Weißer Hintergrund für Produktfotos: sauber und schnell gemacht


Artikel des gdefoto-Studios

Weißer Hintergrund für Produktfotos: sauber und schnell gemacht

Anforderungen der Marktplätze, Aufnahme zuhause und eine Checkliste vor dem Upload

Warum der weiße Hintergrund über den ersten Klick entscheidet

Ein weißer Hintergrund auf dem Hauptbild ist keine Marotte von Designern, sondern bei den meisten Marktplätzen eine feste Bedingung der Bildprüfung und zugleich ein bewährter Weg, die Klickrate einer Artikelseite zu heben. Käuferinnen und Käufer scrollen in Sekundenbruchteilen durch die Suchergebnisse, und ihr Blick bleibt an dem hängen, was sauber und verständlich aussieht. Ein Produkt vor unruhigem oder farbigem Hintergrund geht in der Liste unter, selbst wenn es die Konkurrenz bei Ausstattung und Preis schlägt. Wer auf Amazon.de, Otto, Zalando, eBay oder Kaufland verkauft, kommt an einem sauberen, hellen Hintergrund darum nicht vorbei. In diesem Beitrag gehen wir das Thema Schritt für Schritt durch: Welches Weiß aus Sicht der Plattformen wirklich als Weiß zählt, warum Amazon.de für das Hauptbild reines Weiß mit RGB 255, 255, 255 verlangt, was Otto, Zalando, eBay und Kaufland fordern, wie Sie ein Produkt zuhause so ablichten, dass sich der Hintergrund leicht auf Weiß bringen lässt, und wie Sie den Hintergrund in wenigen Minuten entfernen, ohne Studiolicht und Softboxen zu kaufen. Am Ende steht eine kurze Checkliste, die Sie vor jedem Upload durchgehen können, damit Ihre Bilder bei der Prüfung nicht abgelehnt werden. Das gdefoto-Studio arbeitet täglich mit Händlern aus Berlin, Hamburg und München, die genau vor dieser Aufgabe stehen, und die folgenden Empfehlungen sind aus dieser Praxis destilliert. Sie brauchen kein teures Equipment und keine Vorkenntnisse in Bildbearbeitung, nur ein wenig Sorgfalt an den richtigen Stellen und ein Verständnis dafür, worauf die Prüfsysteme achten.

Wozu ein Produkt Weiß braucht und wo es Pflicht ist

Ein weißer Hintergrund entfernt visuelles Rauschen: Der Kunde sieht nur das Produkt, nicht Ihre Küche, den Teppich oder einen Tisch mit Schlieren. Auf kühlem, neutralem Weiß wirkt der Gegenstand sauberer, Form und Farbe lassen sich genauer ablesen, und die Artikelbilder fügen sich zu einem ordentlichen Raster der Suchergebnisse ohne gebrochenen Rhythmus. Das wirkt direkt auf die Klickrate: Das Auge wählt, was sich leichter erfassen lässt, und überblättert, was unsauber oder unverständlich aussieht. Auf einem Bildschirm neben Dutzenden anderer Angebote gewinnt fast immer das ruhigste, klarste Motiv.

Es gibt auch einen technischen Grund. Für das Hauptbild ist ein weißer oder maximal heller Hintergrund in vielen Kategorien eine direkte Vorgabe der Plattform. Ohne ihn besteht das Foto die automatische und die manuelle Prüfung nicht, das Angebot bleibt im Status der Bearbeitung hängen, das Produkt erscheint nicht in der Suche und beginnt nicht zu verkaufen. Die Frage ist also nicht nur ästhetisch, sondern entscheidet darüber, ob der Kunde Ihr Angebot überhaupt zu Gesicht bekommt und ob Sie in den Ergebnissen Ihrer Kategorie auftauchen.

Ein eigenes Kapitel ist das Vertrauen. Ein einheitlich heller Hintergrund über die gesamte Bilderserie und über das ganze Sortiment eines Shops erzeugt den Eindruck, dass der Verkäufer die Sache ernst nimmt. Das wirkt als unsichtbares Qualitätssignal: Ordentliche Artikelseiten lösen seltener Zweifel und Retouren aus, und der Shop wirkt wie eine Marke, nicht wie ein einmaliger Verkauf aus der Hand. Käufer übertragen die Qualität des Fotos unbewusst auf die Qualität des Produkts, und umgekehrt lässt ein verwaschener Schnappschuss vor buntem Hintergrund das Vertrauen sinken, noch bevor jemand die Beschreibung gelesen hat.

Wo Weiß Pflicht ist und wo es nur erwünscht ist

Man sollte zwei Ebenen unterscheiden. Die erste ist die harte Vorgabe: Das Hauptbild muss in der überwiegenden Mehrheit der Kategorien auf weißem oder maximal hellem Hintergrund stehen, sonst lehnt die Prüfung es ab. Amazon.de ist hier am striktesten und verlangt für das Hauptbild reines Weiß, also den Wert RGB 255, 255, 255, damit das Motiv nahtlos in die Suchergebnisse und in die Zoom-Ansicht passt. Die zweite Ebene ist der gesunde Menschenverstand: Selbst dort, wo formal Varianten erlaubt sind, gewinnt ein weißer Hintergrund auf dem Titelbild fast immer gegen einen farbigen, weil er nicht ablenkt und im hellen wie im dunklen Interface gleich gut funktioniert.

  • Pflicht in Weiß ist am häufigsten das Hauptbild in den Kategorien Haushaltswaren, Geschirr, Elektronik, Werkzeug, Kosmetik, Bücher, Schreibwaren und Spielzeug.
  • Varianten erlaubt sind auf den zusätzlichen Bildern der Galerie: Fotos im Ambiente, in der Anwendung, Infografiken mit Eigenschaften, Makroaufnahmen von Details.
  • Sonderfall sind Bekleidung und Schuhe, wo das Titelbild oft am Modell oder an der Puppe entsteht, der Hintergrund dabei aber hell und einheitlich bleibt.

Der praktische Schluss ist einfach: Bereiten Sie für das Titelbild standardmäßig sauberes Weiß vor und heben Sie kreative Aufnahmen für die übrigen Plätze der Galerie auf. So bestehen Sie die Prüfung und geben dem Kunden zugleich ein vollständiges Bild. Wer in Berlin, Hamburg oder München einen Onlineshop mit hunderten Artikeln betreibt, spart mit dieser klaren Trennung viel Zeit, weil das Titelbild jedes Produkts derselben simplen Regel folgt und nur die Galeriebilder Spielraum für Kreativität lassen. Diese Konsequenz macht aus einer scheinbar mühsamen Aufgabe einen berechenbaren Ablauf, der sich auch auf große Sortimente skalieren lässt, ohne dass die Qualität von Artikel zu Artikel schwankt.

Anforderungen der Marktplätze und Aufnahme zuhause

Die Anforderungen der Plattformen ähneln sich im Kern, unterscheiden sich aber in Details. Das Grundprinzip ist überall gleich: Auf dem Titelbild muss das Produkt vor einem einheitlichen hellen Hintergrund stehen, ohne fremde Gegenstände, Hände, Preisschilder oder Wasserzeichen. Die Unterschiede betreffen die Mindestauflösung, das zulässige Seitenverhältnis, das erlaubte Dateigewicht und die Frage, wie streng das Wort Weiß in der jeweiligen Kategorie ausgelegt wird. Nachfolgend die Orientierungswerte, die Sie bei der Vorbereitung der Aufnahme im Kopf behalten sollten.

PlattformHintergrund HauptbildGröße lange SeiteBevorzugtes Format
Amazon.deReines Weiß RGB 255, 255, 255mindestens 1000 px, für Zoom besser 1600 px+quadratisch bevorzugt, JPG
OttoWeiß oder sehr hell, einheitlichmeist ab 1500 pxhochkant oder quadratisch
ZalandoSauberes Weiß, Ware am Modell oder freihohe Auflösung, oft 1500 px+hochkant, festes Raster
eBayWeiß empfohlen, freigestellt bevorzugtmindestens 500 px, besser 1600 pxquadratisch, JPG
KauflandWeiß, freigestellt ohne Störermeist ab 1000 pxquadratisch bevorzugt

Worin sich die Plattformen unterscheiden

In der Praxis spürt man den Unterschied gerade in den Kleinigkeiten, und genau wegen ihnen werden Fotos am häufigsten abgelehnt.

  • Amazon.de. Verlangt für das Hauptbild reines Weiß mit RGB 255, 255, 255 und mindestens 1000 Pixel an der langen Seite, damit die Zoom-Funktion greift. Das Produkt sollte rund 85 Prozent der Bildfläche füllen, quadratische Bilder werden bevorzugt. Kein Text, keine Logos, keine Wasserzeichen, keine Collagen auf dem Hauptbild.
  • Otto. Orientiert sich ebenfalls an einem weißen oder sehr hellen, einheitlichen Hintergrund und mag hochkantige oder quadratische Zuschnitte in hoher Auflösung. Einzelne Sortimentsbereiche haben eigene Empfehlungen zu Perspektive und Anzahl der Bilder.
  • Zalando. Legt den Schwerpunkt auf Mode und arbeitet mit einem festen Bildraster. Ware wird oft am Modell oder frei liegend gezeigt, der Hintergrund bleibt sauber weiß, echte Farbe und Materialstruktur des Stoffs müssen ohne verschobenen Weißabgleich erkennbar sein.
  • eBay. Empfiehlt ein freigestelltes Produkt auf weißem Hintergrund, verlangt mindestens 500 Pixel an der langen Seite, ideal sind aber 1600 Pixel für die Zoom-Ansicht. Bilder ohne Rahmen, ohne Text und ohne Wasserzeichen ranken besser.
  • Kaufland. Erwartet ein freigestelltes Produkt auf Weiß ohne Störelemente, quadratische Bilder ab etwa 1000 Pixel funktionieren am zuverlässigsten.

Kategorien mit eigenen Regeln

Bekleidung, Schuhe, Elektronik, Lebensmittel und Schmuck haben oft gesonderte Anforderungen. Kleidung etwa zeigt man bequemer am Modell oder an der Puppe, kleine Waren wie Schmuck verlangen Makroaufnahmen und Kontrolle der Reflexe. Doch selbst dort, wo Varianten erlaubt sind, bleibt das Hauptbild meist am konservativsten: Produkt, heller Hintergrund, nichts Überflüssiges.

So fotografieren Sie zuhause

Je besser die Ausgangsaufnahme, desto weniger Arbeit in der Bearbeitung. Ein perfekt gleichmäßiges Weiß direkt aus der Kamera ist schwer zu erreichen, aber man kommt nah heran und spart sich Stunden Retusche. Die Grundidee ist simpel: Geben Sie dem Hintergrund genug Licht, damit er schon bei der Aufnahme fast weiß wird, ohne das Produkt selbst zu überbelichten. Dann beschränkt sich die Bearbeitung auf leichtes Nachziehen statt auf die Rettung des Bildes.

  • Licht. Fotografieren Sie tagsüber am Fenster bei diffusem Licht oder mit zwei weichen Quellen von den Seiten, um harte Schatten zu vermeiden. Direkte Sonne erzeugt scharfe Schattenkanten, daher das Fenster besser mit Gardine oder Backpapier dämpfen.
  • Unterlage. Ein Bogen weißes Zeichenpapier oder eine kleine Lichtbox. Wenn der Hintergrund nach oben gebogen wird, verschwindet die Kante zwischen Tisch und Wand und die Aufnahme wird nahtlos.
  • Stabilität. Ein Stativ oder eine feste Auflage, damit das Bild nicht verwackelt und die Serie aus demselben Punkt und im selben Maßstab entsteht.
  • Perspektive. Fotografieren Sie das Produkt frontal auf Augenhöhe, füllen Sie einen Großteil des Bildes und lassen Sie kleine Ränder für den späteren Zuschnitt.

Wenn Kamera oder Handy es erlauben, stellen Sie den Weißabgleich manuell oder über ein weißes Blatt ein, damit der Hintergrund nicht ins Gelbliche oder Bläuliche kippt. Heben Sie die Belichtung leicht an, sodass der Hintergrund fast weiß ist, ohne Details am Produkt zu verlieren. Mischen Sie keine warme Lampe mit dem Tageslicht vom Fenster, sonst entsteht an verschiedenen Rändern ein unterschiedlicher Farbton. Verzichten Sie auf den direkten Blitz, der ein flaches Bild, einen harten Schatten und Glanzlichter erzeugt. Prüfen Sie das Bild sofort auf dem Display und vergrößern Sie die Kante, um sicherzugehen, dass die Kontur scharf und der Hintergrund nicht fleckig ist.

Eine einfache Anordnung in fünf Minuten

Wenn Ihnen jegliche Ausrüstung fehlt, funktioniert dieses Schema. Stellen Sie an einem hellen Tag einen Tisch seitlich zum Fenster. Biegen Sie ein Blatt weißes Zeichenpapier zu einem L, sodass es von der Horizontalen in die Vertikale übergeht, ohne scharfe Kante. Stellen Sie das Produkt auf die Biegung, etwas vor den senkrechten Teil gerückt. Auf der dem Fenster gegenüberliegenden Seite platzieren Sie einen weißen Karton als Reflektor, um den Schatten aufzuhellen. Fotografieren Sie auf Höhe des Produkts, nicht von oben. Das genügt für eine fast fertige Aufnahme, die Sie nur noch im Editor auf Weiß ziehen müssen.

Schwierige Produkte

  • Dunkle Gegenstände. Vor hellem Hintergrund kontrastreich, gut zum Freistellen, aber achten Sie darauf, dass der Hintergrund die Kanten nicht mit einem Halo aufhellt.
  • Glanz und Metall. Erzeugen spiegelnde Reflexe und geben die Umgebung wieder. Nutzen Sie diffuses Licht und halten Sie sich und den Raum aus der Spiegelung heraus.
  • Durchsichtiges Glas und Flakons. Schwer vom weißen Hintergrund zu trennen, weil dieser durch das Produkt scheint. Hier hilft eine leichte Unterlage und sorgfältige Handarbeit.
  • Flauschige und netzartige Waren. Der feine Rand aus Flor oder Fäden lässt sich schwer sauber freistellen, darum ist ein gleichmäßiger Ausgangshintergrund besonders wichtig.

Hintergrund entfernen, das Weiß kontrollieren und von Hand nacharbeiten

Ist der Hintergrund in der Aufnahme nicht ideal oder haben Sie auf einer farbigen Fläche fotografiert, lässt er sich am einfachsten programmatisch ersetzen. Moderne Online-Werkzeuge erledigen das automatisch: Das Werkzeug findet die Grenze des Produkts und trennt es vom Hintergrund, ohne dass Sie die Kontur von Hand nachziehen müssen. Das hilft besonders, wenn eine Serie gleichartiger Aufnahmen schnell auf ein einheitliches Weiß gebracht werden soll.

Die Reihenfolge der Schritte

  • Laden Sie das Foto in das kostenlose Freistellen-Werkzeug von gdefoto hoch, das direkt im Browser läuft.
  • Warten Sie das automatische Freistellen des Objekts ab, das dauert meist wenige Sekunden.
  • Setzen Sie eine weiße Füllung statt der Transparenz ein, wenn die Artikelseite reines Weiß braucht und kein PNG mit Transparenz.
  • Prüfen Sie die Kanten: Haare, Fell, dünne Details und durchsichtige Elemente wie Glas oder Netz brauchen gesonderte Kontrolle.
  • Laden Sie die fertige Datei herunter und passen Sie Größe und Zuschnitt an die Vorgaben der Plattform an.

Ein wichtiger Hinweis zum Format. Wenn Sie das Ergebnis als PNG mit transparentem Hintergrund herunterladen, legt die Plattform beim Upload womöglich eine eigene Unterlage darunter, und die ist nicht immer weiß. Wenn also gerade weißer Hintergrund gefordert ist, ist es sicherer, das Weiß direkt im Werkzeug einzufüllen und das Ergebnis als JPG zu speichern. Das transparente PNG heben Sie für Fälle auf, in denen das Produkt später in eine Infografik oder Collage auf den Zusatzbildern der Galerie eingesetzt wird.

Wann die Automatik genügt

Die Automatik meistert einfache Gegenstände mit klarer Kontur und gutem Kontrast zum Hintergrund hervorragend: Kartons, Geschirr, Elektronik, Bücher, Kosmetik in undurchsichtiger Verpackung, Schuhe. Für kleine und mittlere Mengen ist das der schnellste Weg: hochladen, Hintergrund auf Weiß setzen, herunterladen, und so im Kreis. Ein Bild kostet buchstäblich Sekunden.

Das Weiß richtig kontrollieren

Weiß gibt es in vielen Ausprägungen: leicht warm, gräulich, mit sanftem Verlauf oder mit farbigem Schimmer von benachbarten Objekten. Für den Katalog brauchen Sie ein gleichmäßiges neutrales Weiß über das ganze Bildfeld, in den Ecken wie in der Mitte identisch. Das Auge täuscht sich leicht, darum prüft man Weiß besser mit Werkzeugen statt nach Gefühl.

  • Pipette. Halten Sie das Werkzeug in einem beliebigen Editor über Ecken und Mitte des Hintergrunds. Die Werte sollten nahe an 255, 255, 255 liegen und untereinander übereinstimmen. Steht in einer Ecke 248 und in der anderen 236, ist der Hintergrund ungleichmäßig.
  • Sauber, aber nicht ausgebrannt. Kippt der Hintergrund ins absolute Weiß und frisst helle Kanten des Produkts, geben Sie etwas Ton zurück, damit die Kontur nicht verschwindet. Ein ganz weißes Produkt vor ganz weißem Hintergrund verschmilzt.
  • Einheitlichkeit der Serie. Alle Fotos eines Produkts und der gesamten Artikelseite müssen auf demselben Weiß stehen, sonst wirkt die Galerie unordentlich und aus verschiedenen Quellen zusammengesetzt.
  • Schatten. Ein leichter, natürlicher Schatten unter dem Objekt ist zulässig und gibt Volumen, schmutzige graue Flecken und harte Streifen dagegen nicht.

Ein technisches Detail lohnt sich zu kennen. Amazon.de verlangt zwar für das Hauptbild ausdrücklich reines Weiß mit RGB 255, 255, 255, doch andere Plattformen empfehlen mitunter ein sehr helles, fast weißes Feld, weil ein perfekt reines Weiß bei der JPG-Kompression eine harte Kante erzeugen und helle Ränder des Produkts fressen kann. Der Orientierungswert lautet daher: Der Hintergrund ist visuell weiß, die Werte liegen in den oberen Helligkeitsstufen, sind über alle drei Kanäle gleich und zeigen keine sichtbaren Flecken oder Übergänge. Für das Amazon-Hauptbild gehen Sie auf die reine 255, für die Galerie und für andere Marktplätze reicht das sehr helle Weiß.

Wann Nacharbeit von Hand nötig ist

Schwierige Fälle brauchen nach dem automatischen Freistellen Aufmerksamkeit: Schmuck und Ketten mit dünnen Gliedern und Lücken zwischen den Teilen, durchsichtige Flakons und Glas, bei denen der Hintergrund durch das Produkt scheint, flauschige Erzeugnisse und Strickwaren mit weichem, fusseligem Rand sowie komplexe natürliche Schatten, die man für das Volumen erhalten möchte. In diesen Fällen ergänzt man die Automatik durch sorgfältige Kantenbearbeitung, damit das Produkt nicht wie mit der Schere ausgeschnitten aussieht. Ein Zeichen grober Arbeit ist eine scharfe, gezackte Grenze und ein heller oder farbiger Rand entlang der Kontur. Leichtes Weichzeichnen der Kante und das Wegputzen von Hintergrundresten lösen das Problem.

ProdukttypAutomatik genügtNacharbeit nötig
Kartons, Geschirr, ElektronikJaSelten
Schuhe, Taschen, BücherJaMitunter an Sohle und Nähten
Kosmetik in undurchsichtiger VerpackungJaSelten
Schmuck, KettenTeilweiseJa, dünne Glieder und Lücken
Glas, durchsichtige FlakonsNeinJa, Hintergrund scheint durch
Flauschige Waren, StrickTeilweiseJa, fusseliger Rand

Die meisten Ablehnungen bei der Bildprüfung wiederholen sich von Mal zu Mal, und fast alle sind vorhersehbar. Wer die typischen Stolpersteine im Voraus kennt, siebt Ausschuss noch vor dem Upload aus und wartet nicht tagelang auf die Antwort der Prüfung. Gehen Sie die Liste vor jeder Veröffentlichung durch.

Was am häufigsten schiefgeht

  • Grauer oder gelblicher Hintergrund statt Weiß, verursacht durch schlechtes Licht oder falschen Weißabgleich.
  • Abgeschnittene Produktkanten beim automatischen Freistellen, besonders dünne Details, Riemchen, Fussel und Schatten.
  • Rand entlang der Kontur, Reste des alten Hintergrunds als heller oder farbiger Saum um das Objekt.
  • Fremde Objekte wie Hände, Preisschilder, Requisiten, Kabel oder Spiegelungen des Raums im Glanz.
  • Text und Logos auf dem Titelbild sind für das Hauptbild fast immer verboten, auch wenn es die eigene Marke ist.
  • Uneinheitlichkeit der Serie, unterschiedlicher Hintergrund, Maßstab und Zuschnitt innerhalb einer Artikelseite.
  • Falsche Größe oder Gewicht, die Datei liegt unter der Mindestauflösung oder über dem Limit der Plattform.
  • Überkomprimiertes JPG mit sichtbaren Artefakten um die Kontur durch mehrfaches Speichern.
  • Kein reines Weiß fürs Amazon-Hauptbild, wenn der Hintergrund nur fast weiß ist, statt exakt RGB 255, 255, 255 zu treffen.

Warum sich diese Fehler wiederholen

Ein großer Teil des Ausschusses entsteht nicht in der Bearbeitung, sondern schon bei der Aufnahme. Der gelbe Hintergrund ist die Folge einer warmen Lampe und eines verschobenen Weißabgleichs. Der Rand entlang der Kontur ist das Ergebnis davon, dass das Produkt dicht an einer farbigen Fläche stand und die Automatik keinen Halt fand. Die Uneinheitlichkeit der Serie entsteht, wenn Bilder an verschiedenen Tagen und bei unterschiedlichem Licht aufgenommen wurden. Die richtige Reihenfolge lautet daher: erst Ordnung in die Aufnahmebedingungen bringen, dann das Ergebnis im Editor feinjustieren. Was bei der Aufnahme verdorben wurde, in der Bearbeitung zu reparieren, dauert immer länger.

So beheben Sie typischen Ausschuss schnell

  • Gelber oder blauer Hintergrund. Korrigieren Sie den Weißabgleich über einen neutralen Punkt oder ersetzen Sie den Hintergrund programmatisch durch Weiß.
  • Rand. Ziehen Sie die Auswahlgrenze um ein bis zwei Pixel ein und putzen Sie Hintergrundreste weg.
  • Gezackte Kante. Weichzeichnen Sie die Grenze leicht, damit der Übergang fließend wird.
  • Überflüssige Objekte. Schneiden Sie neu zu oder fotografieren Sie neu, Requisiten per Retusche zu entfernen dauert länger als eine neue Aufnahme.
  • Unterschiedlicher Maßstab. Bringen Sie alle Bilder auf dieselbe Leinwand und denselben Anteil des Produkts im Bild.

Checkliste vor der Veröffentlichung

  • Hintergrund gleichmäßig weiß, Werte in Ecken und Mitte nahe 255 und über die Kanäle gleich, fürs Amazon-Hauptbild exakt 255, 255, 255.
  • Produkt mittig im Bild mit sauberen Rändern, füllt rund 85 Prozent der Fläche.
  • Kanten sauber, ohne Rand und Zacken, dünne Details erhalten.
  • Schatten natürlich und weich, ohne schmutzige graue Flecken.
  • Format, Auflösung und Dateigröße im Rahmen der Kategorie, lange Seite mindestens 1000 px für Zoom.
  • Auf dem Titelbild kein Text, keine Logos, keine Collagen und keine fremden Objekte.
  • Gesamte Bilderserie im selben Stil, Maßstab und auf demselben Weiß.
  • Datei nach Artikelnummer benannt, Original separat gesichert.

Ist jeder Punkt abgehakt, steigt die Chance deutlich, die Prüfung beim ersten Mal zu bestehen, und die Artikelseite sieht aus, als wäre sie im Studio entstanden. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Händler aus Hamburg lud eine Serie Küchenwaage mit fast weißem, leicht gräulichem Hintergrund hoch, Amazon.de lehnte alle zwölf Bilder ab. Nach dem Freistellen und dem Setzen auf reines Weiß mit RGB 255, 255, 255 gingen dieselben Aufnahmen ohne weitere Änderung durch. Zwei Minuten Kontrolle nach dieser Liste sparen Tage des Wartens auf eine erneute Prüfung und lassen das Produkt nicht außerhalb der Suche brachliegen.

Muss der Hintergrund immer reines Weiß mit RGB 255, 255, 255 sein?
Für das Hauptbild bei Amazon.de ja, dort ist reines Weiß Pflicht. Otto, Zalando, eBay und Kaufland akzeptieren meist ein sehr helles, gleichmäßiges Weiß, empfehlen aber ebenfalls den freigestellten, sauberen Look.

Welche Bildgröße brauche ich mindestens?
Amazon.de verlangt für die Zoom-Funktion mindestens 1000 Pixel an der langen Seite, besser sind 1600 Pixel oder mehr. eBay startet bei 500 Pixel, Otto und Zalando erwarten oft ab 1500 Pixel. Quadratisch ist bei Amazon, eBay und Kaufland bevorzugt, Zalando arbeitet hochkant.

JPG oder PNG hochladen?
Für weißen Hintergrund ist JPG mit eingefülltem Weiß am sichersten. Ein transparentes PNG kann von der Plattform mit einer eigenen, nicht immer weißen Unterlage hinterlegt werden. PNG lohnt sich für Infografiken in der Galerie.

Kann ich mit dem Handy gute Produktfotos machen?
Ja. Wichtig sind diffuses Licht, ein weißer Untergrund, ein manueller Weißabgleich und eine ruhige Auflage. Schalten Sie Beauty-Filter aus und fotografieren Sie in maximaler Qualität, dann reicht die Nachbearbeitung im Browser.

Warum sieht mein Weiß auf dem Marktplatz plötzlich grau aus?
Meist steckt ein Farbstich dahinter, etwa gelblich durch warme Lampen oder bläulich durch Fensterschatten. Prüfen Sie die Werte mit der Pipette, sie sollten über alle drei Kanäle gleich und nahe 255 sein.

Wie entferne ich den Hintergrund am schnellsten?
Über das kostenlose Freistellen-Werkzeug von gdefoto im Browser. Sie laden das Foto hoch, das Objekt wird automatisch freigestellt, Sie füllen Weiß ein und laden das Ergebnis als JPG herunter. Das dauert wenige Sekunden pro Bild.

Warum werden meine Bilder trotz weißem Hintergrund abgelehnt?
Häufige Gründe sind Text oder Logos auf dem Titelbild, ein farbiger Rand um die Kontur, abgeschnittene Details, fremde Objekte im Bild oder eine zu geringe Auflösung. Gehen Sie die Checkliste durch, bevor Sie hochladen.

Darf ein Schatten unter dem Produkt bleiben?
Ein leichter, natürlicher Schatten ist erlaubt und gibt dem Objekt Volumen. Schmutzige graue Flecken, harte Streifen oder Spiegelungen des Raums dagegen führen zur Ablehnung.

Wie halte ich eine große Serie einheitlich?
Fotografieren Sie alle Aufnahmen bei gleichem Licht und Hintergrund, legen Sie eine feste Leinwandgröße fest, bringen Sie das Produkt überall auf denselben Flächenanteil und benennen Sie die Dateien nach Artikelnummer.

Brauche ich für gute Produktfotos ein Studio?
Nein. Bei kleinen Mengen genügen Fensterlicht, weißes Papier und das Freistellen im Browser. Erst wenn das Sortiment auf Dutzende oder Hunderte Artikel wächst, lohnt sich ein Komplettservice, damit der einheitliche Stil ohne täglichen Aufwand entsteht.

Was ist der Unterschied zwischen freigestellt und weißem Hintergrund?
Freigestellt heißt, das Produkt ist vom ursprünglichen Hintergrund getrennt und liegt auf Transparenz. Weißer Hintergrund heißt, unter das freigestellte Produkt wird eine weiße Fläche gelegt. Für Marktplätze brauchen Sie meist das zweite.

gdefoto

Wenn Sie nur wenige Artikel haben, versuchen Sie es zuerst selbst: bei ruhigem, diffusem Licht fotografieren, den Hintergrund im kostenlosen Freistellen-Werkzeug von gdefoto direkt im Browser auf Weiß bringen und die Checkliste oben durchgehen. Das kostet nur wenige Minuten pro Foto und braucht kein Studio. Starten Sie noch heute mit einem einzigen Produkt, ein durchgezogener Ablauf zeigt Ihnen den ganzen Weg, danach geht es zügig. Wächst das Sortiment auf Dutzende oder Hunderte Artikel und fehlt die Zeit für die Retusche, bereitet der Komplettservice für den Katalog das ganze Angebot im einheitlichen Stil auf: gleichmäßiges Weiß, identischer Maßstab, saubere Kanten und korrekte Dateigrößen, damit die Artikelseiten die Prüfung beim ersten Mal bestehen. Das gdefoto-Studio unterstützt Händler in Berlin, Hamburg, München und im ganzen deutschsprachigen Raum, ganz gleich ob es um zehn oder tausend Bilder geht.

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