Portrait-Retusche online: das Gesicht natürlich bearbeiten


Ein schönes, lebendiges Gesicht im Foto statt einer Plastikmaske

Portrait-Retusche online: das Gesicht natürlich bearbeiten

Wir gehen Schritt für Schritt durch, wie du ein Portrait in Form bringst: Störendes entfernen, den Hautton ausgleichen, die Augen beleben und dabei trotzdem du selbst bleiben. Ein Teil der Techniken lässt sich tatsächlich kostenlos in wenigen Minuten direkt im Browser umsetzen, ohne schwere Programme zu installieren.

Der Artikel ist als praktischer Leitfaden aufgebaut. Zuerst klären wir die Logik: Was eine gute Retusche von einem durch Filter ruinierten Bild unterscheidet. Danach arbeiten wir die Gesichtszonen in der Reihenfolge ab, in der Profis vorgehen: zuerst die Haut, dann Ton und Farbe, anschließend kleine Makel und zum Schluss die Augen. Am Ende gibt es eine kurze Checkliste zur Selbstkontrolle, mit der du in einer Minute erkennst, ob du es mit der Bearbeitung übertrieben hast.

Kurz gesagt: Stelle ein altes Foto kostenlos online im Browser wieder her: Lade das Bild in das gdefoto-Tool hoch, die KI entfernt automatisch Kratzer, Rauschen und Unscharfe, zeichnet Gesichter neu und stellt die Scharfe wieder her, dann ladst du das Ergebnis herunter.

Warum ein Portrait überhaupt retuschieren

Eine gute Retusche macht keinen anderen Menschen aus dir. Sie entfernt nur das, was ablenkt: einen zufälligen Pickel, der morgen ohnehin weg ist, die Rötung nach einer schlaflosen Nacht, einen Lichtreflex auf der Stirn vom Blitz. Das Gesicht bleibt dabei deins, einfach an einem besseren Tag. Genau so arbeiten Profis: Das Ziel ist nicht, alles zuzukleistern, sondern das Vorübergehende zu entfernen und das Bleibende zu erhalten. Das ist das zentrale Prinzip, auf dem der ganze Artikel ruht, und wenn du dir nur das merkst, wirst du nie wieder ein Portrait verderben.

Bei den meisten Heimbearbeitungen ist es genau umgekehrt. Man greift zum Beauty-Filter, glättet die Haut bis zur Plastikoberfläche, hellt bis ins Weiße auf und landet bei einem Profilbild, auf dem man sich selbst nicht wiedererkennt. Das Ärgerlichste daran: Dieses Ergebnis fällt vor allem den anderen auf. Du gewöhnst dich in fünf Minuten an dein retuschiertes Gesicht, doch Freunde und Kollegen sehen sofort, dass etwas nicht stimmt. Das menschliche Gehirn unterscheidet Tausende Gesichter und ist darauf trainiert, kleinste Unnatürlichkeiten zu erkennen. Deshalb wirkt ein überbearbeitetes Foto selbst auf Menschen falsch, die noch nie einen Fotoeditor in der Hand hatten.

Es gibt einen einfachen Weg, um einen vorübergehenden von einem bleibenden Makel zu unterscheiden. Stell dir die Frage: Wird das in einer Woche oder in einem Jahr noch im Gesicht sein? Ein Pickel, ein blauer Fleck, eine Rötung, ein ausgerissenes Härchen verschwinden von selbst, die kannst du beruhigt entfernen. Ein Muttermal, die Form der Nase, Grübchen, Sommersprossen und Mimikfältchen bleiben bei dir, das bist du. Wenn du das Bleibende entfernst, löschst du die Persönlichkeit aus dem Foto und verwandelst einen lebendigen Menschen in eine austauschbare Schablone.

Es lohnt sich, den Unterschied zwischen den Begriffen im Kopf zu behalten. Korrektur heißt, das zu reparieren, was die Technik verdorben hat: schlechtes Licht, ein falscher Weißabgleich, eine Überstrahlung durch den Blitz. Retusche ist die Arbeit an dem, was tatsächlich im Gesicht ist: Hautmakel, Ton, Augen. Und davon getrennt steht die Gesichtsplastik, die Veränderung von Proportionen und Form, die du zu Hause am besten gar nicht erst anfasst. In diesem Artikel beschäftigen wir uns vor allem mit Korrektur und behutsamer Retusche, denn genau die liefern ein ehrliches und schönes Ergebnis.

Alle Techniken sind universell und funktionieren in jedem Online-Editor, der über die Grundausstattung verfügt: einen Spot-Pinsel für Makel, Regler für Ton und Farbe, eine lokale Helligkeitskorrektur. Die konkreten Buttons heißen in den verschiedenen Diensten unterschiedlich, doch die Logik ist überall dieselbe. Egal, ob du einen großen Editor oder einen einfachen Browserdienst geöffnet hast, die Prinzipien "das Vorübergehende entfernen, das Bleibende schonen" und "weniger ist mehr" gelten gleichermaßen. Als Nächstes gehen wir die Gesichtszonen in der richtigen Reihenfolge durch und halten bei jedem Schritt fest, wo genau die Grenze zwischen "frisch" und "übertrieben" verläuft.

Altes oder unscharfes Foto wiederherstellen

Die KI findet Gesichter und zeichnet sie neu, während sie zugleich Unschärfe und Rauschen im ganzen Bild entfernt. Danach feinst du das Bild mit Reglern. Erhöht auf Wunsch die Auflösung.

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      Ein Familienarchiv? Manuelle Restaurierung

      Wenn das Foto eingerissen, verblasst oder stark zerkratzt ist, schafft die KI das nicht. Das gdefoto-Team restauriert es Ebene für Ebene in Photoshop und bewahrt die individuellen Züge. Ab 4 € pro Foto.

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      Wie du die Haut bearbeitest, ohne einen Plastik-Effekt zu erzeugen

      Die Haut ist die Stelle, an der am häufigsten alles schiefgeht. Die wichtigste Regel: Poren und Textur dürfen nicht verschwinden. Gerade die feine Hautstruktur lässt ein Gesicht echt wirken. Wird sie komplett weggeglättet, liest das Gehirn des Betrachters sofort die Fälschung, auch wenn es nicht erklären kann, was nicht stimmt. Unser Auge ist evolutionär darauf eingestellt, lebendige Haut zu erkennen, und eine glatte Plastikoberfläche löst genau dieses Gefühl unangenehmer Künstlichkeit aus.

      Was du entfernst und was du behältst

      Sortiere alles, was du auf der Haut siehst, in zwei Körbe:

      • Entfernen: einzelne Pickel, Rötungen, zufällige Kratzer, ausgerissene Härchen, fettigen Glanz auf Stirn und Nase, Schuppungen, vorübergehende Reizungen nach der Rasur oder Enthaarung.
      • Behalten: Muttermale, natürliche Sommersprossen, die Form der Fältchen beim Lächeln, die gesamte Hauttextur, das leichte Relief und die weichen Lichtübergänge.

      Punktuelle Arbeit statt flächigem Pinsel

      Ein praktischer Tipp für Online-Werkzeuge: Arbeite punktuell. Lieber zehnmal mit dem Stempel oder dem Reparaturpinsel auf konkrete Makel klicken, als einmal mit dem "Zauberpinsel" über das ganze Gesicht fahren. Der punktuelle Ansatz entfernt genau das Störende und lässt den Rest unberührt. Das dauert zwei Minuten länger, aber das Ergebnis unterscheidet sich grundlegend.

      Stärke der Glättung: wo die Grenze verläuft

      Wenn das Werkzeug einen Regler für die Glättungsstärke hat, halte ihn in vernünftigen Grenzen. Als Orientierung:

      • Bis 30 Prozent - sichere Zone, die Haut wirkt sauber, aber lebendig.
      • 30-40 Prozent - das Maximum für ein Portrait in sozialen Netzwerken, danach beginnt das Risiko.
      • Über 50 Prozent - fast immer zu viel, die Haut verwandelt sich in mattes Plastik.

      Sobald die Haut wie ein mattes Fleck ohne Poren aussieht, hast du die Grenze überschritten, dreh den Regler zurück. Ein guter Trick: Glätte zunächst und hole danach etwa ein Drittel der ursprünglichen Textur zurück, falls dein Editor eine Ebenentransparenz oder einen Regler "Details zurückholen" bietet.

      Was du mit Falten machst

      Entferne Falten nicht vollständig, sondern helle sie nur leicht auf: Die Falte bleibt, wird aber weicher. Das wirkt wie "gut ausgeschlafen" und nicht wie "wegretuschiert". Komplett gelöschte Nasolabialfalten und Fältchen um die Augen lassen das Gesicht leblos und oft sogar älter wirken, weil die natürliche Mimik verloren geht. Das Ziel ist, den Schatten in der Falte um 30 bis 50 Prozent abzumildern, nicht ihn ganz zu übermalen. Besonders vorsichtig solltest du im Bereich um Mund und Augen sein: Gerade die feine Mimik transportiert den Charakter, und auf null geglättet macht sie aus einem lebendigen Menschen eine Wachsfigur.

      Die "Frequenztrennung" in einfachen Worten

      Profis verschmieren die Haut selten mit einem einzigen Pinsel. Sie teilen das Bild gedanklich in zwei Ebenen: die Textur (Poren, Härchen, feines Relief) und den Ton (Flecken, Helligkeits- und Farbübergänge). Makel wie ungleichmäßige Farbe behandeln sie auf der Tonebene, ohne die Textur selbst anzufassen. Auch wenn dein Online-Editor kein solches Werkzeug direkt bietet, behalte dieses Bild im Kopf: Frag dich, ob du gerade einen Farbfleck korrigierst oder ein Relief löschst. Wenn du Relief löschst, halte inne, fast immer wolltest du eigentlich nur den Ton anpassen.

      Fettiger Glanz und Überstrahlungen

      Und noch etwas zum Glanz: Ein fettiger Reflex auf Stirn, Nase und Kinn wird nicht durch Weichzeichnen entfernt, sondern durch ein leichtes Abdunkeln der überstrahlten Stellen. So bleibt das Volumen des Gesichts erhalten und nur das unerwünschte Leuchten vom Blitz verschwindet. Geh in Schritten vor:

      • Wähle mit dem Pinsel nur die überstrahlte Zone aus, nicht das ganze Gesicht.
      • Senke die Helligkeit leicht und füge etwas Farbe der umliegenden Haut hinzu, damit sich der Reflex in den Gesamtton einfügt.
      • Setz den Reflex nicht auf null: Ein leichtes, natürliches Leuchten auf den hervorstehenden Partien des Gesichts ist normal und gibt Volumen.

      Kurze Arbeitsreihenfolge für die Haut

      Damit du nicht durcheinanderkommst, halte dich an diese Reihenfolge: zuerst punktuell die offensichtlichen Makel entfernen, dann Falten abmildern (nicht löschen), anschließend den Ton der Flecken ausgleichen, zum Schluss den Glanz leicht zurücknehmen. Und erst danach, falls wirklich nötig, eine behutsame Gesamtglättung auf minimaler Stärke. Wenn du umgekehrt vorgehst und mit dem Glätten beginnst, verlierst du die Orientierung und versalzt es fast sicher.

      Wie du den Hautton ausgleichst und die Hautfarbe korrigierst

      Oft verdirbt nicht die Haut das Portrait, sondern Licht und Farbe. Das Gesicht kippt mal ins Rote, mal ins Gelbe, eine Wange ist dunkler als die andere, unter den Augen liegt ein bläulicher Schatten. Das behebst du über den Ton, nicht über Weichzeichnen. Viele Anfänger stürzen sich aufs Glätten der Haut, obwohl das Problem in Wahrheit in der Farbe lag und es gereicht hätte, den Abgleich anzupassen. Die gute Nachricht: Farbe ist der dankbarste Teil der Bearbeitung. Eine kluge Tonkorrektur kann ein Bild in einer Minute stärker verwandeln als eine halbe Stunde Gefummel mit dem Pinsel.

      Woher die schlechte Farbe im Gesicht kommt

      Meistens ist die Lichtquelle schuld:

      • Eine Glühlampe oder warme Leuchte fügt Gelb und Orange hinzu.
      • Billige LED- und Energiesparlampen erzeugen oft einen grünlichen oder bläulichen Farbstich.
      • Ein Schatten an einem Sonnentag kippt das Gesicht ins Blaue, weil es vom reflektierten Himmel beleuchtet wird.
      • Mischlicht (Fenster plus Lampe) erzeugt unterschiedliche Töne auf den beiden Gesichtshälften, das ist der schwierigste Fall.

      Wenn du die Ursache verstehst, wählst du die Richtung der Korrektur gezielt, statt blind an den Reglern zu drehen: Weißt du, dass du bei warmem Licht fotografiert hast, gehst du sofort Richtung Abkühlung.

      Womit du anfängst: die Reihenfolge

      • Weißabgleich. Wirkt die Haut zu gelb oder zu rosa, verschiebe die Temperatur leicht ins Neutrale. Eine Aufnahme bei Glühlampe braucht fast immer eine Abkühlung, ein Foto im Schatten ist dagegen oft zu kalt und färbt das Gesicht blau.
      • Gesamtbelichtung. Stell zuerst die richtige Helligkeit des gesamten Bildes ein und kümmere dich erst dann um lokale Zonen. Oft verschwindet die Hälfte der "Makel" von selbst nach einer sauberen Belichtung.
      • Schatten unter den Augen. Übermale sie nicht komplett, sonst wird das Gesicht flach. Helle sie nur um ein, zwei Töne auf, um die Müdigkeit zu nehmen, aber das Volumen zu erhalten.
      • Rötungen. Lokale rote Zonen (Nasenflügel, Wangen, Kinn) mildere behutsam ab und schiebe sie näher an den Gesamtton des Gesichts. Eine leichte Reduktion der Sättigung speziell im Rotkanal hilft.

      Die wichtigste Regel: Gesicht, Hals und Ohren haben denselben Ton

      Ein wichtiger Punkt zu Bräune und Aufhellung. Mach das Gesicht nicht heller, als es ist, besonders wenn Hals und Schultern im Bild sind: Der Farbunterschied zwischen hellem Gesicht und normalem Hals verrät die Bearbeitung sofort. Der Ton von Gesicht, Hals und Ohren muss übereinstimmen. Die Ohren sind übrigens ein häufiger Verräter: Sie werden vergessen und bleiben rot vor dem aufgehellten Gesicht.

      Eine einfache Tabelle, wie verschiedene Tonansätze gelesen werden:

      Was gemacht wurdeWie es aussieht
      Gesicht aufgehellt, Hals dunkelBearbeitung sofort sichtbar, "Maske"
      Gesicht gleichmäßig, Ton passt zum HalsNatürlich und hochwertig
      Licht auf die Wangenknochen, Ton unverändertFrisch, erholter Eindruck
      Sättigung stark angehobenOrangefarbene, "plastikartige" Haut

      Licht und Volumen statt Aufhellen

      Wenn du es "frischer" willst, füge keine Helligkeit hinzu, sondern ein leichtes Ausgleichen und etwas Licht auf den Wangenknochen und dem Nasenrücken. Das ist eine Technik aus der Studiofotografie: Der Künstler malt das Gesicht nicht weißer, er betont die Form mit Licht und Schatten. Helle die hervorstehenden Partien leicht auf (Wangenknochen, Nasenrücken, Kinn, Stirnmitte) und dunkle die Ränder ein wenig ab, schon wirkt das Gesicht plastischer und frischer ganz ohne Aufhellen. Wichtig ist, diese Eingriffe schwach zu halten: ein Unterschied von ein, zwei Stufen, nicht von fünf.

      Ein natürlicher, gleichmäßiger Ton wirkt immer hochwertiger als eine aufgehellte Maske. Es hilft, sich an der echten Farbe gesunder Haut zu orientieren, in der immer ein warmer Unterton steckt, statt an steriler Blässe. Wenn das Gesicht nach der Bearbeitung gräulich oder bläulich geworden ist, hast du zu stark ins Kalte gezogen, hol etwas Wärme zurück.

      Das Ergebnis prüfen

      Und denk daran: Monitor und Handydisplay zeigen Farben unterschiedlich an, prüfe das Ergebnis deshalb vor der Veröffentlichung auf mindestens zwei Geräten. Nützliche Gewohnheiten für die finale Tonprüfung:

      • Schau dir das Foto bei Tageslicht und bei warmer Lampe an, die Gesichtsfarbe sollte nicht "wandern".
      • Vergleiche die Wangen miteinander: Nach der Korrektur sollten sie denselben Ton haben.
      • Geh ein paar Meter vom Bildschirm weg, aus der Distanz sieht man eine allgemeine Farbverschiebung gut.
      • Verringere die Bildschirmhelligkeit: Auf einem dunklen Display wirkt ein überbelichtetes Gesicht besonders unnatürlich.

      Wie du kleine Makel entfernst, ohne das Wesentliche zu berühren

      Unter kleinen Makeln versteht man meist all das Vorübergehende, das zufällig ins Bild geraten ist. Hier gilt ein einfaches Prinzip: Entferne nur das, was in einer Woche nicht mehr im Gesicht sein wird. Diese Frage, vor jedem Klick an sich selbst gerichtet, schützt vor 90 Prozent der Anfängerfehler.

      Checkliste "darf entfernt werden"

      • Einzelne Entzündungen und Pickel.
      • Knicke und Reflexe auf der Haut vom Blitz.
      • Ausgerissene Härchen auf der Stirn und abstehende Strähnen entlang der Frisur.
      • Fusseln, Fäden auf der Kleidung, Flecken im Hintergrund neben dem Gesicht.
      • Ein Blitzreflex in der Brille (sofern er klein ist).
      • Ein zufälliges Objekt im Hintergrund, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht: ein Kabel, ein Fleck, eine überflüssige Person am Bildrand.
      • Essenskrümel, verschmierter Lippenstift, ein Abdruck nach dem Augenreiben.

      Liste "besser nicht anfassen"

      Sonst ist der Mensch nicht mehr er selbst:

      • Form von Nase, Lippen, Augenschnitt, Gesichtsoval. Die Geometrie des Gesichts zu verändern, ist der Weg ins Tal der Unnatürlichkeit.
      • Muttermale und charakteristische Merkmale, an denen man dich erkennt.
      • Asymmetrie. Ein lebendiges Gesicht ist immer etwas asymmetrisch, perfekte Symmetrie wirkt beunruhigend und leblos.
      • Die natürliche Form der Augenbrauen und der Haaransatz.

      Warum "Augen vergrößern" und "Gesicht schmaler machen" eine schlechte Idee sind

      Wenn dir ein Online-Werkzeug anbietet, "die Augen zu vergrößern" oder "das Gesicht zu verschmälern", begegne dem mit Skepsis. Ein, zwei Prozent kann man noch verzeihen, doch normalerweise gehen solche Funktionen auf 20 bis 30 Prozent, und das Ergebnis wird puppenhaft. Das Problem ist außerdem, dass eine Verzerrung der Proportionen den Hintergrund mitzieht: Hinter der veränderten Gesichtskontur tauchen wellige Linien an der Wand, an Möbeln oder im Türrahmen auf, und das verrät den Eingriff sofort.

      Stecke deine Energie lieber in eine saubere Haut und den Ton als in eine Veränderung der Proportionen. Wenn das Gesicht "zu rund" oder die Nase "zu groß" erscheint, liegt es in 90 Prozent der Fälle nicht an der Anatomie, sondern an Perspektive und Licht. Der richtige Aufnahmewinkel und weiches Licht lösen diese Aufgaben ehrlicher als jeder Plastik-Regler, und darauf solltest du bei der nächsten Aufnahme zurückkommen, statt es im Nachhinein zu korrigieren.

      Womit du Makel säuberst: die Werkzeuge der Online-Editoren

      In den meisten Diensten gibt es zwei, drei ähnliche Werkzeuge für die punktuelle Säuberung, und es ist wichtig zu verstehen, worin sie sich unterscheiden:

      WerkzeugWie es funktioniertWann anwenden
      Reparaturpinsel (Heal)Nimmt die Textur ringsum und mischt sie über den Makel, behält den Ton beiPickel, kleine Flecken auf der Haut
      Stempel (Clone)Kopiert einen Bereich eins zu eins von einer gewählten StelleScharfe Kanten, Brille, Hintergrund neben dem Gesicht
      Korrekturbereich (Patch)Du markierst eine Zone und verschiebst sie auf eine saubere StelleGroße Unebenheiten, Schatten, Tränensäcke

      Für das Gesicht brauchst du in 9 von 10 Fällen genau den Reparaturpinsel: Er erhält die natürliche Textur am behutsamsten. Den Stempel hebe dir für harte Kanten auf, wo es darauf ankommt, eine Linie nicht zu verschmieren.

      Pinselgröße und Sorgfalt

      Ein paar praktische Kleinigkeiten, die das Ergebnis stark beeinflussen:

      • Nimm den Pinsel etwas größer als den Makel, nicht riesig: So findet der Editor die benachbarte Textur besser.
      • Arbeite an einem vergrößerten Ausschnitt, nicht am ganzen Gesicht auf einmal, Details lassen sich so leichter kontrollieren.
      • Nach jeder Korrektur weiter weggehen und das Gesicht als Ganzes betrachten: Manchmal sticht eine "gesäuberte" Stelle durch unnatürliche Glätte hervor.
      • Korrigiere nicht zehnmal hintereinander dieselbe Stelle, eine Säuberung über der Säuberung erzeugt einen verwaschenen Fleck.


      gdefoto

      Für alltägliche Fotos in sozialen Netzwerken und fürs Profilbild reicht eine behutsame Bearbeitung zu Hause nach unseren Regeln völlig aus: Makel punktuell entfernen, den Ton ausgleichen, die Augen ein wenig beleben, ohne Textur und Geometrie anzutasten. Stell dir eine kurze Route zusammen und wiederhole sie bei jedem Foto: zuerst Belichtung und Weißabgleich, dann punktuelle Hautsäuberung, anschließend lokaler Ton nach Zonen, zum Schluss eine leichte Arbeit an den Augen und die Prüfung anhand der Checkliste. Mit etwas Übung dauert der ganze Vorgang fünf bis sieben Minuten.

      Wenn dein Ausgangsbild dunkel, matt oder alt ist, versuche zuerst, das Foto online kostenlos wiederherzustellen und zu verbessern. Oft ist danach kaum noch eine Retusche nötig: Korrigierte Helligkeit, Kontrast und Schärfe machen das Gesicht von allein sauberer und frischer.

      Für wirklich wichtige Aufnahmen dagegen, Hochzeitsfotos, Familienbilder, ein Geschäftsporträt für die Website oder den Lebenslauf, lohnt es sich, die Arbeit einem Menschen anzuvertrauen. Manuelle Retusche durch einen Profi heißt, dass das Gesicht mit Respekt vor deinen Zügen gesäubert wird: natürliche Haut mit erhaltener Textur, ein stimmiger Ton, eine Ausarbeitung nach Zonen, behutsame Augen ohne Übertreibung. Ein Profi sieht, was automatische Filter übersehen, und tastet nicht an, was dich ausmacht. Wenn du ein solches Ergebnis willst, ohne eine Plastikmaske zu riskieren, können wir die Retusche deines Portraits von Hand übernehmen. Schreib uns, wir sehen uns dein Foto an und sagen dir, was sich daraus machen lässt.

      Perfekt und ohne Aufwand?

      Schwieriger Fall, ein wichtiges Foto oder einfach keine Zeit? Unser Retuscheur bearbeitet Ihr Bild von Hand fuer Ihre Aufgabe.

      Haufige Fragen

      Ist die Fotorestaurierung kostenlos und muss ich mich registrieren?

      Ja, das Tool Foto wiederherstellen ist kostenlos, und du brauchst weder ein Konto noch eine E-Mail, um ein altes Bild zu reparieren. Seite oeffnen, Foto hochladen und das restaurierte Ergebnis erhalten.

      Was passiert mit meinen alten Fotos nach dem Hochladen?

      Dein Bild wird nur zur Wiederherstellung dieses Fotos verarbeitet und von uns weder veroeffentlicht noch weitergegeben. Die Dateien werden nur kurz gespeichert und nach der Verarbeitung geloescht.

      Welche Formate und Bildgroessen kann ich hochladen?

      Unterstuetzt werden gaengige JPG und PNG Dateien, auch Scans alter Abzuege und Handyfotos. Fuer das beste Ergebnis lade den schaerfsten Scan ohne starke Reflexe hoch.

      Wie gut werden Gesichter wiederhergestellt und Kratzer entfernt?

      Die KI zeichnet unscharfe Gesichter nach, entfernt Rauschen, Kratzer und Knicke und erhoeht die Schaerfe, sodass Portraets klarer wirken. Bei stark beschaedigten Fotos koennen feine Details geschaetzt werden.

      Funktioniert es auf dem Handy oder iPhone?

      Ja, es laeuft direkt im Mobilbrowser auf iPhone und Android, ganz ohne Installation. Fotografiere den alten Abzug oder waehle ihn aus der Galerie und starte die Wiederherstellung.

      Siehe auch

      Kostenlose Online-Foto-Tools

      Bearbeiten Sie Ihr Foto direkt im Browser, ohne Installation und Anmeldung: