Passfoto selber machen mit dem Handy: Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause
Passfoto selber machen mit dem Handy: Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause
Was Sie für das Passfoto zu Hause brauchen: Platz, Hintergrund und Licht
Ja, ein Passfoto oder Ausweisbild lässt sich zu Hause mit dem Handy aufnehmen. Dafür braucht es vier Dinge: gleichmäßiges Licht vom Fenster, einen weißen oder hellen einfarbigen Hintergrund, die Hauptkamera auf Augenhöhe aus anderthalb bis zwei Metern Entfernung und keinerlei Bearbeitung des Gesichts. Danach wird die Aufnahme auf das Format des jeweiligen Dokuments zugeschnitten, und Sie speichern entweder die Datei oder drucken mehrere Abzüge auf einem Blatt 10x15.
Prüfen Sie aber zuerst, ob Sie überhaupt ein eigenes Foto brauchen. Für viele biometrische Reisepässe und Führerscheine werden Sie direkt beim Termin fotografiert, und ein Bild, das Sie bei einem Online-Antrag hochladen, landet unter Umständen nur in der Antragsakte und nicht im Dokument selbst. Mehr dazu im dritten Abschnitt. Hier geht es der Reihe nach: Platz, Licht, Einstellungen am iPhone und unter Android, Anforderungen, Zuschnitt und Druck.
Was Sie brauchen
Spezielle Technik ist nicht nötig. Es reicht, was in fast jeder Wohnung vorhanden ist.
- Ein Handy mit funktionierender Hauptkamera (auf der Rückseite). Das Alter des Modells spielt kaum eine Rolle: Für ein Ausweisbild wird nur ein kleiner Ausschnitt gebraucht, die Auflösung reicht mit großem Abstand.
- Ein Fenster, durch das Tageslicht fällt. Offizielle Fotohinweise raten zu genau demselben: gute Beleuchtung, am besten Tageslicht.
- Eine helle Wand, eine Tür oder ein Bettlaken ohne Muster.
- Ein Helfer, der auf den Auslöser drückt. Ist niemand da, tun es ein Stativ oder ein Bücherstapel im Regal und der Selbstauslöser.
Blitz, Ringlicht und Fotoschirm sind nicht erforderlich. Wer damit keine Übung hat, verdirbt das Bild eher: Es entstehen Glanzstellen auf der Stirn und ein harter Schatten hinter dem Kopf.
Hintergrund: weiße oder helle Wand ohne Muster
Die meisten Behörden verlangen einen weißen oder sehr hellen Hintergrund. Eine typische Vorschrift lautet so: Der Hintergrund ist einfarbig und gleichmäßig, ohne Streifen, Flecken, fremde Gegenstände und Schatten. Antragsportale der Behörden wiederholen das meist in einfacheren Worten: weißer Hintergrund, nichts anderes im Bild, keine Schatten. Das US-Außenministerium verlangt einen schlichten weißen oder fast weißen Hintergrund. Manche Visaportale formulieren lockerer und lassen einen „hellen, einfarbigen“ Hintergrund zu. Die Logik ist überall dieselbe: Hinter dem Kopf ist nur eine gleichmäßige helle Fläche.
Zu Hause eignen sich dafür eine weiße oder hellbeige Wand, eine Zimmertür, eine Schranktür oder ein großer Bogen weißes Zeichenpapier, mit Malerkrepp befestigt. Ein Bettlaken muss straff gespannt sein: Falten ergeben Schattenstreifen. Gemusterte Tapeten, Teppiche, Fliesen mit sichtbaren Fugen und ein Vorhang in Falten taugen nicht.
Perfektes Weiß müssen Sie nicht erreichen, der Hintergrund lässt sich bei der Bearbeitung ausgleichen. Aber je heller und gleichmäßiger die Wand auf der Originalaufnahme ist, desto sauberer wird die Kontur von Haaren und Schultern. Ein dunkler Schrank oder eine bunte Tapete im Rücken erschweren die Aufgabe: Um die Frisur kann ein unsauberer Rand zurückbleiben.
Stellen Sie sich nicht direkt an die Wand, sondern einen halben bis einen Meter davor. Dann fällt der Schatten des Kopfes nach unten und zur Seite und liegt nicht als Fleck hinter den Ohren.
Licht: mit dem Gesicht zum Fenster
Das Fenster muss vor Ihnen sein, nicht hinter Ihnen. Stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster, einen bis anderthalb Meter davon entfernt, die fotografierende Person steht mit dem Rücken zum Fenster oder leicht seitlich. Das Licht fällt dann gleichmäßig auf das Gesicht, ohne dunkle Stellen unter den Augen und am Kinn.
Die beste Zeit: ein bedeckter Tag oder die Stunden, in denen die Sonne nicht direkt ins Fenster scheint. Scheint die Sonne ins Zimmer, ziehen Sie die Gardine zu oder kleben Sie ein Blatt Transparentpapier an die Scheibe: Hartes Licht wirft scharfe Schatten von der Nase und lässt Sie blinzeln, die Augen müssen auf dem Foto aber geöffnet und deutlich zu sehen sein.
Schalten Sie die Deckenlampe während der Aufnahme aus. Sie zeichnet Schatten in die Augenhöhlen, und ihr gelblicher Ton mischt sich mit dem Tageslicht, sodass die Haut mal rötlich, mal grau wirkt. Abends, nur bei Lampenlicht, gelingt ein brauchbares Bild deutlich schwerer: Wenn Sie Zeit haben, warten Sie auf den Tag.
Schatten und Reflexe vermeiden
Liegt das Fenster seitlich und ist eine Wange deutlich dunkler als die andere, hilft ein einfacher Reflektor. Lassen Sie jemanden auf der dunklen Seite einen Bogen weißen Karton oder Zeichenpapier halten, ein weißes Handtuch auf einem Kleiderbügel geht auch. Den Schatten unter dem Kinn mildern Sie genauso: ein weißes Blatt auf Brusthöhe, knapp außerhalb des Bildes.
Glanzstellen auf Stirn und Nase entstehen durch den Blitz und durch glänzende Haut. Schalten Sie den Blitz aus und tupfen Sie das Gesicht mit einem Papiertuch ab. Den Glanz per Retusche zu entfernen ist nicht erlaubt: Behörden lehnen Fotos ab, die zur Verschönerung bearbeitet wurden, auf dem Bild müssen alle Merkmale des Gesichts wahrheitsgetreu zu sehen sein.
Kleidung und Frisur
Tragen Sie normale Alltagskleidung, aber keine weiße: Ein weißes Hemd verschmilzt mit dem Hintergrund, und die Schultern „lösen sich auf“. Gut funktioniert ein einfarbiges Oberteil in einem dunklen oder mittleren Ton mit schlichtem Ausschnitt.
Passvorschriften enthalten oft ausdrückliche Verbote: keine Uniform, keine Oberbekleidung für draußen und kein Schal, der einen Teil des Kinns verdeckt. Offizielle Hinweise ergänzen meist: keine Kopfbedeckung und keine Dienstkleidung. Jacke, Daunenmantel, Kapuze und dicken Schal legen Sie in jedem Fall ab.
Die Haare dürfen die Augen nicht verdecken, auch das steht regelmäßig in den Anforderungen. Einen Pony, der bis auf die Augenbrauen fällt, stecken Sie zur Seite. Das Gesichtsoval muss vollständig erkennbar sein.
Brille, Kontaktlinsen und Kopfbedeckung
Bei der Brille haben die Behörden gegensätzliche Regeln, deshalb sollten Sie hier nicht aus Gewohnheit handeln.
- Länder, die eine Brille zulassen. Manche Behörden erwarten sogar, dass ständige Brillenträger die Brille aufbehalten. Die üblichen Bedingungen: keine getönten Gläser, das Gestell verdeckt die Augen nicht, es gibt keine Reflexe auf den Gläsern, und Sonnenbrillen werden nie akzeptiert.
- Dokumente der USA. Die Brille muss abgenommen werden. Es gibt eine einzige, seltene Ausnahme: wenn Sie sie aus medizinischen Gründen nicht abnehmen können.
- Andere Länder. Lesen Sie die Anforderungen der zuständigen Behörde oder des Konsulats: Eine einheitliche Regel gibt es nicht.
Um einen Reflex in den Gläsern loszuwerden, senken Sie das Kinn ein wenig oder gehen Sie einen halben Schritt zur Seite vom Fenster weg, bis die Spiegelung des Fensters aus den Gläsern verschwindet. Den Kopf halten Sie dabei gerade.
Farbige Kontaktlinsen, die die natürliche Augenfarbe verändern, sind auf Passfotos in der Regel nicht zulässig. Normale klare Linsen sind auf dem Bild nicht zu sehen und werfen keine Fragen auf.
Eine Kopfbedeckung wird normalerweise nur Menschen gestattet, deren religiöse Überzeugung es nicht erlaubt, sich ohne sie vor Fremden zu zeigen, und nur dann, wenn sie das Gesichtsoval nicht verdeckt.
So fotografieren Sie: Abstand, Kameraeinstellungen und die häufigsten Fehler
Wer fotografiert: Helfer, Stativ oder Selbstauslöser
Die beste Lösung: Eine andere Person fotografiert Sie. Sie sieht den Bildschirm, kann „Kinn etwas tiefer“ oder „linke Schulter höher“ sagen und ein Dutzend Bilder hintereinander machen. Erklären Sie vorher, worauf es ankommt: Gesicht und Schultern in der Mitte, über dem Kopf freier Raum, das Handy hochkant und gerade.
Ohne Helfer stellen Sie das Handy auf ein Stativ oder ein Regalbrett in Gesichtshöhe, schalten den Selbstauslöser ein, stellen sich auf die markierte Stelle und nehmen eine Serie auf. Am iPhone lässt sich der Selbstauslöser auf 3 oder 10 Sekunden stellen, und die Kamera löst auch über die Lautstärketaste aus. Bei vielen Handys funktioniert die Lautstärketaste an kabelgebundenen Kopfhörern genauso, das ist bequemer, als jedes Mal zum Handy zu laufen.
Markieren Sie mit einem Stück Klebeband auf dem Boden den Punkt, an dem Sie stehen. Dann ändern sich Abstand und Licht nicht von Bild zu Bild.
Abstand und Höhe der Kamera
Die Hauptkamera eines Handys ist ein Weitwinkel. Aus der Nähe vergrößert sie alles, was näher am Objektiv ist: Die Nase wird größer, die Ohren verschwinden, das Gesicht zieht sich in die Länge. Deshalb muss aus der Entfernung fotografiert werden: anderthalb bis zwei Meter vom Objektiv bis zum Gesicht. Das Bild hat dann an den Rändern viel Reserve, und das ist richtig so: Das Überflüssige wird abgeschnitten, dafür bleiben die Proportionen des Gesichts echt.
Hat das Handy ein eigenes Objektiv mit zweifacher oder dreifacher Vergrößerung, nutzen Sie es aus denselben zwei Metern. Den digitalen Zoom mit zwei Fingern rühren Sie besser nicht an: Er zieht das Bild auseinander und verschlechtert die Schärfe.
Die Kamera muss genau auf Augenhöhe sein. Ein höher gehaltenes Handy vergrößert die Stirn und versteckt das Kinn, ein tiefer gehaltenes zeigt die Nasenlöcher und macht die untere Gesichtshälfte schwerer. Halten Sie das Handy streng senkrecht, weder nach vorn noch nach hinten gekippt.
Sie stehen gerade, die Schultern sind zur Kamera gedreht, der Kopf ist weder geneigt noch gedreht. Die übliche Vorschrift lautet: frontal, Blick geradeaus, neutraler Gesichtsausdruck, Mund geschlossen, Augen geöffnet. Schauen Sie ins Objektiv, nicht auf den Bildschirm.
Kameraeinstellungen am iPhone
Am iPhone ist fast alles schon richtig eingestellt, nur ein paar Punkte sollten Sie prüfen.
- Modus „Foto“, nicht „Porträt“. Der Porträtmodus zeichnet den Hintergrund per Software unscharf und irrt sich oft bei Haaren und Ohren.
- Hauptkamera mit der Angabe 1x oder das Teleobjektiv mit 2x-3x. Das Ultraweitwinkel 0,5x ist ungeeignet.
- Blitz aus, Live Photo ebenfalls: Gebraucht wird ein normales Einzelbild.
- Fotografische Stile und Filter setzen Sie auf „Standard“ zurück, damit der Hautton nicht ins Warme oder Kalte abdriftet.
- Raster in den Kameraeinstellungen hilft, das Handy gerade zu halten und das Gesicht in die Mitte zu setzen.
- Format JPEG. Öffnen Sie „Einstellungen“, dann „Kamera“, dann „Formate“ und wählen Sie „Maximale Kompatibilität“. Dann werden die Fotos als JPEG gespeichert. In der Variante „High Efficiency“ schreibt das iPhone die Bilder im Format HEIF, und eine solche Datei nehmen nicht alle Websites an.
Tippen Sie vor dem Auslösen auf das Gesicht auf dem Bildschirm: Die Kamera stellt darauf scharf und passt die Helligkeit an. Wirkt das Gesicht zu dunkel, ziehen Sie nach dem Tippen das Sonnensymbol neben dem Rahmen ein Stück nach oben.
Kameraeinstellungen unter Android
Unter Android hängen die Bezeichnungen der Menüpunkte vom Hersteller ab, im Kern ist es aber überall dasselbe.
- Der normale Modus „Foto“. Die Modi für Porträt, Beauty und Nacht brauchen Sie nicht.
- Schalten Sie die Gesichtsverschönerung aus. Je nach Marke heißt sie anders: Beauty, Face retouch, Skin smoothing, Face enhancement. Manchmal ist sie ab Werk aktiv, vor allem bei der Frontkamera, prüfen Sie deshalb den Regler und stellen Sie ihn auf null.
- Deaktivieren Sie Filter und die Szenenoptimierung mit KI, falls es einen solchen Schalter gibt: Sie dreht nach eigenem Ermessen an den Farben.
- Blitz aus, Hauptkamera, kein Ultraweitwinkel.
- Lassen Sie das Seitenverhältnis beim Standard 4:3, dabei wird der ganze Sensor genutzt.
- Schalten Sie Raster und Selbstauslöser ein.
Wischen Sie das Objektiv mit einem weichen Tuch ab. Trübe, wie vernebelte Aufnahmen entstehen meistens durch einen Fingerabdruck auf dem Kameraglas.
Was Sie lassen sollten: Selfie, Filter, Porträtmodus
Selfie. Am ausgestreckten Arm sind es etwa fünfzig Zentimeter bis zum Gesicht, und das Weitwinkelobjektiv verzerrt die Proportionen. Die Schulter des erhobenen Arms rutscht nach oben, der Kopf neigt sich, der Blick geht auf den Bildschirm statt ins Objektiv. Die Frontkamera kann das Bild außerdem gespiegelt speichern und die Haut glätten, wenn das so eingestellt ist. Ein ausdrückliches Selfie-Verbot steht in den meisten Anforderungen nicht, aber „frontal, Kopf gerade“ ist aus der Hand kaum zu schaffen. Wenn niemand helfen kann, stellen Sie das Handy auf eine Unterlage und fotografieren Sie mit der Hauptkamera und Selbstauslöser.
Filter und „Verbesserer“. Geglättete Haut, vergrößerte Augen, eine veränderte Gesichtsform und farbige Filter machen das Bild unbrauchbar. Passbehörden nehmen keine Fotos an, die zur Verschönerung oder künstlerisch bearbeitet wurden. Das US-Außenministerium verlangt, dass das Foto nicht digital so verbessert oder verändert wurde, dass sich das Aussehen ändert.
Porträtmodus. Er schneidet die Person aus und zeichnet alles andere unscharf. Vor einer glatten Wand bringt das keinen Nutzen, wohl aber Schaden: Der Algorithmus „frisst“ Haarsträhnen, den Rand eines Ohrs, den Brillenbügel. Dabei verlangen die Vorschriften, dass das Gesicht vom Kinn bis zum Haaransatz und von der Nase bis zu den Ohren scharf ist.
Und kurz zum Rest: nicht im Liegen und nicht mit zurückgelegtem Kopf fotografieren, nicht gegen das Fenster, kein altes Papierfoto und keinen Bildschirm abfotografieren, sich nicht aus einem Gruppenbild von einer Feier ausschneiden.
Passfoto für Baby und Kind aufnehmen
Für das Foto eines Kindes gelten dieselben Anforderungen wie für Erwachsene, offizielle Hinweise erwähnen das meist eigens. Dazu kommen zwei Bedingungen: Das Kind ist allein im Bild, und in der Nähe sind keine fremden Gegenstände. Hände eines Erwachsenen, Spielzeug, Schnuller oder die Lehne des Kinderwagens dürfen nicht ins Bild geraten.
Ein älteres Kind fotografieren Sie wie einen Erwachsenen, senken aber die Kamera auf seine Augenhöhe: Setzen Sie sich oder knien Sie sich hin. Für ein Baby, das noch nicht sitzt, breiten Sie ein weißes Laken ohne Falten aus und fotografieren von oben, das Handy parallel zum Boden, damit das Gesicht nicht verzerrt wird. Das Fensterlicht sollte von der Seite und leicht vom Scheitel her kommen, nicht von hinter Ihnen, sonst fällt Ihr Schatten auf das Kind.
Fotografieren Sie in Serie und sparen Sie nicht an Aufnahmen: Bei Kindern ist ein gelungenes Bild von zwanzig normal. Blick in die Kamera, offene Augen und geschlossener Mund sind genauso nötig wie bei Erwachsenen.
Das beste Bild auswählen
Machen Sie 10-15 Aufnahmen und sehen Sie sie im Vollbild durch, mit vergrößertem Gesicht. Ein gutes Bild besteht diese Prüfung:
- Augen geöffnet, Blick ins Objektiv, keine Reflexe in der Brille;
- die Schärfe liegt auf den Augen, nicht auf den Ohren oder der Wand;
- der Kopf ist weder geneigt noch gedreht;
- keine dunkle Gesichtshälfte, kein scharfer Schatten auf dem Hintergrund;
- Schultern und Scheitel vollständig im Bild, rund um den Kopf Reserve nach allen Seiten;
- ruhiger Gesichtsausdruck, Mund geschlossen.
Die Reserve an den Rändern ist besonders wichtig. Stößt der Scheitel an den Bildrand oder sind die Schultern abgeschnitten, lässt sich das Bild nicht ans Format anpassen: Überflüssiges kann man wegschneiden, Fehlendes aber nicht dazumalen.
Keine Lust, selbst daran zu sitzen? Geben Sie das Foto einem Retuscheur
Automatik löst nicht alles: eine schwierige Aufnahme, ein wichtiges Bild, ein alter Abzug vom Scanner. Wo der Algorithmus aufgibt, arbeitet ein Mensch das Bild in Photoshop Ebene für Ebene von Hand aus.

VorherNachher⇆- Schärfe in Gesicht und Augen zurückholen
- Rauschen und Artefakte entfernen, ohne die Haut zu plätten
- Farbe, Kontrast und verrissene Belichtung korrigieren
- Kratzer, Flecken und Knicke vom alten Scan entfernen
- Datei in druckfähiger Größe liefern
- Preis pro Foto10 €
- Bearbeitungszeitinnerhalb von 24 Stunden
- Zustellungper E-Mail
- Wenn wir es nicht schaffenGeld zurück
Wir finishen Ihr Foto von Hand
Ein Studio-Retuscheur macht das, was Automatik nicht kann: Schärfe, Gesicht, Farbe, Defekte. Zuerst zahlen, danach schicken Sie einfach das Foto und sagen, was nötig ist. Schaffen wir es nicht, bekommen Sie Ihr Geld zurück.
- Manuelle Fotoretusche10 €
Anforderungen ans Passfoto, Zuschnitt aufs Format und die digitale Datei
Klären Sie zuerst, wo Ihr Foto landet
Davon hängt ab, wie streng das Bild beurteilt wird und ob Sie überhaupt Abzüge brauchen. Die Einzelheiten unterscheiden sich von Land zu Land, die typischen Fälle sehen aber so aus.
- Online-Antrag über ein Behördenportal. Sie laden mit dem Antrag eine Datei hoch. Lesen Sie, was das Portal dazu schreibt: In manchen Systemen bleibt das hochgeladene Foto nur in der Antragsakte, und zum Termin sollen Sie trotzdem Papierabzüge mitbringen.
- Antrag persönlich oder per Post. Meist werden Papierfotos verlangt, am häufigsten zwei identische Abzüge. Für manche Dokumente kommt ein weiterer dazu. Wo die Technik vorhanden ist, kann die Behörde Sie auch gleich vor Ort fotografieren.
- Biometrischer Reisepass. In vielen Ländern werden Sie direkt beim Termin fotografiert, vom Sachbearbeiter, zusammen mit den übrigen biometrischen Daten. Ein eigenes Papierfoto ist dann nicht nötig, das gilt auch für Kinder.
- Ältere, nicht biometrische Dokumente und Papierformulare. Sie arbeiten mit Papierfotos, die aufgeklebt oder angeheftet werden. Die Zahl der Abzüge steht in der Unterlagenliste und kann für Erwachsene und Kinder verschieden sein. Bringen Sie sie zusammen mit den übrigen Unterlagen mit.
- Führerschein. Das Foto für den nationalen Führerschein wird oft digital bei der Ausstellung aufgenommen, ein Bild von zu Hause ist dann nicht nötig. Anders beim internationalen Führerschein: Dort wird ein Papierfoto eingeklebt, prüfen Sie also Größe und Papierart, die die ausstellende Stelle verlangt.
Das Fazit ist einfach: Die Datei für einen Online-Antrag können Sie ohne Bedenken zu Hause erstellen. Papierabzüge selbst zu drucken lohnt sich, wenn das Dokument wirklich nach Ihren Abzügen ausgestellt wird: Pässe und Ausweise in Ländern, die das zulassen, Dokumente älterer Art, internationale Führerscheine, Visa und alle möglichen Ausweise und Formulare.
Was Passbehörden vom Foto verlangen
Neben Hintergrund, Brille und Kleidung, von denen oben die Rede war, enthalten die offiziellen Vorgaben Zahlen. Es lohnt sich zu wissen, nach welchen Sie suchen müssen, um Ihr Bild vor dem Druck einzuschätzen.
- Die Größe des Abzugs. Am weitesten verbreitet ist das Format 35x45 mm, die USA verwenden 2x2 Zoll. Das Foto ist in der Regel farbig.
- Im Bild sind der Kopf und der obere Teil der Schultern.
- Die Kopfhöhe vom Scheitel bis zum Kinn, angegeben in Millimetern oder als Anteil der Bildhöhe. Sie hat eine obere und eine untere Grenze.
- Der freie Raum über dem Kopf: ein schmaler Rand, meist wenige Millimeter, mit kleiner Toleranz.
- Die Abzüge sind identisch und zeigen, wie Sie am Tag der Antragstellung aussehen.
Nicht jedes Land nennt eine Frist in Monaten für das Alter des Fotos: Manche verlangen nur, dass es dem aktuellen Aussehen entspricht. Die USA nennen die Frist ausdrücklich: Das Foto muss in den letzten 6 Monaten aufgenommen worden sein.
Passfoto-Größen für verschiedene Dokumente
Die Größe legt die Behörde fest, nicht der Fotograf. Die gängigsten Formate aus dem Katalog des Tools stehen in der Tabelle, die letzte Spalte zeigt, auf welches Dateigewicht das Tool die Datei komprimiert.
| Dokument | Größe, mm | Datei, Pixel | Gewicht bis, KB |
|---|---|---|---|
| Reisepass, Format 35x45 mm | 35x45 | 600x800 | 500 |
| Foto 3x4 cm (Dienstausweis, Mitgliedsausweis, Studentenausweis) | 30x40 | 600x800 | 500 |
| Schengen-Visum | 35x45 | 600x800 | 480 |
| US-Visum, Green Card | 51x51 | 600x600 | 240 |
| Visum für China | 33x48 | 420x560 | 120 |
| Indien, e-Visum | 50x50 | 900x900 | 1000 |
| Kanada, Daueraufenthalt | 50x70 | 990x1380 | 4000 |
Für die USA stimmen die Zahlen mit den offiziellen überein: Für die Green-Card-Lotterie (DV-Lotterie) wird ein quadratisches JPEG mit 600x600 Pixeln und höchstens 240 KB gebraucht, der Kopf nimmt 50 bis 69 Prozent der Bildhöhe ein. Das amerikanische Papierfoto misst 2x2 Zoll, das sind 51x51 mm.
Insgesamt enthält der Katalog 49 Formate. Für Pässe und Visa gibt es eigene Seiten, auf denen das passende Dokument schon ausgewählt ist: Passfoto und Visumfoto. Das Format 3x4 cm steht im Katalog in einer eigenen Zeile. Beachten Sie: 3x4 cm und das Passformat 35x45 mm sind verschiedene Größen, das eine ersetzt das andere nicht.
Bild im Tool aufs Format zuschneiden
Von Hand die Millimeter und den vorgeschriebenen Kopfanteil im Bild zu treffen ist schwierig. Das Tool Passfoto online erstellen erledigt das nach der Vorgabe des gewählten Dokuments. Die Reihenfolge:
- Öffnen Sie die Seite des Tools im Browser des Handys, eine App müssen Sie nicht installieren.
- Tippen Sie auf die Schaltfläche zum Hochladen und wählen Sie die Aufnahme aus der Galerie. Angenommen werden JPEG, PNG, WebP, HEIC und AVIF bis 20 MB. Die zweite Möglichkeit: das Bild direkt mit der Kamera aufnehmen.
- Wählen Sie unter dem Bild das Dokument aus. Die Liste hat eine Suche, von der Auswahl hängen Bildgröße, Ränder und das zulässige Dateigewicht ab.
- Sehen Sie sich das Bild mit den Hilfslinien an: ein Oval für das Gesicht und Linien für Scheitel, Augen und Kinn. Hier erscheint auch eine Vorabprüfung: ob die Auflösung reicht, ob der Kopf gerade ist, wie weiß der Hintergrund ist.
- Starten Sie die Verarbeitung.
Am Ende steht ein Bild in der richtigen Größe: das Gesicht in der Mitte, die Ränder eingestellt, der Hintergrund auf Weiß ausgeglichen, das Dateigewicht auf den zulässigen Wert gebracht. Daneben sehen Sie die Bilder „vorher“ und „nachher“.
Die technischen Grenzen sind folgende. Am besten ist es, wenn die kurze Seite des Originals mindestens 900 Pixel hat, jedes moderne Handy liefert ein Vielfaches davon. Liegt sie unter 600 Pixeln, meldet die Vorabprüfung das als Fehler. Eine Datei über 20 MB nimmt das Tool nicht an. Eine HEIC-Datei vom iPhone versucht das Tool selbst umzuwandeln, sicherer ist es aber, gleich in JPEG zu fotografieren, wie oben beschrieben.
Was das Tool prüft und was es nicht tut
Nach der Verarbeitung steht unter dem Ergebnis, für welches Dokument die Datei vorbereitet wurde: die Größe in Millimetern und Pixeln und das maximale Gewicht. Den Hintergrund beurteilen Sie selbst anhand des Bildes „nachher“ und der Vorabprüfung. Ist er nicht einwandfrei geworden, ist das ein Grund, vor einer helleren Wand neu zu fotografieren, statt auf Glück zu hoffen.
Für die Feinabstimmung gibt es einen Profimodus: Drehung, Zoom, Helligkeit, Kontrast, Weißabgleich. Mit der Drehung lässt sich eine leichte Kopfneigung bequem ausgleichen. Bei Helligkeit und Farbe ist Vorsicht geboten: Ein zu dunkles Bild zu korrigieren ist in Ordnung, das Gesicht zu „verbessern“ nicht.
Das Tool arbeitet mit dem Bildausschnitt, nicht mit dem Gesicht. Es entfernt keine Falten und Muttermale, öffnet keine geschlossenen Augen, dreht keinen abgewandten Kopf zurück und macht aus einem Selfie kein korrektes Porträt. Es sieht den Pony über den Augenbrauen nicht und weiß nicht, dass das Foto drei Jahre alt ist. Und eine Garantie, dass das Dokumentenfoto angenommen wird, gibt die automatische Verarbeitung nicht: Das entscheidet der Sachbearbeiter beim Termin.
Verarbeitung und Vorschau mit Wasserzeichen sind kostenlos, die saubere Datei ohne Wasserzeichen ist kostenpflichtig. Für die kostenlosen Verarbeitungen gilt ein Tageslimit, wählen Sie deshalb zuerst Ihre ein bis zwei besten Aufnahmen aus. Fehlt das gewünschte Format im Katalog, lässt sich das Bild von Hand nach den vorgegebenen Proportionen beschneiden: Wie das geht, steht im Artikel Foto online zuschneiden.
Kann man ein Passfoto mit KI erstellen
Ein Porträt per KI aus ein paar alten Aufnahmen zu erzeugen oder das Gesicht in einer App zu „verbessern“ ist nicht erlaubt. Ein solches Bild zeigt nicht Sie, sondern einen glaubwürdigen Menschen, der Ihnen ähnelt: etwas andere Augen, eine andere Kinnlinie, makellose Haut. Die Anforderungen sind in diesem Punkt eindeutig. Passbehörden: Das Foto muss alle Merkmale des Gesichts wahrheitsgetreu wiedergeben, eine Bearbeitung zur Verschönerung ist nicht zulässig. US-Außenministerium: Das Foto darf nicht digital so verbessert oder verändert werden, dass sich das Aussehen ändert. Auch wo KI-Generatoren in den Vorschriften nicht eigens genannt sind, erfasst das Verbot sie mit.
Die technische Aufbereitung des Bildes ist etwas anderes: das Gesicht finden, nach Vorgabe zuschneiden, den Hintergrund ausgleichen. Das Gesicht selbst ändert sich dabei nicht. Bedenken Sie aber, dass die US-Anforderungen streng formuliert sind und ein Austausch des Hintergrunds dort riskant ist. Sorgen Sie für amerikanische Dokumente schon bei der Aufnahme für eine weiße Wand und gleichmäßiges Licht, damit sich die Bearbeitung auf den Zuschnitt beschränkt.
Wann Sie eine digitale Datei brauchen
Eine Datei wird für Online-Anträge auf Behördenportalen gebraucht, für elektronische Visa, die Green-Card-Lotterie und für Formulare zu einem Dienst- oder Studentenausweis. Jedes Formular stellt dabei eigene Anforderungen.
Auf Behördenportalen stehen die Zahlen zur Datei (Format, Abmessungen, Gewicht) meist direkt im Upload-Formular und fehlen unter Umständen in den allgemeinen Hilfeseiten. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf alte Merkblätter, lesen Sie den Hinweis neben der Upload-Schaltfläche. Wird ein Antrag wegen des Fotos zurückgegeben, lässt er sich auf vielen Portalen nicht einfach korrigieren: Sie füllen ihn neu aus und laden ein neues Bild hoch. Für diesen Fall empfehlen offizielle Hinweise oft, das Foto im Studio machen zu lassen und um eine digitale Kopie zu bitten. Das ist ein vernünftiger Ausweg, wenn das Bild von zu Hause abgelehnt wurde.
Meldet das Formular, dass die Datei zu groß ist, können Sie sie zusätzlich komprimieren: Die Möglichkeiten sind im Artikel Bildgröße verkleinern ohne Qualitätsverlust gesammelt. Schicken Sie die Datei direkt aus dem Speicher des Handys ins Formular, nicht über einen Messenger: Messenger komprimieren Bilder und ändern ihre Abmessungen.
Wie viele Passbilder drucken, einen 10x15-Bogen anlegen und ausdrucken
Wie viele Fotos Sie drucken sollten
Die Zahl hängt vom Dokument ab, raten müssen Sie nicht.
- Reisepass oder Ausweis, der nach Papierfotos ausgestellt wird: meist zwei identische Abzüge, ob Sie persönlich beantragen oder sie nach einem Online-Antrag zum Termin mitbringen.
- Dokumente älterer Art und Papierformulare: Die Unterlagenliste kann zwei oder drei Abzüge verlangen, und für Kinder kann die Zahl abweichen.
- Internationaler Führerschein: Papierfotos in der Größe und auf der Papierart, die die ausstellende Stelle nennt.
- Einwanderungsvisum für die USA: Zum Interview bringen Sie zwei identische Fotos im Format 2x2 Zoll mit.
- Visa anderer Länder, Ausweise, Formulare: Sehen Sie in die Unterlagenliste der jeweiligen Stelle.
Auf ein Blatt 10x15 passt mehr, als ein einzelnes Dokument braucht, der Vorrat ergibt sich also von selbst.
Warum ein Bogen 10x15
Ein einzelnes Foto 35x45 mm druckt niemand für sich allein. Dafür kann jedes Fotolabor, jeder Sofortdruck-Automat und jeder Fotodrucker zu Hause ein Standardbild 10x15 cm drucken. Deshalb legt man mehrere gleiche kleine Fotos auf ein Bild 10x15, druckt es wie ein gewöhnliches Foto und schneidet es auseinander.
Von Fotos im Format 35x45 mm passen bis zu acht Stück auf einen solchen Bogen: zwei Reihen zu je vier, wenn das Blatt quer liegt. Von quadratischen 50x50 mm passen weniger: zwei Reihen zu je drei, fast ohne Zwischenraum.
Den Bogen selbst zusammenstellen
Wenn Sie aus dem Tool ein Einzelfoto für das gewählte Dokument heruntergeladen haben und keinen fertigen Druckbogen, ist der Bogen in ein paar Minuten gemacht: in jedem Bildeditor oder jeder Collagen-App, in der sich die Größe der Arbeitsfläche in Pixeln festlegen lässt.
- Legen Sie eine Arbeitsfläche mit 1800x1200 Pixeln an. Das sind genau 10x15 cm bei einer Druckdichte von 300 Punkten pro Zoll.
- Fügen Sie das fertige Foto ein und geben Sie ihm die Größe laut Vorgabe. Bei 300 Punkten pro Zoll hat ein Foto 35x45 mm 413x531 Pixel, ein Quadrat 50x50 mm 591x591 Pixel.
- Vervielfältigen Sie das Foto und ordnen Sie die Kopien in Reihen mit einem kleinen weißen Abstand an, damit Platz zum Schneiden bleibt.
- Speichern Sie den Bogen als JPEG in höchster Qualität.
Das Wichtigste im zweiten Schritt: das Bild nicht an einer einzelnen Kante ziehen. Weichen die Proportionen der Datei leicht von 35 zu 45 ab, strecken Sie sie nicht, sondern schneiden Sie das Überflüssige in der Höhe oder Breite ab. Ein gestrecktes Gesicht fällt sofort auf.
Wer sich nicht mit der Arbeitsfläche abmühen will, hat es einfacher: Viele Fotogeschäfte drucken Passbilder aus einer fertigen Datei. Bringen Sie die Einzeldatei mit und nennen Sie die Größe in Millimetern.
Wo Sie Passbilder vom Handy ausdrucken können
- Fotolabor oder Fotogeschäft. Die Datei geben Sie so ab, wie es dort üblich ist: über die Website oder App, per E-Mail, per Kabel. Sagen Sie, dass Sie einen Abzug 10x15 ohne Beschnitt und ohne automatische Korrektur brauchen.
- Sofortdruck-Automat im Geschäft oder Einkaufszentrum. Die Datei wird vom Handy hochgeladen, in den Einstellungen suchen Sie denselben Punkt: das ganze Bild drucken, ohne Anpassung an die Papiergröße.
- Drucker zu Hause. Geeignet ist ein Tintenstrahldrucker mit Fotopapier. Normales Büropapier taugt nicht nur wegen der blassen Farben nicht: Die Vorschriften erwarten in der Regel einen richtigen Fotoabzug auf Papier in Fotoqualität, und ein Büroblatt ist dünner und leichter.
Schicken Sie die Datei im Originalzustand ins Geschäft. Wenn Sie sie über einen Messenger als Bild weiterleiten, wird sie komprimiert und verliert an Schärfe. Dafür gibt es in Messengern den Versand „als Datei“ oder „als Dokument“.
Druckeinstellungen, von denen die Größe abhängt
Fast alle Probleme mit der Größe entstehen im letzten Schritt, am Drucker. Druckprogramme „helfen“ gern: Sie ziehen das Bild bis an die Papierränder oder verkleinern es, um Ränder zu lassen. In beiden Fällen ändern die Fotos auf dem Bogen ihre Größe.
- Skalierung 100 Prozent oder „Originalgröße“. Die Optionen „an Seite anpassen“, „ausfüllen“ und „einpassen“ sind ausgeschaltet.
- Die Papiergröße in den Einstellungen stimmt mit dem Blatt überein: 10x15 cm.
- Randloser Druck vergrößert das Bild bei vielen Geräten leicht und schneidet die Kanten ab. Fragen Sie im Geschäft, wie die Maschine dort mit dem Bild umgeht, oder wählen Sie den Druck mit Rand.
- Die automatische Verbesserung von Farbe und Kontrast ist ausgeschaltet.
- Die Druckqualität steht auf dem höchsten Wert, die Papierart ist richtig angegeben.
Machen Sie zu Hause zuerst einen Probedruck auf Normalpapier und messen Sie ihn nach. Das Fotopapier nehmen Sie erst, wenn die Größe stimmt.
Mit dem Lineal prüfen und schneiden
Legen Sie vor dem Schneiden ein Lineal an eines der Fotos auf dem Bogen. Beim Format 35x45 mm prüfen Sie drei Maße: die Breite von 35 mm, die Höhe von 45 mm und den Rand über dem Scheitel, der bis auf etwa einen Millimeter Ihrer Vorgabe entsprechen muss. Messen Sie dann vom Scheitel bis zum Kinn und vergleichen Sie das Ergebnis mit der Kopfhöhe, die Ihre Behörde zulässt. Weichen Breite und Höhe um einen Millimeter oder mehr ab, drucken Sie mit der richtigen Skalierung neu.
Am besten schneidet es sich mit einem Cuttermesser an einem Metalllineal oder mit einer Papierschneidemaschine. Mit der Schere geht es auch, aber die Kante wird oft wellig. Schneiden Sie entlang der Bildgrenzen, ohne einen weißen Saum stehen zu lassen. Einen frischen Abzug aus dem Tintenstrahldrucker lassen Sie ein paar Minuten trocknen.
Knicken Sie die Fotos nicht, heften Sie sie nicht mit einer Büroklammer zusammen und beschriften Sie sie nicht mit Druck, wenn das nicht ausdrücklich verlangt wird.
Matt oder glänzend, mit Ecke oder ohne
Eine einheitliche Antwort gibt es nicht. Manche Stellen nennen das Papier ausdrücklich, zum Beispiel matt für einen bestimmten Ausweis oder Führerschein. Andere Vorgaben sagen nichts zur Oberfläche und beschreiben nur die Druckqualität oder die Stärke des Papiers. Steht in den Anforderungen nichts zum Papier, wählen Sie matt: Darauf gibt es keine Reflexe, und Fingerabdrücke bleiben nicht zurück.
Eine Ecke, also ein helles unbedrucktes Feld in einer unteren Ecke des Fotos für den Stempel, wird für manche Ausweise und Personalakten gebraucht. In den üblichen Anforderungen an Passfotos kommt sie nicht vor. Ob Sie sie brauchen, auf welcher Seite und in welcher Größe, weiß nur die Stelle, die das Dokument ausstellt.
Wann der Weg ins Fotostudio besser ist
- Das Dokument wird mit Aufnahme vor Ort ausgestellt, wie bei vielen biometrischen Reisepässen und nationalen Führerscheinen. Ein eigenes Papierfoto ist dann nicht nötig.
- Zu Hause gibt es weder eine helle Wand noch Tageslicht, und die Unterlagen müssen morgen früh abgegeben werden.
- Der Online-Antrag wurde schon einmal wegen des Fotos zurückgegeben, und einen zweiten Versuch mit demselben Ergebnis möchten Sie nicht.
- Ein Fehler käme teuer: ein seltener Termin im Konsulat, eine harte Abgabefrist.
In allen anderen Fällen ist der Ablauf einfach: Fenster, helle Wand, Hauptkamera aus zwei Metern, zehn Aufnahmen zur Auswahl, Zuschnitt aufs Format, ein Bogen 10x15 und ein Lineal. So bereiten Sie an einem Abend Fotos für die ganze Familie vor und müssen sich nicht nach den Öffnungszeiten eines Studios richten.
Häufige Fragen
Kann man ein Passfoto selbst mit dem Handy machen? Ja. Es zählt das Ergebnis: weißer Hintergrund, gleichmäßiges Licht, Gesicht frontal, die richtige Größe (in den meisten Ländern 35x45 mm). Bei manchen Online-Anträgen kommt das hochgeladene Foto nur in die Antragsakte und nicht in den Pass selbst.
Passfoto mit Brille oder ohne? Das hängt vom Land ab. Wo eine Brille erlaubt ist: Gläser ohne Tönung, keine Reflexe, das Gestell verdeckt die Augen nicht. Für Dokumente der USA muss die Brille ab. Für andere Länder fragen Sie bei der Behörde oder im Konsulat nach.
Muss man Papierfotos zum Passantrag mitbringen? Für viele biometrische Reisepässe nicht: Sie werden beim Termin fotografiert. Dokumente älterer Art und Papieranträge brauchen Abzüge, die Zahl für Erwachsene und Kinder steht in der Unterlagenliste.
Geht ein Selfie als Passfoto? Besser nicht. Am ausgestreckten Arm verzerrt das Objektiv die Proportionen, die Schultern stehen schief, der Blick geht auf den Bildschirm. Stellen Sie das Handy auf Augenhöhe auf und nutzen Sie Hauptkamera und Selbstauslöser.
Ist ein Foto 3x4 dasselbe wie ein Passfoto? Nein. Das verbreitete Passformat ist 35x45 mm. Fotos 3x4 cm werden für Dienstausweise, Mitgliedsausweise und Personalakten verlangt. Aufgenommen werden sie gleich, nur der Zuschnitt unterscheidet sich.
Darf man ein Passfoto mit KI bearbeiten? Das Gesicht zu verändern ist nicht erlaubt: Behörden lehnen Fotos ab, die zur Verschönerung bearbeitet wurden, die USA verbieten jede digitale Änderung des Aussehens. Zulässig ist nur die technische Aufbereitung: Zuschnitt und Ausrichtung.
Wie kann man Passbilder vom Handy ausdrucken? Legen Sie einen Bogen 10x15 mit mehreren Kopien an (Arbeitsfläche 1800x1200 Pixel, ein Foto 35x45 mm hat 413x531 Pixel) und drucken Sie ihn wie ein normales Foto. Skalierung 100 Prozent, ohne Beschnitt und ohne automatische Korrektur.
Was tun, wenn der Online-Antrag wegen des Fotos abgelehnt wurde? Meist müssen Sie den Antrag neu ausfüllen und ein neues Foto hochladen. Fotografieren Sie neu und beachten Sie die Hinweise: weißer Hintergrund ohne Schatten, Blick in die Kamera, keine Reflexe in der Brille. Der Ausweg: ein Studio mit digitaler Kopie.
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