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Bildqualität verbessern: am Handy, online und mit KI


Artikel des Studios gdefoto

Bildqualität verbessern: am Handy, online und mit KI

Was Bildqualität bedeutet und wie Sie erkennen, was dem Foto fehlt

Um die Bildqualität zu verbessern, müssen Sie zuerst klären, was dem Foto eigentlich fehlt: Pixel, Schärfe, Sauberkeit, Licht oder Farbe. Für jedes Problem gibt es ein eigenes Mittel. Ein kleines Bild wird mit KI vergrößert, ein verwackeltes mit einer Entfernung der Unschärfe behandelt, ein dunkles und blasses mit den Reglern in der Galerie des Handys korrigiert. Den einen Knopf „mach es schön“ gibt es nicht, dafür reichen fast immer zwei oder drei gezielte Schritte in der richtigen Reihenfolge.

Im Folgenden: woraus sich Bildqualität zusammensetzt, wie Sie einem Foto in einer Minute die Diagnose stellen, was iPhone und Samsung ohne Zusatzprogramme können, was eine KI tatsächlich tut und wo die Grenze liegt, hinter der eine Aufnahme nicht mehr zu retten ist.

Bildqualität verbessern: am Handy, online und mit KIBildqualität verbessern: am Handy, online und mit KI

Bildqualität verbessern: die kurze Antwort

Suchen Sie die allererste, ursprüngliche Datei der Aufnahme und arbeiten Sie nur mit ihr. Eine Kopie aus dem Messenger, ein Screenshot oder ein aus einem sozialen Netzwerk heruntergeladenes Foto haben bereits einen Teil der Details verloren, und keine Bearbeitung bringt sie vollständig zurück.

Danach gehen Sie nach dem Symptom vor:

  • Das Foto ist klein und zerfällt beim Heranzoomen in Klötzchen: Es braucht eine Vergrößerung mit KI.
  • Das Foto ist verschwommen, die Konturen sind doppelt oder zerlaufen: Es braucht eine Entfernung der Unschärfe, bei leichter Weichheit genügt Nachschärfen.
  • Das Foto ist dunkel, grau oder hat einen Farbstich: Der eingebaute Editor des Handys reicht aus.
  • Das Foto ist körnig und voller bunter Punkte: Es braucht eine Rauschreduzierung, und zwar vor dem Schärfen, nicht danach.

Kommen mehrere Probleme zusammen, ist die Reihenfolge wichtiger als die Auswahl der Werkzeuge. Dazu mehr im letzten Abschnitt.

Was bedeutet die Auflösung eines Fotos und wann reicht sie nicht

Die Auflösung ist die Anzahl der Punkte, aus denen das Bild besteht: Breite mal Höhe in Pixeln. Je mehr es sind, desto größer lässt sich das Foto zeigen oder drucken, bevor das Auge einzelne Punkte bemerkt.

Die Auflösung reicht nicht, wenn Sie ein Foto größer zeigen wollen, als es ist. Ein Bild mit 800 mal 600 sieht im Chat hervorragend aus, auf einem großen Monitor im Vollbild oder auf einem Abzug in der Größe eines Blattes im Querformat wird es aber weich und stufig. Dasselbe passiert bei starkem Beschnitt: Sie schneiden aus einer Totalen ein einzelnes Gesicht heraus, und von zwölf Megapixeln bleiben ein paar hundert Punkte pro Seite.

Verwechseln Sie Auflösung nicht mit Qualität insgesamt. Ein Foto mit riesiger Pixelzahl kann verwackelt und verrauscht sein, ein kleines dagegen tadellos scharf. Pixel stehen nur für die Größenreserve. Die Größe finden Sie leicht heraus: In den Dateieigenschaften am Computer oder in den Bildinformationen der Handygalerie stehen Breite und Höhe in Pixeln.

Was ist Schärfe und warum wirkt ein Foto verschwommen

Schärfe beschreibt, wie klar die Grenzen zwischen den Details gezogen sind: Wimpern sind voneinander getrennt, die Buchstaben auf einem Schild sind lesbar, Blätter haben einen Rand. Verschwommen wird ein Foto aus drei verschiedenen Gründen, und jeder wird anders behandelt.

  • Fehlfokus. Die Kamera hat auf den Hintergrund scharfgestellt statt auf das Gesicht. Der Hintergrund ist scharf, das Hauptmotiv weich.
  • Bewegungsunschärfe. Die Hand hat gezittert oder die Person hat sich bewegt. Die Konturen ziehen sich in eine Richtung, manchmal sind sie doppelt.
  • Weichheit durch Vergrößern oder Komprimieren. Die Aufnahme selbst war scharf, wurde aber gestreckt oder erneut gespeichert.

Leichte Weichheit beseitigt gewöhnliches Nachschärfen. Echte Verwacklung und Fehlfokus lassen sich so nicht entfernen: Mehr Kontrast an den Kanten macht aus Matsch nur kontrastreicheren Matsch. Hier braucht es eine KI, die gezielt mit unscharfen Aufnahmen trainiert wurde.

Rauschen und Körnung: woher die Punkte im Foto kommen

Rauschen entsteht, wenn der Kamera Licht fehlt. Damit das Foto nicht schwarz wird, verstärkt das Handy das Signal des Sensors, und mit ihm wird auch das zufällige Flimmern verstärkt: feines Korn und bunte Punkte, vor allem in den Schatten und auf einfarbigen Flächen.

Moderne Handys unterdrücken das Rauschen selbst, direkt bei der Aufnahme. Die Nebenwirkung kennen viele: Haut und Gras werden zu glattem „Aquarell“, feine Details verschwinden. Auch das ist ein Qualitätsverlust, er sieht nur anders aus.

Rauschen lässt sich mit Rauschreduzierung entfernen, aber immer auf Kosten eines Teils der Details. Die Aufgabe ist deshalb nicht, die Aufnahme bis zum Plastiklook zu säubern, sondern den Punkt zu finden, an dem das Korn nicht mehr stört und die Struktur noch lebt.

Kompression: warum im Foto Klötzchen und Säume auftauchen

Das Format JPG verringert die Dateigröße, indem es das wegwirft, was das Auge am schlechtesten wahrnimmt. Bei mäßiger Kompression fallen die Verluste nicht auf. Bei starker erscheinen quadratische Blöcke in Himmel und Haut, schmutzige Säume um kontrastreiche Kanten und Streifen statt weicher Übergänge.

Am schlimmsten ist wiederholte Kompression. Jedes Mal, wenn Sie ein JPG öffnen, etwas ändern und erneut speichern, verliert die Datei noch ein wenig. Nach einer langen Kette aus Weiterleiten und Neuspeichern wird aus einer guten Aufnahme eine matschige.

Spuren der Kompression glättet die KI beim Vergrößern teilweise, die weggeworfene Information bringt sie aber nicht zurück, sondern zeichnet an ihre Stelle etwas Ähnliches. Wenn Sie die Dateigröße verringern möchten, ohne das Bild zu verderben, lesen Sie den Beitrag Foto verkleinern ohne Qualitätsverlust.

Farbe und Licht: wenn das Foto dunkel, grau oder gelb ist

Das ist das häufigste und am einfachsten zu behebende Problem. Technisch ist das Foto in Ordnung, Pixel sind genug da, alles ist scharf, aber es ist dunkel, flach oder durch die Lampe komplett ins Gelbe gerutscht. Das Auge liest das als „schlechte Qualität“, obwohl es nur an den Einstellungen liegt.

Hier wirken vier Dinge: Belichtung (die Gesamthelligkeit), Kontrast, Weißabgleich (warmer oder kalter Farbton) und Sättigung. Alle vier gibt es in der Standardgalerie jedes Handys, und dafür braucht man weder KI noch Computer.

Eine Grenze gibt es: Sind helle Bereiche zu reinem Weiß ausgefressen und Schatten zu reinem Schwarz abgesoffen, stecken dort keine Details. Wenn Sie einen weißen Himmel abdunkeln, bekommen Sie einen grauen Himmel und keine Wolken.

Wie Sie erkennen, was Ihrem Foto fehlt

Öffnen Sie das Foto auf dem größten Bildschirm, den Sie zur Hand haben, und vergrößern Sie auf hundert Prozent, sodass ein Punkt des Fotos einem Punkt des Bildschirms entspricht. Auf dem kleinen Display eines Handys sieht fast jede Aufnahme ordentlich aus, eine Beurteilung dort bringt deshalb nichts.

Was Sie sehenWoran es liegtWas zu tun ist
Beim Heranzoomen Stufen und Klötzchen, die Datei ist kleinZu wenige Pixel oder starke KompressionOriginal suchen, danach mit KI vergrößern
Konturen ziehen sich in eine Richtung oder sind doppeltBewegungsunschärfeUnschärfe mit KI entfernen
Der Hintergrund ist scharf, das Gesicht weichFehlfokusUnschärfe entfernen, bei starkem Fehlfokus nicht zu retten
Alles ist etwas weich, aber ohne DoppelkonturenLeichte UnschärfeNachschärfen
Korn und bunte Punkte in den SchattenRauschen durch LichtmangelRauschreduzierung
Dunkel, grau, alles gelb oder blauBelichtung und WeißabgleichRegler in der Galerie des Handys

Meist hat ein Foto zwei Probleme gleichzeitig: Eine Abendaufnahme ist zum Beispiel verrauscht und leicht verwackelt. Notieren Sie dann beide und beheben Sie sie nacheinander, statt alles mit einem einzigen Filter erschlagen zu wollen.

Warum ein Foto aus dem Messenger schlechter ist als das Original

Messenger und soziale Netzwerke verkleinern und komprimieren Fotos beim normalen Versand, damit sie schneller laden. Die genauen Regeln sind bei jedem Dienst anders und ändern sich von Zeit zu Zeit, der Kern bleibt aber gleich: Der Empfänger sieht eine abgespeckte Kopie und nicht Ihre Datei.

Deshalb lohnt sich vor jeder Bearbeitung als Erstes die Bitte, das Original zu schicken.

  • Telegram. Das Foto wird als Datei gesendet und nicht als Foto: In der Beschreibung von Telegram selbst heißt es, dass Bilder so unkomprimiert und in voller Auflösung verschickt werden.
  • WhatsApp. Laut der Hilfe von WhatsApp lässt sich beim Senden zwischen Standardqualität und HD wählen, und in den Einstellungen, im Bereich zu Speicher und Daten, kann HD als Standard festgelegt werden. HD ist schärfer als Standard, wenn Sie aber wirklich die Originaldatei brauchen, senden Sie das Foto als Dokument.
  • Jeder Dienst. Ein Cloud-Link, eine E-Mail mit Anhang oder die Übertragung per Kabel lassen die Datei völlig unangetastet.

Ein Screenshot anstelle des Speicherns ist eine Falle für sich. Der Screenshot nimmt das Bild in der Größe des Bildschirms auf, samt Bedienoberfläche, und fällt meist deutlich kleiner aus als die ursprüngliche Aufnahme. Gibt es eine Schaltfläche zum Speichern, benutzen Sie sie.

Bildqualität am Handy verbessern: iPhone und Samsung

Der eingebaute Editor des Handys deckt alles ab, was mit Licht und Farbe zu tun hat, und das schnell. Pixel hinzufügen oder echte Verwacklung beheben kann er dagegen nicht. Wir sehen uns an, was genau auf iPhone und Samsung möglich ist und ab wann es Zeit wird, zur KI zu wechseln.

Bildqualität am Handy verbessern: womit anfangen

Beginnen Sie mit der Suche nach der Originaldatei und nicht mit Filtern. Wurde das Foto mit Ihrem Handy aufgenommen, öffnen Sie es in der Galerie und nicht in dem Chat, in den Sie es geschickt haben. Wurde Ihnen das Foto zugesandt, bitten Sie um das Original als Datei.

Danach folgen drei einfache Schritte, die auf jedem Handy gleich sind:

  1. Schneiden Sie Überflüssiges weg und richten Sie den Horizont aus. Eine gerade Aufnahme ohne Störendes an den Rändern wirkt bereits hochwertiger.
  2. Tippen Sie auf die automatische Verbesserung und sehen Sie nach, ob es besser geworden ist. Oft genügt das schon.
  3. Korrigieren Sie Helligkeit, Schatten und Farbton von Hand, falls die Automatik danebenlag.

Das Handy speichert Änderungen so, dass Sie zur ursprünglichen Aufnahme zurückkehren können. Probieren Sie also ruhig aus, bewahren Sie vor einer ernsthaften Bearbeitung in fremden Diensten aber trotzdem eine Kopie des Originals auf.

Bildqualität auf dem iPhone verbessern

Auf dem iPhone geschieht alles in der App „Fotos“. Nach dem Benutzerhandbuch von Apple ist der Ablauf so:

  1. Öffnen Sie die App „Fotos“ und tippen Sie auf das gewünschte Bild.
  2. Tippen Sie auf die Bearbeiten-Taste und dann auf „Anpassen“.
  3. Streichen Sie in der Symbolreihe unter dem Foto nach links: Dort finden Sie Einstellungen wie „Belichtung“, „Brillanz“ und „Glanzlichter“.
  4. Tippen Sie auf einen Parameter und bewegen Sie den Schieberegler. Die Umrandung des Symbols zeigt, wie stark der Parameter verändert wurde.
  5. Tippen Sie auf „Fertig“, um zu speichern.

Im selben Modus gibt es eine Taste für die automatische Verbesserung: Nach der Beschreibung von Apple verbessert sie Beleuchtung und Farbe automatisch. Es ist bequem, mit ihr zu beginnen und danach einzelne Parameter nachzuziehen. Um die Bearbeitung mit dem Original zu vergleichen, tippen Sie auf das Foto selbst.

Gefällt Ihnen das Ergebnis nicht, tippen Sie auf „Abbrechen“ und dann auf „Änderungen verwerfen“. Auch bereits gespeicherte Änderungen lassen sich rückgängig machen: Öffnen Sie das bearbeitete Foto, tippen Sie auf die Bearbeiten-Taste und wählen Sie „Zurück zum Original“. Die Anordnung der Tasten unterscheidet sich je nach Systemversion ein wenig, die Logik und die Namen der Parameter bleiben aber dieselben.

Gibt es viele gleich dunkle oder gelbe Aufnahmen, korrigieren Sie nicht jede von Hand. Im Handbuch von Apple ist das Übertragen von Änderungen beschrieben: Wählen Sie beim korrigierten Foto „Änderungen kopieren“, markieren Sie dann die übrigen Fotos und wählen Sie „Änderungen einsetzen“.

Welche Einstellungen auf dem iPhone die Qualität wirklich verbessern

Am meisten bringen die Einstellungen für das Licht und nicht die für die Schärfe. Eine dunkle Aufnahme, bei der die Schatten angehoben und die hellen Bereiche leicht zurückgenommen wurden, wirkt sofort detailreicher, obwohl kein einziges Pixel dazugekommen ist.

  • Belichtung verändert die Gesamthelligkeit. Bewegen Sie den Regler nur wenig: Bei starker Verschiebung fressen die hellen Stellen aus.
  • Brillanz hellt dunkle Stellen auf und dämpft überbelichtete, das Bild wird dadurch ausgeglichener.
  • Glanzlichter und Schatten arbeiten getrennt: Die einen holen Struktur in hellen Zonen zurück, die anderen ziehen Details aus dem Dunkeln.
  • Wärme und Färbung entfernen den gelben Schleier von Lampen oder den Blaustich eines bedeckten Himmels.

In derselben Reihe gibt es Parameter für Schärfe und Rauschreduzierung. Verwenden Sie sie vorsichtig und betrachten Sie das Ergebnis vergrößert: Schärfe betont in einer verrauschten Aufnahme das Korn, und starke Rauschreduzierung bügelt Haut und Haare glatt. Das ist Feinschliff und kein Mittel gegen Verwacklung.

Bildqualität auf dem Samsung in der Galerie verbessern

Auf dem Samsung steckt die Verbesserung in der App „Galerie“. Nach der Hilfe von Samsung ist der Ablauf so:

  1. Öffnen Sie die App „Galerie“ und wählen Sie ein Foto aus.
  2. Tippen Sie auf das Symbol für die Details.
  3. Sehen Sie sich den Block mit den Bearbeitungsvorschlägen an und tippen Sie auf den passenden.

Das Handy analysiert das Foto selbst und zeigt nur die Vorschläge an, die sich darauf anwenden lassen. In der Hilfe von Samsung werden unter anderem genannt (hier mit den englischen Namen, in der deutschen Oberfläche können sie anders lauten): Remaster, Background blur, Remove reflections, Remove moire, eine Korrektur optischer Verzerrungen und Colorize für Schwarz-Weiß-Fotos. Für die Qualität zählen drei: Remaster bearbeitet das Foto als Ganzes, Remove moire entfernt das Flimmern auf Fotos von Bildschirmen und feinen Karomustern, Remove reflections hilft bei Aufnahmen durch Glas.

Fehlt ein Eintrag, hat das System dafür keinen Anlass gefunden, oder die Funktion wird von Ihrem Modell nicht unterstützt. Samsung weist ausdrücklich darauf hin, dass das Aussehen der Menüs von der Version von One UI, vom Modell und von der Region abhängt. In älteren Versionen der Oberfläche fand man dieselbe Funktion im Menü mit den drei Punkten in der Fotoansicht, dort hieß sie Remaster picture. Wenn die Einträge bei Ihnen abweichen, öffnen Sie das Foto, gehen Sie in den Editor und suchen Sie dort nach der automatischen Verbesserung.

Was Remaster auf dem Samsung macht und was Sie erwarten können

Nach der Beschreibung von Samsung verbessert diese Funktion Auflösung, Beleuchtung, Farbe und weitere Elemente des Fotos. Es handelt sich also um eine kombinierte Automatik: etwas schärfer, etwas heller, sauberere Farben.

Gut kommt sie mit Fotos zurecht, die fast in Ordnung sind: ein altes Bild vom vorigen Handy, ein Bild aus einem Chat, eine Abendaufnahme. Das Ergebnis lässt sich vor dem Speichern mit dem Ausgangsbild vergleichen, und speichern müssen Sie es nicht.

Wunder sollten Sie nicht erwarten. Samsung selbst schränkt ein, dass das Ergebnis und seine Qualität vom Zustand des Ausgangsbildes abhängen. Starke Verwacklung beseitigt die Funktion nicht, und bei sehr kleinen Fotos kann sie unnatürliche Details zeichnen, besonders in Gesichtern. Sehen Sie sich vor dem Speichern Augen und Zähne in der Vergrößerung an.

Bildqualität auf Android-Handys anderer Marken verbessern

Auf Handys anderer Hersteller ist die Logik dieselbe: Öffnen Sie das Foto in der mitgelieferten Galerie, wechseln Sie in den Editor und suchen Sie die automatische Verbesserung sowie die manuellen Einstellungen für Licht und Farbe. Die Namen der Einträge sind bei jeder Marke anders, orientieren Sie sich deshalb am Sinn und nicht am Wort.

Ist die mitgelieferte Galerie mager ausgestattet, bietet jeder kostenlose Editor dieselben Grundeinstellungen. Wichtig ist nur, dass er das Ergebnis in voller Größe speichert und es beim Export nicht verkleinert: Prüfen Sie die Bildgröße in Pixeln vorher und nachher.

Was der eingebaute Editor des Handys nicht kann

Der Editor des Handys verändert, was in der Aufnahme schon vorhanden ist, und fügt fast nichts hinzu. Daraus ergeben sich drei harte Grenzen:

  • Er fügt keine Pixel hinzu. Regler machen aus einem Foto mit 640 mal 480 kein großes. Eine Automatik wie Remaster auf dem Samsung hebt die Auflösung zwar von sich aus an, den Faktor können Sie aber nicht wählen.
  • Er entfernt keine echte Verwacklung. Der Schärferegler verstärkt Kanten, die vorhanden sind. Sind die Kanten durch Bewegung verschmiert, gibt es nichts zu verstärken.
  • Er bringt ausgefressene Details nicht zurück. Ein weißer Fleck anstelle des Himmels und ein schwarzer anstelle des Anzugs bleiben Flecken.

Sobald Sie an eine dieser Grenzen stoßen, brauchen Sie andere Werkzeuge: Vergrößerung und Entfernung der Unschärfe mit KI. Sie laufen im Browser, ein Computer ist also nicht nötig, alles lässt sich mit demselben Handy erledigen.

Wie Sie mit dem Handy fotografieren, damit nichts verbessert werden muss

Der billigste Weg, die Qualität zu verbessern: sie bei der Aufnahme gar nicht erst zu verlieren. Ein paar Gewohnheiten bringen mehr als jede Bearbeitung.

  • Wischen Sie das Objektiv ab. Ein fettiger Fingerabdruck auf dem Glas macht die Aufnahme neblig, und mit Bearbeitung lässt sich das nicht beheben. Samsung setzt in seiner Hilfe zu unscharfen Fotos das Reinigen des Objektivs von Fingerabdrücken und Staub an den Anfang der Liste und rät zu prüfen, ob eine Schutzfolie oder ein Schutzglas auf der Kamera stört.
  • Suchen Sie das Licht. Gehen Sie ans Fenster, schalten Sie eine Lampe ein, treten Sie aus dem Schatten. Je mehr Licht, desto weniger Rauschen und Verwacklung.
  • Verwenden Sie den Digitalzoom nicht ohne Not. Das Heranziehen mit den Fingern über die optischen Möglichkeiten der Kamera hinaus ist nichts anderes als ein Beschnitt: Es bleiben weniger Pixel. Gehen Sie lieber näher heran.
  • Halten Sie das Handy mit beiden Händen und lösen Sie beim Ausatmen aus, vor allem abends. Hat die Kamera einen manuellen Modus, verkürzen Sie die Belichtungszeit: Samsung empfiehlt für den Modus „Pro“ 1/120 Sekunde oder kürzer, damit Bewegung nicht verwischt.
  • Halten Sie das Handy nicht zu dicht an das Motiv. Jede Kamera hat eine Naheinstellgrenze, näher als diese gibt es keine Schärfe. Schalten Sie für kleine Gegenstände den Makromodus ein, oder gehen Sie zurück und beschneiden Sie die Aufnahme später.
  • Tippen Sie auf dem Display auf die Stelle, die scharf sein soll, damit die Kamera genau dorthin fokussiert.

Und senden Sie wichtige Aufnahmen als Datei. Gut zu fotografieren und beim Verschicken die halbe Qualität zu verlieren, ärgert doppelt.

Bildqualität mit KI online verbessern und was aus 4K wird

Eine KI braucht man dort, wo Regler machtlos sind: wenn Pixel fehlen oder die Aufnahme verwackelt ist. Sie holt keine verborgenen Details hervor, sondern zeichnet plausible hinzu. In den meisten Alltagsfällen genügt das, den Unterschied zu kennen ist aber nützlich, um nichts Unmögliches zu erwarten.

Was eine KI mit dem Foto macht und worin sie sich vom Strecken unterscheidet

Gewöhnliches Vergrößern streckt das Bild einfach: Zwischen die vorhandenen Punkte werden neue gesetzt, deren Farbe aus den Nachbarn gemittelt ist. Neue Information entsteht dabei nicht, deshalb wirkt das Ergebnis immer weicher als das Ausgangsbild, und je stärker gestreckt wurde, desto deutlicher der Matsch.

Eine KI ist anders aufgebaut. Sie wurde mit einer großen Zahl von Paaren „kleines Bild und dasselbe Bild in groß“ trainiert und hat sich gemerkt, wie Wimpern, Stoff, Ziegel und Laub üblicherweise aussehen. Wenn sie Ihr Foto vergrößert, mittelt sie nicht, sondern sagt voraus, welche Details an dieser Stelle sein müssten, und zeichnet sie.

Daher kommen Stärke und Schwäche zugleich. Die Kanten werden scharf, die Struktur sieht echt aus. Es ist aber eine Rekonstruktion und nicht die Wahrheit: Eine kleine Aufschrift, die nicht zu erkennen war, wird nicht lesbar, sondern verwandelt sich in plausible Kringel.

Bildqualität online kostenlos verbessern

Am einfachsten beginnen Sie mit dem Werkzeug Bild vergrößern mit KI auf dieser Website. Es läuft im Browser auf Handy und Computer, ein Programm müssen Sie nicht installieren.

  1. Laden Sie das Foto hoch: Ziehen Sie die Datei hinein oder wählen Sie sie aus der Galerie.
  2. Wählen Sie den Maßstab: 2-fach oder 4-fach.
  3. Wählen Sie den Modus: „Universal“ oder „Schnell“.
  4. Klicken Sie auf „Vergrößern“ und warten Sie auf das Ergebnis.

Das Werkzeug nimmt JPG, PNG und WebP mit bis zu 25 MB an, mit einer Seitenlänge von mindestens 100 und höchstens 8000 Pixeln. Das Ergebnis wird im Format JPG ausgegeben. Fotos vom iPhone im Format HEIC müssen Sie vorher als JPG speichern.

Die wichtigste Einschränkung, die Sie vorab kennen sollten: Verarbeitet werden höchstens 2000 Pixel an der langen Seite. Ein größeres Foto wird vor der Bearbeitung automatisch auf diese Größe verkleinert. Das Ergebnis ist deshalb nie größer als 4000 Pixel an der langen Seite bei 2-facher und nie größer als 8000 bei 4-facher Vergrößerung.

Keine Lust, selbst daran zu sitzen? Geben Sie das Foto einem Retuscheur

Automatik löst nicht alles: eine schwierige Aufnahme, ein wichtiges Bild, ein alter Abzug vom Scanner. Wo der Algorithmus aufgibt, arbeitet ein Mensch das Bild in Photoshop Ebene für Ebene von Hand aus.

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Das KI-Upscaling läuft lokal auf unserer eigenen Hardware. Es gibt unscharfen Aufnahmen die Schärfe zurück und erhöht die Auflösung kleiner Vorlagen. Das Ergebnis ist ein JPG.

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      Das Foto wird dabei an einen Server gesendet: Die KI ist zu schwer, um im Browser eines Handys zu laufen. Bedenken Sie das, wenn auf dem Bild etwas Persönliches oder Dokumente zu sehen sind.

      Modus und Maßstab: was Sie beim Vergrößern wählen sollten

      Für Fotos wählen Sie „Universal“: Das ist das schwerere Modell, es ist voreingestellt und geht sorgfältiger mit Haut, Stoff, Laub und anderen komplexen Strukturen um. Der Modus „Schnell“ arbeitet mit einem leichteren Modell: Das Ergebnis kommt früher, bei komplexen Strukturen fällt es aber ab. Sinnvoll ist er für einfache Bilder: Screenshots, Schemata, Grafiken mit gleichmäßigen Flächen.

      Beim Maßstab gilt die Regel: Nehmen Sie den kleinsten, der für Ihre Aufgabe ausreicht. Eine 2-fache Vergrößerung sieht fast immer natürlich aus. Eine 4-fache brauchen nur sehr kleine Ausgangsbilder, und bei ihr fällt das Hinzugezeichnete stärker auf.

      Wegen der Grenze von 2000 Pixeln am Eingang sollten Sie den Maßstab von ihr aus rechnen. Ein Foto mit 1000 mal 750 wird 2-fach zu 2000 mal 1500 und 4-fach zu 4000 mal 3000. Eine gewöhnliche Handyaufnahme mit 4000 mal 3000 wird dagegen zuerst auf 2000 mal 1500 verkleinert, und die 2-fache Vergrößerung liefert wieder dieselben 4000 mal 3000: Pixel kommen nicht hinzu. Für ein solches Foto ist nur die 4-fache Stufe sinnvoll, sie ergibt 8000 mal 6000. Das Werkzeug ist in erster Linie für kleine Ausgangsbilder gedacht.

      Überschlagen Sie vorab, welche Größe Sie brauchen. Für das Handydisplay und soziale Netzwerke genügen ein paar tausend Pixel an der langen Seite. Für einen Druck in der Größe eines Blattes im Querformat braucht es mehr. Ein Foto „auf Vorrat“ auf die maximale Größe zu treiben, ist sinnlos: Die Datei wird schwer, echte Details kommen aber nicht dazu.

      Kann man die Bildqualität auf 4K verbessern

      Ja, aber 4K ist nur eine Größe in Pixeln und keine Qualitätsstufe. Unter 4K versteht man in der Regel ein Bild mit 3840 mal 2160 Punkten. Eine Datei dieser Größe zu bekommen ist leicht, die Frage ist, was darin steckt.

      Die Rechnung ist einfach. Um mit 2-facher Vergrößerung auf 4K zu kommen, muss das Ausgangsbild etwa 1920 mal 1080 groß sein. Für die 4-fache genügen 960 mal 540. Hat Ihr Foto diese Größe und ist dabei scharf, wird das Ergebnis gut: Man kann es ohne Bedenken auf einem großen Fernseher oder Monitor zeigen. Handyfotos haben meist ein anderes Seitenverhältnis als ein Bildschirm mit 16 zu 9, für den Fernseher müssen Sie die Aufnahme deshalb oben und unten beschneiden. Beschneiden Sie vor dem Vergrößern.

      Ist das Foto dagegen scharf und von der Größe her schon nahe an 4K, gibt es keinen Grund, es zu vergrößern: Sie brauchen dann keine Pixel, sondern Licht, Farbe oder Schärfe.

      Was passiert, wenn man ein kleines Foto um ein Mehrfaches vergrößert

      Es entsteht ein großes Bild, in dem fast alles erfunden ist. Stellen Sie sich ein Gesicht vor, das im Ausgangsbild 40 mal 40 Punkte einnimmt. Ein Auge besteht dort aus drei oder vier dunklen Pixeln. Bei 4-facher Vergrößerung muss die KI an dieser Stelle ein Auge mit Lidern, Wimpern und Lichtreflex zeichnen, und sie tut es, aber es wird ein durchschnittliches Auge aus ihrer Erfahrung und nicht das Auge Ihres Menschen.

      Deshalb entsteht bei kleinen Gesichtern nach starker Vergrößerung das bekannte Gefühl: irgendwie scharf, aber die Person sieht sich nicht ähnlich. Dasselbe gilt für Text: Die Buchstaben werden zu scharfen Zeichen ohne Sinn. Mit Strukturen ist es einfacher: Gras, Himmel und Ziegel wirken überzeugend, weil es dort gleichgültig ist, welcher Halm genau wo wächst.

      Bereits Vergrößertes noch einmal zu vergrößern ist ebenfalls keine gute Idee. Der zweite Durchgang arbeitet nicht mit der ursprünglichen Information, sondern mit den Vermutungen des ersten, und die Fehler summieren sich. Muster werden zu regelmäßig, Haut wird wächsern. In diesem Werkzeug stößt der zweite Durchgang außerdem an die Grenze von 2000 Pixeln am Eingang: Das vergrößerte Foto wird zuerst verkleinert. Wenn das 4-fache Ergebnis nicht gereicht hat, ist das Ausgangsbild für die Aufgabe zu klein.

      Wie eine KI Unschärfe entfernt und wann sie statt der Vergrößerung nötig ist

      Ist das Foto groß genug, aber verwackelt, hilft ihm eine Vergrößerung nicht: Sie erhalten ein großes verwackeltes Foto. Hier braucht es ein anderes Werkzeug, Unschärfe entfernen. Darin arbeitet eine KI, die mit durch Bewegung verwischten Aufnahmen trainiert wurde: Die Hand hat gezittert, die Person hat sich bewegt. Sie zieht die gedehnten Konturen wieder zusammen und gibt den Kanten ihre Schärfe zurück. Die Größe des Fotos wächst dabei nicht, und eine Aufnahme mit mehr als 2048 Pixeln an der langen Seite wird vor der Bearbeitung auf diese Größe verkleinert.

      Einstellungen hat das Werkzeug nicht: Art und Stärke der Unschärfe schätzt die KI selbst ein. Regler für Helligkeit und Farbe gibt es im Ergebnisfenster ebenfalls nicht, Licht und Farbe einer verwackelten Aufnahme korrigiert man deshalb getrennt, in der Galerie des Handys.

      Die Methode hat ihre eigene Grenze. Leichte und mittlere Bewegungsunschärfe lässt sich gut entfernen. Ein Fehlfokus wird deutlich schlechter korrigiert: Das Modell hat an Verwacklung gelernt und nicht an Defokussierung. Bei starker Verwacklung, wenn die Konturen über ein Drittel des Gesichts gezogen sind, gibt es kein Wunder: Das Bild bleibt weich oder überzieht sich mit Flimmern und Doppelkonturen. Das Gesicht zeichnet dieses Werkzeug nicht neu, was ein Vorteil für die Ähnlichkeit ist, aber auch ein Nachteil bei hoffnungslosen Aufnahmen.

      Ist die Aufnahme dagegen nicht verwackelt, sondern nur leicht weich, etwa nach dem Verkleinern, braucht es keine schwere KI. Dann genügt gewöhnliches Bild schärfen: drei fertige Stärkestufen und eine manuelle Einstellung. Es ist die klassische Unscharfmaske, wobei über die Helligkeit geschärft wird, ohne Farbsäume an den Kanten. Sie zeichnet nichts hinzu, sondern betont nur vorhandene Kanten und ist deshalb für Gesichter unbedenklich.

      Rauschreduzierung mit KI: was sie mit dem Korn macht

      Eine Rauschreduzierung mit KI unterscheidet zufälliges Flimmern besser von echter Struktur als klassische Filter. Ein einfacher Filter verwischt alles Feine, und zusammen mit dem Korn verschwinden Hautporen und Härchen. Ein trainiertes Modell versucht, das zu behalten, was nach Detail aussieht, und das zu entfernen, was nach Rauschen aussieht. Eine eigene Taste für die Rauschreduzierung gibt es im Vergrößerungswerkzeug nicht: Das Korn wird nebenbei geglättet, beim Vergrößern selbst.

      Perfekt funktioniert das nicht. Bei stark verrauschten Nachtaufnahmen kann das Modell das eine nicht vom anderen trennen und lässt entweder Schmutz stehen oder zeichnet eine glatte Fläche mit erfundenem Muster. Je dunkler die Aufnahme war, desto mehr Fantasie steckt im Ergebnis.

      Die praktische Folgerung: Schwaches Korn lässt man oft am besten ganz in Ruhe. Auf einem kleinen Abzug und auf dem Handydisplay ist feines Rauschen kaum zu sehen. Unterdrücken sollte man nur, was beim Betrachten wirklich stört, und zwar im Editor des Handys oder in einem Programm am Computer vor dem Vergrößern.

      Bildqualität ohne Registrierung verbessern: was kostenlos ist und was nicht

      Bearbeitung und Vorschau des Ergebnisses sind hier kostenlos und erfordern keine Registrierung: Weder eine E-Mail-Adresse noch ein Konto ist nötig, um ein Foto hochzuladen. Sie sehen, was herausgekommen ist, und entscheiden, ob Ihnen das Ergebnis genügt. Die saubere Datei ohne Wasserzeichen ist kostenpflichtig.

      Dieser Ablauf hat den Vorteil, dass Sie nicht blind bezahlen. Eine KI verhält sich bei verschiedenen Fotos unterschiedlich, und im Voraus lässt sich nicht erraten, ob sie gerade Ihre Aufnahme retten kann.

      Kostenlose Bearbeitungen gibt es fünf pro Tag von einer Adresse, gezählt wird gemeinsam für Vergrößerung, Entfernung der Unschärfe und die anderen KI-Werkzeuge der Website. Die Vorschau ist auf 900 Pixel an der langen Seite verkleinert, feine Details lassen sich an ihr deshalb nur schwer beurteilen.

      Wo sich die KI irrt: Gesichter, Text und Muster

      Prüfen Sie das Ergebnis vor dem Speichern in der Vergrößerung an drei Stellen.

      • Gesichter. Augen, Zähne und Haaransatz. Sieht sich die Person nicht mehr ähnlich, verringern Sie den Maßstab oder bleiben Sie beim Ausgangsbild.
      • Text und Ziffern. Nummern, Schilder, Unterschriften. Klarer großer Text bleibt erhalten, kleiner und handgeschriebener kann verschwimmen oder sich verändern. Einer „wiederhergestellten“ Aufschrift darf man nicht trauen.
      • Regelmäßige Muster. Das Karo eines Hemdes, Ziegelmauerwerk, Gitter. Die KI „repariert“ sie manchmal, macht sie gleichmäßiger, als sie waren, oder verwechselt die Richtung der Linien.

      Aus demselben Grund taugt ein mit KI vergrößertes Foto nicht als Beweis für irgendetwas: Was darauf sichtbar geworden ist, kann hinzugezeichnet sein. Für das Familienalbum, den Druck und soziale Netzwerke ist das kein Problem, in Streitfällen ein ernstes.

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      Reihenfolge der Bearbeitung, Photoshop und wann die Qualität nicht zu retten ist

      Dieselben Schritte führen in unterschiedlicher Reihenfolge zu unterschiedlichen Ergebnissen. Schärfe, die vor dem Vergrößern angelegt wurde, wird zu Säumen. Rauschen, das vor dem Schärfen stehen blieb, fällt doppelt so stark auf. Es folgen eine Reihenfolge, die auf dem Handy wie am Computer funktioniert, und eine ehrliche Liste der Fälle, in denen man besser aufhört.

      In welcher Reihenfolge man die Bildqualität verbessert

      Gehen Sie vom Groben zum Feinen: zuerst das, was das Material des Fotos selbst verändert, dann das, was sein Aussehen verändert.

      1. Suchen Sie die beste Ausgangsdatei. Das Original vom Handy oder von der Kamera, keine Kopie aus dem Chat.
      2. Beschneiden und ausrichten. Es lohnt nicht, etwas zu bearbeiten, das ohnehin weggeschnitten wird.
      3. Entfernen Sie die Unschärfe, falls vorhanden. Das geschieht in der Originalgröße.
      4. Entfernen Sie das Rauschen, falls es stört. Vor dem Schärfen, sonst wird das Korn betont.
      5. Vergrößern Sie, falls Pixel fehlen. Ein kleines Foto muss nicht „vorsorglich“ durch die Entfernung der Unschärfe: Jeder überflüssige Schritt ist ein überflüssiges Neuspeichern.
      6. Korrigieren Sie Licht und Farbe: Belichtung, Schatten, Weißabgleich.
      7. Fügen Sie Schärfe hinzu, ganz am Ende und nur wenig.
      8. Speichern Sie einmal in guter Qualität.

      Nicht jedes Foto braucht alle Schritte. Einer dunklen, aber scharfen Aufnahme genügt der sechste. Einem kleinen, aber sauberen Bild reicht der fünfte. Die Liste dient dazu, die Abfolge nicht durcheinanderzubringen, wenn es mehrere Schritte sind.

      Warum man nicht mit dem Schärfen beginnen darf

      Schärfen funktioniert einfach: Es findet die Grenze zwischen Hell und Dunkel und macht die helle Seite etwas heller und die dunkle etwas dunkler. Die Kante wirkt kontrastreicher, das Auge liest das als Schärfe.

      Wird das Foto danach vergrößert, wachsen die feinen hellen und dunklen Ränder um die Konturen mit und werden zu sichtbaren Säumen. Werden danach die Schatten aufgehellt, kommt das Rauschen hervor, das die Schärfe bereits betont hat. Ihr Platz ist deshalb der letzte, wenn Größe und Licht endgültig feststehen.

      Und noch etwas: Die Schärfe wird auf die Endgröße abgestimmt. Ein kleines Bild für ein soziales Netzwerk braucht etwas mehr davon, ein großer Druck weniger. Beurteilen Sie in dem Maßstab, in dem das Foto betrachtet werden wird.

      Bildqualität in Photoshop verbessern

      In Photoshop ist die Reihenfolge dieselbe, nur die Werkzeuge ändern sich. Vergrößert wird im Dialog für die Bildgröße (in der deutschen Oberfläche „Bild“, dann „Bildgröße“, im Englischen Image Size). Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Neu berechnen“ und wählen Sie die Methode: Für Vergrößerungen empfiehlt Adobe Preserve Details 2.0, in der deutschen Oberfläche „Details erhalten 2.0“. Laut der Hilfe von Adobe bewahrt die Methode scharfe Kanten und feine Details mit weniger Artefakten, und sie hat einen Regler zur Rauschreduzierung, damit das Korn nicht zusammen mit dem Foto wächst.

      Der zweite Weg: die Funktion „Verbessern“ mit dem Modus Super Resolution in Adobe Camera Raw. Laut der Hilfe von Adobe verdoppelt sie Breite und Höhe des Fotos, liefert also viermal so viele Pixel, und arbeitet nicht nur mit RAW-Dateien, sondern auch mit JPEG und TIFF. Aufgerufen wird sie so: Rechtsklick auf das Foto im Fenster von Camera Raw, Eintrag „Verbessern“, dann Super Resolution.

      Hier gibt es einen Haken, an dem viele hängen bleiben. Im Filtermenü von Photoshop steht der „Camera Raw-Filter“, Super Resolution gibt es darin aber nicht: Adobe schreibt ausdrücklich, dass der Filter mit einer einzelnen Ebene arbeitet und keine Funktionen enthält, die Dokumenteigenschaften verändern. Die Datei muss in Camera Raw selbst geöffnet werden. RAW-Aufnahmen öffnen sich dort von allein, für JPEG und TIFF schaltet man in den Voreinstellungen von Camera Raw, im Bereich zur Dateiverarbeitung, das automatische Öffnen unterstützter Dateien dieser Formate ein.

      Im selben Dialog zum Verbessern gibt es eine Rauschreduzierung mit KI, laut der Hilfe von Adobe ist sie aber für RAW-Dateien gedacht. Für JPEG bleiben die gewöhnlichen Regler zur Rauschreduzierung. Geschärft wird in Photoshop mit den Filtern „Selektiver Scharfzeichner“ und „Unscharf maskieren“. Die Namen der Einträge hängen von der Programmversion ab, sehen Sie deshalb in der Hilfe Ihrer Version nach. Eine ausführliche Beschreibung der Techniken finden Sie im Artikel über Schärfen in Photoshop und das Vergrößern von Fotos.

      Was wählen: Photoshop, Handy oder KI online

      Wählen Sie nach der Aufgabe und nicht nach dem Ansehen des Werkzeugs.

      • Das Handy passt, wenn das Problem bei Licht und Farbe liegt. Das ist eine Minute Arbeit.
      • Die KI online passt, wenn ein Foto vergrößert oder Verwacklung entfernt werden soll und keine Zeit bleibt, sich in Programme einzuarbeiten. Das Ergebnis ist sofort zu sehen.
      • Photoshop lohnt sich, wenn genaue Arbeit an einzelnen Bereichen gefragt ist: Schärfe nur auf den Augen, Rauschreduzierung nur in den Schatten, manuelles Entfernen von Fehlern. Das erfordert ein Abo und Übung.

      Kombinieren geht auch: online vergrößern und Licht und Farbe anschließend in der Galerie des Handys korrigieren. Wichtig ist nur, die Datei nicht durch fünf Dienste hintereinander zu schicken: Jedes erneute Speichern als JPG kostet ein wenig Qualität.

      Wie man ein Foto speichert, ohne Qualität zu verlieren

      Speichern Sie das Ergebnis einmal und in hoher Qualität. Fragt der Editor nach der Kompressionsstufe für JPG, stellen Sie sie nahe ans Maximum. Der Unterschied in der Dateigröße ist gering, und Klötzchen bleiben aus.

      Überschreiben Sie die Ausgangsdatei nicht. Speichern Sie das bearbeitete Foto daneben unter einem anderen Namen: In einem Jahr möchten Sie es vielleicht neu bearbeiten, und das sollte vom Original aus geschehen und nicht vom Ergebnis.

      Wenn Sie später weiterarbeiten wollen, halten Sie Zwischenversionen besser in einem verlustfreien Format wie PNG und wandeln nur die Endfassung in JPG um. Das Ergebnis der Vergrößerung auf der Website kommt als JPG; wenn Sie es danach in einem Editor weiterbearbeiten, speichern Sie die Endfassung nur einmal. Und denken Sie an den Versand: Legen Sie die Datei als Dokument in den Messenger, sonst komprimiert der Dienst alles, was Sie verbessert haben.

      Wann die Bildqualität nicht mehr zu retten ist

      Es gibt Fälle, in denen die ehrliche Antwort lautet: gar nicht. Die Bearbeitung liefert ein Bild, das besser aussieht, aber es ist dann nicht mehr Ihr Foto.

      • Starke Verwacklung. Die Konturen sind so gedehnt, dass die Gesichtszüge nicht zu erkennen sind. Die Entfernung der Unschärfe hinterlässt Matsch, und eine generative KI zeichnet ein Gesicht, aber ein fremdes.
      • Grober Fehlfokus. Das Motiv ist zu einem weichen Fleck geworden. Die Form bleibt, die Details werden erfunden sein.
      • Winziges Ausgangsbild. Ein Gesicht in der Größe einiger Dutzend Punkte. Die Vergrößerung ergibt eine scharfe Maske ohne Ähnlichkeit.
      • Ausgefressene Lichter und abgesoffene Schatten. In reinem Weiß und reinem Schwarz steckt keine Information, es gibt nichts, woraus sich etwas wiederherstellen ließe.
      • Mehrfache Kompression. Ein Foto, das ein Dutzend Mal weitergeleitet wurde, besteht aus Blöcken. Man kann sie glätten, Details liegen darunter nicht.
      • Unleserlicher Text. Lässt sich eine Nummer oder Aufschrift in der Vergrößerung mit bloßem Auge nicht entziffern, liest die KI sie nicht, sondern denkt sie sich aus.

      Es gibt ein Zeichen dafür, dass Sie an der Grenze sind: Nach der Bearbeitung ist es schärfer geworden, sieht aber nicht mehr ähnlich aus. In diesem Moment geht man besser einen Schritt zurück und lässt das Foto etwas weich, dafür echt.

      Was tun, wenn das Foto wichtig ist und die KI gescheitert ist

      Suchen Sie zuerst noch einmal nach der Ausgangsdatei. Oft stellt sich heraus, dass das Original in der Cloud liegt, auf dem alten Handy, bei der Person, die fotografiert hat, oder als Anhang im Postfach. Ein einziges gefundenes Original bringt mehr als eine Stunde Arbeit an der Kopie.

      Suchen Sie nach benachbarten Aufnahmen. Handys nehmen nicht selten eine Serie auf, und neben dem misslungenen Bild kann ein gelungenes liegen. War das Foto ein Live Photo, stecken darin weitere Momente, aus denen sich ein schärferer auswählen lässt.

      Ist das Foto einzigartig und Ihnen teuer, etwa ein altes Familienbild, bleibt die manuelle Retusche: Eine Fachperson stellt Details wieder her und gleicht sie mit anderen Fotos derselben Person ab. Zu Papierabzügen und gescannten Bildern gibt es einen eigenen Beitrag, alte Fotos verbessern und restaurieren.

      Checkliste: Bildqualität in fünf Minuten verbessern

      Kurz der gesamte Weg, der für die meisten Fotos passt.

      1. Suchen Sie das Original. Keinen Screenshot und keine Kopie aus einem Chat.
      2. Betrachten Sie es auf einem großen Bildschirm bei hundert Prozent und benennen Sie das Problem: zu wenige Pixel, Verwacklung, Rauschen oder Licht.
      3. Licht und Farbe korrigieren Sie in der Galerie des Handys: automatische Verbesserung, danach Schatten und Farbton.
      4. Verwacklung beheben Sie mit der Entfernung der Unschärfe, fehlende Größe gleichen Sie mit der 2-fachen oder 4-fachen Vergrößerung aus.
      5. Prüfen Sie Gesichter und Text in der Vergrößerung. Fehlt die Ähnlichkeit, gehen Sie einen Schritt zurück.
      6. Speichern Sie einmal in hoher Qualität, löschen Sie die Ausgangsdatei nicht und versenden Sie als Datei.

      Ist das Foto nach allen Schritten besser, aber nicht perfekt, ist das normal. Die Bearbeitung soll aus dem Handy keine Studiokamera machen, sondern das beseitigen, was beim Betrachten der Aufnahme stört.

      Häufige Fragen

      Kann man die Bildqualität kostenlos verbessern? Ja. Licht und Farbe lassen sich kostenlos in der Standardgalerie des Handys korrigieren. Im Online-Werkzeug zur Vergrößerung sind Bearbeitung und Vorschau kostenlos, kostenpflichtig ist nur die saubere Datei ohne Wasserzeichen.

      Wie verbessere ich die Bildqualität auf dem iPhone ohne App? Öffnen Sie das Bild in der App „Fotos“, wechseln Sie in die Bearbeitung und tippen Sie auf „Anpassen“. Probieren Sie die automatische Verbesserung und korrigieren Sie danach „Belichtung“, „Brillanz“ und „Glanzlichter“. Eine misslungene Bearbeitung macht „Zurück zum Original“ rückgängig. Pixel hinzufügen oder starke Verwacklung entfernen kann der eingebaute Editor nicht.

      Wie verbessere ich die Bildqualität auf dem Samsung in der Galerie? Öffnen Sie das Foto in der „Galerie“ und tippen Sie auf das Symbol für die Details. Das Handy zeigt Bearbeitungsvorschläge, darunter findet sich oft Remaster. Welche Einträge erscheinen, hängt vom Modell und von der Version von One UI ab.

      Stimmt es, dass eine KI Fotos auf 4K verbessert? Sie kann eine Datei in 4K-Größe ausgeben, das ist aber eine Größe und keine Qualitätsgarantie. Aus einem scharfen Foto mit etwa 1920 mal 1080 macht die 2-fache Vergrößerung genau 3840 mal 2160, und das Ergebnis wird gut. Aus einem winzigen Bild entsteht eine große Datei mit erfundenen Details.

      Was kann eine KI besser als normales Vergrößern? Normales Vergrößern streckt das Bild und macht es weicher. Eine KI zeichnet plausible Details hinzu, deshalb wirken Kanten und Strukturen scharf. Es ist aber eine Rekonstruktion: Kleine Gesichter und Text können sich verändern.

      Was kommt zuerst: Rauschen entfernen oder schärfen? Zuerst das Rauschen, dann die Schärfe. Sonst betont das Schärfen das Korn, und es lässt sich schwerer entfernen. Geschärft wird immer zuletzt, wenn Größe und Licht bereits endgültig sind.

      Welche Dateien nimmt das Werkzeug zum Vergrößern von Bildern an? JPG, PNG und WebP mit bis zu 25 MB und einer Seitenlänge von 100 bis 8000 Pixeln. Ein Foto mit mehr als 2000 Pixeln an der langen Seite wird vor der Bearbeitung auf 2000 verkleinert. Maßstab 2-fach oder 4-fach, das Ergebnis im Format JPG. Die Bearbeitung läuft auf dem Server.

      Lässt sich ein vom Messenger komprimiertes Foto wiederherstellen? Teilweise. Klötzchen und Säume glättet die KI, die bei der Kompression weggeworfenen Details bringt sie aber nicht zurück, sondern zeichnet ähnliche. Zuverlässiger ist es, den Absender um das Original als Datei zu bitten.

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