Hintergrund im Portrait unscharf machen oder ersetzen: Bokeh, sauberer und neuer Hintergrund
Hintergrund im Portrait unscharf machen oder ersetzen: Bokeh, sauberer und neuer Hintergrund
Ein schoener Hintergrund laesst ein Portrait hochwertiger und ruhiger wirken, und das Gesicht rueckt in den Vordergrund. Im Folgenden schauen wir uns drei praktische Wege an: Unschaerfe fuer den Bokeh-Effekt, einen sauberen einfarbigen Hintergrund und den kompletten Austausch des Ortes. Und vor allem, wie du dabei natuerliche Haarkanten bewahrst, damit das Foto nicht wie mit der Schere ausgeschnitten aussieht.
Wir tauchen nicht in komplizierte Grafikprogramme und Fachjargon ein. Das Ziel des Artikels ist einfacher und nuetzlicher: zu zeigen, was du bei der Arbeit am Hintergrund am besten direkt bei der Aufnahme erledigst, was ehrlicher und schneller in der Bearbeitung gelingt und wo die Grenze zwischen einer Aufgabe von zwei Minuten und einem Fall verlaeuft, den du besser einer manuellen Retusche ueberlaesst. Wenn du dich schon einmal mit dem Handy vor einer Wand fotografiert oder versucht hast, etwas hinter deinem Ruecken wegzubekommen, findest du hier eine fertige Vorgehensweise.
Gleich ein wichtiger Gedanke: Nicht jede Aufgabe muss gleich geloest werden. Fuer ein Avatar im Messenger reichen ein paar Minuten und ein automatisches Werkzeug, fuer ein Portrait zum Drucken oder fuer ein Cover gelten strengere Regeln. Im Folgenden behalten wir genau dieses Gleichgewicht aus Tempo und Qualitaet im Kopf, damit du keine Zeit dort verlierst, wo eine einfache Loesung genuegt, und keine grobe Montage dort veroeffentlichst, wo es auf Sorgfalt ankommt.
Warum man den Hintergrund im Portrait ueberhaupt anfasst
Der Hintergrund im Portrait macht die halbe Miete aus. Wenn hinter dem Ruecken ein Kleiderstaender, ein Muelleimer oder eine bunte Tapete hervorlugt, bleibt das Auge daran haengen statt am Gesicht. Ein sauberer oder sanft unscharfer Hintergrund trennt den Menschen dagegen von der Umgebung und laesst das Bild ordentlich wirken, wie im Studio. Der Betrachter erfasst in Sekundenbruchteilen, wohin er schauen soll, und wenn der Hintergrund ruhig ist, gilt alle Aufmerksamkeit dem Gesicht und dem Ausdruck, nicht zufaelligen Gegenstaenden im Bild.
Es gibt drei grundlegende Szenarien. Erstens: den Hintergrund unscharf machen, um den beruehmten Bokeh-Effekt zu bekommen, bei dem der Hintergrund zu einem angenehmen, weichen Brei aus Licht zerfliesst. Zweitens: den Hintergrund sauber machen, also gleichmaessig einfarbig wie auf einem Foto fuer Dokumente, das Profil oder einen Katalog. Drittens: den Hintergrund komplett ersetzen, den Menschen an einen anderen Ort versetzen. Jede Variante hat ihre eigene Logik: Manches laesst sich leichter direkt mit der Kamera einfangen, anderes gelingt ehrlicher und schneller in der Bearbeitung.
Damit die Wahl leichter faellt, merke dir eine einfache Regel: Je natuerlicher das Ergebnis sein soll, desto mehr solltest du schon bei der Aufnahme entscheiden. Unschaerfe und ein einfarbiger Hintergrund lassen sich von Programmen recht gut nachahmen, ein komplexer Ortswechsel mit passendem Licht faellt der Maschine dagegen schwer. Im Folgenden gehen wir jeden Fall einzeln durch und fassen am Ende eine kurze Checkliste zusammen.
Noch ein Punkt, an den man selten denkt: Der Hintergrund beeinflusst nicht nur die Schoenheit, sondern auch, wie der Mensch selbst wahrgenommen wird. Ein ruhiger, neutraler Hintergrund liest sich als Selbstsicherheit und Ordnung, deshalb steht er gern auf Geschaeftsprofilen und Lebenslaeufen. Ein warmer, haeuslicher Hintergrund macht das Portrait persoenlicher und freundlicher. Ein bunter, mit Dingen vollgestopfter Hintergrund wirkt dagegen unterbewusst wie Unruhe und Nachlaessigkeit, selbst wenn der Mensch im Bild grossartig aussieht. Die Wahl des Hintergrunds ist also keine Kosmetik, sondern Teil der Botschaft, die ein Foto vermittelt.
So bekommst du den Bokeh-Effekt: den Hintergrund schoen unscharf machen
Bokeh ist die weiche Unschaerfe des Hintergrunds, bei der das Gesicht scharf bleibt und der Hintergrund verschwimmt. Das Wort stammt aus dem Japanischen und bedeutet ungefaehr Unschaerfe oder Dunst. Technisch geht es darum, wie das Objektiv das zeichnet, was ausserhalb des Schaerfebereichs liegt: punktfoermige Lichtquellen verwandeln sich in weiche Kreise, und der bunte Hintergrund verschmilzt zu einem ruhigen Fleck. Es gibt zwei Wege zu diesem Ergebnis: mit der Kamera aufnehmen und in der Bearbeitung nachhelfen.
Wenn du selbst fotografierst
- Geh von der Wand weg. Je groesser der Abstand zwischen Mensch und Hintergrund, desto staerker verschwimmt der Hintergrund. Ideal sind ein paar Meter Leerraum hinter dem Ruecken. Steht der Mensch direkt an der Wand, hilft keine Blende, der Hintergrund bleibt scharf.
- Nutze den Portraitmodus. Auf dem Handy ahmt er das Bokeh selbst per Software nach. An der Kamera waehle eine offene Blende, also eine kleine f-Zahl, zum Beispiel f/1.8 oder f/2.8. Je kleiner die Zahl, desto staerker verschwimmt der Hintergrund.
- Fotografiere mit langer Brennweite. Hat das Objektiv einen Zoom, geh weiter weg und zoom heran. Eine lange Brennweite staucht die Perspektive und verstaerkt die Unschaerfe mehr als ein Weitwinkel aus der Naehe.
- Fang Licht im Hintergrund ein. Laternen, von der Sonne durchschienenes Laub, Lichterketten, Reflexe auf Wasser, all das verwandelt sich in schoene leuchtende Kreise. Das ausdrucksstaerkste Bokeh entsteht, wenn hinten kleine, punktfoermige Lichtquellen in einiger Entfernung liegen.
- Waehle die richtige Tageszeit. Weiches Abendlicht, die Stunde vor Sonnenuntergang, zeichnet das angenehmste Bokeh: warme Reflexe, sanfte Uebergaenge, keine harten Flecken. Mittags in der prallen Sonne wird der Hintergrund kontrastreich und hart, die Lichtkreise geraten scharf und unsauber.
Kurzer Spickzettel zu den Einstellungen
| Parameter | Schwaches Bokeh | Starkes Bokeh |
|---|---|---|
| Blende | f/8 und hoeher | f/1.8 - f/2.8 |
| Abstand zum Hintergrund | weniger als ein Meter | mehrere Meter |
| Brennweite | Weitwinkel | lange Brennweite, Zoom |
| Lichtquellen hinten | gleichmaessiges Licht | punktfoermige Lichter in der Ferne |
Du musst nicht gleich alle Parameter auf Maximum drehen. Oft genuegt es, von der Wand wegzugehen und im Portraitmodus zu fotografieren, damit der Hintergrund schon deutlich weicher wird. Dem extremen Verschwimmen hinterherzujagen lohnt sich dagegen nicht: Wenn der Hintergrund zu einem einzigen Fleck ohne ein einziges erkennbares Detail wird, verliert das Bild das Gefuehl von Ort und Tiefe.
Wenn der Hintergrund schon scharf aufgenommen ist
Kein Problem, die Unschaerfe laesst sich in der Bearbeitung hinzufuegen. Das Programm trennt den Menschen vom Hintergrund und macht alles ausser ihm sanft unscharf. Wichtig ist, es nicht zu uebertreiben: natuerliches Bokeh hat einen weichen Uebergang, keine harte Grenze rund um die Silhouette. Sieht man einen klaren Halo um Schultern und Haare, wird der Effekt sofort als kuenstlich erkannt.
Wie man gute von schlechter Unschaerfe unterscheidet
- Tiefenuebergang. Bei echtem Bokeh sind Dinge naeher am Menschen schwaecher und entfernte staerker unscharf. Ist der ganze Hintergrund gleichmaessig verschwommen, wirkt das Bild flach, wie ein Aufkleber auf einer Mattscheibe.
- Staerke des Effekts. Eine leichte, dezente Unschaerfe sieht fast immer hochwertiger aus als die maximale. Ein bis zur Nebelstufe verschmierter Hintergrund wirkt billig und verraet den Handyfilter.
- Saubere Kanten. Besonders entlang der Kontur von Haaren und Schultern. Hier irren sich Programme am haeufigsten und lassen mal ein Stueck scharfen Hintergrund, mal eine verschwommene Kante des Menschen selbst stehen.
Das Fazit ist einfach: Wenn moeglich, leg das Bokeh schon bei der Aufnahme ueber Abstand und Blende an und nutze die softwarebasierte Unschaerfe nur als leichten Feinschliff, nicht als Hauptwerkzeug. Dann sieht das Ergebnis wie die Arbeit eines Objektivs aus und nicht wie ein Filter.
Wo Bokeh passt und wo nicht
Hintergrundunschaerfe schmueckt fast immer ein Portrait in Grossaufnahme, einen Hueftbild- oder Brustbildausschnitt, ein Gesichtsfoto. Je naeher der Ausschnitt, desto natuerlicher wirkt der weiche Hintergrund. Bei einem Ganzkoerperfoto oder dort, wo die Umgebung wichtig ist, kann starkes Bokeh dagegen schaden: Das Gefuehl fuer den Ort geht verloren, und man weiss nicht mehr, wo der Mensch sich befindet. Ein dokumentarisches oder reportagehaftes Bild gewinnt meist durch einen scharfen Hintergrund, der eine Geschichte erzaehlt.
Es gibt auch einen Kompromiss zwischen scharfem und stark verschwommenem Hintergrund, eine leichte, dezente Unschaerfe. Sie loescht die Umgebung nicht vollstaendig, sondern mildert sie nur ab, entfernt kleinen Krimskrams und Reflexe und laesst das allgemeine Gefuehl fuer den Ort bestehen. Fuer die meisten Alltagsportraits funktioniert genau diese gemaessigte Variante am besten: Der Hintergrund streitet nicht mehr mit dem Gesicht, aber das Bild verliert seine Tiefe nicht und wirkt nicht wie aus einem Studio ausgeschnitten. Wenn du unsicher bist, wie stark du verschwimmen lassen sollst, fang klein an und verstaerke schrittweise, aufhoeren ist immer leichter, als einen uebertriebenen Hintergrund zurueckzuholen.
Ein eigenes Wort zu Gruppenfotos. Sind mehrere Menschen in unterschiedlichem Abstand zur Kamera im Bild, kann aggressive Unschaerfe die hinteren Gesichter verwischen. In solchen Faellen sollte das Bokeh lieber dezent ausfallen oder ganz wegbleiben, damit alle im Fokus bleiben.
Wann ein sauberer einfarbiger Hintergrund noetig ist und wie man ihn macht
Ein sauberer Hintergrund ist ein gleichmaessiger, einfarbiger Hintergrund: weiss, grau, beige oder ein weiches Pastell. Er wird fuer Fotos auf dem Profil, im Lebenslauf, im Marktplatz, fuer Dokumente oder einfach fuer ein ordentliches Avatar gebraucht, bei dem nichts ablenken soll. Je strenger die Aufgabe, desto wichtiger ist es, dass der Hintergrund wirklich gleichmaessig ist, ohne Verlaeufe, Schatten und Struktur, sonst werden Dokumentenfotos womoeglich gar nicht angenommen.
Welche Hintergrundfarbe waehlen
| Hintergrundfarbe | Wann sie passt |
|---|---|
| Weiss und hellgrau | Dokumente, Lebenslauf, Avatare in Messengern, neutrale Geschaeftsfotos |
| Hellgrau und beige | Profil in sozialen Netzwerken, Portfolio, weiche universelle Portraits |
| Pastelltoene | Kreative Avatare, Akzente passend zur Kleidung oder Augenfarbe |
| Dunkles Graphit | Dramatische, ausdrucksstarke Portraits, Cover |
Am einfachsten gleich aufnehmen
- Einfarbige Wand oder Stoff. Eine helle Wand ohne Muster, ein Bettlaken, eine Papierrolle, alles ist geeignet. Stell dich einen halben Meter davon entfernt hin, damit keine harten Schatten hinter dem Ruecken entstehen.
- Gleichmaessiges Licht. Ein grosses Fenster von der Seite gibt weiches Licht ohne harte Schatten auf dem Hintergrund. Direktes Sonnenlicht zeichnet dagegen Flecken und Streifen.
- Achte auf den Schatten. Je weiter der Mensch von der Wand entfernt ist und je weicher das Licht, desto kleiner der geworfene Schatten. Ein Schatten auf dem Hintergrund ist ein haeufiger Grund dafuer, dass Weiss nicht mehr gleichmaessig weiss bleibt.
Wenn kein sauberer Hintergrund zur Hand ist
Ist das Bild bereits vor dem Hintergrund eines Zimmers aufgenommen, laesst sich der Hintergrund in der Bearbeitung entfernen und durch einen einfarbigen ersetzen. Am bequemsten ist es, das Foto in ein kostenloses Online-Werkzeug zum Entfernen des Hintergrunds zu laden: Es erkennt den Menschen selbst und schneidet den Hintergrund aus, und du setzt die gewuenschte Farbe ein. Das dauert Sekunden und erfordert keine Vorkenntnisse.
Ein paar praktische Feinheiten, die Zeit sparen:
- Nimm ein schaerferes Bild. Je schaerfer das Original und je besser sich der Mensch vom Hintergrund abhebt, desto sauberer arbeitet die Automatik.
- Jage nicht reinem Weiss hinterher. Hellgrau verzeiht an der Kante mehr Fehler als steriles Weiss, auf dem jede Unebenheit der Kontur sichtbar wird.
- Pruefe kleine Details. Brille, Ohrringe, Zwischenraeume zwischen Arm und Koerper, Programme vergessen an diesen Stellen manchmal, den Hintergrund zu entfernen.
Fuer soziale Netzwerke und gewoehnliche Aufgaben reicht ein solches Ergebnis fast immer. Bei einem wichtigen Foto dagegen, auf dem feine Haarstraehnen oder eine komplizierte Kontur zu sehen sind, vertraust du besser auf eine sorgfaeltigere Bearbeitung, dazu weiter unten.
Kleine Kniffe fuer einen gleichmaessigen Hintergrund
Ein sauberer Hintergrund sieht hochwertiger aus, wenn er nicht perfekt flach ist, sondern eine leichte, kaum sichtbare Abdunklung zu den Raendern hin hat. Dieser sanfte Vignetten-Effekt buendelt die Aufmerksamkeit zur Bildmitte und laesst den Hintergrund nicht wie Pappe wirken. Das funktioniert sowohl bei der Aufnahme als auch in der Bearbeitung: Es genuegt, die Ecken etwas abzudunkeln, und der einfarbige Hintergrund wirkt nicht mehr langweilig.
Eine weitere haeufige Frage, ob der Hintergrund heller oder dunkler als die Kleidung sein soll. Die allgemeine Orientierung lautet: Der Hintergrund soll im Kontrast zu dem stehen, was der Mensch an der Kante traegt. Ein dunkler Pullover vor dunklem Hintergrund verschmilzt, und die Silhouette verschwindet, ein helles Hemd vor weissem Hintergrund verliert die Schulterlinie. Gibt es entlang der Kontur sowohl Helles als auch Dunkles, ist ein mittleres Grau am sichersten: Es trennt sowohl dunkle Haare als auch helle Kleidung gleich gut.
Und zum Schluss zum sauberen Hintergrund: Er muss nicht strikt weiss sein, um ordentlich zu wirken. Ein leichter farbiger Hintergrund, staubiges Blau, warmes Sandgelb, gedaempftes Gruen, sieht oft hochwertiger aus als steriles Weiss und bleibt dabei ruhig. Hauptsache, er ist einfarbig und nicht grell. Die Farbe lasst sich auf Augen, Kleidung oder die allgemeine Stimmung des Portraits abstimmen, und dieser Kniff gewinnt fast immer gegen das banale weisse Quadrat.
So ersetzt du den Hintergrund und setzt einen neuen Ort ein
Der Hintergrundaustausch bedeutet, dass der Mensch an einen anderen Ort versetzt wird: auf einen neutralen Verlauf, in einen Innenraum, auf die Strasse, an ein Fenster mit Aussicht. Hier kommt es nicht nur darauf an, die Silhouette auszuschneiden, sondern sie so einzufuegen, dass sie organisch in die neue Szene passt. Genau an dieser Stelle ist die Montage am haeufigsten zu erkennen: Einen Menschen auszuschneiden ist nicht schwer, ihn aber so aussehen zu lassen, als haette er tatsaechlich an diesem Ort gestanden, ist deutlich schwieriger.
Was den Austausch natuerlich macht
- Uebereinstimmung des Lichts. Faellt das Licht im Portrait von links und ist der neue Hintergrund deutlich von rechts beleuchtet, spuert das Gehirn des Betrachters sofort den Haken, auch wenn es nicht erklaeren kann, was nicht stimmt. Waehle einen Hintergrund mit aehnlicher Lichtrichtung und aehnlichem Lichtcharakter.
- Uebereinstimmung in Farbe und Temperatur. Ein warmer Sonnenuntergangshintergrund passt schlecht zu einem Menschen, der bei kaltem Buerolicht aufgenommen wurde. Der Gesamtton von Vordergrund und Hintergrund sollte in einer Farbgebung liegen.
- Passende Perspektive. Ein von oben aufgenommener Hintergrund passt schlecht zu einem Portrait auf Augenhoehe. Nimm besser ruhige, gleichmaessige Hintergruende ohne starke Geometrie und scharf fluchtende Linien.
- Realistischer Massstab und Schaerfe. Den neuen Hintergrund macht man meist etwas weicher als den Vordergrund, damit der Mensch im Fokus bleibt und nicht wie ein Aufkleber ausgeschnitten wirkt. Ein zu scharfer Hintergrund hinter einem unscharfen Menschen sieht unglaubwuerdig aus.
Kleine Details, die die Montage verraten
- Fehlender Schatten. Ein Mensch, der auf dem neuen Hintergrund ohne einen einzigen Schatten unter den Fuessen oder seitlich steht, scheint zu schweben. Ein leichter, weicher Schatten verleiht Gewicht und Realismus.
- Zu saubere Kontur. Eine perfekt gleichmaessige Kante entlang der ganzen Silhouette ist ein sicheres Zeichen fuer eine Freistellung. Im echten Leben sind Grenzen immer etwas weicher.
- Farbiger Saum. Entlang der Silhouettenkante bleibt manchmal ein Rand vom alten Hintergrund. Auf dem neuen Hintergrund faellt er als duenne leuchtende Linie ins Auge.
Tipp zur Wahl des Hintergrunds
Fuer ein Portrait gewinnen fast immer ruhige, kontrastarme Hintergruende: verschwommenes Gruen, eine neutrale Wand, ein weicher Verlauf. Ein zu greller oder detailreicher Ort zieht die Aufmerksamkeit auf sich, und das Gesicht geht verloren. Wenn du unsicher bist, beginne mit einem einfachen einfarbigen oder leicht unscharfen Hintergrund: Ihn kann man schwerer verderben, und er passt zu fast jedem Portrait. Komplexe Szenen wie eine Stadtstrasse oder ein Innenraum mit tiefer Perspektive ueberlaesst du besser den Faellen, in denen du bereit bist, dich mit Licht und Schatten zu beschaeftigen, oder es einem Profi anvertraust.
Fertiger Hintergrund oder eigenes Foto
Oft greift man fuer den Austausch zu fertigen Hintergruenden: einfarbige Unterlagen, verschwommene Texturen, neutrale Verlaeufe. Das ist bequem und vorhersehbar, solche Hintergruende sind von vornherein gleichmaessig und streiten nicht mit dem Gesicht. Der Nachteil: Ein und derselbe beliebte Hintergrund taucht auf Tausenden Fotos auf und hat sich mit der Zeit abgenutzt.
Die Alternative ist, den Hintergrund selbst aufzunehmen: eine leere Wand, ein Fenster, Gruen im Hof, und genau diesen einzusetzen. Dann wird das Portrait einzigartig, und Licht und Perspektive stimmen leichter ueberein, weil der Hintergrund unter denselben Bedingungen aufgenommen wurde. Ein kleiner Aktionsplan, wenn du den Austausch zum ersten Mal machst:
- Bestimme die Lichtrichtung im Portrait. Schau, von welcher Seite das Gesicht heller ist und wohin die Schatten fallen.
- Waehle einen Hintergrund mit demselben Licht. Damit die beleuchtete Seite des Hintergrunds mit der beleuchteten Seite des Menschen uebereinstimmt.
- Stimme die Schaerfe ab. Mache den Hintergrund leicht unscharf, wenn der Mensch mit Bokeh aufgenommen ist, oder lass ihn scharf, wenn das Portrait durchgehend scharf ist.
- Fuege einen weichen Schatten hinzu. Schon ein kaum sichtbarer Schatten unter dem Menschen nimmt den Aufkleber-Eindruck.
Wenn du schnell ein ordentliches Avatar, ein Profilfoto oder ein Bild fuer soziale Netzwerke brauchst, fang einfach an: lade das Portrait in unser kostenloses Online-Werkzeug zum Entfernen des Hintergrunds, setze eine saubere Farbe oder einen weichen Verlauf ein und fuege bei Bedarf eine leichte Unschaerfe hinzu. Fuer die meisten Alltagsaufgaben reicht das, und es dauert nur ein paar Minuten. Am besten arbeitet die Automatik bei einem scharfen Bild mit zusammengebundener Frisur und kontrastreichem Hintergrund, waehle also ein moeglichst scharfes Original.
Und wenn das Foto wirklich wichtig ist, etwa ein Portrait zum Drucken, ein Cover oder ein Bild mit offenem Haar vor einem komplizierten Hintergrund, gib es in die manuelle Retusche an einen Profi. Er arbeitet die Kanten der Straehnen sorgfaeltig aus, entfernt den farbigen Saum, stimmt Licht und Hintergrund ab, fuegt bei Bedarf einen leichten Schatten hinzu, und das Portrait sieht natuerlich aus, ohne Spuren einer Montage. Das ist der Fall, in dem ein paar Minuten Arbeit eines Profis dir den Eindruck retten, den das Foto auf andere macht.
Kurz auf einen Punkt gebracht: Schaetze zuerst ab, wie wichtig das Bild ist und wie kompliziert seine Kontur. Einfacher Fall, zusammengebundenes Haar, gleichmaessiger Hintergrund, Aufgabe fuer soziale Netzwerke, mach es ruhig selbst in ein paar Minuten. Komplizierter Fall, offene Locken, Druck, ein wichtiges Portrait, verschwende keine Nerven im Kampf mit der Automatik und gib es in die manuelle Nachbearbeitung. Dieser Ansatz spart sowohl Zeit als auch Qualitaet.
Die Hauptregel ist einfach: Lass die Bearbeitung unauffaellig bleiben, und im Mittelpunkt stehst du, nicht der Hintergrund hinter deinem Ruecken. Fang schon jetzt mit dem kostenlosen Werkzeug an und heb die komplizierten Bilder fuer die manuelle Nachbearbeitung auf.
Schwieriger Fall, ein wichtiges Foto oder einfach keine Zeit? Unser Retuscheur bearbeitet Ihr Bild von Hand fuer Ihre Aufgabe.
Haufige Fragen
Ist das Entfernen des Hintergrunds wirklich kostenlos und ohne Wasserzeichen?
Ja, das Tool entfernt den Hintergrund komplett kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Wasserzeichen im Ergebnis. Du ladst ein transparentes PNG in voller Qualitat herunter.
Muss ich mich registrieren, um den Hintergrund freizustellen?
Nein, eine Registrierung ist nicht notig. Lade dein Foto hoch, die KI trennt das Motiv automatisch vom Hintergrund und du ladst das Ergebnis sofort herunter.
Was passiert mit meinen hochgeladenen Fotos, ist das sicher?
Deine Bilder werden automatisch verarbeitet und nirgendwo offentlich gezeigt. Die Dateien dienen nur dazu, dein transparentes Freisteller-PNG zu erstellen.
Welche Formate kann ich hochladen und was bekomme ich zuruck?
Du kannst JPG, PNG und WebP hochladen. Das Ergebnis ist ein transparentes PNG, das sauber auf einen weissen Produkthintergrund oder jeden anderen Hintergrund passt, ideal fur Amazon- oder Etsy-Angebote.
Funktioniert das Entfernen des Hintergrunds auf dem Handy und iPhone?
Ja, es lauft direkt im Handy-Browser auf iPhone und Android, ganz ohne App-Installation. Seite offnen, Foto hochladen und das fertige PNG speichern.
Siehe auch
Kostenlose Online-Foto-Tools
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