Photoshop für Amazon.de-Verkäufer: kompletter kostenloser Leitfaden


Artikel des gdefoto-Studios

Photoshop für Amazon.de-Verkäufer: kompletter kostenloser Leitfaden

Photoshop-Know-how speziell für deutsche Marketplaces

Warum Amazon-Verkäufer ein eigenes Foto-Playbook brauchen

Amazon.de hat strengere Bildregeln als jeder andere deutsche Marketplace. Wer sie nicht einhält, wird abgestraft mit gesperrten Listings, schlechterer Suchplatzierung und niedriger Conversion. Dieser Leitfaden zeigt, wie du mit Photoshop systematisch konforme und gleichzeitig verkaufsstarke Bilder produzierst, und wie du dieselben Assets auch für Otto, Zalando, eBay und Kaufland aufbereitest.

Amazon.de-Bildanforderungen im Detail

Amazon prüft Bilder automatisch beim Hochladen. Verstöße bedeuten Suppressed Listings, also unsichtbare Produkte. Die wichtigsten Vorgaben für das Hauptbild:

  • Mindestauflösung 1000 x 1000 Pixel, empfohlen 2000 x 2000, damit die Zoom-Funktion aktiviert wird.
  • Reinweißer Hintergrund RGB 255,255,255.
  • Das Produkt füllt mindestens 85 Prozent der Bildfläche.
  • Keine Wasserzeichen, keine Texte, keine Rahmen, kein Zubehör, das nicht im Lieferumfang ist.
  • JPEG, TIFF, PNG oder GIF. Empfehlung JPEG mit Qualität 85.
  • Format quadratisch 1:1.

Zusatzbilder und A+ Content

Bei den Bildern 2 bis 9 hast du deutlich mehr Freiheit. Hier sind Infografiken, Lifestyle-Aufnahmen, Größenvergleiche und Texte erlaubt. A+ Content erlaubt Banner bis 970 x 600 Pixel mit Markenstorytelling und Modulen für Featurevergleiche. Wer A+ ausschöpft, hebt die Conversion laut Amazon-eigenen Angaben um durchschnittlich 5 bis 10 Prozent.

Wie Otto, Zalando, eBay und Kaufland abweichen

Wer denselben Asset-Stamm pflegen will, muss die Eigenheiten der anderen Plattformen kennen.

Otto

Otto verlangt ebenfalls weißen Hintergrund für das Hauptbild und mindestens 1500 x 1500 Pixel. Anders als Amazon erlaubt Otto auf Zusatzbildern explizit ganze Modelfotos mit Hintergrundkulisse, was vor allem bei Mode gewünscht wird. Format häufig 3:4 hochkant.

Zalando

Zalando hat das strengste Bildbriefing. Models in spezifischer Haltung, immer Ganzkörper, neutralgrauer Hintergrund (nicht weiß), 1800 x 2700 Pixel hochkant. Für Eigenmarken übernimmt Zalando die Fotoproduktion teilweise selbst. Verkäufer mit eigenem Studio müssen das Style Guide-Dokument exakt beachten.

eBay Deutschland

eBay ist am freizügigsten. Mindestens 500 x 500 Pixel, weißer oder neutraler Hintergrund empfohlen, aber Lifestyle-Bilder sind als Hauptbild erlaubt. Für die Sichtbarkeit in der Suche zahlt sich trotzdem klassischer weißer Background aus.

Kaufland Marketplace

Kaufland orientiert sich an Amazon: weißer Hintergrund, 1000 x 1000 Pixel minimum, Produkt füllt den Großteil des Bildes. Anders als Amazon sind dezente Reflexionen und Schlagschatten ausdrücklich erlaubt, was die Bilder etwas hochwertiger wirken lässt.

Grundausstattung für Marketplace-Fotografen

Bevor Photoshop ins Spiel kommt, muss das Rohmaterial stimmen. Was du im Studio brauchst:

Kamera und Objektiv

  • Spiegellose Kamera mit mindestens 24 Megapixeln, etwa Sony Alpha 6700, Fujifilm X-T5 oder Canon R7. Auch ein aktuelles Smartphone funktioniert für kleinere Produkte, sofern du im RAW-Modus arbeitest.
  • Festbrennweite 50 mm oder 85 mm, oder ein Makro-Objektiv für Schmuck und Kosmetik.

Licht

  • Zwei Dauerlichter LED mit 5500 Kelvin, mindestens je 100 Watt äquivalent.
  • Softboxen oder Diffusoren für weiches Licht.
  • Eine Aufnahmelichtwanne aus PVC mit Hintergrundbogen, damit der Übergang Boden-Wand fugenlos ist.

Software

  • Adobe Photoshop CC (aktuelle Version, wegen Generativer Füllung).
  • Adobe Lightroom oder Capture One für die Rohentwicklung und Batch-Verarbeitung.
  • Optional Photoroom oder Remove.bg für schnelle Massenfreisteller.

Farbmanagement

Eine Graukarte wie die X-Rite ColorChecker Passport ist Pflicht. Sie kostet rund 100 Euro und spart hunderte Stunden Farbkorrektur. Im ersten Shot jeder Serie wird sie mitfotografiert, die Daten setzt Photoshop später als Referenz für den Weißabgleich.

Jede Kategorie hat eigene Fallstricke. Hier die wichtigsten:

Mode und Textilien

Hänge das Kleidungsstück an eine unsichtbare Schaufensterpuppe (Ghost Mannequin) oder fotografiere am Model. Wichtig: realistische Farbe. Photoshop-Trick für Schwarz: kein reines Schwarz, sondern leichte Strukturzeichnung bei R10 G10 B10, sonst wirkt der Stoff flach.

Schmuck

Makro-Modus, Stativ, Fernauslöser, Blende f/11 bis f/16 für maximale Schärfentiefe. Spiegelungen mit weißen Reflektoren manipulieren. In der Retusche viel Frequenztrennung gegen Staub und Fingerabdrücke. Dodge and Burn betont Kanten und Steine.

Kosmetik

Konsistente Etiketten-Lesbarkeit ist Pflicht. Reflexionen auf Glas und Kunststoff sind erlaubt, aber sie dürfen das Logo nicht überlagern. Hauttöne in Lifestyle-Shots in sRGB neutral halten.

Lebensmittel

Hier zählt Frische. Tropfen auf Obst (mit Glycerin-Wasser-Mischung), gleichmäßige Beleuchtung, leichter Dunst aus einem Vernebler. In Photoshop niemals Sättigung global hochziehen, das wirkt künstlich. Lieber selektiv Rot und Grün.

Elektronik

Schwarze und silberne Oberflächen sind spiegeltauglich. Polarisationsfilter am Objektiv reduziert Reflexionen schon beim Shooting. In Photoshop Reinigung mit Kopierstempel, Schärfung über Hochpass-Filter mit Wert 1 bis 3 Pixel.

Skalierbarkeit erreichst du mit Aktionen und dem Bildprozessor. Definiere einmal die Standardschritte (Tonwert, Schärfe, Größe, sRGB-Export) als Photoshop-Aktion und lass sie per Stapelverarbeitung über einen ganzen Ordner laufen. Für Hintergrund-Freistellung in Serie ist Photoroom mit API-Anbindung effizient, das spart 80 Prozent Zeit gegenüber manueller Maskierung. Wichtige Regel: jede Serie braucht eine Stichprobe von 5 Bildern manuell geprüft, sonst schleichen sich Farbabweichungen ein.

Beispiel fuer Fotoretusche

Wenn deine Marke wächst und das Bildvolumen die eigenen Kapazitäten sprengt, übernimmt das gdefoto-Studio die komplette Produktfotografie und Retusche für Amazon.de, Otto, Zalando, eBay und Kaufland. Inklusive Plattform-spezifischer Exporte und A+ Content-Grafiken.

Der komplette Ablauf von Foto zu Karte

Für einen Amazon-Verkäufer fügt sich Photoshop in einen Ablauf, der von der Aufnahme zur veröffentlichten Karte führt. Der Weg ist so: Das Produkt wird auf neutralem Hintergrund bei gutem Licht fotografiert, freigestellt und auf reines Weiß gebracht, die Farbe wird korrigiert, bis sie mit dem echten Artikel übereinstimmt, Makel werden gereinigt und ein Kontaktschatten hinzugefügt, die Galerie wird mit Infografik auf den weiteren Bildern gebaut, und jedes Bild wird auf die von Amazon verlangte Größe und das Format exportiert. Photoshop ist das zentrale Werkzeug fast jedes dieser Schritte.

Den ganzen Ablauf zu verstehen vermeidet sprunghaftes Arbeiten. Jeder Schritt bereitet den nächsten und hat seine Logik: Ohne sauberes Freistellen kein sauberer weißer Hintergrund, ohne treue Farbe kommen die Retouren, ohne Schatten schwebt das Produkt. Ein Verkäufer muss kein Photoshop-Experte sein, sondern diesen konkreten, wiederholbaren Ablauf beherrschen, der den Großteil der Arbeit deckt. Für Kataloge automatisiert man einen großen Teil mit Aktionen an einheitlichen Aufnahmen. Den Weg von der Aufnahme zur Karte klar zu haben verwandelt die Bearbeitung von einem verwirrenden Hindernis in einen geordneten Prozess, der schnell und mit gleichbleibender Qualität abläuft.

Die Bildanforderungen von Amazon im Detail

Amazon hat konkrete Bildanforderungen, deren Einhaltung Ablehnungen vermeidet. Das Hauptbild geht auf reinem weißem Hintergrund, ohne Text, Logos und Wasserzeichen, mit dem Produkt bei etwa 85 Prozent des Ausschnitts, und zeigt den echten verkauften Artikel, ohne nicht enthaltenes Zubehör. Das empfohlene Format ist quadratisch, und damit der Zoom funktioniert, sollte die längere Seite mindestens 1600 Pixel haben, besser 2000 oder mehr für besseres Detail beim Vergrößern.

Die weiteren Bilder sind flexibler: Sie erlauben Infografik, Text, Anwendungsszenen und andere Hintergründe als Weiß, und dort entfaltet man die Information, die das Hauptbild nicht tragen kann. Das Format ist JPEG im Farbraum sRGB, denn Adobe RGB wirkt matt. Diese Vorgaben ändern sich mit der Zeit, prüfen Sie also die gültigen in der Amazon-Hilfe. Die allgemeine Regel ist ein sauberes Hauptbild auf Weiß mit guter Auflösung und informationsreiche weitere Bilder. Die Bilder mit Photoshop unter Beachtung dieser Anforderungen vorzubereiten sorgt dafür, dass die Karte die Moderation gleich beim ersten Mal besteht und den Zoom aktiviert, der die Conversion unterstützt.

Welche Ausrüstung man wirklich braucht

Um brauchbare Amazon-Fotos zu machen, braucht es weniger Ausrüstung als gedacht. Ein modernes Smartphone oder eine einfache Kamera genügt für den Start, entscheidend ist das Licht: eine große Fensterfront mit weichem Tageslicht oder ein Paar LED-Lampen mit Streuer geben eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne harte Schatten. Ein sauberer Hintergrund, eine weiße Fläche oder ein Fotokarton in Bogenform, und ein Stativ oder eine Stütze zur Vermeidung von Verwackeln vervollständigen das Minimum. Ein weißes Blatt als Reflektor kostet wenig und hellt die Schattenseite auf.

Für die Bearbeitung braucht es Photoshop oder eine Alternative und einen einigermaßen kalibrierten Monitor, um die Farbe treu zu beurteilen, denn eine falsche Farbe erzeugt Retouren. Eine Graukarte hilft, den Weißabgleich in der Ausgangsaufnahme zu treffen. Für schwierige Materialien, Glas, Schmuck, spiegelndes Metall, lohnt später ein Lichtzelt und weiße Paneele zur Kontrolle der Reflexe. Aber für den Großteil einfacher, matter Produkte genügt die Kombination aus Smartphone, weichem Licht, sauberem Hintergrund und sorgfältiger Bearbeitung, um Karten zu liefern, die die Moderation bestehen. Die Qualität der Karte, nicht die Ausrüstung, verkauft.

Das Hauptbild für Amazon vorbereiten

Das Hauptbild entscheidet den Klick in den Amazon-Ergebnissen, deshalb bereitet man es besonders sorgfältig vor. Es soll das Produkt groß zeigen, aus dem erkennbarsten Winkel, auf reinem weißem Hintergrund, scharf und gut ausgeleuchtet. Man gestaltet es für die Miniaturgröße am Smartphone, nicht für den großen Bildschirm, weil es mit Dutzenden Rivalen in einem winzigen Raum konkurriert. In Photoshop passt man nach dem Freistellen und dem weißen Hintergrund den Ausschnitt an, damit das Produkt den Großteil einnimmt, reinigt jeden sichtbaren Makel und fügt einen dezenten Kontaktschatten hinzu.

Die zentrale Prüfung ist, das Hauptbild auf Miniaturgröße zu verkleinern und es auf dem Smartphone neben der Konkurrenz zu betrachten: Sticht Ihr Produkt hervor und ist klarer, funktioniert es; verliert es sich, ändern Sie Winkel, Licht oder Ausschnitt. Bedenken Sie, dass Amazon das Bild erneut komprimiert, das Original muss also scharf mit Auflösungsreserve sein, um den Zoom zu aktivieren. Auf dem Hauptbild stehen kein Text und keine Logos, die eine Ablehnung verursachen. Die Arbeit am Hauptbild bringt meist den größten Zuwachs an Klicks, in Photoshop verdient es also die größte Aufmerksamkeit innerhalb der Karte.

Freistellen und weißer Hintergrund für Amazon

Das saubere Freistellen und der reine weiße Hintergrund sind die zentrale Vorgabe des Amazon-Hauptbildes, und in Photoshop erreicht man sie kontrolliert. Für das Freistellen gibt der Zeichenstift die beste Kontur bei Produkten mit definierten Kanten, und die Objektauswahl mit Auswählen und maskieren löst schwierige Kanten wie Haare. Das Produkt kommt auf seine Ebene mit Maske, und darunter legt man eine Ebene mit reinem Weiß. Man reinigt die Kante, damit kein Hof des alten Hintergrunds bleibt, indem man die Maske um ein Pixel verkleinert.

Es ist unerlässlich, dass das Weiß gleichmäßig ist, ohne graue Flecken, denn Amazon lehnt Hintergründe ab, die nicht reines Weiß sind. Man prüft mit dem Histogramm, dass der Hintergrund Weiß erreicht, ohne die Produktkontur auszubrennen. Diese Methode, freistellen und Weiß darunterlegen, erhält das Produkt unversehrt, anders als das Hochziehen der Helligkeit, das die Kanten anfrisst. Man fügt einen weichen Kontaktschatten hinzu, damit das Produkt nicht schwebt. Für Kataloge beschleunigt eine Aktion an einheitlichen Aufnahmen den Prozess, wobei die Nacharbeit von Hand den schwierigen Kanten vorbehalten bleibt. Eine präzise Kontur mit sauberem weißem Hintergrund ist die Grundlage eines Hauptbildes, das die Amazon-Moderation besteht.

Farbkorrektur, damit man nicht zurückgeschickt wird

Bei Amazon ist eine falsche Farbe einer der Hauptgründe für Retouren, und Retouren ziehen schlechte Bewertungen nach sich, die die Verkäuferbewertung drücken. Deshalb sucht die Farbkorrektur Treue, nicht Schönheit. In Photoshop neutralisiert man zuerst den Farbstich mit der Weißabgleich-Pipette auf einer grauen Zone oder mit Kurven, damit die Produktfarbe die echte ist. Danach passt man Kontrast und Helligkeit an, ohne den weißen Hintergrund auszubrennen, und verfeinert die Sättigung maßvoll, nur so viel, dass die Farbe lebendig, aber treu ist.

Die Prüfung ist unerlässlich: Man vergleicht die Farbe am Bildschirm gegen das physische Produkt, weil sich das Auge anpasst und täuscht. Man exportiert in sRGB, denn Adobe RGB wirkt bei Amazon matt. Für Kataloge gibt eine Graukarte in der ersten Aufnahme jeder Serie einen stimmigen Ausgangspunkt für den ganzen Stapel. Diese Sorgfalt ist besonders kritisch bei Kleidung, Kosmetik und Deko, wo der Ton über den Kauf entscheidet. Eine treue, geprüfte Farbe ist kein Luxus, sondern das, was einen steten Strom von Retouren vermeidet und die Bewertung schützt, die den ganzen Amazon-Katalog trägt.

Infografik und A-plus-Content für Amazon

Bei Amazon sind die weiteren Bilder und der A-plus-Content der Ort, an dem man die Information entfaltet, die das Hauptbild nicht tragen kann, und Photoshop ist das Werkzeug, um sie zu bauen. Die Infografik verbindet Produktfotos mit kurzen Beschriftungen, die Vorteile, Maße, Materialien und Anwendung hervorheben, in großer, lesbarer Schrift, weil vom Smartphone geschaut wird. Man baut sie mit vektoriellen Textebenen und Hilfslinien zum Ausrichten, mit einem Gedanken pro Bild und ausreichend Kontrast zum Hintergrund. Auf dem Hauptbild steht kein Text, nur auf den weiteren.

Der A-plus-Content, für Verkäufer mit registrierter Marke verfügbar, erlaubt angereicherte Bildschirme, die die Geschichte des Produkts erzählen, Vergleiche zeigen und Einwände ausräumen. Man baut sie im selben Stil wie die Infografik, mit einer Logik, die vom Hauptvorteil zu den Details führt. Der Schlüssel, damit alles Marke vermittelt, ist ein einheitlicher typografischer Stil über die ganze Galerie und alle Produkte: eine oder zwei Schriften, eine zurückhaltende Palette, viel Luft. Eine sorgfältige Infografik und ein A-plus-Content heben Conversion und Vertrauen, während überladene Beschriftungen aus tausend Schriften die Karte verbilligen. Nicht destruktiv zu arbeiten erlaubt, Vorlagen für den ganzen Katalog nachzujustieren und wiederzuverwenden.

Retusche nach Produktkategorie

Jede Kategorie hat ihre Retusche-Technik in Photoshop, und sie zu kennen verbessert das Ergebnis. Mode verlangt eine perfekt treue Farbe, Faltenkorrektur und oft die Retusche der unsichtbaren Puppe, damit das Stück seine Form zeigt. Schmuck braucht Makro, Kontrolle des Metallglanzes und Leben in den Steinen mit Abwedeln und Nachbelichten, dazu eine extreme Reinigung von Flusen. Kosmetik verlangt die Kontrolle von Reflexen auf glänzenden Flakons, treue Farbe der Töne und Nahaufnahmen der Textur.

Elektronik und Produkte mit Spiegeloberflächen verlangen die Kontrolle der Umgebungsreflexe und lesbare Displays und Logos. Möbel und Wohnaccessoires profitieren von der Perspektivkorrektur zum Geraderichten der Linien und von Aufnahmen im Kontext. Lebensmittel verlangen eine appetitliche, treue Farbe und Kontrolle des Glanzes. Die gemeinsame Regel ist, dass jedes Material seine Herausforderung hat, und die Retusche passt sich an: Reflexe beim Glänzenden, Textur beim Matten, Farbe bei dem, was nach dem Ton beurteilt wird. Freistellen, Hintergrund und Farbe zu beherrschen deckt die Basis aller Kategorien, und die spezifischen Techniken lernt man je nach den verkauften Produkten. Die schwierigen Materialien, Schmuck, Glas, Kosmetik, profitieren am meisten von erfahrener Retusche.

Den Katalog mit Aktionen automatisieren

Für einen Amazon-Katalog mit vielen Produkten macht die Automatisierung mit Aktionen die Arbeit in Photoshop erst tragfähig. Eine Aktion zeichnet eine Folge von Schritten auf, Basiskorrektur, weißer Hintergrund, Anpassung an das Amazon-Format, Export in JPEG sRGB, und wendet sie mit einem Klick auf jedes Foto an oder mit dem Stapelprozessor auf einen ganzen Ordner. Das spart Stunden und sorgt dafür, dass alle Karten einheitlich ausfallen, wesentlich für den Markeneindruck.

Die Bedingung, damit Aktionen funktionieren, ist die Einheitlichkeit der Aufnahme: Werden alle Produkte auf gleichem Hintergrund bei gleichem Licht fotografiert, fällt eine Aktion bei allen gleich gut aus. Sind die Aufnahmen unterschiedlich, muss man von Hand korrigieren, deshalb standardisiert man die Aufnahme vor der Automatisierung. Zeichnen Sie die Aktionen nicht destruktiv auf und testen Sie sie an zwei, drei Fotos, bevor Sie den ganzen Stapel starten. Komplexe Kanten und schwierige Produkte arbeitet man von Hand nach. Für sehr wiederkehrende Vorgänge führt ein Droplet die Aktion per Ziehen von Ordnern aus. Eine gut aufgebaute Automatisierung verwandelt die Vorbereitung eines großen Amazon-Katalogs in einen schnellen Prozess mit gleichbleibender Qualität.

Kostenlose Alternativen zu Photoshop

Photoshop ist der Standard, aber nicht die einzige Option für einen startenden Verkäufer. Für die Grundaufgaben einer Karte, Freistellen, weißer Hintergrund, Farbkorrektur, gibt es Online-Werkzeuge und kostenlose Anwendungen, die viel ohne Kosten und Lernkurve lösen. Automatische Freisteller entfernen den Hintergrund in Sekunden, Online-Editoren passen Licht und Farbe an, und es gibt kostenlose Desktop-Programme mit Ebenen und Masken, die einen Großteil dessen nachbilden, was Photoshop kann. Für einen kleinen Katalog einfacher Produkte können diese Alternativen genügen.

Ihre Grenzen zeigen sich bei der Feinarbeit und im Maßstab: fortgeschrittene Retusche, schwierige Materialien, die Stapelautomatisierung eines großen Katalogs und die präzise Kontrolle sind der Bereich, in dem Photoshop den Unterschied macht. Die sinnvolle Strategie für Einsteiger ist, kostenlose Werkzeuge für die Grundaufgaben zu nutzen und den Wechsel zu Photoshop zu erwägen, wenn das Volumen wächst oder die Produkte komplexer werden. Üblich ist auch die Kombination: ein automatischer Freisteller für den Großteil und ein vollständigerer Editor für den Feinschliff. Man muss nicht vom ersten Tag in Photoshop investieren, aber es lohnt, seine Vorteile zu kennen, um zu wissen, wann sich der Wechsel rechnet. Der Schlüssel ist, dass die Qualität der Karte verkauft, nicht das Werkzeug.

Wann man die Retusche auslagert

Die Retusche selbst zu machen ist am Anfang und bei einfachen Produkten sinnvoll, doch es gibt einen Punkt, an dem sich das Auslagern lohnt. Das erste Signal ist das Volumen: Wenn die Karten in die Hunderte gehen und ein einheitlicher Stil nötig ist, frisst die Vorbereitung von Hand die Zeit, die Sie brauchen, um Ihr Amazon-Geschäft zu entwickeln. Das zweite sind schwierige Kategorien, Schmuck, Glas, Kosmetik, Mode, wo das Ergebnis Handwerk und spezifische Techniken verlangt. Das dritte ist, wenn die Qualität der Fotos direkt über Verkäufe entscheidet und eine mittelmäßige Karte mehr kostet als die Retusche.

Das Auslagern an ein Studio oder einen Retuscheur gibt ein Ergebnis auf Studioniveau und einen einheitlichen Stil über die ganze Linie und schafft Ihnen Zeit. Die Kosten pro Bild sind höher als beim Selbermachen, aber im Volumen und bei schwierigen Materialien fällt es meist günstiger aus als es schlecht zu machen oder einen Retuscheur fest anzustellen, vor allem, wenn man die zurückgewonnene Zeit und die bessere Conversion mitrechnet. Wir halten seit Jahren einen solchen Ablauf für Shops und Marken, mit einem konsistenten Standard über den ganzen Katalog. Die Regel: Einfache Produkte und kleines Volumen machen Sie selbst, das Volumen, die schwierigen Kategorien und die entscheidenden Karten vertrauen Sie Spezialisten an, um Zeit für das Geschäft zu gewinnen.

Häufige Fragen zu Photoshop für Amazon-Verkäufer

Brauche ich Photoshop, um bei Amazon zu verkaufen

Für das Grundlegende, Freistellen, weißer Hintergrund, Farbe, genügen kostenlose Online-Werkzeuge zum Start. Photoshop macht den Unterschied bei der Feinarbeit, schwierigen Materialien und der Automatisierung großer Kataloge.

Was verlangt Amazon beim Hauptbild

Reinen weißen Hintergrund, ohne Text und Logos, das Produkt bei etwa 85 Prozent, quadratisches Format und die längere Seite von mindestens 1600 Pixel für den Zoom, in JPEG sRGB.

Wie vermeide ich Retouren wegen der Farbe

Neutralisieren Sie den Farbstich, arbeiten Sie mit Einstellungsebenen, übersättigen Sie nicht, prüfen Sie gegen das echte Produkt und exportieren Sie in sRGB. Eine treue Farbe vermeidet Retouren und schützt die Bewertung.

Wann lagere ich die Retusche aus

Bei hohem Volumen mit Bedarf an einheitlichem Stil, bei schwierigen Kategorien und wenn die Fotos die Verkäufe beeinflussen. Dort rechtfertigen das Studioniveau und die gewonnene Zeit die Kosten.

Kostenlose Online-Foto-Tools

Bearbeiten Sie Ihr Foto direkt im Browser, ohne Installation und Anmeldung: