Wie man Produkte fuer Marktplaetze fotografiert: Schritt-fuer-Schritt-Guide


Fotobearbeitung

Wie man Produkte fuer Marktplaetze fotografiert: Schritt-fuer-Schritt-Guide

Ein Leitfaden fuer Haendler und Fotografen: von der Vorbereitung der Ware und der Lichtsetzung ueber Infografik, Bildbearbeitung bis zum Upload ins Haendlerkonto. Alles, was die Klickrate der Produktkarte und die Kaufquote beeinflusst, ist Schritt fuer Schritt und mit konkreten Einstellungen erklaert.

Wozu dieser Artikel dient

Ein Marktplatz gibt dem Kaeufer Sekunden fuer den Blick auf eine Produktkarte. Der Mensch scrollt mit dem Daumen durch den Feed, und die Entscheidung, zu oeffnen oder weiterzuscrollen, faellt schon bevor er den Namen liest. Wenn das erste Foto nicht fesselt, geht er zur naechsten Karte, und Ihr Produkt verliert nicht wegen der Qualitaet, sondern wegen des Bildes.

Ein Foto auf dem Marktplatz ist keine Verzierung, es ist der wichtigste Verkaufskanal. Der Kaeufer kann das Produkt nicht anfassen, anprobieren oder in den Haenden drehen. Alles, was er hat, sind Ihre Aufnahmen. Deshalb wirken Fotos gleich auf zwei Kennzahlen: auf die Klickrate (wie viele Menschen die Karte in der Suche anklicken) und auf die Kaufquote (wie viele der Besteller die Ware nicht zurueckschicken, weil sie den Erwartungen entsprach). Eine Aufnahme, die verkauft, spart Ihnen doppelt Geld: Sie bringt Bestellungen und senkt die Logistik von Ruecksendungen.

Es gibt einen dritten Effekt, der oft vergessen wird. Verhaltenssignale (Klicks, Warenkorb-Ergaenzungen, Verweildauer auf der Karte) beeinflussen, wie die Plattform das Produkt in der Suche einordnet. Ein gutes Foto hebt die Klickrate, die Klickrate schiebt die Position nach oben, und die Position bringt noch mehr Einblendungen. So wirkt eine hochwertige Aufnahme nicht einmalig, sondern kumulativ und beschleunigt die Karte in der Suche ohne zusaetzliche Werbung.

Dieser Artikel ist ein fertiger Aufnahmeplan von der Vorbereitung der Ware bis zum Upload. Wir gehen die Anforderungen der Plattform, die minimale Ausruestung, die Vorbereitung von Objekt und Hintergrund, die Lichtsetzung, die Kameraeinstellungen, die Perspektiven nach Kategorie, die Infografik, die Bildbearbeitung und die typischen Moderationsfehler durch. Ohne Fuellwoerter und ohne Ausruestung fuer ein Vermoegen. Der Guide eignet sich sowohl fuer Haendler, die selbst mit dem Handy am Fenster fotografieren, als auch fuer angehende Produktfotografen, die ihr erstes Studio aufbauen. Ueberall, wo es das Ergebnis beeinflusst, geben wir konkrete Zahlen: Lichtwinkel, Blende, ISO, Groessen in Pixeln, Zielwerte.

Was Marktplaetze von Fotos erwarten

Die Plattformen veroeffentlichen keine strengen Kompositionsregeln, aber es gibt technische und ungeschriebene Anforderungen, die man besser einhaelt. Technische Verstoesse fuehren dazu, dass eine Karte die Moderation nicht besteht oder das Foto beschnitten angezeigt wird. Ungeschriebene Verstoesse sind schlimmer: Formal ist alles in Ordnung, aber die Karte verliert an Conversion, und Sie erfahren es nicht einmal.

Technische Anforderungen der Plattform

  • Format: JPEG, Farbraum sRGB. Wenn Sie eine Datei in AdobeRGB hochladen, verlaufen die Farben auf dem Handy des Kaeufers ins Blasse.
  • Mindestgroesse: 900 mal 1200 Pixel, empfohlen 1200 mal 1600. Je hoeher die Aufloesung, desto besser funktioniert der Zoom in der Karte.
  • Seitenverhaeltnis: 3 zu 4 (vertikale Ausrichtung). Horizontale Aufnahmen schneidet die Plattform an den Raendern, und ein wichtiger Teil des Produkts kann aus dem Rahmen fallen.
  • Dateigroesse: bis 32 MB pro Bild. In der Praxis wiegt ein gutes JPEG fuer eine Karte weniger als 3 MB, das Maximum muss man nicht ausreizen.
  • Anzahl: bis 30 Fotos und bis 3 Videos in einer Karte. Das ist Reserve, real wirken die ersten 5 bis 7 Slides.

Ungeschriebene Anforderungen des Marktes

  • Das erste Foto auf weissem oder maximal hellem Hintergrund, das Produkt fuellt 70 bis 80 Prozent des Rahmens. Ein zu kleines Produkt geht in der Suche unter, ein zu grosses wird beschnitten.
  • Ohne Wasserzeichen, ohne Aufschriften der Konkurrenz, ohne fremde Logos im Bild.
  • Ohne Gesichter von Models in Grossaufnahme ohne unterschriebene Freigabe, das ist ein rechtliches Risiko.
  • Echte Farben. Abweichungen zerstoeren den Ruf ueber Ruecksendungen: Der Kaeufer erwartete Beige, bekam Senfgelb, schickte zurueck, und Ihre Kaufquote sank.

Wie die Plattform Fotos zeigt und warum das wichtig ist

Um bewusst zu fotografieren, behalten Sie drei Stellen im Kopf, an denen der Kaeufer Ihr Foto sieht, und an jeder verhaelt sich das Bild anders.

  • Vorschau in der Suche. Ein kleines Rechteck im Feed. Hier entscheidet der erste Slide: Produkt gross, Hintergrund hell, Silhouette auf einen Blick lesbar. Kleine Details und Infografik-Text sind hier gar nicht sichtbar.
  • Galerie in der Karte. Der Kaeufer hat das Produkt geoeffnet und blaettert durch die Slides. Hier wirken Details, Massstab, Lifestyle und Infografik, man kann Struktur und Eigenschaften zeigen.
  • Zoom. Beim Antippen wird das Foto vergroessert, und der Kaeufer betrachtet Naht, Stoff, Aufschriften. Bei niedriger Aufloesung zeigt der Zoom einen Pixelbrei, und das Vertrauen sinkt. Deshalb sind die empfohlenen 1200 mal 1600 ein Schutz gegen verschwommenen Zoom.

Fazit: Den ersten Slide optimieren wir fuer die winzige Vorschau, die uebrigen fuer die grosse Ansicht und den Zoom. Derselbe Ansatz fuer alle Slides funktioniert nicht.

Warum ehrliche Farbe wichtiger ist als schoene

Die Versuchung, die Saettigung zu verstaerken und das Produkt kraeftiger zu machen, ist verstaendlich, aber sie wirkt gegen Sie. Die Kette ist einfach: Farbe geschoent, Klickrate erhoeht, Bestellung erhalten, Kaeufer packt aus, Farbe stimmt nicht, Ruecksendung. Eine Ruecksendung bedeutet doppelte Logistik auf Ihre Kosten plus einen Einbruch der Kaufquote, und eine niedrige Kaufquote beruecksichtigt die Plattform im Ranking. Am Ende bringt ein geschoentes Foto weniger Geld ein als ein ehrliches. Deshalb ist das Ziel der Bearbeitung nicht, es schoener zu machen, sondern genauer: Das Produkt auf dem Bildschirm soll genau so aussehen, wie es beim Kaeufer ankommt. Eine Aufnahme mit Graukarte und manuellem Weissabgleich ist keine Pedanterie, sondern direkter Schutz Ihrer Wirtschaftlichkeit.

Denken Sie gleich an mehrere Plattformen

Wenn Sie fuer mehrere Marktplaetze gleichzeitig arbeiten, fotografieren Sie mindestens in 1500 mal 2000 Pixeln und skalieren dann auf die jeweils benoetigte Groesse jeder Plattform herunter. Verschiedene Plattformen haben eigene Empfehlungen zum Seitenverhaeltnis und zum verkaufsfoerdernden ersten Bild. Reservematerial in hoher Aufloesung ist immer besser als sein Fehlen: einmal fotografiert, fuer alle Schaufenster zugeschnitten. Eine Nachaufnahme wegen fehlender Pixel ist ein verlorener Tag und verlorenes Geld.

Behalten Sie die Moderation gesondert im Kopf. Eine Karte kann zur Pruefung gehen, wenn der Algorithmus entscheidet, das Foto aehnele einem fremden oder enthalte verbotene Elemente. Fotografieren Sie Ihr eigenes Produkt selbst oder mit eindeutigem Nutzungsrecht an fremden Vorlagen, sonst riskieren Sie eine Sperre der Karte und Sanktionen am Konto. Was auf dem Hauptfoto unter keinen Umstaenden zu sehen sein darf: fremde Objekte (Kabel, Moebel, Wohnhintergrund), farbige Unterlagen und Requisiten, die Aufmerksamkeit abziehen, harte schwarze Schatten unter dem Produkt, Text auf halbem Bild und Collagen aus mehreren Produkten, bei denen der Kaeufer nicht versteht, was er genau kauft.

Ausruestung: das minimale Set

Man kann mit dem Handy fotografieren, aber nicht mit jedem und nicht irgendwie. Eine teure Kamera allein macht keine gute Karte, entscheidend sind Licht und Sorgfalt. Hier das Arbeitsminimum, das sich schon bei der ersten Warenpartie auszahlt.

Kamera

Ein aktuelles Smartphone (etwa iPhone 12 und neuer, Pixel 6 und neuer, Samsung Galaxy S21 und neuer). Jede Spiegelreflex- oder Systemkamera mit APS-C-Sensor passt ebenfalls. Wichtig ist eine manuelle Steuerung von Belichtung und Weissabgleich, sonst bekommen Sie keinen stabilen weissen Hintergrund von Aufnahme zu Aufnahme. Bei einer Systemkamera ergeben Objektive mit 50 mm oder 35 mm die geringsten geometrischen Verzerrungen fuer Produkte. Weitwinkel mit 18 bis 24 mm ziehen die Proportionen und runden gerade Linien, das schadet dem Produkt. Am Handy fotografieren Sie mit dem Hauptmodul (1x) und nicht mit dem Ultraweitwinkel (0.5x): Der Ultraweitwinkel verzerrt die Geometrie an den Bildraendern deutlich.

Licht

Zwei konstante LED-Quellen mit etwa 50 bis 100 Watt und einer Farbtemperatur von 5500K. Softboxen mit etwa 60 mal 90 cm an jeder Quelle verwandeln hartes punktuelles Licht in weiches und beseitigen harte Schatten. Eine Ringleuchte ist NICHT fuer Produkte geeignet: Sie erzeugt einen charakteristischen runden Reflex auf jeder glaenzenden Oberflaeche und ein flaches Beauty-Licht, das fuer den Katalog schaedlich ist.

Konstantes Licht ist fuer Einsteiger bequemer als Blitze: Sie sehen das Bild vor der Aufnahme, koennen die Quellen verschieben und die Schatten sofort beurteilen. Der Nachteil: Es ist schwaecher, deshalb braucht man ein Stativ. Wichtig: Alle Lampen im Bild muessen dieselbe Farbtemperatur haben. Mischen Sie 5500K mit einer warmen Tischlampe aus dem Zimmer, bekommen Sie ein schmutziges Gelb-Blau, das der Weissabgleich nicht mehr rettet. Und noch zum Tageslicht: Ein Fenster ist eine gute kostenlose Quelle, aber unberechenbar. Zieht eine Wolke auf, verrutscht die Belichtung, direkte Sonne gibt harte Schatten. Fuer einen gleichmaessigen Katalog eignet sich das Fenster nur als Ergaenzung, das Hauptlicht sollten steuerbare LEDs uebernehmen.

Hintergrund

Ein weisser Papier-Hohlkehlenhintergrund von etwa 1 mal 2 Metern. Man kann ihn durch Zeichenkarton oder mattes PVC ersetzen, aber Papier reflektiert Licht besser und spiegelt nicht. Fuer kleine Produkte eignet sich ein Lichtwuerfel (Fotobox) mit eingebauter Beleuchtung, er erzeugt selbst einen gleichmaessigen weissen Hintergrund.

Stativ

Ein beliebiges Tisch- oder Bodenstativ. Ohne es bekommen Sie verwackelte Aufnahmen wegen der langen Belichtungszeit bei konstantem Licht. Das Stativ fixiert auch die Perspektive: Die ganze Partie wird aus einem Punkt fotografiert, und die Karten wirken einheitlich.

Improvisiertes Studio zu Hause

Wenn das Budget fuer Ausruestung noch fehlt, laesst sich eine Arbeitsszene aus Bordmitteln bauen. Das ist nicht ideal, aber die erste Partie kann man damit fotografieren:

  • Hintergrund: sauberes weisses Papier oder ein grosser Papierbogen, in einem Bogen zwischen Tisch und Wand gefaltet. Fuer Kleinteile eignet sich eine weisse Schachtel mit ausgeschnittenen und mit Transparentpapier bespannten Fenstern.
  • Licht: ein grosses Fenster mit gestreutem Tageslicht seitlich vom Produkt. Direkte Sonne haengen Sie mit weissem Stoff oder Transparentpapier ab, um die Schatten zu mildern.
  • Reflektor: Stellen Sie auf der Schattenseite eine weisse Kartonplatte oder Folie auf Karton auf, sie hellt die Schatten auf und gleicht das Bild ohne zweite Quelle aus.
  • Stativ: Wenn kein Stativ da ist, lehnen Sie das Handy an einen Buecherstapel und fotografieren per Timer. Wichtig ist nur, dass die Kamera nicht wackelt.

Fotografieren Sie am Fenster bei Tageslicht und mischen Sie das Tageslicht nicht mit Zimmerlampen, sonst bekommen Sie ein Farbchaos. Ein solches Set kostet nichts und liefert ein deutlich besseres Ergebnis als eine Freihandaufnahme unter der Deckenleuchte.

Nuetzliche Kleinigkeiten

  • Graukarte: Referenz fuer einen praezisen Weissabgleich. Sie machen zu Beginn der Partie eine Aufnahme mit der Karte und stellen danach die Farbe der ganzen Serie in der Bearbeitung danach ein.
  • Dampfglaetter: fuer Textil wichtiger als eine zweite Lichtquelle. Falten in Kleidung verderben eine Karte staerker als mittelmaessiges Licht.
  • Fusselrolle und Mikrofaser: Reinigung von Staub und Faeden direkt am Set.
  • Fernausloeser oder Timer: schliesst Mikroverwacklung durch den Knopfdruck aus.
  • Waescheklammern und doppelseitiges Klebeband: um den Hintergrund zu fixieren, einen Kragen aufzustellen, das Produkt in der gewuenschten Position zu halten.

Drei Budgetstufen

Um nicht zu viel zu bezahlen, waehlen Sie das Set passend zu Ihrer Produktkategorie. Hier drei typische Sets nach Zusammenstellung und Zweck.

  • Minimal-Set: Handy, Lichtwuerfel, Stativ. Geeignet fuer kleine Ware und Accessoires: Modeschmuck, Huellen, Kosmetik, Kleinelektronik.
  • Basis-Set: Handy, zwei LED-Quellen mit Softboxen, Papierhintergrund, Stativ. Geeignet fuer Kleidung, Schuhe, mittelgrosse Objekte und Textil.
  • Fortgeschrittenes Set: Systemkamera, zwei bis drei Lichtquellen, Hohlkehle. Fuer den Durchsatz, grosse Objekte und Werbeaufnahmen.

Handy oder Kamera: was waehlen

Entscheidend ist nicht die Marke, sondern die Aufnahmebedingungen. Orientierung nach Zahlen:

  • Handy: Aufloesung 12 bis 50 MP, was mit Reserve fuer 1200 mal 1600 reicht. Vorteile: immer griffbereit, bequeme Bearbeitung, sofortiger Versand. Nachteile: schwaecher im Makro und bei wenig Licht, zieht die Farbe im Automatikmodus staerker.
  • System- oder Spiegelreflexkamera: groesserer Sensor, hoehere Detailschaerfe und sauberere Schatten, vollwertiges RAW und Wechseloptik. Vorteile: bestes Makro und beste Kontrolle. Nachteile: teurer, schwerer, erfordert Uebung.

Praktisches Fazit: Fuer die meisten Kategorien bis in mittlere Preislagen deckt ein Handy auf dem Stativ bei gutem Licht die Aufgabe ab. Eine Kamera nimmt man fuer den Durchsatz, fuer grosse oder kleine heikle Ware (Schmuck, transparentes Glas) und fuer Werbeaufnahmen.

Was man zum Start NICHT kaufen muss: Studioblitze mit Generatoren, Reflektoren komplexer Form, motorisierte Kameraschienen, teure Spektrometer fuer den Weissabgleich. Das sind Profiwerkzeuge fuer besondere Aufgaben, nicht fuer die Basis-Produktfotografie. Investieren Sie das Geld lieber in gutes Licht und einen Dampfglaetter fuer Textil.

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Vorbereitung der Ware: was 90 Prozent der Haendler auslassen

Sauberes Produkt auf sauberem Hintergrund ist das Basisminimum. Der Grossteil des Ausschusses auf Karten ist nicht die schlechte Kamera, sondern Staub, Falten, Fingerabdruecke und Preisschilder, die man abzunehmen vergass. Die Bildbearbeitung raeumt so etwas langsam und teuer weg, einfacher ist es, das vor der Aufnahme zu beseitigen.

Vorbereitung des Objekts

  • Packen Sie die Ware eine Stunde vor der Aufnahme aus, damit sich die Falten aus der Verpackung glaetten.
  • Entfernen Sie Preisschilder, Aufkleber, Schutzfolien und Barcode-Sticker.
  • Glas- und Metallteile wischen Sie mit Mikrofaser und Optikreiniger ab, Fingerabdruecke auf Glanz sieht man sogar in der Vorschau.
  • Textil daempfen Sie, Stoffe mit Flor gehen Sie mit der Fusselrolle von Staub und Faeden ab.
  • Lederwaren behandeln Sie mit Pflegemittel, es entfernt den weisslichen Schleier und verleiht einen gleichmaessigen edlen Glanz.
  • Elektronik und Kunststoff befreien Sie mit Druckluft aus der Dose von Staub, statische Aufladung zieht Staubkoerner direkt ins Bild.
  • Schmuck und Modeschmuck halten Sie mit Handschuhen, jede Beruehrung hinterlaesst eine Spur auf der Politur.

Vorbereitung des Hintergrunds

Der Papierhintergrund wird in einem Bogen aufgestellt: der vertikale Teil an der Rueckwand, der horizontale geht sanft in Tisch oder Boden ueber. Keine Ecken und Schattenlinien, sonst erscheint auf dem Weiss ein grauer Nahtstreifen, den man retuschieren muss. Wenn eine Ecke reisst oder schmutzig wird, schneiden Sie dieses Stueck ab, versuchen Sie nicht, es wiederherzustellen, sauberes Papier ist billiger als eine Stunde Retusche.

Lichtsetzung Schritt fuer Schritt

Licht macht 80 Prozent des Ergebnisses bei Produkten aus. Setzen Sie es in dieser Reihenfolge, ohne alles auf einmal erraten zu wollen:

  1. Hauptlicht (Fuehrungslicht). Stellen Sie es seitlich vom Produkt im Winkel von 45 Grad auf, in einer Hoehe von 30 bis 50 cm ueber dem Objekt, Helligkeit 100 Prozent. Es gibt die Grundplastizitaet und die Schatten vor.
  2. Aufhelllicht. Von der anderen Seite, ebenfalls im Winkel von 45 Grad, Helligkeit 50 bis 70 Prozent. Es hellt die Schatten auf, beseitigt schwarze Loecher, laesst aber eine leichte Plastizitaet, damit das Produkt nicht flach wirkt.
  3. Gegenlicht (falls vorhanden). Hinten oben hinter dem Produkt. Es gibt eine helle Kontur und trennt das Objekt vom Hintergrund. Besonders nuetzlich fuer dunkle Produkte auf Weiss.
  4. Hintergrundlicht. Wenn der Hintergrund grau wirkt, geben Sie ein separates schwaches Licht gezielt auf den Hintergrund, nicht auf das Produkt. Das trennt die Belichtung von Produkt und Hintergrund und ergibt ein sauberes Weiss ohne Ueberstrahlung des Objekts selbst.

Fuer glaenzende und spiegelnde Produkte streuen Sie das Licht staerker und entfernen fremde Objekte aus der Reflexionszone, in einer polierten Oberflaeche sieht man den ganzen Raum. Wenn in Metall oder Glas die Silhouette von Kamera und Lampen zu sehen ist, decken Sie die Quellen mit weissen Schirmen mit einem Schlitz fuers Objektiv ab.

Schwierige Materialien: Glanz, Metall, Glas, Fell

Ein Teil der Ware ist heikel gegenueber Licht und frisst Zeit bei Nachaufnahmen. Hier die Kniffe fuer jeden Typ:

  • Glanz und Kunststoff: Beseitigen Sie harte Reflexe, indem Sie das Licht durch eine Softbox oder Transparentpapier streuen. Der Hauptfeind ist der punktuelle Lampenreflex; drehen Sie Produkt oder Quelle, bis der Reflex von der Vorderseite verschwindet.
  • Metall und Spiegel: Die Oberflaeche reflektiert alles ringsum. Umgeben Sie das Produkt mit weissen Schirmen (ein Zelt aus Papier) und lassen Sie einen Schlitz fuers Objektiv, dann spiegelt sich im Metall ein gleichmaessiges Weiss und nicht der Raum.
  • Glas und Transparentes: Fotografieren Sie im Gegenlicht und beleuchten den Hintergrund von hinten, die Kontur des Glases wird durch die dunklen Kanten auf Hell lesbar. Fluessigkeit im Flakon zeigen Sie mit Gegenlicht.
  • Fell und Flauschiges: Seitenlicht betont Flor und Volumen. Beim Freistellen schneiden Sie nicht hart entlang der Kontur, lassen Sie eine weiche Kante, sonst wirkt das Fell abgehackt.
  • Schwarze und dunkle Produkte: Auf weissem Hintergrund fallen sie leicht in den Schatten. Ergaenzen Sie Gegen- und Aufhelllicht, um Kontur und Struktur sichtbar zu machen.

Kameraeinstellungen

  • ISO: 100 bis 200, nicht hoeher, sonst entsteht digitales Rauschen.
  • Blende: f/8 bis f/11, damit die ganze Flaeche des Produkts im Fokus liegt.
  • Belichtungszeit: automatisch oder 1/125 bis 1/200 bei Arbeit vom Stativ.
  • Weissabgleich: nach Belichtungsmesser oder Graukarte, NICHT automatisch, sonst wandert das Weiss zwischen den Aufnahmen.
  • Format: RAW plus JPEG, RAW gibt Reserve fuer die Korrektur von Farbe und Belichtung.
  • Belichtungsmessung: Spot auf das Produkt und nicht auf das ganze Bild.

Einstellungen am Handy nach Plattform

Am Smartphone sind die Prinzipien dieselben, aber die Oberflaeche unterscheidet sich. Der Basiskniff ist einer: Belichtung und Fokus auf das Produkt sperren, damit sie zwischen den Aufnahmen nicht springen.

  • iPhone: Richten Sie in der Standard-Kamera auf das Produkt, halten Sie den Finger darauf, bis der Hinweis AE/AF Lock erscheint, Belichtung und Fokus werden fixiert. Mit einem Wisch nach oben oder unten korrigieren Sie die Helligkeit. Fuer manuellen Weissabgleich und RAW installieren Sie eine App mit Pro-Modus oder nutzen ProRAW (iPhone 12 Pro und neuer, unter Einstellungen, Kamera, Formate).
  • Android (Samsung, Pixel und andere): Oeffnen Sie den Pro- oder Profimodus in der Kamera. Stellen Sie ISO 100 ein, WB manuell auf 5500K, Fokus auf das Produkt. Bei Pixel ist der manuelle Modus begrenzt, deshalb ist eine Drittanbieter-App mit voller manueller Steuerung und RAW-Aufnahme (DNG) bequemer.
  • Jedes Handy: Aktivieren Sie das Gitter (im Kamera-Menue) fuer einen geraden Horizont, fotografieren Sie per Timer von 2 bis 3 Sekunden oder mit Bluetooth-Ausloeser, wischen Sie das Objektiv sauber, ein Fingerabdruck auf dem Glas erzeugt einen truben Schleier auf allen Aufnahmen.

Einmal eingestellt, fotografieren Sie die ganze Partie unter gleichen Bedingungen, das ist das Geheimnis eines gleichmaessigen Katalogs.

Wenn das Produkt sauber, das Licht gesetzt und die Kamera eingestellt ist, bleibt das Wichtigste: das Set richtig aufnehmen und bis zur Karte bringen. Der Kaeufer sollte ueber 5 bis 7 Slides Antworten auf alle Fragen bekommen, die er im Offline-Laden dem Verkaeufer stellen wuerde.

Welche Aufnahmen in der Karte pflicht sind

Ein universeller Slide-Aufbau, der fuer fast jede Kategorie funktioniert:

  1. Slide 1, der Hauptslide. Produkt gross auf weissem Hintergrund, fuellt 70 bis 80 Prozent des Rahmens, ohne Infografik oder mit minimaler Beschriftung. Das ist das Gesicht der Karte in der Suche, auf ihn entfaellt der Loewenanteil der Klicks.
  2. Slide 2, Infografik. Dasselbe Produkt mit Beschriftungen der zentralen Eigenschaften: Groesse, Material, Zusammensetzung, Hauptvorteil.
  3. Slide 3, Details. Makro von Struktur, Naht, Reissverschluss, Knopf, Etikett. Zeigen Sie die Qualitaet aus der Naehe.
  4. Slide 4, Massstab. Produkt neben einem bekannten Objekt oder am Model, damit der Kaeufer die reale Groesse einschaetzen kann.
  5. Slide 5, in Anwendung (Lifestyle). Produkt in seiner Umgebung: Kleidung am Menschen, Geschirr auf dem Tisch, Technik im Interieur.
  6. Slides 6 bis 7, Varianten und Lieferumfang. Farben, Groessen, was in der Schachtel ist.

Perspektiven nach Kategorie

  • Kleidung: Vorderansicht, Rueckansicht, Detail von Stoff und Naht, Sitz am Model oder Schaufensterpuppe. Glaetten Sie unbedingt die Falten und fotografieren Sie am Buegel oder an einer unsichtbaren Puppe, damit das Stueck Form haelt.
  • Schuhe: Dreiviertelansicht (die vorteilhafteste Perspektive), Seitenansicht, Sohle, Ferse und Absatz, Paar zusammen. Die Spitze nach rechts ausrichten, so nimmt das Auge Schuhe dynamischer wahr.
  • Kosmetik und Pflege: Verpackung von vorn mit lesbarem Text, Zusammensetzung und Volumen, Textur des Produkts (Swatch), Ergebnis Vorher und Nachher, sofern fuer die Kategorie zulaessig.
  • Elektronik: Front, Anschluesse und Ports, Bildschirm in Betrieb, Lieferumfang der Schachtel, Abmessungen neben Hand oder Lineal.
  • Schmuck und Modeschmuck: Makro von Stein und Fassung, Objekt auf neutralem Hintergrund, am Model fuer den Massstab. Streuen Sie das Licht, um Ueberstrahlungen auf dem Metall zu beseitigen.
  • Haushaltswaren: Objekt auf Weiss, in einer Interieurszene, Detail des Materials, in Betrieb oder gefuellt.
  • Lebensmittel und Nahrungsergaenzung: Verpackung mit lesbarer Zusammensetzung und Haltbarkeit, Textur des Inhalts, Anwendungsart, Akzente auf Zertifikate, falls vorhanden.

Aufnahme einer Partie Schritt fuer Schritt

  1. Stellen Sie das Produkt in die Mitte des Hintergrunds, richten Sie es am Horizont aus, pruefen Sie, dass es nicht kippt.
  2. Machen Sie eine Testaufnahme, beurteilen Sie das Histogramm: Der weisse Hintergrund sollte am rechten Rand liegen, aber nicht an die Wand stossen (nicht bis zum reinen 255 ausgebrannt).
  3. Machen Sie zu Beginn der Serie eine Aufnahme mit der Graukarte, nach ihr richten Sie spaeter die Farbe der ganzen Partie aus.
  4. Nehmen Sie die Hauptperspektive auf, danach der Reihe nach die uebrigen, ohne das Licht zu bewegen.
  5. Aendern Sie zwischen den Produkten einer Partie die Einstellungen nicht: ISO, Weissabgleich, Abstand zur Kamera bleiben gleich. So wird der ganze Katalog in einem Ton.
  6. Sichten Sie die Aufnahmen sofort auf einem grossen Bildschirm, kleinen Ausschuss (Staubkorn, Falte, Reflex) sieht man am Handy nicht, auf dem Monitor des Kaeufers springt er ins Auge.

Bildbearbeitung: was und in welcher Reihenfolge

Bearbeiten Sie die Aufnahme der Reihe nach, sonst drehen Sie sich im Kreis. Die Arbeitsreihenfolge ist:

  1. Beschnitt und Ausrichtung. Bringen Sie auf das Verhaeltnis 3 zu 4, stellen Sie das Produkt mittig, richten Sie den Horizont aus.
  2. Belichtung und Kontrast. Heben Sie die Helligkeit so an, dass der Hintergrund rein weiss wird, aber die Details des Produkts nicht ausbrennen.
  3. Weissabgleich. Mit der Pipette auf die Graukarte oder einen neutralen Hintergrundbereich beseitigen Sie den Farbstich. Das ist der wichtigste Schritt fuer ehrliche Farben.
  4. Freistellen (Hintergrund entfernen). Wenn der Hintergrund nicht perfekt weiss ist, trennen Sie das Produkt vom Hintergrund und legen sauberes Weiss unter. Eine saubere Maske entlang der Kontur loest 90 Prozent der Hintergrundprobleme.
  5. Fehler bereinigen. Entfernen Sie Staubkoerner, kleine Kratzer, Kleberreste vom Preisschild.
  6. Schaerfe und Rauschreduzierung. Ein leichtes Anheben der Schaerfe an den Kanten macht die Struktur lesbar, aber uebertreiben Sie es nicht, Ueberschaerfung wirkt billig.
  7. Export. Speichern Sie in JPEG, sRGB, der passenden Groesse fuer die Plattform, Qualitaet 80 bis 90 Prozent.

Freistellen nach Geraet

Das Produkt vom Hintergrund trennen kann man ueberall, wichtig ist das Ergebnis: eine gleichmaessige Kante ohne Saum und Schmutz. Ansaetze nach Geraet:

  • Im Browser (online). Der schnellste Weg fuer eine Partie: Aufnahme hochladen, Hintergrund wird automatisch entfernt, Weiss unterlegen, herunterladen. Basisfunktionen zum Entfernen und Ersetzen des Hintergrunds gibt es direkt im Browser ueber kostenlose Online-Werkzeuge. Bei manchen davon werden die Dateien lokal auf Ihrem Geraet verarbeitet und gelangen nicht in die Cloud, was praktisch ist, wenn man eine Serie schnell durchlaufen lassen will.
  • iPhone und Android. In modernen Galerien gibt es eine eingebaute Objektauswahl: Ein langer Druck auf das Produkt im Foto hebt die Kontur hervor, danach kann man das Objekt auf weissen Hintergrund kopieren. Fuer schwierige Kanten (Haare, Fell, Transparenz) verschmiert das eingebaute Werkzeug oft, besser im Browser oder Editor nacharbeiten.
  • Windows und Mac. Desktop-Editoren liefern das sauberste Ergebnis bei komplexen Konturen dank manueller Feinarbeit an der Maske, aber das dauert laenger. Sinnvoll bei grossen Mengen und heikler Ware (Glas, Netz, transparente Flakons).

Welchen Weg Sie auch waehlen, pruefen Sie die Kante stets bei 100 Prozent Vergroesserung: typische Freistellfehler sind ein weisslicher Saum um dunkle Ware und weggefressene feine Details (Traeger, Faeden, duenne Ketten).

Komposition des ersten Slides: wie man den Blick haelt

Der Hauptslide funktioniert nach einfachen Regeln der visuellen Wahrnehmung. Wenn man sie einhaelt, fesselt die Vorschau sogar auf kleinem Bildschirm.

  • Zentrieren Sie das Produkt. Auf dem ersten Slide stellen wir das Objekt streng in die Mitte, ohne kuenstlerische Verschiebungen. In der winzigen Vorschau wirkt ein verschobenes Produkt wie ein Beschnittfehler.
  • Lassen Sie Luft. 10 bis 15 Prozent Rand an den Kanten, damit das Produkt nicht an den Rahmen stoesst und beim Beschnitt der Plattform nicht abgeschnitten wird.
  • Zeigen Sie eine erkennbare Silhouette. Drehen Sie das Produkt in die Perspektive, an der man es sofort erkennt: Eine Tasche zeigt man vorteilhafter in Dreiviertelansicht als flach von vorn.
  • Ein inhaltlicher Akzent. Der Hauptvorzug des Produkts muss sofort lesbar sein. Ist es die Struktur, geben Sie Licht auf die Struktur; ist es die Form, geben Sie eine saubere Silhouette.

Effiziente Aufnahme im Durchsatz

Wenn es Dutzende Produkte sind, zaehlt nicht die Schoenheit der einzelnen Aufnahme, sondern Tempo ohne Qualitaetsverlust. Organisieren Sie die Arbeit als Fliessband:

  1. Bereiten Sie die ganze Partie auf einmal vor: daempfen, abwischen, Preisschilder fuer alle Produkte auf einmal entfernen, nicht einzeln vor jeder Aufnahme.
  2. Fixieren Sie die Szene: Stativ, Licht und Aufnahmepunkt bewegen sich den ganzen Tag nicht. Es wechselt nur das Produkt auf dem Hintergrund.
  3. Fotografieren Sie eine Perspektive fuer alle Produkte, dann wechseln Sie die Perspektive: zuerst alle Hauptaufnahmen, dann alle Details. So muss man die Kamera nicht fuer jedes Objekt neu einstellen.
  4. Benennen Sie die Dateien sofort verstaendlich: Die Artikelnummer im Dateinamen erspart Verwirrung beim Upload Dutzender Karten.
  5. Bearbeiten Sie mit einem Preset: Stellen Sie die Bearbeitung an einer Referenzaufnahme ein und wenden Sie sie auf die ganze Serie an, danach arbeiten Sie nur problematische Aufnahmen von Hand nach.

Ein solches Fliessband erlaubt es einer Person, 20 bis 30 Produkte an einem Arbeitstag aufzunehmen und zu bearbeiten statt zwei oder drei bei chaotischem Vorgehen.

Infografik: der zweitwichtigste Slide

Die Infografik ist der nach dem Hauptfoto zweitwichtigste Slide. Ihre Aufgabe ist es, in wenigen Sekunden das zu vermitteln, was der Kaeufer auf der reinen Aufnahme nicht erkennt: Groessen, Material, Zusammensetzung, den Hauptvorteil. Die Regeln sind einfach: ein Slide, ein Gedanke; grosse lesbare Schrift (in der Vorschau muss der Text vom Handybildschirm lesbar sein); maximal 3 bis 5 Beschriftungen, nicht mehr; die Markenfarben des Shops, damit die Karten wiedererkennbar sind. Machen Sie den Slide nicht zum Werbeprospekt: Eine ueberladene Infografik schreckt genauso ab wie ein schlechtes Foto.

Was man je Kategorie in die Infografik nimmt. Fuer Kleidung sind es Stoffzusammensetzung, Sitz und Pflege; fuer Schuhe Obermaterial und Sohle, Saison, Weite; fuer Elektronik die zentralen Eigenschaften (Kapazitaet, Leistung, Kompatibilitaet) und Lieferumfang; fuer Kosmetik Volumen, Wirkstoffe und Wirkung; fuer Haushaltswaren Groessen, Material und Anwendungsszenario. Das Prinzip ist eines: Wir nehmen das heraus, worueber der Kaeufer zweifelt und weshalb spaeter zurueckgeschickt wird.

Haeufige Fehler und wie man sie behebt.

  • Gelber oder blauer Stich auf weissem Hintergrund. Ursache ist gemischtes Licht oder automatischer Weissabgleich. Wird durch manuellen Abgleich nach Graukarte bei der Aufnahme und die Pipette auf den Hintergrund in der Bearbeitung behoben.
  • Produkt in der Suche am Rand abgeschnitten. Horizontal fotografiert oder keinen Rand gelassen. Fotografieren Sie vertikal im Verhaeltnis 3 zu 4 und lassen Sie Luft um das Produkt.
  • Ueberstrahlung, der Hintergrund wurde zum reinen Loch und frass die Kontur. Verringern Sie die Lichtstaerke oder die Belichtung, kontrollieren Sie ueber das Histogramm.
  • Reflexe auf Glanz mit Spiegelung des Raums. Streuen Sie das Licht staerker, entfernen Sie alles Ueberfluessige aus der Reflexionszone, entfernen Sie den Reflex bei Bedarf in der Bearbeitung.
  • Weisslicher Saum um das Produkt nach dem Freistellen. Eine grobe Maske hat Hintergrundpixel erfasst. Verengen Sie die Maske um 1 bis 2 Pixel und pruefen Sie die Kante in der Vergroesserung.
  • Uneinheitliche Aufnahmen im Katalog. Einstellungen zwischen den Produkten geaendert. Fixieren Sie ISO, Weissabgleich und Aufnahmepunkt fuer die ganze Partie.
  • Infografik-Text in der Vorschau unlesbar. Schrift zu klein oder Farbe verschmilzt mit dem Hintergrund. Vergroessern Sie den Schriftgrad und ergaenzen Sie Kontrast.
  • Verschwommener Zoom. Foto in niedriger Aufloesung hochgeladen. Verwenden Sie eine Vorlage von mindestens 1200 mal 1600.
  • Karte hat die Moderation nicht bestanden. Meist wegen fremder Logos, Wasserzeichen oder nicht passender Groesse. Pruefen Sie die Aufnahme auf fremde Elemente und speichern Sie in der noetigen Aufloesung neu.

Ein paar Worte zum Video. Ein Video in der Karte hebt das Vertrauen und haelt die Aufmerksamkeit, aber es gelten dieselben Anforderungen: Vertikale, sauberer Hintergrund, echte Farben. Drehen Sie einen kurzen Clip von 10 bis 30 Sekunden, der das Produkt in Bewegung oder Anwendung zeigt. Das erste Videobild (die Vorschau) waehlen Sie so sorgfaeltig wie das Hauptfoto: Genau es sieht der Kaeufer vor dem Antippen. Stabilisieren Sie die Aufnahme auf dem Stativ, harte Kamerabewegungen wirken unprofessionell und lenken vom Produkt ab.

Checkliste vor dem Upload ins Haendlerkonto. Pruefen Sie jeden Slide nach der Liste: Format JPEG und sRGB; Verhaeltnis 3 zu 4; Aufloesung mindestens 900 mal 1200, besser 1200 mal 1600; Hintergrund sauber, ohne graue Streifen und Stich; keine Preisschilder, Aufkleber, fremden Logos und Wasserzeichen; Farben stimmen mit der echten Ware ueberein; Hauptaufnahme ohne Ueberladung; die ersten 5 bis 7 Slides beantworten alle Fragen des Kaeufers.

Wie man Fotos in die Karte laedt. Melden Sie sich im Haendlerkonto an, oeffnen Sie den Bereich Waren und die gewuenschte Karte. Wechseln Sie zum Reiter Mediendateien (oder Fotos). Ziehen Sie die Dateien in der Reihenfolge in das Upload-Fenster, in der sie stehen sollen: Der erste Slide wird automatisch zum Titelbild, das in der Suche zu sehen ist. Wenn die Reihenfolge durcheinandergeraet, ziehen Sie die Miniaturen mit der Maus. Speichern Sie die Karte und warten Sie, bis die Plattform die Bilder verarbeitet, manchmal dauert das einige Minuten. Pruefen Sie nach der Veroeffentlichung unbedingt, wie die Karte in der mobilen Vorschau und im Zoom aussieht, genau dort sieht sie der Grossteil der Kaeufer. Wenn ein Foto beschnitten oder mit grauem Hintergrund erscheint, kehren Sie zur Vorlage zurueck, korrigieren die Aufnahme und laden neu, der Austausch eines einzelnen Slides erfordert kein Neuerstellen der ganzen Karte.

Kann man Produkte fuer Marktplaetze mit dem Handy fotografieren?

Ja. Ein aktuelles Smartphone (iPhone 12 und neuer, Pixel 6 und neuer, Galaxy S21 und neuer) liefert eine Qualitaet, die fuer eine Karte reicht. Entscheidend ist nicht die Kamera, sondern Licht, sauberer Hintergrund und Sorgfalt. Fotografieren Sie im Pro-Modus mit manuellem Weissabgleich, vom Stativ und bei gleichmaessigem gestreutem Licht, dann sind Handyaufnahmen nicht von Studioaufnahmen zu unterscheiden.

Welche Fotogroesse braucht man fuer Marktplaetze?

Mindestens 900 mal 1200 Pixel, empfohlen 1200 mal 1600, Seitenverhaeltnis 3 zu 4 (vertikal). Format JPEG, Farbraum sRGB, Dateigroesse bis 32 MB. Wenn Sie fuer mehrere Plattformen gleichzeitig fotografieren, halten Sie die Vorlage in 1500 mal 2000 und skalieren fuer jedes Schaufenster herunter.

Wie viele Fotos sollte man in die Karte einfuegen?

Die Plattform erlaubt bis zu 30 Fotos und bis zu 3 Videos, aber real wirken die ersten 5 bis 7 Slides. Der optimale Aufbau: Hauptaufnahme auf Weiss, Infografik, Details, Massstab, Lifestyle, Varianten und Lieferumfang. Die uebrigen Slides ergaenzen, aber die Entscheidung trifft der Kaeufer nach den ersten.

Warum wird der weisse Hintergrund auf meinen Fotos grau oder bekommt einen Stich?

Zwei Ursachen: zu wenig Licht auf dem Hintergrund und ein falscher Weissabgleich. Ergaenzen Sie separates Licht auf den Hintergrund selbst oder legen Sie in der Bearbeitung reines Weiss unter, und beseitigen Sie den Stich per manuellem Weissabgleich nach Graukarte und Pipette auf einen neutralen Bereich. Verwenden Sie keinen Automatik-Abgleich, er wandert von Aufnahme zu Aufnahme.

Braucht man Infografik auf dem Produktfoto?

Empfehlenswert. Infografik auf dem zweiten Slide vermittelt Groessen, Material und Hauptvorteil in wenigen Sekunden und hebt die Conversion. Wichtig ist, nicht zu ueberladen: ein Slide, ein Gedanke, 3 bis 5 grosse lesbare Beschriftungen in den Markenfarben. Die Haupt- (erste) Aufnahme lassen Sie dabei sauber.

Wie entfernt man den Hintergrund von einem Produktfoto kostenlos?

Basisfunktionen zum Entfernen und Ersetzen des Hintergrunds, zum Komprimieren und Anpassen an die noetige Groesse lassen sich direkt im Browser ueber kostenlose Online-Werkzeuge erledigen. Sie laden die Aufnahme hoch, der Hintergrund wird entfernt, Sie legen Weiss unter und laden die fertige Datei herunter. Bei Werkzeugen, die die Aufnahmen lokal auf Ihrem Geraet verarbeiten, gelangen die Fotos nicht in die Cloud, sodass sich eine Partie schnell durchlaufen laesst.

Wie erreicht man, dass alle Fotos im Katalog einheitlich wirken?

Fixieren Sie die Bedingungen fuer die ganze Partie: ein Aufnahmepunkt vom Stativ, unveraenderte ISO und Weissabgleich, dasselbe Licht. Wenden Sie in der Bearbeitung dasselbe Preset auf die ganze Serie an und richten Sie die Farbe nach der Aufnahme mit der Graukarte aus. Ein einheitlicher Kartenstil wirkt professionell und steigert das Vertrauen in den Shop.

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