochwertiger Elektronik entscheidet sie ueber den sauberen Gesamteindruck des Hauptbildes.
Gebrauchte Elektronik ehrlich darstellen
Beim Verkauf gebrauchter Elektronik ist die ehrliche Darstellung des Zustands nicht nur eine Frage des Anstands, sondern der beste Schutz vor Streit, Retouren und schlechten Bewertungen. Der Kaeufer eines gebrauchten Geraets will genau wissen, in welchem Zustand es ist, und Fotos, die Gebrauchsspuren verschweigen, fuehren zu Enttaeuschung, wenn die Ware ankommt. Deshalb gehoeren zu einer ehrlichen Bildstrecke gezielte Aufnahmen aller relevanten Stellen, an denen sich der Gebrauch zeigt.
Kratzer, Abnutzung an Kanten und Ecken, Verschleiss an Tasten oder Anschluessen und andere Spuren werden bewusst und scharf fotografiert, statt sie zu kaschieren. Das schafft Vertrauen und stellt sicher, dass der Kaeufer genau das erhaelt, was er erwartet. Zugleich zeigt man natuerlich auch die gepflegten Seiten des Geraets, um ein ausgewogenes Bild zu vermitteln. In der Bildbearbeitung werden solche Spuren nicht wegretuschiert, denn das waere Taeuschung. Eine transparente Darstellung des Zustands mag einzelne Kaeufer abschrecken, sie zieht aber die richtigen an und verhindert genau die Konflikte, die den Ruf eines Verkaeufers beschaedigen.
Video und 360-Grad-Ansichten
Bewegtbild gewinnt bei Elektronik stark an Bedeutung, weil es dem Kaeufer ein umfassenderes Bild vermittelt, als es einzelne Fotos koennen. Ein kurzes Video, das das Geraet von allen Seiten zeigt, die Anschluesse durchgeht, das Oeffnen und die Bedienung demonstriert, beantwortet viele Fragen auf einmal und vermittelt Groesse und Verarbeitung besonders anschaulich. Viele Marktplaetze erlauben inzwischen ein Produktvideo in der Bildstrecke, und es hebt ein Angebot deutlich von rein statischen Konkurrenten ab.
Eine 360-Grad-Ansicht, bei der der Kaeufer das Geraet interaktiv drehen kann, ist ein weiterer wirkungsvoller Baustein, weil sie das Gefuehl gibt, das Produkt in der Hand zu halten. Fuer solche Aufnahmen dreht man das Geraet auf einem gleichmaessig beleuchteten Drehteller und nimmt in festen Schritten eine Serie von Bildern auf, die spaeter zusammengefuegt werden. Wichtig ist, dass die Beleuchtung ueber die gesamte Drehung konstant bleibt und der Hintergrund neutral ist. Bewegtbild und 360-Grad-Ansichten sind zwar aufwendiger, doch gerade bei erklaerungsbeduerftiger Technik senken sie Unsicherheit und Retouren spuerbar.
Der Bildbearbeitungs-Ablauf Schritt fuer Schritt
Nach der Aufnahme folgt die Bildbearbeitung, und ein fester Ablauf sorgt dafuer, dass alle Bilder gleichmaessig und professionell werden. Der erste Schritt ist die Auswahl und das Ausrichten: Man waehlt die besten Aufnahmen, richtet sie gerade aus und beschneidet sie einheitlich, sodass das Produkt in allen Bildern gleich gross und zentriert erscheint. Danach folgt die Retusche verbliebener Fingerabdruecke, Staubkoerner und kleiner Stoerungen, die trotz sorgfaeltiger Reinigung auf dem Sensor gelandet sind.
Der naechste Schritt ist die Korrektur von Helligkeit, Kontrast und Farbe, damit das Geraet natuerlich und mit echter Farbe erscheint und der Hintergrund ein sauberes, gleichmaessiges Weiss zeigt. Anschliessend wird, wo noetig, das Produkt freigestellt und ein dezenter Schatten hinzugefuegt, der es am Boden verankert. Zum Schluss werden die Bilder in der von der Plattform empfohlenen Groesse und in einheitlichem Format exportiert. Wer diesen Ablauf bei jedem Produkt gleich abarbeitet, erzielt eine gleichmaessige Qualitaet ueber den ganzen Katalog. Ein dokumentierter, wiederholbarer Bearbeitungsablauf ist das, was viele Einzelaufnahmen zu einer stimmigen, professionellen Bildstrecke verbindet.
Haeufige Fragen zur Elektronikfotografie
Warum spiegeln sich Lampen und Raum in meinen Elektronikfotos
Weil glaenzende Oberflaechen alles reflektieren. Die Loesung ist weiches, diffuses Licht statt direkter Lampen, eine aufgeraeumte, neutrale Umgebung vor dem Geraet und das Ausschalten zusaetzlicher Lichtquellen im Raum.
Soll der Bildschirm ein- oder ausgeschaltet sein
Beides ist moeglich. Ausgeschaltet ist am einfachsten sauber zu fotografieren, eingeschaltet wirkt lebendiger, verlangt aber das Ausbalancieren von Display und Gehaeuse, oft ueber zwei zusammengefuegte Aufnahmen.
Wie vermeide ich Fingerabdruecke auf dem Foto
Das Geraet vor der Aufnahme gruendlich mit einem Mikrofasertuch reinigen, mit Handschuhen anfassen und unmittelbar vor dem Ausloesen noch einmal abwischen. Auf glaenzenden Oberflaechen ist jeder Abdruck sonst sichtbar.
Muss der Hintergrund weiss sein
Fuer das Hauptbild verlangen die meisten Marktplaetze reines Weiss ohne Beiwerk. Erreichbar durch Aufnahme vor hellem Hintergrund oder sauberes Freistellen in der Nachbearbeitung.
Wie zeige ich die Groesse eines Geraets
Durch den Vergleich mit einem vertrauten Gegenstand, das Zeigen in der Hand oder eingezeichnete Massangaben. Das verhindert falsche Erwartungen und die daraus folgenden Retouren.
Kostenlos online erledigen: Fotos für den Marktplatz vorbereiten. Läuft direkt im Browser, ohne Installation.
Wir bearbeiten ein Muster aus Ihrem Katalog kostenlos
Für Onlineshops, Hersteller, Marken und Großhändler. Senden Sie 1-3 Produktfotos und Sie erhalten sie professionell bearbeitet zurück, mit einem Preisangebot für Ihren gesamten Katalog.
Das ist ein b2b-Format für größere Mengen. Persönliche Fotos (Porträts, Events, Dokumente) bearbeiten wir hier nicht.
Anfrage erhalten
Wir bearbeiten Ihr Muster und senden Ihnen das Ergebnis mit einem Katalog-Angebot innerhalb eines Werktags.
Kostenlose Online-Foto-Tools
Bearbeiten Sie Ihr Foto direkt im Browser, ohne Installation und Anmeldung: