Schmuck fotografieren mit dem Handy: Ohrringe, Ketten und Modeschmuck zu Hause
Schmuck fotografieren mit dem Handy: Ohrringe, Ketten und Modeschmuck zu Hause
Heimstudio für Schmuckfotos und die Kameraeinstellungen am Handy
Um Schmuck zu Hause mit dem Handy schön zu fotografieren, brauchen Sie drei Dinge: weiches Licht vom Fenster, ein Handy, das sich nicht bewegt, und ein sauberes Stück vor einem ruhigen Hintergrund. Eine teure Kamera und ein Studio entscheiden hier fast nichts. Ohrringe, eine Kette oder eine Brosche nehmen im Bild nur wenige Zentimeter ein, und alles, was die Aufnahme verdirbt, passiert genau auf diesen Zentimetern: ein harter Reflex, zitternde Hände, ein Fingerabdruck auf dem Metall, ein Gelbstich von der Lampe.
Im Folgenden steht die Reihenfolge, in der eine Schmuckdesignerin oder ein kleiner Shop eine Fotoecke auf der Fensterbank einrichtet, die Handykamera einstellt und Bilder für Social Media, Kleinanzeigen und die eigene Website bekommt. Der Weg führt vom Licht zur Bearbeitung: zuerst das, was sich später nicht mehr korrigieren lässt, danach das, was sich korrigieren lässt.


Schmuck zu Hause fotografieren: was Sie außer dem Handy brauchen
Es genügt, was ohnehin in der Wohnung vorhanden ist. Die Liste ist kurz, und kaufen müssen Sie davon so gut wie nichts:
- ein Fenster, in das keine direkte Sonne fällt, oder ein beliebiges Fenster an einem bedeckten Tag;
- ein Tisch oder eine breite Fensterbank direkt an diesem Fenster;
- zwei Bögen festes weißes Papier: einer als Hintergrund, der zweite als Reflektor;
- Transparentpapier, dünner weißer Stoff oder Backpapier, um das Licht weicher zu machen;
- eine Stütze für das Handy: ein Stativ, ein Bücherstapel, eine Tasse;
- ein Mikrofasertuch, ein weicher Pinsel und ein Blasebalg gegen Staub;
- eine Pinzette und dünne Handschuhe, damit keine Fingerabdrücke auf dem Metall bleiben.
Die letzten beiden Punkte wirken wie eine Kleinigkeit, sparen aber die meiste Zeit. Ein Staubkorn auf einem Cabochon oder eine Fingerspur auf einem glatten Ohrhaken ist auf dem Handydisplay nicht zu sehen, auf dem fertigen Foto springt sie dagegen als Erstes ins Auge.
Schmuck richtig am Fenster fotografieren: Licht und Diffusor
Stellen Sie den Tisch seitlich zum Fenster, sodass das Licht von der Seite und leicht von oben auf das Stück fällt, nicht frontal und nicht von hinten. Seitenlicht zeichnet die Form: Eine Perle bekommt ihre Rundung, Metall einen Verlauf von hell nach dunkel, eine strukturierte Oberfläche ihr Relief. Frontales Licht macht Schmuck flach, und Gegenlicht verwandelt ihn in eine dunkle Silhouette.
Direkte Sonne ist für Schmuck fast immer ein Gegner. Sie erzeugt harte schwarze Schatten und ausgebrannte weiße Flecken auf dem Metall, in denen keine Zeichnung mehr übrig ist. Fällt die Sonne trotzdem auf den Tisch, hängen Sie Transparentpapier, Backpapier oder einen dünnen weißen Stoff vor die Scheibe. So entsteht eine große, weiche Lichtquelle: Die Schatten werden durchsichtig, und die Glanzlichter auf dem Metall werden von Punkten zu gleichmäßigen hellen Streifen.
Und die wichtigste Regel: nur eine Lichtquelle. Schalten Sie Deckenlampe und Schreibtischlampe aus, solange Sie am Fenster fotografieren. Tageslicht ist kühl, Lampenlicht warm, und wenn sich beides mischt, kippt die eine Seite des Stücks ins Blaue und die andere ins Gelbe. Ein solches Bild lässt sich später nur schwer auf eine normale Farbe bringen.
Weißes Papier als Reflektor: die dunkle Seite des Stücks aufhellen
Stellen Sie einen Bogen weißes Papier oder ein Stück Leichtschaumplatte auf die Seite, die das Fensterlicht nicht erreicht, ganz dicht an den Bildrand. Er wirft einen Teil des Lichts auf die Schattenseite zurück, und der Schmuck versinkt auf dieser Seite nicht mehr im Schwarz. Schieben Sie den Bogen näher heran und wieder weg und schauen Sie dabei auf das Display: Den Unterschied sehen Sie sofort.
Für Metall ist der Reflektor doppelt wichtig. Eine polierte Oberfläche arbeitet wie ein Spiegel und zeigt alles, was ringsum steht: den dunklen Schrank, den gemusterten Vorhang, Ihre Hände. Je mehr weiße Flächen das Stück umgeben, desto sauberer und heller wirkt das Metall. Manchmal reicht es, einen zweiten Bogen schräg darüber zu legen, und Silber wird von grau zu hell.
Der umgekehrte Kniff ist ebenfalls nützlich. Wenn ein glatter Ring oder eine Kugel ganz weiß herauskommt und ihre Form verliert, halten Sie seitlich einen Streifen dunklen Karton daneben. Im Metall erscheint eine dunkle Linie, und der Gegenstand wirkt wieder plastisch.
Fotobox für Schmuck: kaufen oder selber bauen
Eine Fotobox brauchen Sie, wenn Sie viele gleichartige Stücke aufnehmen und zu jeder Tageszeit dasselbe Ergebnis wollen. Das ist ein Kasten mit weißen Wänden, die das Licht von allen Seiten streuen, sodass sich im Metall nicht das Zimmer spiegelt. Für kleinen Schmuck genügt eine kleine Box, und bauen lässt sie sich aus einem Pappkarton: Fenster in die Seitenwände und den Deckel schneiden, mit Transparentpapier bespannen und innen einen gebogenen Bogen weißes Papier ohne Knick einlegen. Die Bauanleitung Schritt für Schritt mit Maßen steht im Artikel über die Fotobox für Produktfotos zum Selberbauen.
Die Box hat auch eine Kehrseite. Das Licht darin ist so gleichmäßig, dass Metall manchmal flach und Steine stumpf aussehen. Die Abhilfe ist einfach: Öffnen Sie eine Wand ein Stück oder nehmen Sie den Diffusor auf einer Seite ab, damit gerichtetes Licht und ein leichter Schatten entstehen. Für Aufnahmen auf strukturiertem Untergrund für Social Media brauchen Sie die Box meist gar nicht, das Fenster reicht.
Was das Stativ ersetzt, wenn Sie kleinen Schmuck fotografieren
Jede Stütze, die sich nicht bewegt. Aus der Nähe führt die kleinste Handbewegung zu Unschärfe, und bei Fensterlicht wählt das Handy eine ziemlich lange Belichtungszeit, deshalb ist Schmuck aus der Hand zu fotografieren immer ein Glücksspiel. Die einfachsten Lösungen:
- ein Bücherstapel, an den das Handy gelehnt und seitlich mit etwas Schwerem festgeklemmt ist;
- eine Tasse oder ein Glas, in dem das Handy hochkant steht;
- für Aufnahmen von oben: zwei gleich hohe Bücherstapel und ein Lineal oder Brettchen dazwischen, das Handy liegt darauf, die Kamera über dem Stück.
Lösen Sie am besten so aus, dass im Moment der Aufnahme niemand das Handy berührt: mit dem Timer oder einem kabellosen Fernauslöser. Auf dem iPhone finden Sie den Timer im Menü mit den Kamerasteuerungen: Tippen Sie auf „Timer“ und wählen Sie dann 3, 5 oder 10 Sekunden Verzögerung. Drei Sekunden reichen, damit das Handy nach dem Tippen zur Ruhe kommt.
Schmuck fotografieren mit dem iPhone: Makro, Fokus und Belichtung
Tippen Sie auf dem iPhone auf die Stelle des Stücks, die scharf sein soll: Die Kamera legt den Fokus dorthin. Neben dem Fokusrahmen erscheint ein Symbol, das Sie nach oben und unten ziehen können: So ändern Sie die Belichtung, also die Helligkeit des Bildes. Vor weißem Hintergrund dunkelt das Handy die Aufnahme meist ab, und der Hintergrund wird grau, deshalb müssen Sie die Helligkeit fast immer etwas anheben.
Damit sich die Einstellungen zwischen den Aufnahmen nicht verstellen, legen Sie den Finger auf die gewünschte Stelle und halten ihn, bis „AE/AF-Sperre“ erscheint. Danach können Sie die Stücke am selben Platz austauschen, und die ganze Serie wird gleich hell. Ein Tippen auf das Display hebt die Sperre wieder auf.
Bei Modellen mit Makrofotografie wechselt die Kamera von selbst auf das Ultraweitwinkelobjektiv, sobald Sie mit dem Handy ganz nah an das Motiv gehen: Laut Apple-Handbuch können Sie aus nur 2 Zentimetern Entfernung fotografieren. Das ist praktisch für Details: Verschlüsse, Stempel, die Struktur einer Perlenarbeit. Ein Handy, das so dicht davorsteht, nimmt allerdings Licht weg und spiegelt sich im Metall. Wird das Bild dunkel oder ist im Ohrring die Kamera zu sehen, gehen Sie weiter weg und schalten Sie den automatischen Wechsel aus: Kommt das Handy in den Makroabstand, erscheint auf dem Display eine Makrotaste, ein Tippen darauf verhindert den Wechsel auf das Ultraweitwinkelobjektiv, ein zweites Tippen schaltet ihn wieder ein. Ob diese Taste angezeigt wird, bestimmt die Option „Makrosteuerung“ im Bereich „Kamera“ der App „Einstellungen“: Fehlt die Taste, prüfen Sie, ob die Option aktiviert ist. In denselben Kameraeinstellungen schalten Sie auch „Raster“ und „Wasserwaage“ ein: Damit halten Sie das Handy leichter exakt über dem Tisch und der Horizont kippt nicht.
Kameraeinstellungen am Android-Handy: ohne Zoom und ohne Blitz
Das Prinzip ist dasselbe wie beim iPhone: Den Fokus setzen Sie, indem Sie auf dem Display auf das Stück tippen, danach passen Sie die Helligkeit mit dem Regler neben dem Fokuspunkt an. Die Samsung-Hilfe für Galaxy-Smartphones beschreibt es mit denselben Worten: auf das Hauptmotiv auf dem Display tippen, damit die Kamera darauf scharfstellt, und die Helligkeit mit dem Schieberegler neben dem Fokuspunkt korrigieren. Dort steht auch der Rat, der am häufigsten vergessen wird: die Objektive vor dem Fotografieren mit einem sauberen, weichen Tuch abwischen. Bei anderen Herstellern und Softwareversionen heißen die Menüpunkte anders, suchen Sie deshalb nicht nach Wörtern, sondern nach den Funktionen: Fokus per Tippen, Helligkeitskorrektur, Timer, Raster und, falls es einen manuellen Modus gibt, Weißabgleich.
Zwei Verbote gelten für jedes Handy. Das erste: kein Digitalzoom. Das Aufziehen mit zwei Fingern über den optischen Bereich hinaus holt das Motiv nicht näher heran, es vergrößert nur das Bild und kostet Details: Je stärker die Vergrößerung, desto schlechter die Qualität. Besser ist es, aus bequemem Abstand mit der Hauptkamera zu fotografieren und das Bild anschließend zuzuschneiden: Das Ergebnis ist gleich gut oder besser. Hat das Handy ein eigenes Teleobjektiv, dürfen Sie es benutzen: Es arbeitet optisch und erlaubt außerdem, vom Stück wegzugehen und das Licht nicht zu verdecken.
Das zweite Verbot: der Blitz. Frontales Licht aus einer Handbreit Abstand ergibt einen weißen Fleck auf dem Metall, ein flaches Bild und einen harten Schatten hinter dem Stück. Stellen Sie den Blitz auf „Aus“ und nicht auf „Automatisch“, sonst löst er an einem trüben Tag von selbst aus.
Fotos für Social Media und Kleinanzeigen oder für einen Marktplatz: der Unterschied
Ein Marktplatz gibt die Regeln vor: Hintergrund, Seitenverhältnis, Größe, Reihenfolge der Bilder im Angebot. Wer seine Stücke über Social Media, Messenger, Kleinanzeigen oder die eigene Website verkauft, ist freier: Hier zählen ein wiedererkennbarer Stil, eine Stimmung und die ehrliche Wiedergabe einer Sache, die von Hand gemacht wurde. Deshalb geht es in diesem Text um Licht, Präsentation und Bearbeitung und nicht um die technischen Vorgaben der Plattformen.
Wenn Sie parallel auf die großen Plattformen gehen, sind die Anforderungen an die Angebotsbilder und deren Reihenfolge gesondert beschrieben, im Beitrag über Schmuckfotografie für Marktplätze. Die Fotoecke bleibt dabei dieselbe: Fenster, Reflektor und Handystütze taugen für beide Aufgaben.
Ohrringe, Ketten, Armbänder und Modeschmuck fotografieren
Jede Art von Schmuck hat ihre eigene Schwierigkeit. Ohrringe wollen nicht gleich liegen, eine Kette verheddert sich und verliert ihre Form, ein Armreif kippt um, und klares Harz fängt die Spiegelung des ganzen Zimmers ein. Licht und Stütze bleiben wie zuvor, es ändert sich nur, wie Sie das Stück hinlegen oder aufhängen.
Ohrringe fotografieren: aufhängen, hinlegen oder aufstellen
Ohrhänger hängt man am besten auf: So hängen sie wie am Ohr, und man sieht ihre tatsächliche Länge und Beweglichkeit. Ohrstecker lassen sich dagegen bequemer in eine Unterlage stecken oder hinlegen. Bewährte Methoden:
- eine Angelschnur oder einen dünnen Faden zwischen zwei Stützen spannen und die Ohrringe daran hängen, den Hintergrund mit Abstand aufstellen, damit er unscharf wird;
- einen Bogen festes Papier oder Karton durchstechen, die Ohrhaken hindurchstecken und den Bogen senkrecht aufstellen;
- das Paar an den Rand eines Glases, einer Tasse oder an einen kleinen Holzzweig hängen;
- die Ohrringe flach hinlegen und exakt von oben fotografieren: geeignet für flache und geometrische Formen;
- für Ohrstecker ein Stück Styropor oder festen Schaumstoff nehmen, das mit Papier oder Stoff bedeckt ist.
Aufgehängte Ohrringe schwingen bei der kleinsten Luftbewegung. Lassen Sie sie zur Ruhe kommen und fotografieren Sie mit dem Timer, sonst ist einer der beiden verwackelt.
Ohrringe schön fotografieren für den Verkauf: das Paar im Bild
Käuferinnen und Käufer brauchen drei Ansichten: das ganze Paar, einen Ohrring groß und den Verschluss. Legen oder hängen Sie das Paar symmetrisch, auf gleicher Höhe und im gleichen Abstand zur Kamera. Ist ein Ohrring näher, wird er größer und schärfer, der zweite verschwimmt, und das Paar sieht ungleich aus.
Gut funktioniert die gedrehte Anordnung: ein Ohrring von vorn, der zweite im Dreiviertelprofil oder von der Seite. So zeigt ein einziges Bild das Muster, die Stärke und den Aufbau des Ohrhakens. Asymmetrische Paare, bei denen die Ohrringe bewusst verschieden sind, legen Sie nebeneinander und erwähnen es in der Bildunterschrift, damit der Unterschied nicht wie ein Fehler aussieht.
Den Fokus setzen Sie auf das Detail der Vorderseite, das der Kamera am nächsten ist: einen Stein, das zentrale Element, den Rand des Musters. Liegt die Schärfe auf dem Ohrhaken und der Ohrring selbst ist unscharf, müssen Sie das Bild neu aufnehmen, die Bearbeitung rettet das nicht.
Kette fotografieren, ohne dass sie sich verheddert
Eine Kette legt man vom Verschluss aus: Zuerst den Verschluss ablegen, dann die Glieder mit einer Pinzette oder einem Zahnstocher führen und verdrehte Stellen ausrichten. Mit bloßen Händen gelingt das schlechter: Die Finger verdecken die Sicht und hinterlassen Spuren. Ziehen Sie die Kette vor dem Auslegen einmal in ganzer Länge zwischen den Fingern im Handschuh durch, damit alle Glieder mit derselben Seite nach oben liegen.
Eine feine Kette rutscht auf glattem Papier und zieht sich wieder zu einem Knäuel zusammen. Es helfen ein Hintergrund mit leichter Struktur (Leinen, samtiges Papier, matter Karton) und winzige Stückchen wiederablösbarer Klebemasse unter den Gliedern an den Stellen, an denen die Linie halten soll. Nehmen Sie nur Krümel und verstecken Sie sie unter der Kette, damit sie nicht ins Bild geraten.
Fotografieren Sie eine Kette exakt von oben. Bei schrägem Blick wandert der hintere Teil aus der Schärfezone, und die Hälfte des Stücks wird unscharf. Von oben liegt die ganze Kette in einer Ebene und ist vom Verschluss bis zum Anhänger scharf.
Kette und Collier schön fotografieren: Linie, Schlaufe, Hals
Eine gute Anordnung erfasst man mit einem Blick: Das Auge soll die Form des Stücks ohne Mühe verstehen. Drei bewährte Varianten:
- ein sanfter Bogen oder eine S-Form: zeigt das Kettenmuster und die Länge, passt zu Ketten ohne Anhänger;
- eine tropfenförmige Schlaufe, so wie die Kette am Hals liegt, mit dem Anhänger am tiefsten Punkt: die beste Variante für Anhänger und Colliers;
- eine saubere Spirale oder mehrere Windungen: für lange Ketten und Perlenstränge, wenn das Stück ausgelegt nicht ins Bild passt.
Machen Sie neben der Gesamtansicht eine Nahaufnahme des Kettenmusters und des Verschlusses. An der Gesamtansicht erkennt niemand, ob es eine Panzerkette oder eine Ankerkette ist und wie zuverlässig der Verschluss hält, und genau danach wird in Nachrichten häufig gefragt.
Colliers mit aufwendiger Form und mehrreihige Perlenketten verlieren flach liegend ihren Fall. Sie zeigt man besser an einer Schmuckbüste oder am Hals. Eine einfache Büste lässt sich durch eine feste Stoffrolle oder ein mit Leinen bespanntes, schräg aufgestelltes Buch ersetzen: Das Stück legt sich im Bogen, wie am Körper.
Armbänder und Broschen fotografieren
Ein starrer Armreif wird auf die Kante gestellt oder über eine Stütze geschoben, ein weiches Armband legt man als Ring oder als Linie aus. Damit der Armreif nicht umfällt, genügt ein Tropfen Klebemasse unter dem tiefsten Punkt. Ein weiches Perlenarmband hält seine Form gut auf einem kleinen Kegel aus gerolltem Papier oder auf einem glatten Stein: So sieht man, wie es das Handgelenk umschließt.
Bei Armbändern fotografieren Sie unbedingt den Verschluss und die Innenseite. Für Handgemachtes ist das wichtiger, als es scheint: An der Rückseite lesen Kundinnen und Kunden ab, wie sorgfältig gearbeitet wurde. Ist das Armband größenverstellbar, zeigen Sie es in der kürzesten und in der längsten Einstellung.
Eine Brosche ist fast immer flach, deshalb ist ihr Hauptbild entweder exakt von oben oder an Stoff gesteckt. Die zweite Variante verkauft besser: Am Revers, am Pullover oder am Schal werden die Größe und die Wirkung im Alltag klar. Fotografieren Sie in einem eigenen Bild die Rückseite mit Nadel oder Clip.
Modeschmuck mit Glas und Rocailles richtig fotografieren
Modeschmuck mit Glas und Rocailles fotografiert man im selben weichen Seitenlicht, achtet aber auf zwei Dinge: Farbe und Glanzlichter. Eine Perlenarbeit lebt von Farbe und Rhythmus, und jede Verfälschung des Farbtons empfinden Käufer später als Täuschung. Deshalb sind eine einzige Lichtquelle und ein neutraler Hintergrund hier Pflicht: Weiß, Hellgrau, ungefärbtes Leinen.
Geschliffene Glasperlen und Kristalle werden lebendig, wenn das Licht etwas gerichteter ist. Wirken sie unter dem Diffusor stumpf, verschieben Sie das Transparentpapier so, dass ein Teil des Fensterlichts direkt durchkommt, oder nehmen Sie den Reflektor weg: Auf den Facetten erscheinen Funken. Mattes Glas und Wachsperlen brauchen dagegen das weichste Licht, sonst sitzt auf jeder Perle ein harter weißer Punkt.
Klares Glas kann sich vor weißem Hintergrund auflösen. Dann hilft ein Hintergrund, der einen Ton dunkler ist, Hellgrau oder Beige, oder Licht leicht von hinten und von der Seite, das das Glas von innen zum Leuchten bringt.
Schmuck aus Epoxidharz fotografieren: Reflexe und Transparenz
Harz glänzt wie Glas und ist dabei gewölbt, deshalb spiegelt es alles ringsum, einschließlich des Handys und des Fensters mit seinen Rahmen. Als Erstes umgeben Sie das Stück mit Weiß. Papierbögen an den Seiten und obenauf nehmen die störenden Spiegelungen weg, und auf der Oberfläche bleibt ein einziges sauberes Glanzlicht vom Fenster. Ganz entfernen sollten Sie das Glanzlicht nicht: Ohne es sieht Harz aus wie matter Kunststoff.
Um die Transparenz zu zeigen und das, was eingegossen ist (Trockenblumen, Glitzer, Farbschichten), probieren Sie Durchlicht. Legen Sie das Stück auf einen Bogen Transparentpapier oder eine Milchglasscheibe, die etwas über dem Tisch liegt, sodass das Fensterlicht auch darunter hindurchfällt. Die zweite Variante ist einfacher: Stellen Sie den Anhänger senkrecht zwischen Fenster und Kamera und hellen Sie ihn von vorn mit einem weißen Bogen auf.
Auf glänzendem Harz fallen Staub, Fusseln und Fingerabdrücke besonders auf. Wischen Sie das Stück mit Mikrofaser ab und pusten Sie es mit dem Blasebalg direkt vor dem Auslösen ab, nicht fünf Minuten vorher: Staub setzt sich schnell.
Handgemachten Schmuck fotografieren: was Käufer sehen wollen
Bei handgemachtem Schmuck kauft man nicht nur den Gegenstand, sondern auch die Arbeit, die darin steckt. Deshalb gehören in die Serie Bilder, die es bei Fabrikware nicht gibt: Struktur, Werkzeugspuren, Rückseite, Befestigungen. Das Minimum für ein Stück sieht so aus:
- Gesamtansicht vor sauberem Hintergrund, das ganze Stück;
- Nahaufnahme des wichtigsten Details;
- Verschluss, Ohrhaken oder Nadel;
- Rückseite;
- das Stück an einer Person oder neben einem vertrauten Gegenstand als Größenvergleich;
- ein Stimmungsbild auf strukturiertem Untergrund für den Feed.
Nahaufnahmen von wirklich winzigen Details verlangen einen eigenen Umgang mit Fokus und Schärfentiefe. Er ist ausführlich beschrieben im Artikel darüber, wie Sie kleine Produkte und Schmuck im Makro fotografieren.
Keine Lust, selbst daran zu sitzen? Geben Sie das Foto einem Retuscheur
Automatik löst nicht alles: eine schwierige Aufnahme, ein wichtiges Bild, ein alter Abzug vom Scanner. Wo der Algorithmus aufgibt, arbeitet ein Mensch das Bild in Photoshop Ebene für Ebene von Hand aus.

VorherNachher⇆- Schärfe in Gesicht und Augen zurückholen
- Rauschen und Artefakte entfernen, ohne die Haut zu plätten
- Farbe, Kontrast und verrissene Belichtung korrigieren
- Kratzer, Flecken und Knicke vom alten Scan entfernen
- Datei in druckfähiger Größe liefern
- Preis pro Foto10 €
- Bearbeitungszeitinnerhalb von 24 Stunden
- Zustellungper E-Mail
- Wenn wir es nicht schaffenGeld zurück
Wir finishen Ihr Foto von Hand
Ein Studio-Retuscheur macht das, was Automatik nicht kann: Schärfe, Gesicht, Farbe, Defekte. Zuerst zahlen, danach schicken Sie einfach das Foto und sagen, was nötig ist. Schaffen wir es nicht, bekommen Sie Ihr Geld zurück.
- Manuelle Fotoretusche10 €
Hintergrund und Präsentation: weißer Hintergrund, Strukturen, Tragefotos
Hintergrund und Präsentation entscheiden, wohin ein Bild geht. Derselbe Anhänger sieht auf einem weißen Bogen aus wie ein Artikel im Katalog und auf einem Stück altem Holz wie eine Geschichte, die man sich genauer ansehen möchte. Am besten haben Sie beide Varianten und vermischen ihre Aufgaben nicht.
Schmuck fotografieren auf weißem Hintergrund
Der weiße Hintergrund entsteht aus einem einzigen Bogen festem, mattem Papier, der in einem sanften Schwung gebogen ist: Der untere Teil liegt auf dem Tisch, der obere lehnt an der Wand oder an einem Karton. Einen Knick darf es nicht geben, dann erscheint hinter dem Stück keine Horizontlinie. Das Papier muss matt sein: Glänzendes Papier erzeugt eigene Reflexe und spiegelt das Stück.
Das größte Problem des weißen Hintergrunds: Auf dem Foto wird er grau oder bläulich. Schuld ist die Automatik: Die Kamera sieht viel Weiß und dunkelt das Bild ab. Korrigiert wird das schon bei der Aufnahme: Heben Sie die Helligkeit mit dem Regler am Fokuspunkt an, bis der Hintergrund hell ist, das Stück in den hellen Bereichen aber noch keine Zeichnung verliert. Silber und Perlen verschwinden vor einem überbelichteten Hintergrund zuerst, behalten Sie sie im Auge.
Einen leichten, weichen Schatten unter dem Stück müssen Sie nicht entfernen. Er stellt den Schmuck auf die Fläche, ohne ihn scheint der Gegenstand in der Luft zu hängen. Schlecht sind nur harte schwarze Schatten und Doppelschatten von zwei Lichtquellen.
Schmuck fotografieren für den Onlineshop: ein einheitlicher Katalog
Für einen Katalog zählt Einheitlichkeit am meisten. Wenn alle Stücke denselben Hintergrund, denselben Aufnahmewinkel und denselben Maßstab haben, wirkt der Shop aufgeräumt, und die Kundschaft vergleicht den Schmuck miteinander und nicht die Fotos. Das zu erreichen ist leichter, als es scheint: Richten Sie Licht und Stütze einmal ein, markieren Sie die Position von Handy und Hintergrund auf dem Tisch mit Stückchen Malerkrepp und fotografieren Sie die ganze Charge, ohne etwas zu verschieben.
Legen Sie vorab fest, welche Ansichten jeder Artikel bekommt, und halten Sie sich an die Liste: zum Beispiel Gesamtansicht, Nahaufnahme, Verschluss, am Körper getragen. Dann sind alle Produktseiten gleich aufgebaut. Lassen Sie beim Fotografieren Rand um das Stück: Auf Quadrat oder Hochformat zuschneiden können Sie später, einen Rand ergänzen, der nicht im Bild war, können Sie nicht.
Die allgemeinen Handgriffe der Produktfotografie zu Hause, von der Wahl des Platzes bis zum Arbeitsablauf bei einer ganzen Charge, sind im Artikel darüber gesammelt, wie Sie Produkte zu Hause mit dem Handy fotografieren.
Schmuck schön fotografieren auf strukturiertem Untergrund: Stein, Holz, Leinen, Papier
Einen strukturierten Untergrund wählt man nach dem Kontrast zum Stück: Glattes kommt auf Raues, Glänzendes auf Mattes, Helles auf Dunkles. Dann bleibt der Schmuck die Hauptsache, und der Untergrund arbeitet für ihn. Einige verlässliche Kombinationen:
- Stein, Beton, Keramikfliese: für Silber, Stahl, minimalistische Formen;
- Holz und Baumscheiben: für warme Metalle, Leder, Natursteine, Ethno-Schmuck;
- Leinen und ungefärbte Baumwolle: für Rocailles, Perlen, Harz mit Trockenblumen;
- festes Farbpapier oder Kraftpapier: für bunten Modeschmuck und grafische Bilder.
Der Test ist einfach: Kneifen Sie die Augen zusammen und schauen Sie auf das Display. Sehen Sie zuerst das Stück, ist der Untergrund richtig gewählt. Bleibt der Blick an der Maserung des Marmors oder am Stoffmuster hängen, konkurriert der Untergrund mit dem Schmuck und sollte gegen einen ruhigeren getauscht werden.
Vorsicht bei kräftig gefärbten Flächen in der Nähe von Metall. Eine rote Serviette oder eine grüne Wand spiegelt sich im Silber und färbt es ein, und ein farbiger Hintergrund legt einen Stich auf helle Steine und Perlen.
Schöne Schmuckfotos mit Requisiten, ohne das Bild zu überladen
Eine Requisite soll etwas erklären: Material, Stimmung, Anlass, Größe. Ein Zweig Trockenblumen neben einem Harzanhänger mit derselben Blüte passt, eine zufällige Kaffeetasse neben Ohrringen nicht. Die Regel, die vor Überladung schützt: höchstens zwei, drei Gegenstände außer dem Schmuck selbst, und alle fallen weniger auf als er.
Ordnen Sie Requisiten an den Rändern und teilweise außerhalb des Bildes an und überlassen Sie dem Stück die hellste und schärfste Stelle. Gut wirken Dinge aus der Werkstatt: eine Rolle Draht, verstreute Perlen, ein Werkzeug. Sie zeigen, dass das Stück von Hand gemacht ist, und kosten nichts.
Auch die Verpackung ist eine Requisite. Ein Schächtelchen, ein Säckchen, ein Anhängeetikett mit dem Namen der Werkstatt im Bild beantworten die Frage, wie der Schmuck ankommt, und machen das Foto tauglich für Geschenkideen.
Schmuck an sich selbst fotografieren
Tragefotos an sich selbst entstehen am selben Fenster, seitlich dazu stehend, mit dem Handy auf einer Stütze und mit der Hauptkamera, nicht mit der Frontkamera. Die Hauptkamera liefert das bessere Bild. Um den Ausschnitt zu sehen, stellen Sie einen Spiegel gegenüber auf oder machen Sie eine Probeaufnahme, sehen sie an und korrigieren Ihre Position. Auslösen: mit dem Timer auf 10 Sekunden oder per Fernauslöser.
Einige Dinge, die solche Bilder gepflegt wirken lassen:
- Ohrringe: Haare hinter das Ohr gestrichen oder zusammengebunden, Kopf im Dreiviertelprofil, im Bild Ohr, Wangenknochen und Halslinie;
- Collier und Anhänger: einfarbige Kleidung mit schlichtem Ausschnitt, ohne Prints und Schriftzüge, Ausschnitt vom Kinn bis zur Brust;
- Armband und Ring: die Hand entspannt und mit etwas beschäftigt, sie hält etwa eine Tasse oder liegt auf Stoff; gepflegte Nägel ohne grellen Lack, sofern er nicht zum Look gehört;
- Haut ohne fettigen Glanz: Er wird leicht für einen Fehler am Stück gehalten.
Setzen Sie den Fokus auf den Schmuck, nicht auf das Gesicht: Aus Gewohnheit sucht das Handy die Augen. Tippen Sie vor dem Auslösen auf dem Display auf das Stück oder sperren Sie den Fokus vorab im richtigen Abstand.
Schmuck am Model fotografieren: Einwilligung und Vorbereitung
Fotos von Schmuck an einer anderen Person dürfen Sie nur mit deren Einwilligung veröffentlichen, und am besten holen Sie sie schriftlich ein, zumindest im Chat. Das gilt für die Freundin ebenso wie für die Kundin, die ein Bild mit ihrer Bewertung geschickt hat: Fragen Sie erst, ob Sie das Foto im Feed oder auf der Website zeigen dürfen, und veröffentlichen Sie erst danach. Fremde Schmuckbilder aus dem Internet dürfen Sie für den eigenen Shop nicht verwenden.
Möchte jemand das Gesicht nicht zeigen, wählen Sie einen engeren Ausschnitt: Ohr und Hals, Schlüsselbeine, Hand. Für Schmuck ist das sogar besser, weil die Aufmerksamkeit beim Stück bleibt. Sprechen Sie die Kleidung vorher ab: Zwei, drei einfarbige Oberteile in neutralen Farben decken fast jedes Shooting ab.
Die Größe eines Schmuckstücks im Bild zeigen
Größe zeigt man durch den Vergleich mit etwas, das jeder vom Anfassen kennt: Hand, Ohr, Hals, Münze, Lineal. Ohne das täuscht die Nahaufnahme: Ein Ohrring von zwei Zentimetern Länge und einer von sechs sehen im Makrofoto gleich aus, und der Käufer wundert sich später. Ein einziges Bild an einer Person oder in der Handfläche genügt, um die Frage zu klären.
Die genauen Maße schreiben Sie trotzdem in die Beschreibung: Länge des Ohrrings mit Ohrhaken, Länge der Kette, Durchmesser des Armreifs, Größe des Anhängers. Ein Foto mit Lineal ist ehrlich, aber unschön, es kommt ans Ende der Serie und nicht als Titelbild.
Schmuck fotografieren für Instagram: ein einheitlicher Feed
Ein Feed wirkt geschlossen, wenn sich darin drei Dinge wiederholen: das Licht, die Auswahl der Hintergründe und die Bearbeitung. Wählen Sie zwei, drei Hintergründe, die zu Ihren Stücken passen, und wechseln Sie nur zwischen ihnen. Fotografieren Sie zur selben Tageszeit am selben Fenster. Bearbeiten Sie alle Bilder gleich: dieselbe Helligkeit des Hintergrunds, derselbe Weißton.
Wechseln Sie die Bildarten ab, damit der Feed nicht zum Katalog wird: das Stück auf dem Hintergrund, ein großes Detail, der Schmuck an einer Person, der Arbeitsprozess, die Verpackung. Und fotografieren Sie von Anfang an mit Reserve an den Rändern, denn ein Bild wird in verschiedenen Seitenverhältnissen gebraucht: Quadrat und Hochformat für den Feed, schmales Hochformat für Stories, Querformat für das Titelbild einer Seite oder Website. Ein Bild, das randvoll aufgenommen ist, lässt sich nicht auf alle diese Formate zuschneiden.
Schmuckfotos bearbeiten und typische Fehler vermeiden
Bei der Bearbeitung von Schmuck geht es nicht um Filter. Ihre Aufgabe ist bescheidener: entfernen, was Kamera und Staub hinzugefügt haben, und dem Stück das Aussehen zurückgeben, das Sie mit eigenen Augen sehen. Eine gute Vorlage wirkt nach der Bearbeitung hochwertiger, eine schlechte bleibt schlecht, deshalb wählen Sie zuerst die schärfsten Bilder aus und arbeiten nur mit ihnen.
Schmuckfotos am Handy bearbeiten: die Reihenfolge
Die Reihenfolge ist wichtig, weil jeder Schritt auf dem vorherigen aufbaut. Bewährt hat sich diese Abfolge:
- Auswahl. Vergrößern Sie jedes Bild auf dem Display und behalten Sie nur die, auf denen das wichtigste Detail scharf ist.
- Zuschneiden und Ausrichten: überflüssigen Rand entfernen, Schieflage korrigieren.
- Weißabgleich und Helligkeit: Hintergrund ohne Gelb- oder Blaustich, Stück ohne abgesoffene Schatten.
- Säubern: Staubkörner, Fusseln, zufällige Kratzer im Hintergrund.
- Hintergrund: aufhellen oder freistellen, wenn ein Katalogbild gebraucht wird.
- Metall: Kanten, Glanzlichter, Oberflächenstruktur.
- Endgröße für die Plattform und Speichern.
Die ersten drei Schritte erledigen Sie im eingebauten Editor der Galerie auf jedem Handy. Zum Entfernen von Staub brauchen Sie einen Editor mit einem Werkzeug für punktuelle Retusche: Manche Handys haben es eingebaut, bei anderen müssen Sie eine eigene App installieren. Sättigung und Schärfe „nach Gefühl“ fassen Sie am besten gar nicht oder nur ganz leicht an: Überdrehte Steinfarben und Säume um die Kettenglieder verraten die Bearbeitung sofort.
Was die Online-Schmuckretusche leistet und was Ihres bleibt
Die Schmuck-Fotoretusche online arbeitet über Ihrer Aufnahme und bringt das Metall in Ordnung: Sie macht die Kanten sauberer, die Glanzlichter gleichmäßiger und die Oberflächenstruktur deutlicher. Es gibt einen einzigen, sanften Modus, Schalter und Regler hat das Widget nicht: Foto hochladen, auf die Schaltfläche „Stück retuschieren“ klicken, Ergebnis erhalten. Die Verarbeitung läuft auf dem Server und dauert spürbar: Warten Sie auf das Ergebnis und schließen Sie die Seite nicht. Ist der Server in diesem Moment mit einem fremden Bild beschäftigt, bittet das Widget darum, es in einer Minute noch einmal zu versuchen.
Was Ihres bleibt: die Form des Stücks, die Steine und die Farbe. Das Tool zeichnet den Schmuck nicht neu, gibt den Steinen kein zusätzliches Feuer, macht aus einer matten Fläche keinen Spiegel und ändert den Farbton des Metalls nicht. Für alle, die selbst fertigen, ist das ein Vorteil: Auf dem Foto bleibt genau das Stück, das die Käuferin oder der Käufer bekommt.
Was die Retusche nicht kann, wissen Sie besser vorher:
- sie rettet kein verwackeltes oder unscharfes Bild: Hervorholen lässt sich nur die Struktur, die aufgenommen wurde;
- sie korrigiert den Weißabgleich nicht: Ein Bild mit Gelbstich von der Lampe bleibt gelb, korrigieren Sie die Farbe vor dem Hochladen;
- sie entfernt keinen Hintergrund und säubert keine Requisiten rund um das Stück;
- sie vergrößert das Bild nicht: Das Ergebnis ist für den Bildschirm gedacht, die lange Seite hat bis zu 1024 Pixel, und das gilt auch für die bezahlte saubere Datei; für große Drucke ist das zu wenig.
Welche Dateien das Tool annimmt und was Sie bekommen
Das Tool nimmt jeweils eine Datei im Format JPG, PNG oder WebP mit bis zu 25 MB an, mit Seitenlängen von 100 bis 8000 Pixeln. Aufnahmen in HEIC, dem Format, in dem das iPhone Fotos standardmäßig speichert, werden nicht angenommen: Wandeln Sie das Bild vor dem Hochladen in JPG um oder stellen Sie das Aufnahmeformat in den Kameraeinstellungen des iPhone um: Bereich „Formate“, Option „Maximale Kompatibilität“, danach werden neue Aufnahmen als JPEG gespeichert. Eine Registrierung ist nicht nötig.
Das Ergebnis kommt als PNG: Das Format ist so gewählt, damit bei einem vorab freigestellten Stück der transparente Hintergrund erhalten bleibt. Ohne Bezahlung sehen Sie eine Vorschau: ein JPEG-Bild, verkleinert auf 900 Pixel an der langen Seite, mit einem Wasserzeichen über die ganze Fläche. Ein transparenter Hintergrund wird in der Vorschau hell dargestellt. Daran lässt sich gut beurteilen, ob Ihnen das Ergebnis zusagt. Die saubere Datei ohne Wasserzeichen, mit bis zu 1024 Pixeln an der langen Seite, ist kostenpflichtig; abholen können Sie sie innerhalb von 24 Stunden nach der Verarbeitung, schieben Sie es also nicht auf.
Kostenlos sind 5 Verarbeitungen pro Tag von einer Adresse, und gezählt wird gemeinsam: Dazu gehören Durchläufe der Schmuckretusche, der Hintergrundentfernung und der anderen Tools der Website, bei denen der Server das Bild verarbeitet. Einfache Konverter, Komprimieren und Zuschneiden zählen nicht mit. Ist das Limit aufgebraucht, startet keine neue Verarbeitung: Das Widget meldet, dass das kostenlose Limit für heute erreicht ist, und bietet an, entweder morgen wiederzukommen oder ein kostenpflichtiges Paket mit Verarbeitungen zu nehmen. Mit einem Paket entfällt die Tagesgrenze von 5 Verarbeitungen, und es bleibt nur die eigene Grenze des Tools: 40 Durchläufe pro Tag und höchstens 6 pro Minute.
Ein praktischer Rat: Verschwenden Sie keine Versuche. Gezählt wird jedes Absenden einer Datei, auch ein misslungenes, etwa mit einem ungeeigneten Format. Wählen Sie zuerst das beste Bild des Stücks aus, wandeln Sie es in JPG um, korrigieren Sie Farbe und Zuschnitt, und schicken Sie nur dieses eine in die Retusche.
Hintergrund eines Schmuckfotos entfernen und weiß machen
Es gibt zwei Wege. Der erste: den Hintergrund über die Helligkeit aufhellen. Haben Sie auf weißem Papier fotografiert und der Hintergrund ist hellgrau geworden, heben Sie im Editor die Lichter und die Belichtung an, bis das Papier weiß ist, und achten Sie darauf, dass Silber und Perlen nicht mit ihm verschmelzen. Das geht schnell und erhält den natürlichen Schatten unter dem Stück.
Der zweite Weg: das Stück komplett freistellen. Das Tool Hintergrund entfernen trennt den Schmuck von der Unterlage, danach können Sie ihn auf reines Weiß oder jeden anderen Hintergrund setzen. Das Ergebnis des Freistellens ist ein PNG mit transparentem Hintergrund. Es eignet sich auch gut für die Metallretusche: Das Retusche-Widget empfiehlt selbst ein freigestelltes Stück vor hellem Hintergrund. Bedenken Sie, dass Freistellen und Retusche dasselbe Tageskontingent an kostenlosen Verarbeitungen verbrauchen.
Mit feinen Ketten, durchbrochenem Filigran und klaren Steinen kommt das automatische Freistellen am schlechtesten zurecht: In den Lücken zwischen den Gliedern können Reste des alten Hintergrunds stehen bleiben, und durchsichtige Teile können teilweise verschwinden. Solche Stücke fotografieren Sie besser von Anfang an auf Weiß und gehen den ersten Weg.
Schmuckfotos in Photoshop bearbeiten: was von Hand gemacht wird
In Photoshop wird Schmuck in derselben Reihenfolge bearbeitet, nur ist jeder Schritt genauer und liegt auf einer eigenen Ebene, damit man ihn abschwächen oder zurücknehmen kann. Zuerst stellt man anhand des weißen Hintergrunds eine neutrale Farbe ein, dann entfernt man Staub und kleine Fehler: Für Punkte und Fusseln dient der „Bereichsreparatur-Pinsel“, für Stellen, an denen die Struktur exakt von einer benachbarten Stelle übertragen werden muss, der „Kopierstempel“. Danach wird das Stück freigestellt und das Metall gesondert bearbeitet: Glanzlichter werden angeglichen, der Kontrast an den Kanten verstärkt, farbige Spiegelungen des Zimmers gedämpft. Im kostenlosen GIMP erledigen dieselbe Arbeit die Werkzeuge „Heilen“ und „Klonen“.
Die manuelle Bearbeitung gibt volle Kontrolle, ein Stück kostet aber deutlich mehr Zeit, und es braucht Übung. Deshalb teilen viele die Arbeit auf: automatische Retusche für die ganze Charge, von Hand nur die Titelbilder und die teuersten Stücke. Wo diese Grenze bei Echtschmuck verläuft und was genau von Hand nachgearbeitet wird, steht im bereits erwähnten Beitrag über Schmuckfotografie für Marktplätze.
Ist das Bild für einen Katalog gedacht, lassen Sie es durch die Schmuck-Fotoretusche laufen, bevor Sie es endgültig für die Plattform verkleinern, und nicht danach: Beim Verkleinern geht ein Teil der Schärfe wieder verloren.
Warum Schmuck auf Fotos gelb oder grau aussieht
Gelb wird Schmuck durch Lampenlicht, grau durch zu wenig Licht oder einen Fehler der Automatik. Eine gewöhnliche Wohnraumlampe gibt warmes Licht, und das Handy gleicht es nicht immer aus: Der weiße Hintergrund driftet ins Gelbe, Silber sieht aus wie Messing. Am sichersten fotografieren Sie tagsüber am Fenster bei ausgeschaltetem Deckenlicht. Müssen Sie abends fotografieren, nehmen Sie eine einzige Lampe mit neutralweißem Licht und einen Diffusor und schalten Sie alle anderen Lichtquellen aus.
Ein grauer Hintergrund und stumpfes Metall auf weißem Papier lassen sich mit der Helligkeitskorrektur bei der Aufnahme beheben, von ihr war oben die Rede. Ist dagegen das Metall selbst grau, bedeutet das meist, dass sich ein dunkles Zimmer darin spiegelt. Stellen Sie weiße Bögen rund um das Stück auf, und das Metall wird ganz ohne Bearbeitung heller.
Warum sich Handy und Hände im Metall spiegeln
Weil poliertes Metall und ein glatter Stein wie ein gewölbter Spiegel wirken und alles „sehen“, was sich vor ihnen befindet. Je näher das Handy am Stück ist, desto größer seine Spiegelung. Dagegen gibt es drei Mittel, und am besten wenden Sie sie zusammen an:
- das Handy weiter wegrücken und das Bild später zuschneiden oder mit dem Teleobjektiv fotografieren, falls vorhanden;
- die Kamera leicht aus der Achse zur Seite versetzen, damit das dunkle Rechteck von der Vorderseite verschwindet;
- das Handy mit einem Bogen weißem Papier mit einem Loch für das Objektiv abdecken: Im Metall spiegelt sich dann eine weiße Fläche mit einem kleinen Punkt.
Die Hände verschwinden dank Timer: Auslöser drücken, Hände aus dem Spiegelbereich nehmen, die Kamera löst von selbst aus. Bunte Kleidung tauschen Sie für die Dauer der Aufnahmen besser gegen weiße oder graue: Ein roter Pullover ist in einem silbernen Ohrring bestens zu sehen.
Fehler-Checkliste: Unschärfe, Staub, unruhiger Hintergrund
Bevor Sie die Fotoecke abbauen, gehen Sie die Liste durch. Jeder dieser Fehler lässt sich an Ort und Stelle leicht beheben und später nur schwer oder gar nicht.
| Was nicht stimmt | Woher es kommt | Wie Sie es beheben |
|---|---|---|
| Gelbes oder mehrfarbiges Bild | Lampe oder Mischung aus Lampe und Fenster | Eine Lichtquelle, tagsüber am Fenster |
| Stück unscharf | Aus der Hand fotografiert, Fokus an der falschen Stelle, Handy zu nah | Stütze, Timer, auf das wichtigste Detail tippen, Abstand vergrößern |
| Handy oder Hände im Metall | Kamera ganz dicht, mit dem Finger ausgelöst | Weiter weggehen, weißer Bogen mit Loch, Timer |
| Staub, Fusseln, Fingerabdrücke | Stück vor der Aufnahme nicht abgewischt | Mikrofaser, Blasebalg, Handschuhe, Pinzette |
| Weiße Flecken ohne Zeichnung | Direkte Sonne oder Blitz | Diffusor, Blitz ausschalten |
| Grauer statt weißer Hintergrund | Die Automatik hat das Bild abgedunkelt | Helligkeit bei der Aufnahme anheben |
| Das Stück geht unter | Unruhiger Hintergrund, zu viele Requisiten | Ruhiger Hintergrund, höchstens zwei, drei Gegenstände |
Und die letzte Kontrolle: Öffnen Sie das Bild am Computerbildschirm oder vergrößern Sie es wenigstens auf dem Handy bis zum Anschlag. Alles, was in der Vergrößerung zu sehen ist, sieht auch die Kundschaft, wenn sie Ihr Stück genau betrachtet.
Häufige Fragen
Kann man Schmuck mit einem normalen Handy ohne Makroobjektiv schön fotografieren? Ja. Fotografieren Sie mit der Hauptkamera aus bequemem Abstand, auf einer Stütze und mit dem Timer, und schneiden Sie das Bild danach zu. Fensterlicht und ein Handy, das sich nicht bewegt, beeinflussen das Ergebnis stärker als das Handymodell.
Welches Licht ist am besten, um Schmuck zu Hause zu fotografieren? Tageslicht vom Fenster von der Seite, weicher gemacht mit Transparentpapier oder dünnem weißem Stoff, und ein weißer Bogen auf der Schattenseite. Deckenlampe und andere Lampen schalten Sie währenddessen aus, damit sich warmes und kühles Licht nicht mischen.
Braucht man eine Fotobox für Schmuckfotos? Sie ist praktisch, wenn es viele Stücke sind und Sie zu jeder Tageszeit dasselbe Ergebnis brauchen. Für ein paar Stücke und für Bilder auf strukturiertem Untergrund genügen Fenster, Diffusor und ein Bogen Papier.
Wie fotografiert man Ohrringe, damit das Paar gleich aussieht? Hängen oder legen Sie sie auf gleicher Höhe und im gleichen Abstand zur Kamera, lassen Sie Hänger zur Ruhe kommen und fotografieren Sie mit dem Timer. Den Fokus setzen Sie per Tippen auf ein Detail der Vorderseite.
Wie fotografiert man eine Kette, ohne dass sie sich verheddert? Legen Sie sie vom Verschluss aus mit Pinzette oder Zahnstocher auf einen Hintergrund mit leichter Struktur und fotografieren Sie exakt von oben: So liegt die ganze Kette in einer Ebene und bleibt scharf.
Was macht die Online-Schmuckretusche? Sie bearbeitet das Metall auf Ihrer Aufnahme: sauberere Kanten, gleichmäßigere Glanzlichter, deutlichere Struktur. Form des Stücks, Steine und Farbe verändert das Tool nicht, ein verwackeltes Bild rettet es nicht, den Hintergrund entfernt es nicht.
Welche Dateien kann man zur Retusche hochladen und was kostet das? JPG, PNG oder WebP bis 25 MB, jeweils eine Datei, HEIC wird nicht angenommen. Kostenlos: 5 Verarbeitungen pro Tag von einer Adresse (gezählt wird gemeinsam mit den anderen serverseitigen Tools der Website) und eine Vorschau bis 900 Pixel mit Wasserzeichen. Die saubere Datei ohne Wasserzeichen, bis 1024 Pixel an der langen Seite, ist kostenpflichtig.
Darf man Fotos von Schmuck an einer Kundin oder Freundin veröffentlichen? Nur mit ihrer Einwilligung, am besten schriftlich, zumindest im Chat. Möchte die Person ihr Gesicht nicht zeigen, wählen Sie einen engeren Ausschnitt: Ohr, Hals, Schlüsselbeine oder Hand.
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